Qualitatives NiMH Ladegerät mit einfacher Bedienung

16 September 2024
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Guten Morgen,

über die Google Suchfunktion bin ich auf dieses Forum gestoßen. Ich suche zurzeit ein neues NiMH Ladegerät.

Ich habe mich schon ein bisschen eingelesen und war kurz davor das BQ-CC65 von Panasonic zu kaufen, jedoch liest sich die Beschreibung so, als wäre es ausschließlich für Eneloop Akkus und solche nutze ich nicht, sondern nur stinknormale NiMH. Von Strom und Elektrik lasse ich im Regelfall die Finger, deshalb sollte mich das Ladegerät nicht mit zu vielen Einstellungen verwirren, ein paar Zusatzinfos wie z.B. Ladestrom und Ladestand wären aber interessant.

Das Vapcell S4+ habe ich mir auch angeschaut, hat für mich aber wohl zu viele Einstellmöglichkeiten. Es wäre ein bisschen über Budget aber wenn es den Preis wert wäre, dann würde ich auch ein paar Euro drauflegen.



Warum möchtest Du ein neues Ladegerät erwerben?
[X ] Ich besitze schon ein gutes Ladegerät, bin aber nicht zufrieden weil....
(Begründung hilft uns bei der Suche)

Aktuell nutze ich einen VARTA Plug Charger Type 57677 V2, dieser nervt aber mit einigen Eigenheiten. Negativ an diesem ist, das er immer nur 2 oder 4 Batterien gleichzeitig laden kann, einzeln funktioniert nicht. Dann spinnt eine Seite immer rum, dort fangen die Batterien für ein paar Sekunden mit laden an, dann kommt eine Fehlermeldung. Packe ich die Batterien in den anderen Slot, lädt es problemlos. Dann tut sich beim Ladevorgang manchmal 6 Stunden und mehr nichts, die Batterien werden die ganze Zeit leer angezeigt (Multimeter zeigt 1,2 Volt).


Welche Akkutypen sollen geladen werden?

[X ] NiMH / NiCd (1,2V Nennspannung)


Welche Akkugrößen soll das Gerät aufnehmen können?
[X] AAA Zellen (Mikro)
[X] AA Zellen (Mignon)


Anzahl der Ladeschächte:
[X] 4


Welche Ladeströme soll das Gerät je Ladeschacht liefern können?
[X] egal / bin mir unsicher


Wie soll das Ladegerät betrieben werden ?
[X] egal / bin mir unsicher


Welches Bedienkonzept stellst Du dir vor?
[X] einfach und familientauglich (Akku rein und warten bis es grün leuchtet)


Sonstige Eigenschaften:
[X] Display mit Ladeinformationen (z.B. Spannung, Strom, Kapazität, ...)
[X] Entladefunktion zur Kapazitätsmessung (schränkt die Auswahl stark ein)


Wie teuer darf das Ladegerät sein?
[X] bis zu 30€

[X] Bezugsquelle nur innerhalb von Deutschland


Wie viele Ladegeräte sollen Dir empfohlen werden?
[X] Bitte nur 2-3 ziemlich genau passende Ladegeräte empfehlen
 

budgetlampenfan

Flashaholic**
30 September 2019
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der Panasonic BQ-CC65 ist prinzipiell zwar für alle NiMH, aber da hattest Du schon den richtigen Eindruck ... :thumbup:

die Panasonic Lader sind ziemlich "picky", d.h. sie lehnen auch gern mal Akkus ab ... zwar vor allem, aber bei weitem nicht nur Non-Eneloops ...

auch Eneloops, die schon einen gewissen Verschließ haben, kann das betreffen ...

der würde sich also für deine Non-Eneloops tatsächlich nicht aufdrängen ...

und er ist ja auch nicht gerade billig ... wenn er dann auch noch eine ganze Reihe deiner Akkus gar nicht laden wollen würde, wäre das sicher nicht gerade 'vergnügungssteuerpflichtig' ... :traurig:

wenn es ein Lader mit wie angekreuzt "Display mit Ladeinformationen" sowie "Entladefunktion zur Kapazitätsmessung" sein soll, könnte man in der Tat an den Vapcell S4+ denken ... hier müsste allerdings gleich zu Anfang der Seitenschalter von "Auto" auf "Manual" gestellt werden, um unpassende zu hohe oder zu niedrige Ladeströme aufgrund fehlerhafter Innenwiderstandsmessungen der Akkus (danach richtet sich die Automatik) zu vermeiden ...

(der USB-Ausgang als Powerbank-Funktion des Laders, mit eingelegten Akkus, die in dem Fall den Strom liefern, sollte auf gar keinen Fall benutzt werden, da sind schon bei einer Reihe von Geräten Chips durchgeschmort, das aber nur am Rande ...)

für das, was Du bei Bedienkonzept angekreuzt hattest : [X] einfach und familientauglich (Akku rein und warten bis es, hier : dauerhaft leuchtet), könntest Du dir einfach erstmal ein bis zwei IKEA Stenkol zum Stückpreis von 6 Euro besorgen (die werden von IKEA weit unter ihrem eigentlichen Wert verkauft ...)

den Ladestrom kann man über die Bestückung steuern : mit ein bis zwei Akkus im Gerät ist der Ladestrom bei AA 700 mA, das Laden von Akkus mit 2000 mAh dauert dann gut 3 Stunden ... bei drei AA im Gerät ist der Ladestrom 460 mA, bei vier 350 mA ... (bei AAA entsprechend, nur mit geringeren Strömen ...)

eine paarweise Bestückung wie beim Varta ist hier also nicht Pflicht ...

mit zwei Stenkol könnte man also vier AA mit 700 mA laden ...

ich persönlich hab bisher nur gute Erfahrungen damit gemacht : IKEA Stenkol

Akkus könnte man sich ggfs. auch gleich welche mit besorgen von IKEA ... (Thread dazu)

soweit vielleicht erstmal für den Moment ... wenn Du Nachfragen hast, gerne ...
 
  • Danke
Reaktionen: Dr.Devil

KakophonieInMoll

Flashaholic**
27 Mai 2013
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Nun es gäbe noch den BQ-CC55. Das ist ein guter Lader zeigt Ladung über Rot-Grün an, etc.. Bei mir lädt er meine Eneloops und auch die paar Noname Billig Akkus ohne Probleme

Dem Gerät fehlt das Entladen. Der Sinn der Entladung ist für mich persönlich eher eines der ungeklärten Rätsel bei Ni-MH Ladern.

Ich finde den BQ-CC55 gut, weil, einfacher wie einstecken - Laden ist nicht möglich.
 
16 September 2024
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Zumindest wird der BQ-CC55 bei Panasonic auch auf der Non-Eneloop Seite gelistet. Der scheint also auch normale NiMH laden zu können.

Eine Entladungsfunktion wäre praktisch, weil ich die Batterie oft noch halbvoll einstecke, weil ich nicht will das sie während der Benutzung leer gehen. Und da sollen viele Lader Probleme haben mit Überladung durch falsche Ladestandserkennung. Auch der VARTA Lader lässt die Akkus dann gut bruzzeln.
 

budgetlampenfan

Flashaholic**
30 September 2019
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in der Nickel-Cadmium Ära gab es etwas, das es heutzutage nicht mehr gibt : Steckerladegeräte mit einer Entlade-Funktion ...

das sollte den Memory-Effekt bei NiCd-Akkus verhindern ...

wenn ein Ladegerät heutzutage mit halb-vollen NiMH-Akkus Probleme hat, hat es einen besonderen Platz verdient :

den Mülleimer ...

bzw. in heutigen Zeiten : "sollte dem Wertstoff-Rückgewinnungskreislauf zugeführt werden" ...

für das Varta scheint das angesichts dessen, was da beschrieben wurde, ohnehin die sinnvollste weitere Karriere zu sein ...

der Vapcell hätte z.B. ja eine Entlade-Funktion, würde sie aber für diesen Zweck gar nicht brauchen ... :

im Test hat er einen ganz vollen Eneloop immerhin innerhalb von 15 Minuten erkannt, die Akku-Temperatur blieb dabei unter 40 Grad ...

bei einem halbvollen Akku gäbe es da erst recht überhaupt keine Probleme, das ist aber wie gesagt heutzutage sowieso von einem Lader zu verlangen ...


nochmal : die Panasonic sind alle nicht nur mit Eneloop kompatibel ... sondern in alle könnte man auch andere Marken von NiMH rein tun ...

allerdings müssen die Panasonic aufgrund ihrer Ladestrom-Charakteristik Akkus über einem gewissen sog. "Innenwiderstand" (durch Fabrikat und Verschleiß) abweisen ...

warum ?

nahezu alle NiMH-Lader erzeugen einen Ladestrom von z.B. 500 mA nicht dadurch, dass kontinuierlich ein Strom genau in der Höhe in den Akku fließt ...

sondern es werden meist deutlich höhere Strom-"Pulse" verwendet, die entsprechend kürzere Zeit laufen, den Rest der Zeit wird pausiert ...

ein Ladestrom von 500 mA kann so dadurch erzeugt werden, dass die Hälfte der Zeit ein Strom von 1000 mA in den Akku fließt, die andere Hälfte der Zeit fließt kein Strom ... im rechnerischen Durchschnitt ergeben sich dann daraus die 500 mA ...

mit Pulsen von 2000 mA, die jeweils ein Viertel der Zeit fließen, könnte man auf die Art also 4 Ladeschächte mit je 500 mA versorgen - quasi im "Time Sharing" Verfahren - und braucht nur einen Schaltkreis dafür und nicht vier separate mit je 500 mA Konstant-Strom ...

Nachteil ist aber, dass die sog. "Ohmschen Verluste", d.h. die an einem Widerstand entstehende Wärme (wie hier im Akku), überproportional mit dem Quadrat der Stromstärke zunehmen ...

die Panasonic BQ-CC55 und BQ-CC65 verwenden im Vergleich ziemlich hohe Pulse von etwas mehr als 3000 mA, um die jeweils zwei Stromstärken zu erzeugen ... (einmal bei Bestückung mit 1 - 2 Akkus und bei Bestückung mit 3 - 4 Akkus die Hälfte davon ...)

Akkus mit einem für solche Pulse zu hohen Innenwiderstand würden sich dabei zu stark aufheizen, deshalb gibt es da eine interne Grenze, die der Lader anwendet und solche Akkus abweist ... (wo diese Grenze liegt, hat Panasonic aber nach meinem Kenntnisstand nicht kommuniziert ...)

nur mal kurz nachgeschaut und auch gleich eine aktuelle Rezension vom letzten Monat dazu gesehen : Kunden-Rezension BQ-CC55 August 2024

aber solange es auch mit Fremdfabrikaten noch funktioniert, umso besser ...
 
Zuletzt bearbeitet:
16 September 2024
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Nach 2 Monaten mal eine Rückmeldung, ich habe mir das Vapcell S4+ geholt. Das macht einen gut verarbeiteten Eindruck und funktioniert im Automodus sehr einfach. Etwas irritiert bin ich nur von der Ladegeschwindigkeit. Slot 1 hat durchgehend 500 mAh geladen, Slot 2-4 durchgehend 250 mAh. Der Schalter steht auf AUTO und ich die Batterien sind alle vom selben Hersteller und sind alle ca. gleich alt. Gibt es dafür eine Erklärung?
 

Buteo

Flashaholic***
25 März 2015
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Nach 2 Monaten mal eine Rückmeldung, ich habe mir das Vapcell S4+ geholt. Das macht einen gut verarbeiteten Eindruck und funktioniert im Automodus sehr einfach.
Ich wähle stets den Manuell-Modus. :)
Etwas irritiert bin ich nur von der Ladegeschwindigkeit. Slot 1 hat durchgehend 500 mAh geladen, Slot 2-4 durchgehend 250 mAh. Der Schalter steht auf AUTO und ich die Batterien sind alle vom selben Hersteller und sind alle ca. gleich alt. Gibt es dafür eine Erklärung?
Nein...alle 4 Schächte können für Lithium-Ionen-Akkus mit jeweils 3A gleichzeitig laden.
Das wird an der Innenwiderstandamessung liegen, daran wird der Ladestrom bestimmt.

Wie oben erwähnt...nimm den Manuell-Modus und stell die Ladeströme einzeln ein. :)
 

budgetlampenfan

Flashaholic**
30 September 2019
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... könnte man in der Tat an den Vapcell S4+ denken ... hier müsste allerdings gleich zu Anfang der Seitenschalter von "Auto" auf "Manual" gestellt werden, um unpassende zu hohe oder zu niedrige Ladeströme aufgrund fehlerhafter Innenwiderstandsmessungen der Akkus (danach richtet sich die Automatik) zu vermeiden ...
;)

vielleicht sind auch einfach die Kontakte nicht ganz so sauber / rein, wie es für vergleichbare Innenwiderstandsmesswerte in verschiedenen Schächten sein müsste ?