[Review] Wurkkos HD04

DaHamstah

Flashaholic*
2 Mai 2013
999
1.124
93
München
dahamstah.de

Einleitung

Ich bin immer auf der Suche nach der perfekten Lampe für die Gassirunde nachts hier am Stadtrand. Dabei habe ich bisher meiste eine 90°-Lampe an meine Slingbag geclipt. Das funktioniert soweit, aber eine Lampe mit einstellbaren Kopf, noch dazu leicht und mit nachleuchtendem Gehäuse, das klingt auf den ersten Eindruck ziemlich optimal!

Alle meine Reviews findet ihr auch auf meiner Homepage.

Review der Wurkkos HD04 auf dahamstah.de

Disclaimer: Wurkkos hat mir die Lampe kostenlos zur Verfügung gestellt. Auf das Review hatte dies keinen Einfluss.
Alle Messungen wurden mit Hobbyequipment durchgeführt, Ungenauigkeiten und Abweichungen sind dementsprechend möglich.​


Spezifikationen laut Wurkkos

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Aktuell gibt es die Lampe in weiß, schwarz und dem hier gezeigten blau.

Die Lampe könnt ihr direkt bei Wurkkos oder über Amazon mit Code 7LN2RSEK (keine Affiliate Links) kaufen.

Packungsinhalt und Eindrücke

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Die Lampe kommt in der typischen, weißen Wurkkos-Schachtel mit Plastik-Einschub. Alle wichtigen Daten, sowie ein Bild der Lampe, sind auf dem Karton angegeben. In dem Tray ruht die Lampe, in einem kleinen Plastiksäckchen sicher verpackt. Darunter findet sich noch ein Lanyard, eine Anleitung und ein kurzes Ladekabel.

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Hat man die Lampe von der Verpackung befreit, wird wahrscheinlich einer der ersten Gedanken sein: „Oh, ist die niedlich!“
Mich hat das Design auf Anhieb voll abgeholt!

Viele kleine Details sind beachtet, sogar auf dem Akku im inneren ist ein Druck erkennbar, der gut zu Ästhetik der Lampe passt.
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Der untere Teil der Lampe ist vollständig aus Plastik, genauso wie der Clip. Trotzdem wirkt die Lampe nicht billig. Der Kopf ist aus Metall, die Kühlrippen sind etwas kantig. Insgesamt würde ich sagen, dass die Lampe etwas wertiger wirkt, als der Preis suggerieren würde – eine HD03 mit Metallgehäuse wirkt aber noch mal edler.
Plastik hat dafür den Gewichtsvorteil auf seiner Seite, wird nicht kalt und verformt sich nicht bei einem Sturz – die Robustheit sollte also unter dem Gehäuse nicht leiden.

Das ist aber ein guter Stichpunkt, denn das größte Feature der Lampe könnte durchaus auch ihre größte Schwachstelle sein. Denn der Kopf ist nicht wie bei einer normalen Lampe fest mit dem Körper verbunden, er ist dreh- und schwenkbar.
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Der Kopf ist ist ziemlich frei beweglich – 95° schwenk- und 180° drehbar. Das sollte die meisten Einstellungswünsche abdecken. Der Mechanismus läuft sauber und weich, eine versehentliche Verstellung kann leicht passieren.
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Alles sitzt fest, ohne Spiel und wackelfrei, einen Sturz würde ich der Lampe durchaus zutrauen. Allerdings bin ich durchaus gespannt, wie sich die Lampe auf Dauer unter Alltagsbelastung schlägt, da bin ich bei solchen Gelenken immer skeptisch. Selbst dann, wenn es, wie bei der HD04, keinen sichtbaren Grund dafür gibt.

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Schauen wir uns aber den Kopf etwas näher an. An der Vorderseite befindet sich eine TIR, nicht weiter durch Glas geschützt. In ihr gibt es drei Bereiche. Einen glatten für die Throw-LED, in der Mitte einen kleineren mit Perlen für die Farben und dazu noch einen weiteren für die Flood-LED, dieser mit Facetten.

Auf der Rückseite befindet sich ein USB-C-Port. Dieser ist äußerlich nicht weiter geschützt, ob er innerlich weiter abgedichtet ist, weiß ich nicht. Selbst wenn nur ein O-Ring innen angebracht ist, sollte das für die IP6-Angabe reichen. Die mittlere LED vorne dient als Akkuanzeige.
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Links und Rechts am Kopf sind die beiden Schalter. Beide sind gleicher Bauart und gut zu finden. Die Bedienung sollte auch mit Handschuhen gut gelingen.

Größe

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Loopgear Loopdot, Wurkkos HD03, Acebeam UC3A, Wurkkos HD04, Sofirn ST10, Olight Oclip Pro, Wuben X2 Pro+, Sofirn SE1
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Stolze 55g zeigt meine Waage für die Lampe an.


Trage- und Befestigungsmöglichkeiten

Lanyard: Ein einfaches Lanyard ist enthalten und kann oben am Clip befestigt werden.

Clip: Der Clip ist ein Designmerkmal der Lampe und integraler Bestandteil. Er ist breit, auf einer Seite gummiert und hat eine gute Spannkraft.
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Magnet: Am unteren Ende des Gehäuses befindet sich ein kräftiger Magnet. Die Lampe wird sicher gehalten und ist durch das Plastikgehäuse schonend zur Oberfläche, an der die Lampe angebracht wird.

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(Jacken)tasche: In der Hosentasche würde ich mir auf Dauer etwas Sorgen um den Kopf machen, außerdem schaut die Lampe eingeclipt etwas weit heraus. In der Jackentasche hingegen verschwindet die kleine, leichte Lampe problemlos und unauffällig.


UI (Bedienung)

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1C: kurzer Klick, 2C: Doppelklick, …
1H: Drücken und ohne loslassen gedrückt halten
2H: kurzer Klick, gefolgt 1H

Das UI ist definitiv nicht das einfachste, aber doch intuitiv. Es gibt zwei Knöpfe, den „Brightness-Button“(☼), und den „Mode-Button“(M).

Zustand der LampeBedienungKnopfErgebnis
Ge-/Entsperrt1H☼ + MEntsperren und in Memory einschalten / Sperren
Gesperrt1C / 1HMAkkuanzeige
Gesperrt1C / 1H2x blinken / Momentlicht niedrigste Stufe
aus1C / 1HMAkkuanzeige
aus1CEinschalten in Memory
aus1HNiedrigste Stufe für den zuletzt aktiven Modus, bei Farben ein und direkter Farbwechsel.
aus2CHöchste Stufe des zuletzt aktiven Modus. Wenn zuletzt die Farben aktiv waren, dann blinken der zuletzt gewählten Farbe
aus3Crotes Blinken
ein1CMWechsel des Modus Flood -> Farben -> Throw -> Flood -> …
ein1Caus
ein (flood/throw)2Chöchster Output
ein (flood/throw)3CStrobe
ein(Strobe)2CStrobe -> SOS -> Beacon -> Strobe -> …
ein (flood/throw)1HWechsel der Leuchtstufe
ein (Farben)1HWechsel der Farbe
ein (Farben)2CWechsel zu den RGB-Modes
ein (Farben in den RGB-Modes)1Czurück zur fest eingestellten Farbe
ein (Farben in den RGB-Modes)2CWechsel des RGB-Modus

So viele Funktionen in einer kleinen Lampe unterzubringen, ist nicht immer ganz einfach. Gerade durch den möglichen Positionswechsel des Kopfes ist es manchmal schwer zu wissen, welcher Knopf welcher ist. Eine haptische Unterscheidung wäre schön gewesen, das Fehlen ist aber bei einer kleinen EDC auch kein Beinbruch. Insgesamt funktioniert das UI gut, allerdings sollte man sich merken, in welchem Modus man die Lampe ausgeschalten hat, denn in diesem startet die Lampe unausweichlich auch wieder.


Leuchtprofil und Messungen

Alle Messungen wurden in meiner 30cm Ulbrichtkugel durchgeführt. Die Temperatur lag dabei zwischen 20 und 24°C. Außerdem wurde noch ein Opple Light Master III und ein TASi TA636B Luxmeter verwendet. Bitte beachtet, dass es sich um Hobbyequipment handelt, Ungenauigkeiten und Abweichungen sind also möglich!

Output und Lichtbild​

Der Flood-Mode der Lampe ist wirklich reines Flutlicht. Keinerlei Artefakte, sanft auslaufend, sehr weiter Lichtkegel. Im Spotmodus gibt es einen kräften, großen Spot mit wenig Spill. Der Übergang ist deutlich, aber nicht zu scharf.

Lumen
Werksangabe / Messung
MoonLowMedHigh (30s)Turbo (30s)
Flood1/110/15100/148450/650(550)
Throw1/110/13110/113375/400 (400)750/800(755)
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Die Lampe ist sauber geregelt. Die Laufzeiten entsprechen größtenteils den Angaben von Wurkkos, ebenso der Output. In den höchsten Outputs gibt es, nach dem initialen, keinen weiteren Stepdown. Nur der Spot-High-Modus wird nach ca. 45 min auf ungefähr die Hälfte der Helligkeit reguliert, vermutlich um eine längere Laufzeit zu erreichen. Insgesamt sieht das sehr gut aus. Die jeweils niedrigsten Stufen sind nicht zugunsten der Übersicht nicht in den Diagrammen enthalten.

Erstaunlicherweise habe ich den Flood-Modus in High deutlich höher vermessen als angegeben – zu viel, als dass es sich um einen Messfehler handeln könnte! Selbst nach 30s liegt der Wert deutlich höher. Auch die Medium-Stufe war deutlich höher als angegeben. In diesen beiden Stufen gibt es auch eine Abweichung der Laufzeit nach unten – das passt also wieder zum höheren Output.

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Folgend ein Vergleich mit ein paar anderen Lampen, die Ihr auch im Größenvergleich und den Beamshots seht. Die hervorragende Regelung der HD04 ist auch im Vergleich deutlich sichtbar! Bedenkt man den kleinen Kopf, ist die Leistung der Lampe um so beeindruckender.

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Wurkkos macht nur eine Angabe zur Reichweite, nämlich 3600cd. Ich gehe davon aus, dass sich diese auf den Spot-Modus bezieht. Gemessen habe ich in Spot-Turbo 5300cd.

CCT, CRI, DUV, PWM​

Flood low / highSpot low / turbo
CCT3892 / 37405300 / 6160
CRI97,9 7 96,566,5 / 71,5
DUV0,000 / -0,0030,014 / 0,008
Flicker zeigt etwas Rauschen, welches dazu führt, dass die Messungen schwanken. Die meisten landen, wie die hier von Flood low gezeigte, im grünen Bereich. Gelegentlich gibt es aber Ausreißer bis in den roten Bereich.

PWM ist nicht mal auf der Kamera erkennbar – das Rauschen lässt sich minimal erkennen. Mit dem bloßen Auge sieht man aber nichts von alledem.

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Auf den Thermo-Bildern sieht man gut, dass der Kopf durchaus recht warm wird, der Körper aber kühl bleibt. Die Knöpfe werden über 50°C warm! Das merkt man auch an den Fingern, schmerzhaft ist es aber noch nicht.

Beamshots​

Kleine Lampen heißt, dass ihr meinen Keller bewundern dürft. Alle Fotos wurden mit fixierten Einstellungen direkt hintereinander aufgenommen, alle Akkus waren voll geladen, alle Lampen kalt. Das Handy war im Stativ, die Lampen in der Hand.

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Acebeam-UC3A.jpg
Loopgear-Loopdot-Flood.jpg
Loopgear-Loopdot-Spot.jpg
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Olight-Oclip-Pro-Spot.jpg
Sofirn-SE1.jpg
Sofirn-ST10-Front.jpg
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Wuben-X2-pro-Front.jpg
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Wurkkos-HD03-Spot.jpg
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Akkus und Aufladung​

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Die Ladekurve der Lampe sieht einwandfrei aus.


Zusammenfassung

Wurkkos hat im kleinen Format eine flexible Lampe konstruiert. Sowohl in Bezug auf Ihre Einsatzbereiche als auch im wahrsten Sinne des Wortes. Das UI ist vielseitig und praxisgerecht, allerdings auch etwas unübersichtlich und ein Shortcut zum Start in einem weißen Ultralow-Modus fehlt mir. Für alle kleinen und mittleren Aufgaben, bei denen es im Zweifelsfall nicht darauf ankommt, auf Anhieb im richtigen Modus zu landen, ist sie wirklich toll.

Wie langlebig das Gelenk ist, muss sich zeigen, mein erster Eindruck ist gut. Es könnte etwas schwergängiger sein, die Lampe verstellt sich recht leicht, wenn man sie berührt. Das hat sich allerdings über viele Drehungen nicht geändert, ich gehe also nicht davon aus, dass das in Zukunft noch ein Problem werden wird.

Egal ob Hunderunde, Fahrradpanne oder Werkstatt, die kleine Lampe hat sich über den Testzeitraum wirklich toll geschlagen und alle Aufgaben gemeistert. Das Plastikgehäuse ist robust, der Clip und der Magnet halten gut und dank dem drehbaren Kopf leuchtet die Lampe auch dahin, wo man sie braucht.

Natürlich darf man auch das Design nicht vergessen – das dürfte viele Menschen von jung bis alt abholen, egal welchen Geschlechts und ob Enthusiast oder nicht.
 
28 Oktober 2020
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Gerade bei Wurkkos auf der Website entdeckt (gerade läuft ein Angebot), und hier steht schon das Review. Klasse!
Musste auch sofort an Wall-E denken, Lamp-E. :)
 
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