[Review] Cyansky Carbon – Suchscheinwerfer mit LiFePO4 Akku

SammysHP

Flashaholic**
6 Oktober 2019
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Celle
www.sammyshp.de
Ein Suchscheinwerfer mit langer Laufzeit bei gleichbleibend hoher Helligkeit? Das verspricht die neue Cyansky Carbon, deren Kickstarter-Kampagne heute gestartet ist.

Ich hatte in den vergangenen Wochen bereits Gelegenheit, die Lampe ausführlich zu testen. Besonders neugierig war ich auf den LiFePO₄ Akku und die angegebene Laufzeit von vier Stunden bei 2000 lm.


Das Review findet ihr auch auf meiner Webseite. Hier im TLF fasse ich die entscheidenden Punkte kurz zusammen, um euch lange Texte zu ersparen.

Review der Cyansky Carbon auf sammyshp.de

Mit meiner Seite verdiene ich kein Geld, es ist keine Werbung eingebunden und Affiliate-Links nutze ich auch nicht. Es gibt dort aber teilweise etwas ausführlichere Beschreibungen zu den Lampen sowie Reviews, die hier nicht zu finden sind.


Die Taschenlampe wurde mir vom Hersteller kostenfrei zur Verfügung gestellt, vielen Dank!


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Lieferumfang und Hardware​

Geliefert wird die Lampe in einem zum Namen passenden, cyanfarbenen Karton. Vor dem Loslegen muss nur noch eine Isolationsscheibe vom Akku entfernt werden.
  • Cyansky „BL3815“ 38121 LiFePO₄ Akku mit 15 000 mAh (button-top, bei Lieferung 3,244 V)
  • Handschlaufe
  • 2x Ersatz O-Ring
  • USB-C auf USB-C Ladekabel
  • Tailcap mit ¼" Gewinde und Glasbrecher
  • Bedienungsanleitung (EN, CN)
Die auffälligste Besonderheit im Vergleich zu anderen Lampen: der LiFePO₄ Akku. Es gibt nur sehr wenige Taschenlampen, die einen LiFePO₄ Akku verwenden und noch weniger Modelle, bei denen eine auswechselbare, handelsübliche Rundzelle genutzt wird. Dabei haben Lithiumeisenphosphat-Akkus („LFP“) klare Vorteile: Sie sind sicherer als Li-Ion Akkus und haben eine deutlich höhere Lebensdauer mit teilweise mehr als 10 000 Ladezyklen!


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Nach dem Auspacken war ich überrascht, wie groß sich die Carbon anfühlt. Eine Länge von 184 mm klingt nicht nach viel, ist es aber. Auch den Durchmesser von 45 mm fühlt man in der Hand, ebenso das Gewicht von über 600 g.

Länge: 184 mm
Durchmesser (Kopf): 60,0 mm
Durchmesser (Akkurohr): 44,8 mm
Durchmesser (Tailcap): 46,8 mm
Gewicht (ohne Akku): 283 g
Gewicht (38121 Akku): 342 g
Gewicht (gesamt): 625 g

Verglichen mit „normalen“ Taschenlampen ist die Carbon ein Riese. Dafür hat sie aber auch eine besonders hohe Akkukapazität, was sich positiv auf die Laufzeit auswirkt. Bei der Größe muss man halt immer den Anwendungszweck berücksichtigen.


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Wurkkos TS26S | Cyansky Carbon | Emisar D4S


Besonders deutlich wird es beim Vergleich des 38121-Akkus mit anderen verbreiteten Akkugrößen. Im folgenden Bild ist er mit einem 18650 und einem 21700 Akku zu sehen, die geradezu winzig wirken.


20240630_Cyansky_Carbon_P1030682.jpg


Die Carbon kommt in einem klassischen, überwiegend schlicht gehaltenen Design. Das Akkurohr ist in kleine Rechtecke segmentiert, wodurch die Griffsicherheit verbessert wird. Trotzdem hätte ich mir eine etwas griffigere Oberfläche gewünscht.


20240630_Cyansky_Carbon_P1030683.jpg


Legt man die Carbon auf eine ebene Fläche, rollt sie umgehend davon. Ein etwas kantigerer Kopf oder Tailcap könnte dieses Problem lösen.

An der Tailcap lässt sich eine Handschlaufe oder ein Tragegurt befestigen. Die Löcher sind so positioniert, dass sie den Tailstand nicht behindern.


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Die endgültige Verkaufsversion wird wohl mit einer anderen Variante der Tailcap kommen, die in der Mitte ein ¼" Gewinde („Stativgewinde“) hat. Mitgeliefert wird ein einschraubbarer Glasbrecher. Alternativ lässt sich die Lampe darüber an einem Stativ befestigen, um als stationäre Beleuchtung zu dienen.


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Über einen USB-C Anschluss am Kopf lässt sich der Akku direkt in der Lampe laden. Die Carbon unterstützt schnelles Laden über USB PD und QC mit bis zu 12 V. In diesem Fall wird der Akku mit 16 W geladen, sodass er nach etwas über vier Stunden wieder voll ist. Dabei zeigen die fünf Status-LEDs oberhalb des Tasters den Ladefortschritt an. Während des Ladevorgangs kann die Lampe ohne Einschränkungen genutzt werden.


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Eine Silikon-Abdeckung schützt den Anschluss vor Schmutz und Wasser. Sie sitzt etwas erhöht und verfügt über eine abstehende Lasche, durch die das Öffnen erleichtert werden soll. Allerdings besteht dadurch auch ein erhöhtes Risiko an ihr hängen zu bleiben, woraufhin sich die Abdeckung ungewollt öffnen kann.


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Sowohl am Kopf als auch in der Tailcap befindet sich eine starke Feder. Die Gewinde sind mit einem O-Ring abgedichtet. Die Schutzart ist mit IP68 angegeben und die Lampe kann bis zu zwei Meter unter Wasser getaucht werden. Stürze bis zu einer Höhe von einem Meter soll sie ebenfalls überstehen.


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Die Verarbeitungsqualität ist durchgehend auf hohem Niveau. Lediglich die Kühlrippen sind etwas scharfkantig. Bei meinem Exemplar ließ sich die Tailcap seltsamerweise nicht abschrauben. Entweder war sie sehr gut verklebt oder verklemmt. Auch Bandschlüssel und ein Erwärmen auf 100 °C konnten daran nichts ändern.


Bedienung und Funktion​

Die Steuerung der Taschenlampe erfolgt über einen Taster seitlich am Kopf. Er besteht aus Metall und hat eine leicht geriffelte Oberfläche. Er hat einen knackigen Druckpunkt mit kurzem Schaltweg. Da er über das Gehäuse hervorsteht, besteht das Risiko, dass er (in der Tasche) versehentlich betätigt wird und sich die Lampe somit ungewollt einschaltet.


20240630_Cyansky_Carbon_P1030684.jpg


Die Bedienung ist übersichtlich und leicht zu verstehen: Kurz drücken zum Ein- und Ausschalten, gedrückt halten um die Helligkeit zu Ändern. Es gibt einen Direktzugriff auf die niedrigste und höchste Helligkeitsstufe. Zusätzlich sind ein Strobe und ein SOS-Blinken vorhanden.

ZustandAktionFunktion
Aus1 KlickEinschalten (vorherige Helligkeit, außer Eco und Turbo)
Aus2 KlickTurbo
Aus3 KlickStrobe
Aus4 KlickLockout
AusHaltenEco
Ein1 KlickAusschalten
Ein2 KlickTurbo
Ein3 KlickStrobe
EinHaltenHelligkeit erhöhen (Low → Medium → High)
Strobe3 KlickWechseln zwischen Strobe und SOS
Lockout2 KlickEntsperren und in Turbo einschalten
Lockout3 KlickEntsperren und vorübergehend in Turbo einschalten
Lockout4 KlickEntsperren und in gespeicherter Helligkeit einschalten

Der Lockout scheint mir noch einen kleinen Programmfehler zu beinhalten. Ist die Lampe gesperrt, lässt sie sich regulär mittels Vierfachklick entsperren. Dies bestätigt sie mit zweimal Blinken und schaltet sich dann in der zuletzt genutzten Helligkeit ein. Drückt man stattdessen zwei Mal, blinkt sie ebenfalls, wechselt danach allerdings in den Turbo. Diese Funktion ist in der Anleitung nicht beschrieben.<br>
Noch seltsamer wird es bei einem Dreifachklick. Dabei blinkt sie doppelt und schaltet sich im Turbo ein. Nach dem Ausschalten blinkt sie erneut doppelt und ist wieder gesperrt. Jetzt bewirkt ein Dreifachklick nichts mehr, sondern erst nach einer weiteren Wiederholung.

Befindet man sich auf der Stufe „Eco“ und hält den Taster gedrückt, wird die Helligkeit nicht schrittweise über „Low“ erhöht, sondern man landet direkt in der zuletzt genutzten Helligkeit der Hauptgruppe (Low, Medium und High). Das kann dazu führen, dass man nach „Eco“ möglicherweise direkt durch „High“ geblendet wird.

Die Frequenz des Strobes wechselt alle zwei Sekunden zwischen 14 und 8 Hz und soll dadurch verwirrender sein. Das SOS-Signal (eher „S-O-S”) benötigt 11 Sekunden für einen Durchlauf.


Cyansky_Carbon_Strobe.png

Strobe

Cyansky_Carbon_SOS.png

SOS

Fünf grüne LEDs über dem Taster zeigen nach dem Einschalten drei Sekunden lang den Ladestand des Akkus an. Praktisch und bequem, da man nicht lange auf eine Blinkfolge oder Ähnliches warten muss. Nur schade, dass diese dedizierten Status-LEDs nicht die ganze Zeit aktiv sind, während die Taschenlampe eingeschaltet ist.

FarbeLadestandSpannung
5x grün100%> 3,30 V
4x grün80% – 99%3,10 V – 3,30 V
3x grün60% – 80%3,00 V – 3,10 V
2x grün40% – 60%2,90 V – 3,00 V
1x grün20% – 40%2,75 V – 2,90 V
rot blinkend< 20%< 2,75 V

Bei kritischem Akkustand fängt die linke Status-LED an, bei eingeschalteter Lampe rot zu blinken. Gleichzeitig blinkt die (weiße) Haupt-LED alle drei Minuten jeweils drei Mal auf. Zudem wird die Helligkeit auf Stufe „Low“ reduziert – selbst wenn zuvor die niedrigere Stufe „Eco“ genutzt wurde (die Helligkeit wird also erhöht).


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Die Carbon ist definitiv nichts für kleine Hände. Man muss sie gegebenenfalls recht weit vorne greifen, um an den Taster zu gelangen. Es hängt wohl vom Szenario ab, ob man sie für längere Zeit halten möchte, denn es könnte auf Dauer etwas anstrengend werden. Im Dunkeln könnte es einige Zeit dauern, bis man den Taster erfühlt hat. Schön wäre eine bessere Auffindbarkeit (und Schutz gegen versehentliches Betätigen!) gewesen, indem man ihn in einer Mulde einlässt.


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Alternativ lässt sich die Carbon stationär betreiben, indem man sie über das ¼" Gewinde an einem Stativ befestigt. Demonstrieren kann ich dies leider nicht, da sich die Tailcap bei meinem Exemplar nicht wechseln ließ. Schön wäre auch ein Gewinde seitlich am Kopf der Lampe gewesen, wie es beispielsweise bei der BLF LT1 und der Klarus XT12GT Pro der Fall ist.

Die Carbon lässt sich über den USB-C Anschluss auch als Powerbank nutzen. Durch den großen Akku ließe sich beispielsweise ein Smartphone mehrfach aufladen. Laut Anleitung funktioniert die Powerbankfunktion jedoch nur bis 3,0 V und die Hälfte der Kapazität bleibt ungenutzt. Meine Vermutung ist, dass ein Regler genommen wurde, der für Li-Ion Akkus und somit für höhere Spannungen konzipiert ist.


Lichtbild​

Verbaut sind in der Carbon vier kaltweiße Luminus SST-20 LEDs. Richtig überzeugen konnten sie mich leider nicht. SST-20 in 5000 K und 6500 K sind dafür bekannt, einen leichten Grünstich aufzuweisen, so auch hier in der Carbon. Zudem ist ihre Farbwiedergabe ziemlich gering. Dabei würde es reichlich Alternativen geben: Ein guter Kandidat könnte die Luminus SFT-40 sein, die durch ihre kleine Leuchtfläche und relativ hohe Helligkeit gut für Thrower geeignet ist.


20240630_Cyansky_Carbon_P1030692.jpg


Und in gewisser Weise handelt es sich bei der Carbon um einen Thrower. Zumindest wird durch den tiefen Vierfach-Reflektor ein enger Spot erzeugt. Etwas abgemildert wird er durch die relativ große Corona. Die Scheibe ist mit einer magentafarbenen Antireflexbeschichtung versehen.


20240630_Cyansky_Carbon_P1030822.jpg


20240630_Cyansky_Carbon_P1030827.jpg


Der Spill weist durch die Form des Reflektors einige Abschattungen auf. Ob diese stören, hängt wieder sehr vom Szenario ab. Vom Lichtbild her dürfte die Carbon gut dafür geeignet sein, mittlere Entfernungen bis etwa 100 m abzuleuchten.


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Treiber und Laufzeit​

Beworben wird die Carbon mit „2000 lm für vier Stunden ohne Herunterschalten“. In dieser Helligkeitsklasse gibt es zwar deutlich kleinere Lampen, diese sind dann aber nicht mehr in der Lage, 2000 lm für längere Zeit zu halten. Insofern wäre das eine tolle Leistung.

ModusHelligkeit¹Laufzeit¹Intensität¹ (Reichweite²)Strom³
Turbo2000 lm4 h50 625 cd (450 m)3,04 A
High600 lm14 h13 225 cd (230 m)0,84 A
Medium150 lm50 h3 660 cd (121 m)0,32 A
Low30 lm170 h812 cd (57 m)0,06 A
Eco3 lm2000 h72 cd (17 m)0,01 A
Aus28 µA

In der Laufzeitmessung sieht der Helligkeitsverlauf der Carbon in den ersten Minuten ziemlich gut aus. Direkt zu Beginn gibt es einen kleinen Einbruch, vermutlich durch einen Spannungsabfall des voll geladenen Akkus. Die Lampe erwärmt sich in dieser Zeit auf sehr moderate 34 °C im Turbo – hier ist die Größe der Lampe von Vorteil. Trotzdem gibt es laut Anleitung eine Temperaturüberwachung, welche die Helligkeit bei Erreichen von 55 °C reduziert.


Cyansky_Carbon_runtime_15min.png


Im Anschluss sieht man aber deutlich, wie die Helligkeit allmählich abnimmt. Sie folgt ziemlich genau der Entladekurve des LiFePO₄ Akkus. Immerhin kommt es tatsächlich vier Stunden lang zu keinem Stepdown, auch wenn zu diesem Zeitpunkt keine 2000 lm mehr geliefert werden.

Im Gegensatz zu Li-Ion Akkus ist die Entladekurve bei LiFePO₄ Akkus recht flach, wodurch sich der Helligkeitsabfall in Grenzen hält (Beispiel für einen Li-Ion Akku).


Cyansky_Carbon_runtime_full.png


Die Prüfung mit dem Oszilloskop ergibt, dass die Helligkeit mittels PWM bei 20 kHz reguliert wird. Es scheint also ein einfacher Direct-Drive-Treiber mit einem FET verbaut zu sein, wie man ihn wegen seiner Einfachheit üblicherweise bei günstigen Lampen antrifft. Bei einer Lampe dieser Preisklasse hatte ich eher mit einem Boost-Regler gerechnet (mit den vier LEDs paarweise in Reihe, also 2S2P). Damit könnten die 2000 lm dann tatsächlich konstant gehalten werden, bis der Akku entladen ist.


Cyansky_Carbon_PWM.png

PWM (hier auf Stufe High)


Interessanterweise ist die Pulsweitenmodulation selbst im Turbo vorhanden. Die LEDs hätten eigentlich einen vollständigen Direct-Drive verkraften können. Letztendlich spielt es aber keine große Rolle, da die Helligkeit eh nicht dauerhaft konstant bleibt.

Wird eine Akkuspannung von 2,50 V unterschritten, schaltet sich die Lampe ab, um eine Tiefentladung des Akkus zu verhindern.


Fazit​

Die Beschreibung der Cyansky Carbon klingt verlockend! Eine gleichbleibende Helligkeit von 2000 lm für vier Stunden und ein moderner LiFePO₄ Akku, den man in Taschenlampen so gut wie nie findet. Dazu praktische Funktionen wie die integrierte Schnellladefunktion über USB-C, eine Ladestandsanzeige über fünf separate LEDs oder eine Powerbank-Funktion.

Die Freude wird etwas gedämpft, wenn man sich den eher preiswert gehaltenen Direct-Drive-Treiber anschaut oder die leicht grünstichigen SST-20 LEDs, für die es bessere Alternativen gegeben hätte.

Und dennoch ist die Cyansky Carbon in manchen Szenarien eine gute Wahl: Wenn auch nicht durchgehend konstant, so liefert sie doch für rund vier Stunden annähernd 2000 lm ohne sich übermäßig zu erwärmen. Als Suchlampe bei längeren Einsätzen für Entfernungen um 50 m eignet sie sich ganz gut. Zudem ist sie momentan in der Vorbestellung über Kickstarter zu einem sehr attraktiven Preis erhältlich.

Neugierig geworden? Die Cyansky Carbon kann ab sofort auf Kickstarter vorbestellt werden!
 

Kabukimann

Flashaholic**
9 Oktober 2019
3.600
3.742
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Berlin
Es mag kleinlich klingen, aber für mich sind das allenfalls gute 3,5 Stunden mit "annähernd 2000 Lumen", unmittelbar vor dem rapiden Abfall bei ca. 220 Minuten sind es wohl noch 1400-1500 Lumen – immerhin. An sich nicht schlecht.

Aber sich 4 Stunden mit 2000 Lumen als Hauptaugenmerk auf die Fahne zu schreiben und dieses Ziel nicht annähernd zu schaffen, spricht für sich (und damit leider nicht für Cyansky). Tatsächlich werden die 2000 Lumen ja nur für Sekunden gehalten und von da geht es dann mit ca. 1800 Lumen konstant fallend weiter.

Dennoch als Dauerläufer durchaus ok.

Die Wahl der LEDs ist leider furchtbar, das sehe ich genauso und ich denke den meisten TLFern geht es ähnlich

Vielleicht entschließt sich Cyansky noch zu einem LED Upgrade via Stretchgoal wenn die Kickstarter-Kampagne gut läuft. Ok, ist wohl leider sehr unwahrscheinlich, aber schön wäre es.

Und warum man einer Lampe, die mit einem "Normalpreis" von 148 US-Dollar versehen ist, keinen vernünftigen Treiber spendiert, verstehe ich auch nicht so recht... :rolleyes:

Insofern sehe ich ein interessantes Konzept mit ein paar größeren Makeln und Verbesserungsmöglichkeiten im Detail. Ich bin gespannt, ob mich das fertige Serienmodell halbwegs zufriedenstellt.
 

PikePerfect

Flashaholic*
1 Februar 2021
487
549
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Um Ulm herum
Für mich sieht es so aus, als hätte sich Cyansky ein Ziel gesetzt und es dann wieder zusammengespart. Gut gedacht aber schlecht gemacht.

Als Vergleich setze ich jetzt mal ganz verrückt die Nightwatch NS14R an, welche etwas über 2000 lm wirklich konstant für über 1,5 h hält, und das obwohl die Lampe auf ein ganz anderes Ziel hin ausgelegt ist und mit den Original-Zellen nicht mal die Hälfte der Kapazität an Bord hat. Und in der Version mit den SFS72 LEDs hat sie sogar eine gut nutzbare Reichweite bei vertretbarer Lichtqualität. Da kann ich aber, wenn ich will, kurzfristig richtig Licht machen im Wald. Das fehlt bei der Carbon ja komplett.
Oder die Amutorch XT60 NB90.16 macht fast 2000 lm für über eine Stunde mit einer (1!) P42A.
 
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Unheard

Flashaholic**
6 November 2017
4.011
2.570
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Raffnixhausen
Tolles Review :thumbup: .

Die Designschwächen mal außen vor, es gibt ja für alles ein Publikum, aber die fehlerhafte Firmware ist bei dem Preis unverständlich. Hier könnte man mindestens einen Betatest erwarten, um sicherzustellen, dass die Lampe wie beschrieben funktioniert. Vor allem der Sprung von Eco auf Memory dürfte in den wenigstens Fällen das sein, was der Nutzer erwartet und möchte.
 

SammysHP

Flashaholic**
6 Oktober 2019
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6.060
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Celle
www.sammyshp.de
aber die fehlerhafte Firmware ist bei dem Preis unverständlich. Hier könnte man mindestens einen Betatest erwarten, um sicherzustellen, dass die Lampe wie beschrieben funktioniert.
In gewisser Weise habe ich das ja mit dem Review gemacht. Bis die Lampen verschickt werden, dauert es noch eine Weile und bis dahin sind sie vielleicht behoben. Meine Beobachtungen werde ich am Wochenende zusammengefasst auch noch zu Cyansky schicken.
 
  • Danke
Reaktionen: Thomas W und ebastler

Unheard

Flashaholic**
6 November 2017
4.011
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Raffnixhausen
In gewisser Weise habe ich das ja mit dem Review gemacht. Bis die Lampen verschickt werden, dauert es noch eine Weile und bis dahin sind sie vielleicht behoben. Meine Beobachtungen werde ich am Wochenende zusammengefasst auch noch zu Cyansky schicken.
Ok, hoffen wir das Beste. Man ist ja vor Überraschungen nie sicher.
 
16 Juni 2024
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Italien
mpwr.xyz
Spannendes Konzept, toller Akku. Grauenhafter Treiber und LEDs. Gerade bei LFP mit der niedrigen Zellspannung auf direct drive zu setzen ist mir ein Rätsel.

Würde man dem Ding einen schönen Boost Treiber verpassen, und entweder 2S2P aus guten 3V LEDs oder 4P aus 6V LEDs verpassen, könnte man die 2000lm sogar halten. Spannend, dass eine Firma mal versucht etwas mit hoher sustained brightness zu schaffen. Umsetzung eher so naja.

Mit dem besseren Treiber zusammen mit moderneren, effizienteren low CRI LEDs (SFT70, XHP50.3 HI) könnte da vielleicht sogar mehr Laufzeit bei tatsächlich stabilen 2000lm machbar sein. Oder ne Ecke mehr (stabiler) Lichtstrom bei selber Laufzeit. Und dann halt auch nicht grün :D

Alternativ halt SFT40 für mehr Throw, oder 519A für high CRI - kann schwer einschätzen was die Ziel-Aufgabe so einer Lampe ist.
 
Zuletzt bearbeitet:

Buteo

Flashaholic***
25 März 2015
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Alternativ halt SFT40 für mehr Throw, oder 519A für high CRI - kann schwer einschätzen was die Ziel-Aufgabe so einer Lampe ist.
Ich sehe so eine Lampe als modernes Äquivalent einer großen Maglite...eine große, schwere Lampe für Haus und Hof, die einfach da ist wenn man sie benötigt. :)
Oder halt als Arbeitstier im Rucksack.

Billig billig. Das dürfte der Grund sein.
Scheint leider der Fall zu sein.
Die Idee finde ich richtig gut, nur die Ausführung zweifelhaft. :(
 

Tiberius

Flashaholic*
26 März 2019
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Erfurt
Lumintop hat mit der DF1 auch eine Lampe mit LiFePO4-Akku herausgebracht, kostet mit Rabatt ca 55€ bei angegebenen 3600 lm. Der Akku ist ein 33140er und hat auch 15000 mAh, auch sonst ist die Ähnlichkeit groß. Wer hat da von wem abgeschaut?
 

Kabukimann

Flashaholic**
9 Oktober 2019
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Berlin
Vor allem der DD-Treiber ist auch ein klares Zeichen, dass es hier um max. Profit mit vordergründiger "Innovation" als Kaufgrund geht.
Ja, schade. Ich bin zwar technisch nicht so versiert wie viele andere hier/da draußen, aber anscheinend denkt Cyansky: Anstatt mit einem guten und etwas teureren Treiber wirklich das (marktschreierisch) ausgerufene Ziel zu erreichen, sparen wir uns den Aufwand/die Kosten und geben uns mit dem zufrieden, was mit billigster LED und einfachem Treiber eben geht.
 

Buteo

Flashaholic***
25 März 2015
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Lumintop hat mit der DF1 auch eine Lampe mit LiFePO4-Akku herausgebracht, kostet mit Rabatt ca 55€ bei angegebenen 3600 lm. Der Akku ist ein 33140er und hat auch 15000 mAh, auch sonst ist die Ähnlichkeit groß. Wer hat da von wem abgeschaut?
Wenn die beiden Lampen gut einschlagen, werden andere Hersteller folgen.
Dann darf man auch auf eine vernünftige Regelung und gute LEDs gespannt sein. :)
 

SammysHP

Flashaholic**
6 Oktober 2019
3.873
6.060
113
Celle
www.sammyshp.de
Endlich! Nach der Fertigstellung des Reviews bin ich etwas mutiger geworden und habe die festsitzende Tailcap nicht mit 100°C Heißluft erwärmt, sondern mit den vollen 2000 W (müssten >550 °C rauskommen). Nach einer halben Minute erwärmen ließ sich die Tailcap spielend leicht (mit isolierten Handschuhen) aufdrehen.

Da ich jetzt in der Lage war, einen besseren Kontakt der Kabelbrücke für die Strommessung mit der Stromzange herzustellen, habe ich die Messung wiederholt:

ModeCurrent
Turbo 4,20 A
High 1,20 A
Medium0,36 A
Low 0,08 A
Eco 0,01 A
Aus 28 µA
 

singlecell

Flashaholic**
15 Dezember 2022
1.402
1.276
113
ModeCurrent
Turbo4,20 A
roundabout ~2000lm aus 4,2 A spricht für sich. Ich hab noch die 3A/1000lm als Richtwert im Kopf. Das Format gefällt mir schon mal, aber über Kickstarter? Hmmmm


Wenn die beiden Lampen gut einschlagen, werden andere Hersteller folgen.
Dann darf man auch auf eine vernünftige Regelung und gute LEDs gespannt sein. :)
Ja unbedingt, und idealerweise Multiemitter und LEDs, die innerhalb der technischen Vorgaben betrieben werden. Blendgranaten sind ja schon genug aufm Markt.
 

Buteo

Flashaholic***
25 März 2015
8.453
5.147
113
Ja unbedingt, und idealerweise Multiemitter und LEDs, die innerhalb der technischen Vorgaben betrieben werden. Blendgranaten sind ja schon genug aufm Markt.
Ich denke Fenix würde wieder Luminus verbauen und Nitecore seine UHi's.

Aber gerade solche Hersteller wie RovyVon, Jetbeam / Niteye, Manker und co. (Ich wollte jetzt keine Endlosliste machen ;) ) sind da deutlich experimentierfreudiger was LEDs angeht. :)

Ich hoffe da kommt noch etwas, gerade LiFePO4 ist ja schon eine echt interessante Sache. :)