[Review] Wurkkos HD03 – Clip-Taschenlampe mit Spot- und Flutlicht

SammysHP

Flashaholic**
6 Oktober 2019
3.873
6.060
113
Celle
www.sammyshp.de
Clips sind ein übliches Ausstattungsmerkmal von Taschenlampen. Dadurch lassen sie sich leicht in der Hosentasche oder am Gürtel befestigen. Teilweise kann der Clip auch während des Betriebs sinnvoll genutzt werden, um die Hände frei zu haben. Und bei manchen Modellen ist der Clip sogar integraler Bestandteil des Designs.

Die Wurkkos HD03 ist so eine Clip-Taschenlampe. Sie verfügt über drei Kanäle für Spotlicht, Flutlicht und bunte Effektbeleuchtung. Mit dem Clip und einem integrierten Magneten lässt sich sich flexibel befestigen.


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Review der Wurkkos HD03 auf sammyshp.de


Die Taschenlampe wurde mir vom Hersteller kostenfrei zur Verfügung gestellt, vielen Dank!


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Vorgeschichte​

Schon im Frühjahr wurde mir von Wurkkos der Prototyp einer neuen Taschenlampe mit integriertem Clip für einen internen Test zur Verfügung gestellt. Bis zur Veröffentlichung des neuen Modells vergingen noch einige Monate.


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Zu Weihnachten bekam ich schließlich ein fertiges Exemplar in der Weihnachts-Sonderedition mit persönlicher Gravur. Im Vergleich zum Prototypen wurden nicht nur die kaltweißen Flutlicht-LEDs durch eine etwas wärmere Variante ersetzt, sondern auch die Bedienung überarbeitet und die Helligkeitsregelung leicht angepasst.


Lieferumfang und Hardware​

Im Laufe des Jahres hat Wurkkos das Verpackungsdesign geändert. Kamen die Lampen zuvor in einem Karton mit Magnetverschluss und Schaumstoffeinsatz, werden sie nun in einer Faltschachtel mit einem vakuumgeformten Einsatz geliefert.
  • Langes Band mit Karabiner
  • Kurzes Band mit Ring
  • USB-C Ladekabel
  • Bedienungsanleitung (EN, CN, RU, DE, FR, ES, IT, JA, PT)
Auch die Anleitung hat ein neues Format erhalten und besteht entfaltet aus einem 49 × 34 cm großen Stück Papier, das beidseitig bedruckt ist. Ergänzend zum Text wird die Bedienung auch über Piktogramme und in einem Flussdiagramm erklärt. Es besteht eine sehr hohe Ähnlichkeit mit den Anleitungen von Olight.


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Eine Lasche erleichtert das Herausziehen des Einsatzes und erklärt gleichzeitig die wichtigsten Aspekte der Bedienung.


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Bei der HD03 handelt es sich um eine kleine EDC-Lampe mit integriertem Clip und verschiedenen Lichtquellen. Leider ist mir erst zu spät aufgefallen, dass die Abdeckung des Ladeanschlusses in einigen Fotos nicht ganz geschlossen ist.


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Die Lampe ist schön kompakt, wobei der Clip mit rund 8 mm ein Drittel der Tiefe einnimmt. Die Angaben zur Breite und Tiefe beziehen sich auf die schmalsten bzw. breitesten Stellen inklusive Clip und Tasten.

Höhe: 60,0 mm
Breite: 24,0 – 30,0 mm
Durchmesser (Bezel): 28,0 mm
Tiefe (inkl. Clip): 20,7 – 25,3 mm
Gewicht: 47,7 g

Viele Lampen dieser Art habe ich leider nicht für einen Vergleich. Im Bild sieht man neben der Cyanlamp M12R noch einen weiteren Prototypen, der später als Sofirn ST10 auf den Markt gebracht wurde.


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Rutschhemmende Gummibeläge in Kombination mit der hohen Federkraft des Clips sorgen für eine zuverlässige Befestigung. An einem Loch am oberen Ende des Clips können beispielsweise eine Schnur, eine Handschlaufe oder ein Karabinerhaken angebracht werden.


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Noch mehr Möglichkeiten zur Befestigung ergeben sich mit einem Magneten, der im unteren Bereich des Clips integriert ist. Richtig ausbalanciert kann die Lampe aufrecht ausgerichtet werden, in den meisten Fällen hängt sie jedoch kopfüber.


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Der fest integrierte LiPo-Akku mit 600 mAh wird über einen USB-C Anschluss am oberen Ende der Lampe geladen. Eine Silikonabdeckung schützt ihn gegen Wasser und Schmutz.


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Der Ladevorgang mit 500 mA ist nach knapp 1,5 Stunden abgeschlossen. Währenddessen kann die Lampe nur in Stufe Low genutzt werden. Der Fortschritt wird über eine LED im Taster signalisiert, die bei vollem Akku von Rot auf Grün wechselt.


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Laut Hersteller ist die HD03 wassergeschützt nach IPX6. Damit sollte sie einen Regenschauer oder ein kurzes Abspülen unter fließendem Wasser verkraften, aber besser nicht komplett unter Wasser getaucht werden. Sie soll zudem Stürze aus bis zu 1,5 Meter Höhe überstehen.


Bedienung und Funktion​

Von vorne betrachtet befindet sich auf der linken Seite der Lampe ein Schalter mit zwei Stellungen und auf der rechten Seite ein Taster mit integrierter Status LED.

Mit dem Schiebeschalter lässt sich zwischen der Spot-LED und den Flutlicht-LEDs umschalten. Während er beim Prototypen noch recht scharfkantig und unangenehm war, sind seine Kanten nun abgerundet und fast schon etwas zu rutschig. Zudem wackelt die Abdeckung um den Schalter leicht. Er arbeitet verschleißarm mit einem Hall-Sensor, was zur Folge hat, dass ein starker Magnet in die Nähe den Kanal vorübergehend umschalten kann.


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Über den Taster wird die Lampe ein- und ausgeschaltet sowie die Helligkeit geändert. Beim Betätigen ist ein deutliches Klicken zu vernehmen.


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Im Vergleich zum Prototypen wurde die Bedienung grundlegend geändert: Während der Schiebeschalter zuvor dem Wechsel zwischen Weiß und RGB diente, wird darüber jetzt zwischen Spot- und Flutlicht umgeschaltet. Außerdem wird die Helligkeit beim Ausschalten nicht gespeichert (Mode-Memory) – die Lampe lässt sich nur in Low (oder Moon) einschalten. Einen direkten Zugriff auf den Turbo gibt es ebenfalls nicht.

ZustandAktionFunktion
Aus1 KlickEinschalten in Low
Aus2 KlicksRGB-Modus einschalten
Aus3 KlicksSperren
AusHaltenEinschalten in Moon
Ein
(Weiß)
1 KlickAusschalten
Ein
(Weiß)
2 KlicksTurbo
Ein
(Weiß)
3 KlicksStrobe
Ein
(Weiß)
HaltenHelligkeit ändern (Low → Med → High → Turbo)
Strobe1 KlickVorherige Helligkeit
Strobe2 KlicksUmschalten zwischen Strobe → SOS → Beacon
RGB
(konstant)
1 KlickAusschalten
RGB
(konstant)
2 KlicksRGB-Effektmodus
RGB
(konstant)
HaltenFarbe stufenlos ändern
RGB
(Effekte)
1 KlickIn den konstanten RGB-Modus wechseln
RGB
(Effekte)
2 KlicksEffekt umschalten
(Blinken → Police Strobe → Farbverlauf → Disco → Meteor → Pulsieren → Lauflicht)
RGB
(Effekte)
HaltenIm Blinkmodus Farbe stufenlos ändern
Lockout3 KlicksEntsperren und in Low einschalten
LockoutHaltenMomentan Low

Die RGB-Effekte sind eine nette Spielerei, falls man die Lampe dekorativ einsetzen möchte. Die Helligkeit des RGB-Lichts lässt sich nicht ändern. Die eingestellte Farbe wird beim Ausschalten gespeichert, allerdings nicht der gewählte Modus.

In der Strobe-Gruppe gibt es einen Strobe mit einer wechselnden Frequenz von 7 und 14 Hz, ein SOS-Signal sowie einen Beacon mit einem Intervall von zwei Sekunden. Auch hier wird der gewählte Modus nicht gespeichert.


Wurkkos_HD03_scope_strobes.png


Nach dem Einschalten zeigt eine Status-LED im Taster für fünf Sekunden den ungefähren Ladestand des Akkus an. Bei kritischer Akkuspannung leuchtet die LED bei eingeschalteter Lampe kontinuierlich in Rot.

FarbeLadestand
Grün50% – 100%
Orange20% – 50%
Rot< 20%

Mit dem Clip ergeben sich viele Möglichkeiten, die Lampe zu tragen – nicht nur für den Transport, sondern auch für die Nutzung: beispielsweise am Gürtel, am Rucksackträger, der Jackentasche oder am Hemd. Man sollte nur bedenken, dass sich die Lampe nicht neigen lässt und daher immer nach vorne leuchtet.


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Lichtbild​

In der HD03 sind eine kaltweiße LED für das Spotlicht, neun neutralweiße LEDs für das Flutlicht und neun RGB-LEDs für das bunte Effektlicht verbaut.


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Geformt wird das Licht von einer speziellen TIR-Optik mit verschiedenen Zonen: Der zentrale Bereich für das Spotlicht hat horizontale Lamellen, um das Licht leicht nach unten zu lenken. Flut- und RGB-LEDs befinden sich hinter kleinen Mikrolinsen, um das Licht zu streuen.


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Aufgrund der aktuellen Wetterlage war es mir leider nicht möglich, draußen aktuelle Beamshots mit der Verkaufsversion aufzunehmen. Daher habe ich für diese Bilder auf frühere Aufnahmen des Prototypen zurückgegriffen.

Im Zentrum befindet sich das Spotlicht mit einer angegebenen Farbtemperatur von 6000 bis 6500 K. Es gibt keinen klar abgegrenzten Spot, dafür in der Mitte ein paar leichte Artefakte durch die spezielle TIR-Optik.


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Das Flutlicht ist mit 5000 K laut Hersteller nicht nur etwas wärmer als das Spotlicht, sondern soll zudem auch eine hohe Farbwiedergabe aufweisen. Durch die TIR-Optik wird es breit gestreut und eignet sich somit perfekt für den Nahbereich.


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Die Farbe der RGB-LEDs lässt sich stufenlos einstellen, allerdings gibt es nur eine Helligkeitsstufe. Das Licht ist sehr flutig und nicht allzu hell, wodurch es sich eher als Stimmungslicht zur Dekoration oder als Markierungslicht eignet.


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Treiber und Laufzeit​

In Bezug auf die Intensität lässt sich nur ein einziger Wert finden, der vermutlich für das Spotlicht gilt. Gleichzeitig wird dazu eine Reichweite von 180 m angegeben, die allerdings nicht zur Intensität von 3500 cd passt – nach ANSI FL1 wäre die Reichweite lediglich 118 m.

ModusHelligkeit¹Laufzeit¹Intensität¹ (Reichweite²)
Spot Turbo680 lm1:10 h3500 cd (118 m)
Spot High320 lm1:20 h
Spot Medium110 lm2:10 h
Spot Low20 lm7:40 h
Spot Moon1 lm36 h
Flood Turbo320 lm1:10 h
Flood High150 lm1:20 h
Flood Medium75 lm1:50 h
Flood Low15 lm5:30 h
Flood Moon1 lm35 h
RGB10 h

Die Helligkeit bleibt über die Laufzeit hinweg in Abschnitten konstant. Im Unterschied zum Prototypen gibt es nach etwa zwei Dritteln der Laufzeit eine allmähliche Reduktion, möglicherweise um die Laufzeit zu strecken.

Selbst im Turbo erwärmt sich die Lampe nur auf rund 35 °C, sodass ich im Diagramm auf die Temperaturmessung verzichtet habe.


Wurkkos_HD03_runtime_full.png


Wurkkos_HD03_runtime_10min.png


Trotz der recht konstant bleibenden Helligkeit werden fast alle Stufen mittels PWM bei einer Frequenz von 10 kHz geregelt. In der niedrigstens Stufe beträgt die Frequenz sogar nur 1 kHz, was sich in manchen Situationen durchaus erkennen lässt. Eine Ausnahme stellt lediglich der Turbo im Spotlicht dar, bei dem es kein PWM gibt.


Wurkkos_HD03_PWM.png


Bei leerem Akku schaltet sich die Lampe ab, um eine Tiefentladung des Akkus zu verhindern. Durch den fest verbauten Akku war eine Messung der Stromaufnahme oder der Abschaltspannung nicht möglich.


Fazit​

Klein und praktisch: Mit dem großen Clip und einem integrierten Magneten lässt sich die Wurkkos HD03 auf vielfältige Weise befestigen. Durch getrenntes Spot- und Flutlicht lässt sich das Licht leicht an die jeweilige Situation anpassen. Zusätzlich gibt es farbiges RGB-Licht, das sich beispielsweise als Stimmungs- oder als Markierungslicht einsetzen lässt.
 
Zuletzt bearbeitet:

Vincent1990

Flashaholic
7 Januar 2026
172
64
28
35
Espelkamp, NRW
Haha geil, habe mir davon auch 2 Stück bestellt fürs Fischen als Beleuchtung nachts für Fotos. Da die Saison aber erst im Frühjahr wieder losgeht bisher noch nicht am Wasser getestet. Aber machen schon gut Licht. Und sie sind so dermaßen viel kleiner als sie auf den Fotos aussehen, dass ist echt irre.
 

Dr.Devil

Flashaholic***
24 Juli 2012
5.466
7.016
113
nördlich von Stuttgart
Sehr schön. Einige neue Aspekte, die mir bisher nicht bewußt waren :thumbup:
Die Weihnachtsedition ist hübsch geworden und die persönliche Gravur eine schöne Gesten von Wurkkos :daumenhoch:
Ansonsten scheint sie 1:1 der Serien HD03 zu entsprechen.

Eine Sache war, dass es im RGB Modus extrem pfriemelig ist beim stufenloen Wechsel der Farben das Rot zu treffen, ist das immer noch so bei der Sonderedition?
An einer Stelle ist von der EDC09 die Rede. Sicher ein Übertragungsfehler

Aufgrund der aktuellen Wetterlage war es mir leider nicht möglich, draußen aktuelle Beamshots mit der Verkaufsversion aufzunehmen
Na da hat man schon die Winteredition, da passt die aktuelle Wetterlage doch prima dazu :zwinkern:

Grüße Jürgen
 

SammysHP

Flashaholic**
6 Oktober 2019
3.873
6.060
113
Celle
www.sammyshp.de
Eine Sache war, dass es im RGB Modus extrem pfriemelig ist beim stufenloen Wechsel der Farben das Rot zu treffen, ist das immer noch so bei der Sonderedition?
Ja, die Farbeinstellung ist immer noch so nervig wie bei allen RGB-Taschenlampen von Sofirn/Wurkkos. Ich hätte mir gewünscht, dass es neben der stufenlosen Einstellung auch noch diskrete Stufen (z.B. rot/gelb/grün/cyan/blau/magenta – oder noch mehr Zwischenstufen) gibt. Dann kann man schnell einige Grundfarben wählen und dann immer noch auf Wunsch ein bisschen davon abweichen.

An einer Stelle ist von der EDC09 die Rede. Sicher ein Übertragungsfehler
Danke, ist korrigiert!

Na da hat man schon die Winteredition, da passt die aktuelle Wetterlage doch prima dazu :zwinkern:
Hier sehen Sie… Weiß. :oops:
 

andreas0401

Flashaholic**
20 September 2010
2.638
8.859
113
Dorsten
Danke fürs Review:tala:.
Habe mir auch das kleine Lämpchen gekauft. Für 15 Euro hat man damit ein schönes Spielzeug.
Sie macht ordentlich Licht, lässt sich im Spot und Flutlicht betreiben und hat mit den Farb LEDs
was zum spielen.
Sie ist richtig schön klein und als Mitnehmlampe super zu gebrauchen.

hier noch zwei kleine Beamshots
50469884kt.gif


Sie ist im Spot ein klein wenig heller als meine Jetbeam rrt01 mit 500 Lumen. Die 680 Lumen scheinen also glaubhaft zu sein:thumbup:.
50469883tg.gif


Gruß
Andreas