Gut Rasiert?

Boenne1987

Flashaholic*
29 Juli 2021
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Lünen NRW
Moin, oh geil, ihr habt einen Fachladen der noch Hobel verkauft? Hätte ich keine Ahnung wo bei uns in der Umgebung sowas vertrieben wird. Darf ich fragen wo du herkommst?
Ich hab vor einiger Zeit umgestellt von meiner Tabacseife auf die klassische Seife von „Klar“, muss sagen bin ich extrem zufrieden mit.
 
  • Danke
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CaptainGreybeard

Flashaholic
30 September 2018
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Irgendwarum gerieten dieser Spätsommer und Herbst regelrecht zur "Pinsel-Saison."

Gleich zwei sehr schöne neue Rasierpinsel fanden ihren Weg von der Isle of Man ins Badezimmer des Captain:

1. Simpson The Colonel X2L Manchurian Badger "Faux Cobalt":

_OPI8661_CGB-DxO.jpg


Hier noch einmal in Tateinheit mit dem schon bekannten The Colonel X2L Super Badger "Nebula":

_OPI8649_CGB-DxO.jpg


Die Haarqualität des Manchurian Badger ist eine andere als die des Super Badger. Das Manchurian-Haar ist dicker, robuster und bietet mehr Backbone. Dabei ist es in den Spitzen fast ebenso weich. Und ja, Pinsel mit Manchurian-Badger-Besatz sind noch einmal ein gutes Stück teurer als Super Badger, die wiederum ein gutes Stück teurer sind als Best Badger, welche aber, wenn sie erst einmal eingearbeitet wurden, sehr gut sein können.


2. Simpson M7 Manchurian Badger "Candy Stripe":

_OPI8741_CGB-DxO.jpg

_OPI8743_CGB-DxO.jpg

_OPI8744_CGB-DxO.jpg


Obwohl nur 1 mm mehr Ringmaß (22 statt 21 mm) und 5 mm mehr Loft (50 statt 45 mm) wirkt der M7 im direkten Vergleich zum Colonel gigantisch, was vor allem an dem sehr großen und hervorragend in der Hand liegenden Griff liegt. Das Candy-Stripe-Dessin des Griffs finde ich einfach nur affengeil!


Zum Abschluss hier meine kleine Simpson-Parade:

_OPI8756_CGB-DxO.jpg

v. l. n. r.: The Duke 3 Synthetic Bristle "Faux Ivory", M7 Manchurian Badger "Candy Stripe", The Colonel X2L Manchurian Badger "Faux Cobalt", The Colonel X2L Super Badger "Nebula"

_OPI8757_CGB-DxO.jpg


Der synthetische Herzog ist der angesagte Pinsel für die Reisetasche, die anderen haben ihr Domizil im Badezimmer des Captain gefunden. Der M7 sticht übrigens nicht nur im Dessin hervor, sondern auch in der Beschriftung. Als einziger meiner Simpson-Pinsel trägt er kein Logo. Überdies weisen alle anderen Pinsel den Namen des Herstellers mit Logo, die Größenangabe und die Haarqualität auf der Vorderseite und die Modellreihe auf der Rückseite aus, während beim M7 der Herstellername und die Modellreihe auf der Vorder- und die Haarqualität auf der Rückseite in einer modernen schwarzen Grotesk-Schrift und ohne Logo ausgewiesen werden.

Nach der Foto-Session kam es übrigens zu einem bislang ungeklärten Zwischenfall, da die Aussagen aller Beteiligten z. T. stark widersprüchlich sind. Es drängt sich die Frage auf: "Gemeinschaftliche Thäter oder Umfallzeugen?" ;) - Aber seht selbst:

_OPI8758_CGB-DxO.jpg
 

Boenne1987

Flashaholic*
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Überlege ja auch schon ne ganze Weile mir mal einen neuen Pinsel zu kaufen. Die Simpsons gefallen mir da ganz gut. Wo bestellst du denn? Gibt es einen deutschen Shop wo man die bekommt?
 

Crowley

Flashaholic*
14 November 2018
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Nähe Wien
Moin, oh geil, ihr habt einen Fachladen der noch Hobel verkauft? Hätte ich keine Ahnung wo bei uns in der Umgebung sowas vertrieben wird. Darf ich fragen wo du herkommst?
Ich hab vor einiger Zeit umgestellt von meiner Tabacseife auf die klassische Seife von „Klar“, muss sagen bin ich extrem zufrieden mit.

Ich wohne in einer Gemeinde nahe Wien, fahre aber regelmäßig in die Stadt zum arbeiten und die ein oder andere Besorgung machen. Bei https://lorenzi.co.at/ war sogar vor kurzem jemand von Mühle vor Ort und hat im Rahmen einer Veranstaltung ein wenig geplaudert, da hatte ich leider keine Zeit.
Das Geschäft hat eine sehr lange Tradition, natürlich leben die nicht nur von Rasurafficionados, da gibts jede Menge andere Klingen und Scheren.
 

CaptainGreybeard

Flashaholic
30 September 2018
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Überlege ja auch schon ne ganze Weile mir mal einen neuen Pinsel zu kaufen. Die Simpsons gefallen mir da ganz gut. Wo bestellst du denn? Gibt es einen deutschen Shop wo man die bekommt?

Ich bestelle direkt bei Simpson, wobei man immer auf die Sonderangebote ("Sale") achten sollte. Die Auswahl und Vielfalt ist riesig, macht aber Spaß. Die gesamte Abwicklung (Versand, Zoll, Einfuhrumsatzsteuer) übernimmt der Versender/Transporteur - i. d. R. FedEx - für dich. Die wickeln das sehr routiniert ab. Wichtig ist nur: Du musst zweimal bezahlen, einmal, direkt bei der Bestellung, den Produktpreis plus Versand, aber ohne die britische Mehrwertsteuer (VAT = value-added tax: 20 %) und anschließend den Zoll (falls welcher anfällt) und die Einfuhrumsatzsteuer (deutsche MwSt. = Mehrwertsteuer: 19 %). Der Grund dürfte klar sein: Die erste Zahlung geht an Simpson/FedEx, die zweite an den deutschen Staat, wobei FedEx die gesamte Abwicklung für dich übernimmt und dir per Mail mitteilt, wieviel du zahlen musst. Sobald du die zweite Zahlung geleistet hast, darf ausgeliefert werden.

Zur Orientierung: Simpson bietet mehrere Haarqualitäten, die ich hier einmal nach Art und Qualität aufliste:

Dachs (Badger):
  • Pure Badger - Früher war das nur das Versprechen, dass ausschließlich reines Dachshaar zum Einsatz kam; eine Aussage über die verwendete Haarqualität war damit nicht verbunden. Heute bezeichnet Pure Badger die niedrigste Qualitätsstufe. Ein Pure Badger muss eingearbeitet werden, die Spitzen können (nicht müssen!) anfangs etwas pieksig sein.
  • Best Badger - Ein Best Badger benötigt etwas Einarbeitung, gerät dann aber sanft in den Spitzen (aber nicht wie ein Silvertip oder Manchurian) und weist einen guten Backbone auf. Für einen Alltagspinsel ist Best Badger eine wirklich gute Wahl.
  • Silvertip Super Badger - Ein Super Badger (= Dreiband-Silberspitzendachs) ist ein "Puschel" mit superweichen Spitzen, traditionell eher wenig Backbone und damit eine gute Wahl für Leute mit empfindlicher Haut.
  • Two Band Silvertip Badger - Der Zweiband-Silberspitzendachs bietet sehr weiche Spitzen und mehr Backbone als der Super Badger, ist aber nicht so straff wie der Manchurian Badger.
  • Manchurian Badger - Das Haar für diesen Pinsel stammt von Dachsen aus den Gebirgen der Mandschurei. Zum Einsatz gelangt das Silberspitzenhaar. Somit weist ein Manchurian Badger nach sehr kurzer Einarbeitung oder sogar von Beginn an superweiche Spitzen und straffen Backbone auf. Ein Manchurian Badger ist ideal für Leute, die beim Einschäumen trotz weicher Spitzen auf eine angenehme, aber effektive Gesichtsmassage Wert legen.

Synthetik (Synthetic Fibre):
  • Sovereign Synthetic Fibre - Der Sovereign ist insgesamt weich, m. E. fast schon labbrig und hat praktisch nicht von dem, was man bei Dachshaar als Backbone bezeichnet, bei Synthetik aber Spring (Elastizität) nennt.
  • Platinum Synthetic Fibre - Der Platinum hat zwar sehr weiche Spitzen, aber einen spürbar strafferen Spring als der Sovereign. Für Reisepinsel kann man den Platinum Synthetik m. E. gut verwenden, weil man ihn auch in feuchtem Zustand, z. B. in einer speziellen Pinseltransportdose, mitnehmen kann und er ein, zwei Tage im Koffer oder Kulturbeutel nicht krumm nimmt. Naturhaarpinsel können dann anfangen zu müffeln, bei längerem "Eingesperrtsein" auch zu schimmeln und ihre Haare zu verlieren. Synthetik wäscht man einfach mit lauwarmem Seifenwasser aus und alles ist wieder in Ordnung.

Wildschweinborste (Boar Bristle) - Mit Simpsons Sauborste habe ich keine Erfahrung, ehrlich gesagt lege ich darauf auch keinen Wert.

Fazit: Im Grunde kauft man einen Simpson, wenn man einen erstklassigen Dachshaarpinsel (ab Best Badger) möchte. Plastik kann China fast genauso gut, dabei aber deutlich billiger, und bei preiswerten Dachshaarpinseln (Pure Badger) verhält es sich ähnlich. Bei Wildschweinborste würde ich eher Omega (Italien) oder Semogue (Portugal) empfehlen, die haben deutlich mehr Auswahl und gelten auf dem Gebiet der Sauborste als absolute Experten. Semogue hat übrigens auch sehr gute und durchaus bezahlbare Dachshaarpinsel, aber das nur nebenbei ... ;)

Wenn das Budget etwas knapper ist, greift man zum Best Badger, mit etwas mehr Geld auf dem "Pinselkonto" bei empfindlicher Haut gerne zum Super Badger, ansonsten auch zum Two Band oder Manchurian Badger. Ein Wort noch zu Simpsons wohl bekanntestem Pinsel, dem Chubby. Ich habe mich bewusst gegen diesen "fetten Brocken" entschieden, weil mir der Griff zu klein und der Besatz zu dicht gesteckt ist. Darüber hinaus ist er selbst in der kleinsten Größe Chubby 1, mit einem Ringmaß von 22 mm und einer Lofthöhe von 46 mm fast schon das Maximum von dem, was ich mir ins Gesicht stecken möchte. Chubby 2 mit gigantischen 27 mm und Chubby 3 sogar mit knapp 29 mm Ringmaß sind mir ehrlich gesagt zu viel, bei einer Lofthöhe von 48 mm bzw. 50 mm hat man das Gefühl, von einer massiven Wand aus Dachshaar ("wall of badger") regelrecht abzuprallen. Der Chubby ist der einzige Pinsel, bei dem ich wahrscheinlich doch zum Super Badger greifen würde. Und er ist der einzige Simpson-Pinsel, von dem es glaubwürdige Berichte gibt, dass er durch sein extrem dicht gestecktes Haar sogen. "brush burn", also trotz weicher Spitzen Hautverletzungen durch die schiere Materialdichte verursachen kann. Von daher ist der Chubby ein sehr spezieller Pinsel. Darüber zollt man dem Chubby auch in einer weiteren Hinsicht Tribut: Durch den extrem dichten Knoten ist der Durchfluss (Flow) eher zäh und führt zu einem teilweise aberwitzig hohen Seifenverbrauch, weil der Knoten viel Schaum einfach "schluckt" und nur mühsam wieder hergibt. Solange man nur billige Cremes und Seifen verwendet, mag das nicht wehtun, aber wenn z. B. der letzte Puck der schon lange nicht mehr erhältlichen Luxusseife I Coloniali Mango im Spiel ist, möchte man nicht die Hälfte davon anschließend aus dem Knoten in den Abfluss spülen.

Wenn man auf eher straff gebundene, aber nicht zu dicht gepackte Knoten Wert legt, kann man sich den Duke 3 ansehen, der ist mit 23 mm Ringmaß und 46 mm Loft sehr angenehm im Gesicht. Minimal kleinere oder gleich große Knoten bei vergleichbarem oder höherem Loft und mit etwas weniger dichtem Besatz führen zu etwas weicheren Pinseln, z. B. dem Colonel X2L (21 mm Ringmaß/45 mm Loft) und dem M7 (22 mm/50 mm). Mehr Ringmaß und mehr Loft bieten der Commodore X3 (24 mm/51 mm) und der Polo, den es in vier Größen gibt: PL8 (24 mm/51 mm), PL10 (27 mm/54 mm), PL12 (28 mm/56 mm) und PL14 (31 mm/58 mm).

Verallgemeinernd lässt sich sagen, dass Ringmaße zwischen 21 und 24 mm und Lofthöhen zwischen 46 und 52 mm bei Dachshaarpinseln als guter Kompromiss gelten und so ziemlich für alle Gesichtsformen und Barthaartypen passen sollten. Den Griff bitte nicht zu klein wählen, er sollte ergonomisch geformt sein und gut in der Hand liegen, damit sich der Pinsel angenehm handhaben lässt. Der Duke 3 ist diesbezüglich in Ordnung, der Colonel bei nicht zu großen Händen sehr gut, während M7, Commodore und Polo bei jeder Handgröße nahe der Perfektion sind. Bezüglich des Materials gibt es bei Simpson keine Auswahl, egal welche Form oder welches Dessin der Griff auch haben mag, als Material gelangt stets gedrehtes und poliertes Polycarbonat zum Einsatz; Holz, Horn, Metall oder andere Materialien gibt es bei Simpson nicht (mehr).

Letztlich musst du selbst entscheiden, ob dir ein Dachshaarpinsel das Geld wert ist, das Simpson verlangt. Man muss schon ein ziemlicher Nassrasur-Nerd sein, um "mal eben" mindestens 120 € für einen wirklich erstklassigen Rasierpinsel auf den Tisch zu blättern. Allerdings: Wenn man ein Kunstwerk wie den M7 erst einmal in den Händen und im Gesicht gehabt hat, dann verblasst der Preis dahinter schnell. Diesbezüglich verhält es sich mit Rasierpinseln ein wenig wie mit Taschenlampen. ;)

Noch einige grundsätzliche Hinweise zum Umgang mit Naturhaarpinseln; das folgende gilt für alle Naturhaare, Marken und Hersteller:
  • Beim Einarbeiten eines Naturhaarpinsels bitte beachten, dass anfangs ein wenig Haarverlust auftritt. Das ist völlig normal, solange pro Rasur nicht mehr als fünf, sechs Haare verloren gehen. Nach etwa 10-15 Rasuren sollte sich das Ganze legen, ansonsten bitte den Hersteller kontaktieren.
  • Wichtig ist, dass man den Pinsel nicht in heißem, sondern höchstens in warmem (max. 45° C) Wasser einweicht und auswäscht, nicht mit Chemikalien behandelt bzw. misshandelt und nicht beim Einschäumen wie ein Irrer den Pinsel auf die Haut oder in die Rasierschale drückt.
  • Beim kreisförmigen Einschäumen bitte nur mit sehr sanftem Druck arbeiten, ansonsten zum Verteilen des Schaums den Pinsel wie einen Malerquast benutzen, also nur auf, ab, nach links und rechts bewegen.
  • Bitte nicht vergessen, dass Naturhaarpinsel von Zeit zu Zeit auch richtig durchtrocknen müssen, d. h., auch die tief unten im Knoten enthaltene Feuchtigkeit muss verdunsten, damit der Pinsel nicht von innen heraus zu gammeln anfängt. Faustregel: Nach jedem Gebrauch den Pinsel gut ausschütteln und die Feuchtigkeit in den Pinselspitzen durch sanftes Abstreifen des Pinsels am Handtuch so weit wie möglich reduzieren. Den Pinsel stets an einem gut belüfteten Ort (nicht im Badezimmerschrank!) hinstellen. Nach etwa einer Woche Gebrauch den Pinsel mindestens drei Tage durchtrocknen lassen. Dabei ist es vollkommen unerheblich, ob der Pinsel im Ständer mit den Haarspitzen nach unten aufgehängt oder einfach ohne Ständer mit den Spitzen nach oben hingestellt wird. Wir merken uns also, dass man bei täglicher Rasur mindestens zwei Naturhaarpinsel benötigt, um langfristig an seinen Pinseln Freude zu haben.

Und damit viel Spaß bei der Wahl deines nächsten Rasierpinsels! :thumbsup:
 
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Ich wohne in einer Gemeinde nahe Wien, fahre aber regelmäßig in die Stadt zum arbeiten und die ein oder andere Besorgung machen. Bei https://lorenzi.co.at/ war sogar vor kurzem jemand von Mühle vor Ort und hat im Rahmen einer Veranstaltung ein wenig geplaudert, da hatte ich leider keine Zeit.
Das Geschäft hat eine sehr lange Tradition, natürlich leben die nicht nur von Rasurafficionados, da gibts jede Menge andere Klingen und Scheren.
Ah ok, da komme ich leider nicht hin. Wie gesagt hier in der Umgebung kenne ich keine Geschäfte die sowas verkaufen.
Naja dann halt im Internet…
Danke
Ich bestelle direkt bei Simpson, wobei man immer auf die Sonderangebote ("Sale") achten sollte. Die Auswahl und Vielfalt ist riesig, macht aber Spaß. Die gesamte Abwicklung (Versand, Zoll, Einfuhrumsatzsteuer) übernimmt der Versender/Transporteur - i. d. R. FedEx - für dich. Die wickeln das sehr routiniert ab. Wichtig ist nur: Du musst zweimal bezahlen, einmal, direkt bei der Bestellung, den Produktpreis plus Versand, aber ohne die britische Mehrwertsteuer (VAT = value-added tax: 20 %) und anschließend den Zoll (falls welcher anfällt) und die Einfuhrumsatzsteuer (deutsche MwSt. = Mehrwertsteuer: 19 %). Der Grund dürfte klar sein: Die erste Zahlung geht an Simpson/FedEx, die zweite an den deutschen Staat, wobei FedEx die gesamte Abwicklung für dich übernimmt und dir per Mail mitteilt, wieviel du zahlen musst. Sobald du die zweite Zahlung geleistet hast, darf ausgeliefert werden.

Zur Orientierung: Simpson bietet mehrere Haarqualitäten, die ich hier einmal nach Art und Qualität aufliste:

Dachs (Badger):
  • Pure Badger - Früher war das nur das Versprechen, dass ausschließlich reines Dachshaar zum Einsatz kam; eine Aussage über die verwendete Haarqualität war damit nicht verbunden. Heute bezeichnet Pure Badger die niedrigste Qualitätsstufe. Ein Pure Badger muss eingearbeitet werden, die Spitzen können (nicht müssen!) anfangs etwas pieksig sein.
  • Best Badger - Ein Best Badger benötigt etwas Einarbeitung, gerät dann aber sanft in den Spitzen (aber nicht wie ein Silvertip oder Manchurian) und weist einen guten Backbone auf. Für einen Alltagspinsel ist Best Badger eine wirklich gute Wahl.
  • Silvertip Super Badger - Ein Super Badger (= Dreiband-Silberspitzendachs) ist ein "Puschel" mit superweichen Spitzen, traditionell eher wenig Backbone und damit eine gute Wahl für Leute mit empfindlicher Haut.
  • Two Band Silvertip Badger - Der Zweiband-Silberspitzendachs bietet sehr weiche Spitzen und mehr Backbone als der Super Badger, ist aber nicht so straff wie der Manchurian Badger.
  • Manchurian Badger - Das Haar für diesen Pinsel stammt von Dachsen aus den Gebirgen der Mandschurei. Zum Einsatz gelangt das Silberspitzenhaar. Somit weist ein Manchurian Badger nach sehr kurzer Einarbeitung oder sogar von Beginn an superweiche Spitzen und straffen Backbone auf. Ein Manchurian Badger ist ideal für Leute, die beim Einschäumen trotz weicher Spitzen auf eine angenehme, aber effektive Gesichtsmassage Wert legen.

Synthetik (Synthetic Fibre):
  • Sovereign Synthetic Fibre - Der Sovereign ist insgesamt weich, m. E. fast schon labbrig und hat praktisch nicht von dem, was man bei Dachshaar als Backbone bezeichnet, bei Synthetik aber Spring (Elastizität) nennt.
  • Platinum Synthetic Fibre - Der Platinum hat zwar sehr weiche Spitzen, aber einen spürbar strafferen Spring als der Sovereign. Für Reisepinsel kann man den Platinum Synthetik m. E. gut verwenden, weil man ihn auch in feuchtem Zustand, z. B. in einer speziellen Pinseltransportdose, mitnehmen kann und er ein, zwei Tage im Koffer oder Kulturbeutel nicht krumm nimmt. Naturhaarpinsel können dann anfangen zu müffeln, bei längerem "Eingesperrtsein" auch zu schimmeln und ihre Haare zu verlieren. Synthetik wäscht man einfach mit lauwarmem Seifenwasser aus und alles ist wieder in Ordnung.

Wildschweinborste (Boar Bristle) - Mit Simpsons Sauborste habe ich keine Erfahrung, ehrlich gesagt lege ich darauf auch keinen Wert.

Fazit: Im Grunde kauft man einen Simpson, wenn man einen erstklassigen Dachshaarpinsel (ab Best Badger) möchte. Plastik kann China fast genauso gut, dabei aber deutlich billiger, und bei preiswerten Dachshaarpinseln (Pure Badger) verhält es sich ähnlich. Bei Wildschweinborste würde ich eher Omega (Italien) oder Semogue (Portugal) empfehlen, die haben deutlich mehr Auswahl und gelten auf dem Gebiet der Sauborste als absolute Experten. Semogue hat übrigens auch sehr gute und durchaus bezahlbare Dachshaarpinsel, aber das nur nebenbei ... ;)

Wenn das Budget etwas knapper ist, greift man zum Best Badger, mit etwas mehr Geld auf dem "Pinselkonto" bei empfindlicher Haut gerne zum Super Badger, ansonsten auch zum Two Band oder Manchurian Badger. Ein Wort noch zu Simpsons wohl bekanntestem Pinsel, dem Chubby. Ich habe mich bewusst gegen diesen "fetten Brocken" entschieden, weil mir der Griff zu klein und der Besatz zu dicht gesteckt ist. Darüber hinaus ist er selbst in der kleinsten Größe Chubby 1, mit einem Ringmaß von 22 mm und einer Lofthöhe von 46 mm fast schon das Maximum von dem, was ich mir ins Gesicht stecken möchte. Chubby 2 mit gigantischen 27 mm und Chubby 3 sogar mit knapp 29 mm Ringmaß sind mir ehrlich gesagt zu viel, bei einer Lofthöhe von 48 mm bzw. 50 mm hat man das Gefühl, von einer massiven Wand aus Dachshaar ("wall of badger") regelrecht abzuprallen. Der Chubby ist der einzige Pinsel, bei dem ich wahrscheinlich doch zum Super Badger greifen würde. Und er ist der einzige Simpson-Pinsel, von dem es glaubwürdige Berichte gibt, dass er durch sein extrem dicht gestecktes Haar sogen. "brush burn", also trotz weicher Spitzen Hautverletzungen durch die schiere Materialdichte verursachen kann. Von daher ist der Chubby ein sehr spezieller Pinsel. Darüber zollt man dem Chubby auch in einer weiteren Hinsicht Tribut: Durch den extrem dichten Knoten ist der Durchfluss (Flow) eher zäh und führt zu einem teilweise aberwitzig hohen Seifenverbrauch, weil der Knoten viel Schaum einfach "schluckt" und nur mühsam wieder hergibt. Solange man nur billige Cremes und Seifen verwendet, mag das nicht wehtun, aber wenn z. B. der letzte Puck der schon lange nicht mehr erhältlichen Luxusseife I Coloniali Mango im Spiel ist, möchte man nicht die Hälfte davon anschließend aus dem Knoten in den Abfluss spülen.

Wenn man auf eher straff gebundene, aber nicht zu dicht gepackte Knoten Wert legt, kann man sich den Duke 3 ansehen, der ist mit 23 mm Ringmaß und 46 mm Loft sehr angenehm im Gesicht. Minimal kleinere oder gleich große Knoten bei vergleichbarem oder höherem Loft und mit etwas weniger dichtem Besatz führen zu etwas weicheren Pinseln, z. B. dem Colonel X2L (21 mm Ringmaß/45 mm Loft) und dem M7 (22 mm/50 mm). Mehr Ringmaß und mehr Loft bieten der Commodore X3 (24 mm/51 mm) und der Polo, den es in vier Größen gibt: PL8 (24 mm/51 mm), PL10 (27 mm/54 mm), PL12 (28 mm/56 mm) und PL14 (31 mm/58 mm).

Verallgemeinernd lässt sich sagen, dass Ringmaße zwischen 21 und 24 mm und Lofthöhen zwischen 46 und 52 mm bei Dachshaarpinseln als guter Kompromiss gelten und so ziemlich für alle Gesichtsformen und Barthaartypen passen sollten. Den Griff bitte nicht zu klein wählen, er sollte ergonomisch geformt sein und gut in der Hand liegen, damit sich der Pinsel angenehm handhaben lässt. Der Duke 3 ist diesbezüglich in Ordnung, der Colonel bei nicht zu großen Händen sehr gut, während M7, Commodore und Polo bei jeder Handgröße nahe der Perfektion sind. Bezüglich des Materials gibt es bei Simpson keine Auswahl, egal welche Form oder welches Dessin der Griff auch haben mag, als Material gelangt stets gedrehtes und poliertes Polycarbonat zum Einsatz; Holz, Horn, Metall oder andere Materialien gibt es bei Simpson nicht (mehr).

Letztlich musst du selbst entscheiden, ob dir ein Dachshaarpinsel das Geld wert ist, das Simpson verlangt. Man muss schon ein ziemlicher Nassrasur-Nerd sein, um "mal eben" mindestens 120 € für einen wirklich erstklassigen Rasierpinsel auf den Tisch zu blättern. Allerdings: Wenn man ein Kunstwerk wie den M7 erst einmal in den Händen und im Gesicht gehabt hat, dann verblasst der Preis dahinter schnell. Diesbezüglich verhält es sich mit Rasierpinseln ein wenig wie mit Taschenlampen. ;)

Noch einige grundsätzliche Hinweise zum Umgang mit Naturhaarpinseln; das folgende gilt für alle Naturhaare, Marken und Hersteller:
  • Beim Einarbeiten eines Naturhaarpinsels bitte beachten, dass anfangs ein wenig Haarverlust auftritt. Das ist völlig normal, solange pro Rasur nicht mehr als fünf, sechs Haare verloren gehen. Nach etwa 10-15 Rasuren sollte sich das Ganze legen, ansonsten bitte den Hersteller kontaktieren.
  • Wichtig ist, dass man den Pinsel nicht in heißem, sondern höchstens in warmem (max. 45° C) Wasser einweicht und auswäscht, nicht mit Chemikalien behandelt bzw. misshandelt und nicht beim Einschäumen wie ein Irrer den Pinsel auf die Haut oder in die Rasierschale drückt.
  • Beim kreisförmigen Einschäumen bitte nur mit sehr sanftem Druck arbeiten, ansonsten zum Verteilen des Schaums den Pinsel wie einen Malerquast benutzen, also nur auf, ab, nach links und rechts bewegen.
  • Bitte nicht vergessen, dass Naturhaarpinsel von Zeit zu Zeit auch richtig durchtrocknen müssen, d. h., auch die tief unten im Knoten enthaltene Feuchtigkeit muss verdunsten, damit der Pinsel nicht von innen heraus zu gammeln anfängt. Faustregel: Nach jedem Gebrauch den Pinsel gut ausschütteln und die Feuchtigkeit in den Pinselspitzen durch sanftes Abstreifen des Pinsels am Handtuch so weit wie möglich reduzieren. Den Pinsel stets an einem gut belüfteten Ort (nicht im Badezimmerschrank!) hinstellen. Nach etwa einer Woche Gebrauch den Pinsel mindestens drei Tage durchtrocknen lassen. Dabei ist es vollkommen unerheblich, ob der Pinsel im Ständer mit den Haarspitzen nach unten aufgehängt oder einfach ohne Ständer mit den Spitzen nach oben hingestellt wird. Wir merken uns also, dass man bei täglicher Rasur mindestens zwei Naturhaarpinsel benötigt, um langfristig an seinen Pinseln Freude zu haben.

Und damit viel Spaß bei der Wahl deines nächsten Rasierpinsels! :thumbsup:
Oh mein Gott, ich wollte doch eigentlich nur n Rasierpinsel und nicht studieren.
Auf jeden Fall vielen Dank für diese ausführliche und sehr lehrreiche Antwort. Das werde ich mir später noch einmal ganz in Ruhe durchlesen.
Zur zeit habe ich noch einen Mühlepinsel mit synthetischen Haaren, von Prinzip tut er was er tun soll aber man möchte ja mal etwas neues ausprobieren. Wie sind die Mühlepinsel so von der Qualität im Gegensatz zu Simpsons oder ähnlichen Herstellern?
 

CaptainGreybeard

Flashaholic
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Zur zeit habe ich noch einen Mühlepinsel mit synthetischen Haaren, von Prinzip tut er was er tun soll aber man möchte ja mal etwas neues ausprobieren. Wie sind die Mühlepinsel so von der Qualität im Gegensatz zu Simpsons oder ähnlichen Herstellern?

Hast du den Mühle Black Fibre (schwarzes Synthetikhaar) oder den Silvertip Fibre (STF = Synthetikhaar, das wie ein Dreiband-Silberspitzendachs aussieht)? Beide "tun, was sie sollen", d. h. Schaum schlagen kann man mit beiden.

Bei Mühle gibt es zwei unterschiedliche Synthetik- und zwei unterschiedliche Dachshaarqualitäten, nämlich Black und Silvertip Fibre bei den Kunststoffhaaren sowie Pure Badger (Graudachs) und Silvertip Badger (Silberspitzendachs) bei den Naturhaaren, wobei die Auswahl der Haarqualität durch die der entsprechenden Serie bereits vorgegeben wird. Pinsel der Serien Vivo oder Rytmo gibt es entweder in Black Fibre oder Pure Badger, Pinsel der Serie Neo ausschließlich in Black Fibre. Die Classic-Serie gibt es dagegen nur in Silvertip Fibre oder Silvertip Badger, ebenso sämtliche Designserien außer den bereits genannten Serien Neo, Vivo und Rytmo.

Von der handwerklichen Qualität sind die Produkte von Mühle auf gutem bis sehr gutem Niveau, und im Gegensatz zu Simpson bietet Mühle auch Griffe in unterschiedlichen Materialien wie Holz, Metall oder Porzellan an, wenn man bereit ist, die z. T. üppigen Aufpreise dafür zu zahlen.

Mein erster Kritikpunkt an Mühle ist, dass es Dachshaarpinsel der Classic-Serie nur in den Ringmaßen 19, 21 und 23 mm gibt und alle Dachshaarpinsel der Designserien (bis auf Serie Sophist (23 mm)) ausschließlich 21 mm Ringmaß bieten. Den einzigen größeren Pinsel mit 25 mm Ringmaß bietet Mühle nur bei der Classic-Serie, und dass auch nur als STF, nicht als Dachs.

Sämtlichen Mühle-Knoten ist gemeinsam, dass sie im Vergleich zu Simpson recht sparsam gesteckt sind, wodurch sie m. E. allesamt arg labbrig wirken, was auch mein zweiter Kritikpunkt ist. Positiv hervorheben muss man wiederum, dass alle Designserien außer Neo, Vivo und Rytmo und der Classic-Serie austauschbare Pinselköpfe anbieten, d. h., man kann einen verschlissenen oder defekten Pinselkopf leicht und relativ preisgünstig ersetzen und/oder zwischen Silvertip Fibre und Silvertip Badger wechseln.

Fazit: Ein Vergleich zwischen Simpson und Mühle gestaltet sich schwierig. Während Simpson ein ausgewiesener Spezialist für Pinsel ist und auf dem Gebiet über 100 Jahre Erfahrung mitbringt, ist Mühle ein Anbieter klassischer Nassrasur-Serien und bietet neben Pinseln auch Rasierer, Seifen, Cremes, Klingen, komplette Sets und Nassrasur-Zubehör an. Mit den unterschiedlichen Qualitäten und der offiziell nicht unter dem Namen Mühle geführten, sehr preiswerten Serie "nom" (Nachfolger der Serie "hjm") spricht Mühle eine sehr breite Gruppe potentieller Kunden an, vom "Bin-gerade-knapp-bei-Kasse"-Studenten bis zum wohlhabenden Geschäftsmann, der sich einen klassischen Set wie Sophist mit edlen Eisenholzgriffen als Blickfang ins Badezimmer stellen möchte und ihn, wer weiß, vielleicht auch ab und zu benutzt. ;)

Mir persönlich fällt die Wahl zwischen Simpson und Mühle nicht schwer. Mein Rasierer ist ein "Bastard", bestehend aus dem Griff des Merkur 47C und dem Kopf des Giesen + Forsthoff Timor CC, bei den Pinseln haben meine Simpson mittlerweile alle anderen Hersteller in ihre Schachteln zurück geschubst und auf die "Zu-verkaufen"-Liste gesetzt.
 
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Boenne1987

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Ich habe den Mühle Black Fibre. Das stimmt die haben gefühlt nicht so ganz viele Haare. Ich denke ich werde mir bald mal einen Simpsons bestellen, habe mir das vorhin mal angeschaut und grade einen im Sale gefunden den ich ganz cool finde. Das ist der „Special Summer 59 Series Manchurian Badger“. Hoffe der ist noch 2 Wochen verfügbar.
Erklär mir bitte mal ebend was genau das Ringmaß ist!?
 

CaptainGreybeard

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Ringmaß (knot diameter) ist der Durchmesser des Knotens. Loft (knot loft) bedeutet die maximale Höhe oder Länge der aus dem Griff herausragenden Pinselhaare.

Der 59er mit seinem 26 mm Ringmaß und 58 mm Loft hat schon sehr sportliche Maße. Viel Spaß damit!
 

CaptainGreybeard

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Was meinst du mit sehr sportliche Maße? Das klingt nicht besonders begeistert… :D
Der Pinsel ist sehr üppig bemessen, fürs Aufschäumen im Gesicht ist er schon reichlich groß; mir persönlich wäre er bereits zu groß. Der 59 eignet sich m. E. eher für großzügig bemessene Schaumschalen.
Fürs Aufschäumen im Gesicht kann man eher einen Pinsel mit 22-24 mm Ringmaß und 46-52 mm Loft verwenden.
Der Seifenverbrauch wird mit dem 59 ggü. dem Mühle Black Fibre mit seinen fast schon zierlichen 21 mm Ringmaß spürbar zunehmen. Wenn dir das nichts ausmacht, magst du gerne solch große Pinsel verwenden. Die Wahl des Besatzes, Manchurian Badger, halte ich für eine exzellente Entscheidung.
 
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Boenne1987

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Na da hast du natürlich vollkommen recht, ich habe diesen Pinsel nur aufgrund seiner Farbe ausgewählt. Das grün fande ich sehr cool.
Aufschäumen tue ich tatsächlich immer im Tiegel. Naja ich kann mir das ja nichmal angucken.
Was ist von den Pinseln zu halten die man bei „Rasurkult“ bekommt? Optisch find ich die auch ganz ansprechend.
 

CaptainGreybeard

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Na da hast du natürlich vollkommen recht, ich habe diesen Pinsel nur aufgrund seiner Farbe ausgewählt. Das grün fande ich sehr cool.
Aufschäumen tue ich tatsächlich immer im Tiegel. Naja ich kann mir das ja nichmal angucken.
Was ist von den Pinseln zu halten die man bei „Rasurkult“ bekommt? Optisch find ich die auch ganz ansprechend.
Rasurkult hat einen sehr guten Ruf, handwerklich absolut erstklassig und insgesamt sehr kundenorientiert, d. h. man kann innerhalb des technisch Machbaren in Absprache mit dem Inhaber und Pinselbauer individuelle Sonderwünsche umsetzen lassen. Die Produkte, soweit mir durch Leute bekannt, die sie verwenden, sind makellos. Preislich spielen sie in einer Liga mit Simpson, qualitativ ebenso. Ich muss zugeben, dass mich RK-Pinsel sehr reizen. ;)
 
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CaptainGreybeard

Flashaholic
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Neben den Pinseln habe ich mir auch einen neuen Rasierer gegönnt. Im Grunde schließt sich bei mir damit der Kreis, denn mit einem Merkur 23 fing vor 11 Jahren alles an, was die klassische Nassrasur angeht. Nun ist es der Merkur 23 Inox, also ein Solinger Rasierhobel aus rostfreiem Stahl, und der ist gleichzeitig sanft - zumindest wenn man ihn richtig handhabt - und gründlich.

_OPI8793-_OPI8807-FocusStack_CGB-DxO.jpg


Und so sieht er "in Gesellschaft" aus:

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3 Januar 2024
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Hab mir letztens einen NOS Gilette Sensor Excell aus den 80/90ern besorgt, weil das einfach der beste Nassrasierer aller Zeiten war.
Wirklich rasieren tu ich mich damit aber nicht. Der Bart bleibt.
 

Crowley

Flashaholic*
14 November 2018
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Mit Systemrasierern gewinnst du hier keinen Blumentopf. Immerhin richtig entschieden, nicht rasieren bedeutet auch keine überteuerten Klingen kaufen :thumbsup:
 

CaptainGreybeard

Flashaholic
30 September 2018
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Mit Systemrasierern gewinnst du hier keinen Blumentopf. Immerhin richtig entschieden, nicht rasieren bedeutet auch keine überteuerten Klingen kaufen :thumbsup:
Sorry, aber das ist nun wirklich Unfug. Es geht hier nicht darum, ob man sich nass oder trocken, mit Systemklingen, DE-Klingen oder Messer rasiert, ob man zur Aufbereitung von Rasierschaum einen superteuren Edeldachs von Plisson oder Simpson oder einen billigen Plastikpinsel von Rossmann, DM oder Aliexpress verwendet, ob man sich teure Rasierseifen von Wem-auch-immer aus aller Welt einfliegen lässt, nur weil die von Vestalinnen bei Neumond auf Heiligem Boden angerührt wurden oder eine einfache Palmolive-Creme aus dem Supermarkt benutzt.

Wenn am Ende eine sanfte, gründliche und verletzungsfreie Rasur steht, dann hat Mann alles richtig gemacht, egal mit welchem Werkzeug!
Erlaubt ist, was gefällt!
 

Boenne1987

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29 Juli 2021
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Sehe ich auch so, kqnn sich jeder rasieren wie er möchte. Ich habe mal eine Zeit lang einen elektrischen Braun Series 9 benutzt. Das ging flott und brachte ein brauchbares Ergebnis aber das Gefühl am Ende war einfach nie so erfüllend für mich als wenn ich mich nass mit einem Hobel rasiere. Ich bin bei der Nassrasur 24 Stunden wirklich glatt und brauche mich nur alle 3-4 Tage zu rasieren, mit dem Braun musstest du jeden oder spätestens jeden 2ten Tag wieder ran. Aber jedem so wie er möchte.
 

Crowley

Flashaholic*
14 November 2018
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Ja wer gerne der Industrie massenweise das Geld in den Rachen werfen will....Systemrasierer sind nun mal mit die teuerste Variante ohne dabei ein besseres Ergebnis zu liefern.
Und ja, es klappt zb auch mit dem 5€ Plastik Wilkinson Hobel schon sehr gut, bei Schaum/Gel muss es halt das richtige für den jeweiligen Hauttyp sein, kann sehr günstig klappen, muss aber nicht.

Das Werkzeug ist also nicht egal
 

Boenne1987

Flashaholic*
29 Juli 2021
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Ja das ist natürlich völlig richtig, Systemrasierer sind viel zu teuer. Ich habe noch einen Gillette Mach 3. Der rasiert ordentlich und wird nur für einige Spezialaufgaben benutzt wie Nacken ausrasieren, um die Eier pflügen und die Achseln glatt zu kriegen. Und die Klingen für einen Mach 3 sind noch ganz gut bezahlbar.
 

Crowley

Flashaholic*
14 November 2018
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ich rasier mir den kompletten Kopf mit dem Hobel,also auch den Nacken. Vorteil hier...da gibts keine Frisur die ich ruinieren kann. Intimrasur hätte ich noch keine gemacht, würde aber imho auch nix dagegen sprechen das mit einem Hobel (evtl mit geschlossenem Kamm) zu testen.
 

Boenne1987

Flashaholic*
29 Juli 2021
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Oh ich weiß nicht, mit meinen bevorzugten Featherklingen wollte ich mir glaube ich nicht unbedingt um die Eier düsen. Könnte mir vorstellen das man da schon mal gern hängen bleibt und dann kullert die Kugel übern Boden.
 

CaptainGreybeard

Flashaholic
30 September 2018
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Ja wer gerne der Industrie massenweise das Geld in den Rachen werfen will....Systemrasierer sind nun mal mit die teuerste Variante ohne dabei ein besseres Ergebnis zu liefern.
Und ja, es klappt zb auch mit dem 5€ Plastik Wilkinson Hobel schon sehr gut, bei Schaum/Gel muss es halt das richtige für den jeweiligen Hauttyp sein, kann sehr günstig klappen, muss aber nicht.

Das Werkzeug ist also nicht egal

LOL, wenn ich mir so anschaue, was etliche Kollegen in den Nassrasur-Foren an Ausrüstung herzeigen, von dem Geld, das sie für Pinsel von Simpson oder Plisson, Rasierer von Rocnel, Seifen von Weiß-der-Himmel-wem ausgeben, dafür kann sich eine ganze Kompanie ein Leben lang mit Systemen rasieren. Da reden wir von mindestens reichlich vier-, teilweise fünfstelligen Beträgen!

Nimm einfach mal die Komponenten auf diesem Foto:

_OPI8825_Nik_1_CGB-DxO.jpg


Der Rasierer, ein Merkur 23 Inox, kostet knapp 100 €, der Pinsel, ein Simpson Colonel X2L Super Badger, liegt bei umgerechnet 150 € und von der Seife, einer Martin de Candre Fougère, kosten 200 ml stolze 56 €. Wir reden also hier von ca. 300 € , und selbst als offensichtlicher Systemrasierer-Hasser wirst du wohl nicht um das Eingeständnis herumkommen, dass man sich dafür sehr lange mit einem System wie dem Mach 3 rasieren kann.

Und was ich hier zeige, ist 1. noch längst nicht alles, was ich habe und 2. trotzdem eher das untere Ende von dem, womit etliche Kollegen in den Nassrasurforen aufwarten können. Ich weiß, dass da z. B. jemand unterwegs ist, der nicht weniger als 250 Simpson-Pinsel sein Eigen nennt - bei Preisen ab 80 € selbst für einfache Ausführungen und bis 400 € für entsprechend luxuriös gestaltete Exemplare nehmen wir einfach mal einen Mittelwert von 150 €, dann sind wir bei über 37.000 € nur für seine Simpson-Pinsel; seine diversen von Plisson, Thäter u. a. Luxusherstellern lassen wir mal außer Acht, sonst stoßen wir in Bereiche zwischen 45 und 50 k€ vor. Ein anderer Kollege besitzt eine Sammlung z. T. historischer, sehr wertvoller Rasierhobel, und davon nicht weniger als knapp 200 Stück. Auch hier sind wir bereits im fünfstelligen Bereich. Ich könnte jetzt noch mit Rasiermessern weitermachen, aber ich denke, die Botschaft ist klar:

Wer sich auf einen oder zwei preiswerte Hobel, ein oder zwei ebensolche Pinsel, eine einfach Seife oder Creme aus dem Drogeriemarkt beschränkt und wirklich niemals irgendwelche Nassrasurforen frequentiert, der wird sicherlich ggü. einem Systemrasierer Geld sparen können. Wer sich aber in diesen "Kaninchenbau" begibt und das Ausprobieren und Sammeln anfängt, der wird bald feststellen, dass es sich mit der klassischen Nassrasur als Hobby nicht anders verhält als mit mechanischen Uhren, Oldtimern oder auch Taschenlampen, d. h., es geht weit überdurchschnittlich viel Geld drauf, um einem Hobby zu frönen.
 
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Crowley

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14 November 2018
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Es MUSS aber niemand sich so ausstatten, das die Leute das aus Spaß dran machen muss dir schon klar sein. Im Gegensatz dazu MUSS man aber teure Ersatzklingen bei uns einem Mach kaufen.

Ich verwende jetzt einen Mühle Companion,39€. Ich verwende gerne Feather, aber es geht auch eine Astra die es im 100er Pack für n Zehner gibt. Dazu einfaches Rasiergel das ebenso beim Systemrasierer anfällt. Ich habe das Glück das ich zur Not auch Duschgel nutzen könnte. Mit Seife und Pinsel hantiere ich nur rum wenn es mich freut, muss imho nicht sein. Brauchbarer Pinsel und Seife bekommt man günstig. Aber da wir gesagt exakt das gleiche beim Systemrasierer anfällt kannst du das bei der Rechnung rauslassen.

So...jetzt kannst du ja Mal ausrechnen wie schnell sich das läppert, klar kostet der Systemrasierer etwas weniger als in der Mühle. Aber viel ist da nicht um, das Geschäft lohnt sich eben über die Ersatzklingen, da wird kräftig zugelangt.
Mit Sicherheit kippt nicht jeder, ja nicht Mal eine bedeutende Zahl an Hobelnutzern derart in das Thema rein, also bitte realistisch vergleichen.
 

CaptainGreybeard

Flashaholic
30 September 2018
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@Crowley : Das, was du da sehr länglich ausführst, schrub ich bereits in meinem Beitrag zuvor, aber nett von dir, dass du es noch einmal wiederholst:

Wer sich auf einen oder zwei preiswerte Hobel, ein oder zwei ebensolche Pinsel, eine einfach Seife oder Creme aus dem Drogeriemarkt beschränkt und wirklich niemals irgendwelche Nassrasurforen frequentiert, der wird sicherlich ggü. einem Systemrasierer Geld sparen können. Wer sich aber in diesen "Kaninchenbau" begibt und das Ausprobieren und Sammeln anfängt, der wird bald feststellen, dass es sich mit der klassischen Nassrasur als Hobby nicht anders verhält als mit mechanischen Uhren, Oldtimern oder auch Taschenlampen, d. h., es geht weit überdurchschnittlich viel Geld drauf, um einem Hobby zu frönen.

Noch einmal, und von meiner Seite aus abschließend, weil ich keinen Bock auf Anti-System- oder Billig-billig-klassisch-nassrasiert-Diskussionen habe: Man kann sich mit allem rasieren, was gefällt. Systeme sind vor allem sicher und bequem und übrigens in Verbindung mit Gel oder Schaum aus der Dose oft auch die einzige Möglichkeit für Leute mit eingeschränkter Motorik, sich zu rasieren. Klassisch nassrasieren kann man sich ebenso mit allem, was man mag, egal ob sündhaft teure Messer, billigste Hobel, edle Dachshaarpinsel oder billigste Plastikborste, Seifen für 50 € für eine Dose mit 100 ml oder billigste Rasiercreme für weniger als 1 € je Tube. Das bleibt doch jedem selbst überlassen. Und wenn jemand aus Gründen der Bequemlichkeit, Geschwindigkeit und auch Sicherheit zu einem System greift, dann betrifft dich das doch überhaupt nicht, darüber brauchst du also wirklich kein Werturteil abzugeben und mit reißerischen Phrasen wie "der Industrie massenweise das Geld in den Rachen werfen" über Systemnutzer herzuziehen.

Damit ist das Thema Systemrasierer für mich beendet.
 
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Boenne1987

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29 Juli 2021
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Moin, hoffe ihr hattet alle schöne Weihnachten. Ich war ja kurz davor mir den Simpson Pinsel zu bestellen, das habe ich dann doch wieder überworfen. Realistisch betrachtet war es mir nur für einen Rasierpinsel zu teuer, wobei ich ihn ja äußerst schick fand.
Es wurde dann ein Mühle Classic mit einer Ringgröße von 23mm, Silberspitz Dachszupf in der Farbe Elfenbein. Bin ganz zufrieden damit, er schäumt mehr und schneller auf als der alte Black Fibre.
Wünsche schon mal einen guten Rutsch ins neue Jahr!
 
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29 Juli 2021
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Hallo Freunde der guten Rasur,
ich wollte gerne mal einen Hobel mit offenem Kamm testen und kam dann nach etwas lesen auf den Mühle R41 Twist. Habe ich also flott bestellt und heute das erste mal getestet. Im Gegensatz zu meinem Merkur 38C ist er leider etwas leichter. Ich mag es ehr wenn es schwerer ist, das macht auf mich einen wertigeren Eindruck und ich kann besser mit umgehen.
Bestückt mit meinen üblichen Featherklingen machte ich mich ans Werk. Er ist auf jeden Fall eine ganze Ecke aggressiver als mein Merkur, das spürt man sofort. Aber am Ende der Prozedur habe ich weniger geblutet als sonst und ich war noch nie so verdammt glatt. Das macht ganz viel aus, hätte es nicht gedacht. Freue mich jetzt schon auf die nächste Rasur. Kann ich auf jeden Fall empfehlen den Apparat. Allerdings glaube ich sollte man schon etwas Erfahrung haben mit einem Hobel, sonst kann das mit dem Mühle glaube ich böse ins Auge gehen.
Weiß jemand wofür oben am Kopf die Zahlen sind? Beim Merkur ist dort eine 3, beim Mühle eine 5. hat jemand eine Ahnung?

Wünsche allen schöne Ostern!
 

Crowley

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14 November 2018
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Ich hab mir vor einiger Zeit einen Merkur Hobel aus Bakelit geholt, das ist mir ebenfalls zu leicht. Aber das Material hat schön ausgesehen, also trotzdem mitgenommen. Für den Regeleinsatz bleibt es beim Mühle Companion
 

Boenne1987

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29 Juli 2021
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Ja der sieht auf jeden Fall cool aus, aber der wiegt ja nur 13Gramm. Ne das wäre mir eindeutig zu wenig. Die 90g von meinem Mühle finde ich schon etwas sparsam.
 

Crowley

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14 November 2018
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Ja, definitiv zu leicht. Heute hab ich ihn Mal wieder getestet, er rasiert nur wenn man sehr exakt im richtigen Winkel hält, der Griff ist ziemlich kurz....also eher was als nutzbare Deko
 

CaptainGreybeard

Flashaholic
30 September 2018
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Ja der sieht auf jeden Fall cool aus, aber der wiegt ja nur 13Gramm. Ne das wäre mir eindeutig zu wenig. Die 90g von meinem Mühle finde ich schon etwas sparsam.

Ach was, so schlimm ist das mit den 13 g nicht. Das Gewicht der Rasierklinge sorgt dafür, dass der Hobel wieder etwas kopflastig wird. :rofl:

Bei mir ist ein neuer Rasierpinsel eingezogen, nämlich ein Mühle Silvertip Fibre XL mit Olivenholzgriff, zusätzlich nch zwei Seifen von Saponificio Varesino, die 70th Anniversary und die Desert Vetiver:

_OPI9324_CGB-DxO.jpg


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Boenne1987

Flashaholic*
29 Juli 2021
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Die Seifen sehen interessant aus, muss ich mir mal merken. Was sind das für After Shaves die du verwendest? Ich bin auf der Suche nach einem was ordentlich und schnell die Poren schließt das meine kleinen Punkte nicht so lang nachbluten.
 

CaptainGreybeard

Flashaholic
30 September 2018
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Das Rasierwasser auf dem 2. Foto ist Floïd Genuine, ein ehemals spanisches, inzwischen von Ludovico Martelli S.p.A ("Proraso") in Florenz hergestelltes Aftershave. Es ist in Flaschen zu 150 ml und 400 ml erhältlich. Es duftet würzig (Kadamon), zitrisch (Orange und Zitrone) und ist mit etwas Menthol versetzt, welches für ein angenehm frisches und kühles Hautgefühl sorgt. Ich kaufe es immer in 400-ml-Flaschen und fülle es dann in 100-ml-Fläschchen um. Es ist mein bevorzugtes Aftershave für die wärmeren Tage. Günstig erhältlich ist es bei Dambiro, meinem "Lieblingsitaliener" für Rasurprodukte und Parfüms aus dem "Land, wo die Zitronen blühen", wie Goethe es formulierte.

Ansonsten verwende ich sehr gerne das auf dem 1. Foto abgebildete Schweizer Pitralon, welches ich auch zur Beruhigung gereizter Haut und Bekämpfung von Rasurbrand empfehle.. Das Aftershave kommt in einer ungewöhnlichen Flaschengröße von 160 ml und ist mit knapp 17 €/160 ml zwar nicht gerade ein Sonderangebot, dafür kann man es aber sehr sparsam dosieren, ohne die Wirkung zu beeinträchtigen. Es duftet beim Auftragen intensiv nach floralen (Geranie, Ylang-Ylang) und leicht zitrischen und Anklängen von dunkel-würzigen Noten. Wichtig: Das Zeug, das in 100-ml-Fläschchen für 4 oder 5 € unter der Bezeichnung Pitralon Classic, Pitralon Original und Pitralon Pure in den Super- und Drogeriemärkten verhökert wird, hat absolut gar nichts mit dem Schweizer Pitralon zu tun, außer dem Namen und dem Eigentümer des Markennamens, Labori International B.V., einem niederländischen Kosmetikhersteller, der vor 12 Jahren die Markenrechte an Pitralon übernahm.
 

Boenne1987

Flashaholic*
29 Juli 2021
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Das zweite klingt wie ich finde ganz interessant. Was hälst du denn von dem grünen Proraso?
Eigentlich wäre es schön wenn die After Shaves keinen Duft hätten, da ich sowieso immer Parfüm benutze. Das war immer der Grund weshalb ich das Balsam von Nivea gekauft habe, aber seit der letzten Flasche bin ich da recht unzufrieden mit, das bewirkt immer ein stärkeres Bluten als ohne.
 

CaptainGreybeard

Flashaholic
30 September 2018
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Das zweite klingt wie ich finde ganz interessant. Was hälst du denn von dem grünen Proraso?

Ist ein angenehm kühlendes Wässerchen, dank Menthol, riecht zart nach Eukalyptusöl, aber zum Glück nicht so intensiv wie ein Badezusatz. Es beruhigt die Haut recht gut und ist preiswert bei Dambiro erhältlich, in der verbraucherfreundlichen 400-ml-Flasche.


Eigentlich wäre es schön wenn die After Shaves keinen Duft hätten, da ich sowieso immer Parfüm benutze. Das war immer der Grund weshalb ich das Balsam von Nivea gekauft habe, aber seit der letzten Flasche bin ich da recht unzufrieden mit, das bewirkt immer ein stärkeres Bluten als ohne.

Du magst vielleicht mal Tüff Sensitive (= ohne Parfüm) ausprobieren, das reißt mit 3,50 - 4 €/100 ml nicht gerade ein Loch in die Haushaltskasse und beruhigt die Haut auf sanfte Weise.
 
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Boenne1987

Flashaholic*
29 Juli 2021
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Lünen NRW
Mein recht neuer R41 Twist war leider relativ schnell kaputt. Die Drehmachanik um den Kopf zu lösen machte komische Geräusche und war sehr hakelig bei der Bedienung. Daraufhin kontaktierte ich den Hersteller. Glücklicherweise kannten die das Problem und schickten mir gratis den gleichen Hobel aber als „Grande“. Der läuft jetzt einwandfrei.
Ich habe mir übrigens das grüne Proraso Aftershave bestellt und bin da jetzt recht zufrieden mit. Es stoppt die Blutpünktchen recht schnell und erfrischt einwenig. Alles bestens…