@Boenne1987
Ich persönlich habe den Merkur 23C, zumindest noch den Kopf davon, allerdings mit einem etwas leichteren Griff ausgestattet, den ich wiederum vom King C. Gillette übrig behalten habe.

Die Rasierer von Merkur mit der geschlossenen Schaumkante, und dazu gehört auch der 38C, empfinde ich als sehr mild. Die roten Personna-Klingen gehen m. E. nicht aggressiv zu Werke, sondern weisen eine gute Balance zwischen "scharf" und "sanft" auf. Hier könntest Du vielleicht mal die Treet Platinum ausprobieren, die ist sehr mild, aber auch nicht ganz so scharf wie die rote Personna.
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Als Rasierer für Einsteiger kommen z. B. Rasierhobel von Mühle oder DOVO Merkur, jeweils mit geschlossener Schaumkante, in Frage. Die Klingen von Wilkinson erhält man in jedem Drogerie- oder Supermarkt, die noch etwas sanfteren Klingen von Treet nur im Online-Handel. Die Rasierseife oder -creme sollte auch für empfindliche Haut geeignet sein.
Ansonsten sei darauf verwiesen, dass man sich mit einem doppelschneidigen Sicherheitsrasierer, wie Rasierhobel offiziell heißen, nicht so rasieren darf wie mit den allgegenwärtigen Systemrasierern à la Gillette Fusion und Konsorten. Während man bei den System den Klingenblock ruhig etwas stärker auf die Haut drücken darf, führt dies bei Rasierhobeln nur zu vermeidbarem Rasurbrand oder auch kleineren Hautverletzungen. Also den Hobel zwar festhalten, aber ruhig, in kurzen Zügen und ohne Druck im richtigen Winkel über die Haut führen.
Ebenfalls wichtig: vor der Rasur die Wuchsrichtung der Barthaare kontrollieren. Im ersten Durchgang darauf achten, nicht gegen den Wuchs oder quer dazu zu rasieren, sondern stets mit dem Wuchs. In der Regel bedeutet das, dass man den Hobel nicht einfach stur von oben nach unten führt, sondern die Richtung, in die der Hobel geführt wird, der Wuchsrichtung der Barthaare anpasst.
Andere Ursachen können auch in der Rasurvorbereitung liegen: Wenn man die Haut nicht gründlich genug vorbereitet, den Rasierschaum nicht lange genug einwirken lässt oder Dosenschaum verwendet, statt auf solchen aus Rasierseife oder -creme mit dem Pinsel aufgeschlagenen zu setzen. Warum ist Dosenschaum ein Problem? Ganz einfach, weil er viel zu trocken ist für eine klassische Nassrasur. Guter Rasierschaum ist schlotzig feucht und in der Konsistenz fein wie Joghurt, nicht halb trocken und fluffig wie dieses Zeug aus der Sprühdose. Man bereitet Rasierschaum entweder direkt im Gesicht oder in einem Tiegel (eine kleine Schüssel oder Suppentasse tut's auch!) aus einer Rasierseife oder -creme zu, wozu ein Rasierpinsel verwendet wird. Beim Pinsel kann man für den Anfang ruhig zu einem preiswerten Produkt mit synthetischem Besatz greifen.
Es gibt auf Youtube zahlreiche Videos, wie man sich als Einsteiger richtig nass rasiert. Die besten, die ich bislang gesehen habe, sind auf Englisch, aber die Erklärungen sind simpel und vor allem korrekt:
Eliot Forbes zeigt, wie man sich in einem Durchgang richtig nass rasiert, also genau richtig für Männer mit empfindlicher Haut:
Brian Mulreany erläutert und demonstriert den gesamten Prozess inkl. der Vorbereitung sehr ausführlich. Allerdings rasiere ich mich nie in drei Durchgängen, sondern maximal in zwei, wenn es sehr gründlich werden muss. Normalerweise reicht mir ein Durchgang mit ein bisschen Nachputzen an Hals und Kinn:
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* Die "rote Personna" ist inzwischen übrigens nicht mehr rot, wobei diese Bezeichnung auf den Schriftzug auf der Packung zurückzuführen war, nicht auf die Klinge selbst. Sie wird auch nicht mehr in Israel hergestellt. Statt dessen hat Wilkinson in Solingen die Produktion übernommen. Sowohl der frühere Hersteller der Personna, die American Razor Company (ARC) als auch der traditionsreiche britische Hersteller Wilkinson wurden 2003 von der Energizer Holdings, Inc., dem bekannten Batteriehersteller übernommen, 2015 jedoch beide in die von der Energizer Holding abgespaltene Edgewell Care Company ausgegliedert. Diese Firma hat sich auf Produkte der Körperpflege und Hygiene spezialisiert.