Preiswertes hochwertiges Multimeter gesucht

Dagor

Ehrenmitglied & Erschaffer der TL-Smileys
14 Mai 2011
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Bremen
Da im anderen Multimeter-Thread gerade wieder ein günstiges Multimeter gesucht wird und es dort allgemein eher um die ganz günstigen Geräte gibt, starte ich einen neuen Thread:


Ich suche ein hochwertiges Multimeter, das aber möglichst deutlich unter 100€ liegt.

Was ich unbedingt haben will:
- Spannungsmessung bis 240V (sollte vorsichtshalber deutlich mehr abkönnen)
- Strommessungen die für alle Taschenlampen der nächsten 10 Jahre ausreichend sind (10A ?)
- Widerstandsmessung
- großes, gleichmäßig beleuchtetes Display
- schnelles Autoranging
- schnell reagierende Durchgangsprüfung mit Piep-Ton
- ordentliche Keramiksicherungen, falls man doch mal Unsinn anstellt
- sehr gute Verarbeitung

Was schön wäre:
- Hold-Funktion
- (Min/)Max, Rel.
- USB
- (Frequenzmessung für PWM-Signale?)
- Luxmessung


Mein erster Gedanke, nachdem ich mich etwas schlau gemacht habe, war ein günstiges (gebrauchtes?) Fluke. Dann habe ich festgestellt, dass es soetwas gar nicht gibt. Die kosten ja alle weit über 100€.

Inzwischen tendiere ich sehr stark zum UNI-T 61D. Das hat sich auch in einem Vergleichstest recht ordentlich geschlagen und der Preis ist optimal.

Ich bin schon kurz davor auf "in den Warenkorb" zu klicken, wollte aber mal eben nachfragen, ob ich eine deutlich bessere Alternative übersehen habe.
 

walter01

Ehrenmitglied
12 August 2011
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Raum Karlsruhe, BW
Vorab: ich bin nicht der Fachmann.

Das Mastech MS8229 scheint mir ein ganz guter Kandidat zu sein.
Kostet nur ca. 35,00 € und kann Strommessungen bis 10A neben dem Standardzeug wie Spannung, Widerstand, Temperatur, etc.

Zusätzlich ist noch ein Schallmesser und ein Luxmesser bis immerhin 40 kLux dabei, der gar nicht so schlecht ist, wenn man die Ergebnisse mit dem Extech HD-450 vergleicht.

Und für mich als Laie besonders schön: es werden je nach Einstellungen immer unten die Buchsen beleuchtet, in die die Messstrippen gehören. :)

Gruß Walter

Nachtrag: Eine 10A Feinsicherung ist auch mit drin.
 
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DO7LR

Ehrenmitglied des TLF-Teams
29 Januar 2010
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Wenn du was wirklich ordentliches willst schlage hier zu: Gossen Metrawatt Metrahit 15S Digital Multimeter | eBay

Ein Gossen Metrawatt (Neupreis um die 250 Euro). So eines dient mir als "Zweitgerät". Hat Buchsen die sich bei falschen Messbereich verschliessen bzw. kannsst du bei Spannungsmessung gar nich in die Strommessung umschalten.

So was ist wirklich ein Qualitätsprodukt aus Deutschland...
 

Dagor

Ehrenmitglied & Erschaffer der TL-Smileys
14 Mai 2011
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Bremen
Wenn du was wirklich ordentliches willst schlage hier zu: Gossen Metrawatt Metrahit 15S Digital Multimeter | eBay

Gossen Metrawatt ist mir ein Begriff. Aber ich bezweifle, dass ich wirklich ein gebrauchtes Multimeter für 100€ brauche. Ich glaube, etwas wie das UNI-T oder das Mastech müsste für mich ausreichen. Außerdem haben die mehr Funktionen (USB / Lux, ...) und kosten neu deutlich weniger als das Gossen gebraucht. Oder meinst du, ich brauche als Hobbyleuchter, der (noch) nicht bastelt, unbedingt ein Gossen?
 

DO7LR

Ehrenmitglied des TLF-Teams
29 Januar 2010
4.307
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Nu gut....


ich denke mal mit den Multimetern von Uni-T bzw. denen von PeakTech kannst du recht wenig falsch machen. Für Messungen an Taschenlampen reichen sie völlig aus.
 

Dagor

Ehrenmitglied & Erschaffer der TL-Smileys
14 Mai 2011
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Bremen
Ich hab mir jetzt das Mastech MS8229 bestellt. Das integrierte Luxmeter hat mich überredet. Ich bin gespannt, ob es mir gefällt.

Danke für eure Infos!
 

walter01

Ehrenmitglied
12 August 2011
16.090
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Raum Karlsruhe, BW
Eine "Besonderheit" hat das MS8229 noch, die mir auch gut gefällt.

Im Gegensatz zu allen anderen Multimeter wird dieses Gerät nicht mit einer 9V-Zelle, sondern mit 3xAAA betrieben. Das ist mir einfach das liebere Batterieformat. :)

Gruß Walter
 

kbyte

Flashaholic**
5 Februar 2011
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Berlin
Hallo!
Ich habe mir auch das MS8229 bestellt, da ich nur ein billigst Baumarkt Multimeter hatte.
Jetzt habe ich die Beschreibung zum Uni-T gesehen, und finde das mit dem USB-Anschluss ganz gut, auch wenn das für mich total übertrieben ist.

Was mich am MS8229 stört, sind die Toleranzen beim Thermometer +- 2 Grad und beim Hygrometer 5%. Da ist ja ein besseres Zimmerthermometer besser, und bei der Toleranz kann man die Nachkomma Stellen eh vergessen.
 

walter01

Ehrenmitglied
12 August 2011
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Raum Karlsruhe, BW
Na ja, wobei bei einem Zimmerthermometer in der Regel gar keine Genauigkeit angegeben wird, oder?
Und bei Oberflächentemperaturmessungen muss man bei den nicht berührungslosen Messgeräten so wie so ewig warten bis Endwert erreicht ist.
Da ist ein berührungsloses Messverfahren eh besser.

Das ein Hydrometer dabei ist, ist mir selbst gar nicht aufgefallen.

Aber, ich denke man muss fair bleiben: für 35 € kann man jetzt nicht die eierlegende Wollmiclhsau erwarten, bei der jedes Ei auch noch gleich groß ist.

Gruß Walter
 

kbyte

Flashaholic**
5 Februar 2011
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Berlin
Hallo Walter!
Bei digitalen Zimmerthermometern steht die Toleranz meistens auf dem Beipackzettel bei den techn. Daten. Wobei bei Zimmertemperatur 2 Grad viel sind, und bei 600 Grad wenig.
Das Hygrometer ist der Wert oben in der Mitte.
Das stimmt natürlich, hier ist für 35 EUR wirklich sehr viel drin, sowas hätte vor zehn Jahren bestimmt noch 150 EUR gekostet. Das Luxmeter soll ganz brauchbar sein, und finde es gut das hier im Forum so viele Leute das Mastech haben, da kann man gut vergleichen.
 

walter01

Ehrenmitglied
12 August 2011
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Raum Karlsruhe, BW
Jau, du hast Recht und das Hygrometer habe ich ja auch schon für meinen Keller "genutzt". Das hatte ich schon wieder mit meinem kleinen Männerhirn vergessen. :peinlich:

Wobei mir einfällt, dass das Gerät ja zwei Temperaturmesser hat (auf was bezieht sich eigentlich die +-2° Genauigkeit?).
Einmal der Fühler dessen Wert immer oben in der Anzeige steht und dann über das mitgelieferte Kabel. Ich bezog mich immer auf letzteres. Und da finde ich es wie gesagt, etwas unschön, dass es so lange dauert bis der Messwert steht.

Aber das ist bei meiner Messzange nicht anders. Das liegt wohl in der Natur des Messverfahrens, eben nicht berühungslos.

Dafür sind berührungslose - ich habe einen einfaches Teil, dass mit einem Infrarotstrahl arbeitet - besser geeignet. Ob sie genauer sind, weiß ich nicht, aber man nicht so lange auf den Messwert warten. Drauf drücken und ablesen. :thumbup:

Gruß Walter
 

kbyte

Flashaholic**
5 Februar 2011
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Hier mal ein paar Daten:

- Temperatur über externen Fühler -20...1000 °C, ± 3 %
- Temperatur über eingebauten Fühler 0...40 °C, ± 2 °C
- Luftfeuchtigkeit 20...95 %, ± 5 % RH
- Lichtstärke 4000/40.000 Lux, ± 5 %
- Schalldruck 40...100 dB, ± 5 dB

Bei der Spannungsmessung steht Genauigkeit: 0,7% +2 Digits
Also sind die letzten beiden angezeigten Stellen ungenau geschätzt? :eek:
 

Sternwanderer

Beamshot-SEK
27 August 2010
2.563
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Springe
Bei der Spannungsmessung steht Genauigkeit: 0,7% +2 Digits
Also sind die letzten beiden angezeigten Stellen ungenau geschätzt? :eek:

Nein, das bezieht sich auf die letzte Stelle, welche um 2 "Ziffern nach oben oder unten abweichen kann. Also statt einer 1.565 zum Beispiel eine 1.563 oder auch 1.567.

Messtechnik ist übrigens ein ziemlich komplexes Thema.



Marcus

EDIT: Übrigens: http://www.taschenlampen-forum.de/zubehoer/1799-review-mastech-ms8229-multimeter.html
 
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Dagor

Ehrenmitglied & Erschaffer der TL-Smileys
14 Mai 2011
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Bremen
Bei der Spannungsmessung steht Genauigkeit: 0,7% +2 Digits
Also sind die letzten beiden angezeigten Stellen ungenau geschätzt? :eek:

Ich habe irgendwo gelesen, dass es ein 4000-Count-Multimeter ist. Das heißt nach 3,999V und 4,000V kommt 04,01V.

Zu diesem Wert kommen die 0,7% und 2 Counts.

Also bei 3,999 V: 3,999 V * 0,007 + 0,002 V = 0,030 V Abweichung
und bei 4,01V: 4,01 V * 0,007 + 0,02 V = 0,048 V Abweichung
 
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walter01

Ehrenmitglied
12 August 2011
16.090
5.821
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Raum Karlsruhe, BW
Das artet zwar jetzt wieder aus, aber ich glaube in einem Punkt liegen wir noch nicht ganz richtig: die rel. Genauigkeitsangabe bezieht sich immer auf den jeweiligen Messbereichendwert und nicht den aktuellen Messwert.

Es wird also noch schlimmer. ;)

Die gute Nachricht ist: das gilt für alle Messgeräte. :D

Gruß Walter
 

Tohuwabohu

Flashaholic
6 Oktober 2010
125
95
28
Normalerweise steht in der Bedienungsanleitung was die Genauigkeitsangabe bedeutet.
Bei Fluke steht da z.B.:
Genauigkeitsspezifikationen werden wie folgt angegeben: ±([ % der Messung ] + [ Anzahl der niederwertigsten Ziffern ])
bzw. in der englischen Anleitung:
Accuracy specifications are given as: ±( [ % of reading ] + [ number of least significant digits ] )

Bei UNI-T das gleiche nur kürzer gefasst:
Accuracy ± a% reading + b digits

In der deutschen Anleitung des Mastech MS8229 steht:
Genauigkeit (%Wiedergabe + Digits)
Was wahrscheinlich auch wieder das gleiche bedeuten soll.

Die relative Genauigkeitsangabe bezieht sich also auf den Messwert.

Relative Genauigkeitsangaben bzgl. Messbereichsendwert sind bei analogen Messgeräten üblich (Genauigkeitsklasse).

Stefan
 
Zuletzt bearbeitet:

kbyte

Flashaholic**
5 Februar 2011
1.264
158
63
Berlin
So habe gerade mein MS8229 bekommen über Amazon von Pollin, im Paket waren keine Batterien, aber egal.

Mit dem Temperatursensor ändert sich die Anzeige sehr schnell, 6 Sekunden von 20 auf 30 Grad, und habe mal meine Körpertemperatur unter der Zunge gemessen, 35 Grad das geht.

Der integrierte Temperaturfühler zeigt aber leider 2 Grad zuviel an, also Zimmertemperatur 20,2 Grad Messgerät zeigt 22,3 Grad an, außerdem ist die Aktualisierungsrate nur 20 Sekunden, naja.
Hatte es jetzt mal 5 Minuten auf der kalten Fensterbank draußen im Schatten liegen, das Gehäuse fühlt sich kühl an, es zeigt aber 20,8 Grad an!

Spannungsmessung klappt aber sehr gut mit dem Gerät, tolles beleuchtetes Display!

Habe gerade schnell mal die Lux gemessen mit der frisierten Livarnolux LIDL Lampe auf dem Teppichboden und im Hellen gemessen (ich weiß dass das Pfusch ist)
es zeigte durch das Tageslicht 90 Lux an,
und mit der Lampe mit der LED fokussiert 6900 Lux langsam runterzählend an.
Meine TK35 auf Turbo zeigt 18800 Lux an auch langsam runterzählend.
 

Stefan

Flashaholic*
18 September 2011
259
48
28
München
Relative Genauigkeitsangaben bzgl. Messbereichsendwert sind bei analogen Messgeräten üblich (Genauigkeitsklasse).
Ein digitales Messgerät ist auch "nur" ein analoges Messgerät mit nachgeschaltetem Analog-Digital-Wandler...

Hier mal was ausführlicheres zur Genauigkeit: http://www.elprogmbh.de/wissen/unterlagen/00000069.pdf
Dort wird Bezug auf ein Fluke 175, also kein "0815-Gerät" genommen. Von daher wäre es sehr seltsam, wenn ein billig-Produkt einfach mal so eine höhere Genauigkeit hätte, als ein professionelles Produkt.
 

kbyte

Flashaholic**
5 Februar 2011
1.264
158
63
Berlin
Ich habe jetzt nochmal mit Jalousie runter gemessen, auf mehr als 18000 Lux bzw 21000 Lux wenn es an der weißen Tür reflektiert wird komme ich nicht, allerdings nutze ich noch 123a Batterien die haben nur noch 2,9 Volt, aber Turbo-Modus ging noch bei der Fenix TK35.
Wenn ich von schräg unten auf das Messgerät leuchte, bekomme ich noch ein bischen höhere Werte.
*edit*
Jetzt habe ich mal die dB Lautstärkemessung probiert, es zeigt leider nicht weniger als 48,8 dB an,
mit geschlossenen Fenstern und Atem anhalten, Fernsehen Radio alles aus, hier tickt auch keine Uhr.
Der Messbereich soll ja 40-100 dB betragen, und warum komme ich nicht unter 48,8 dB? Hm das wird wohl an der Toleranz liegen, die beträgt nämlich +- 5dB also 48,8 - 5 = 43,8 dB. :(
Auf meinem iPhone habe ich auch ein dB App, das zeigt zum gleichen Zeitpunkt 42-43 dB an.
 
Zuletzt bearbeitet:

Tohuwabohu

Flashaholic
6 Oktober 2010
125
95
28
Ein digitales Messgerät ist auch "nur" ein analoges Messgerät mit nachgeschaltetem Analog-Digital-Wandler...

Na gut, dann also
Relative Genauigkeitsangaben bzgl. Messbereichsendwert sind bei Analogmultimetern üblich.

Hier mal was ausführlicheres zur Genauigkeit: http://www.elprogmbh.de/wissen/unterlagen/00000069.pdf
Dort wird Bezug auf ein Fluke 175, also kein "0815-Gerät" genommen. Von daher wäre es sehr seltsam, wenn ein billig-Produkt einfach mal so eine höhere Genauigkeit hätte, als ein professionelles Produkt. Hier mal was ausführlicheres zur Genauigkeit: http://www.elprogmbh.de/wissen/unterlagen/00000069.pdf
Dort wird Bezug auf ein Fluke 175, also kein "0815-Gerät" genommen. Von daher wäre es sehr seltsam, wenn ein billig-Produkt einfach mal so eine höhere Genauigkeit hätte, als ein professionelles Produkt.

Aus dem Handbuch des Fluke 175
Genauigkeitsspezifikationen werden wie folgt angegeben: ± ( [ % des Meßwerts ] + [ Zählimpulse ] )
Die Berechnung des absoluten Fehlers des Fluke 175 im verlinkten PDF ist falsch. Der Fehler gilt nicht für den ganzen Bereich von 0...+600 mV sonden nur für 600 mV. Bei kleinerem Messwert ist der absolute Fehler kleiner.

In dem PDF scheinen noch mehr Fehler zu sein, ich halte es z.B. für sehr unwahrscheinlich, dass der Fehler der HOTBOX im 0...+x V Bereich jeweis genau so hoch ist wie im -x...+x V Bereich.

Stefan
 

boomer

Flashaholic*
26 August 2010
290
59
28
Neuss
www.geo-company.de
Vorab: ich bin nicht der Fachmann.

Das Mastech MS8229 scheint mir ein ganz guter Kandidat zu sein.
Kostet nur ca. 35,00 € und kann Strommessungen bis 10A neben dem Standardzeug wie Spannung, Widerstand, Temperatur, etc.

Hi Walter,

schönen Dank für Deinen Tipp. Ich hab es mir angeschafft und bin sehr zufrieden damit.
Es ist schon erstaunlich, welche Qualität man heute für verhältnismäßig kleines Geld bekommt.

Und das MASTECH ist auch für absolute Laien wie mich, dank der guten Bedienungsanleitung und eingebauter Schutzfunktionen, gut geeignet.

Schöne Grüße vom linken (!) Niederrhein

Bruno (boomer)
 

kbyte

Flashaholic**
5 Februar 2011
1.264
158
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Berlin
Hallo!
Ich komme irgendwie nicht so zurecht mit dem MS8229, habe jetzt mal den Strom der LIDL Livarnolux Lampe gemessen, Highlight hat hier ohne Deckel 0,81A gemessen mit 4,51 V Batteriespannung: http://www.taschenlampen-forum.de/showpost.php?p=44413
So jetzt habe ich das auch mal gemessen, Batteriespannung 4,61V zuerst mit der Einstellung Ampere, Ergebnis: 0,841 A das ist ok!
Dann habe ich nochmal mit der Einstellung Milliampere gemessen, hatte mit 850 mA gerechnet,
aber warum zeigt mir das Messgerät da nur 365,8 mA an? :confused: Wer kann mir das bitte erklären?
Sowas regt mich auf, hatte extra die Messungen ein paar mal wiederholt, das Messgerät zwischendurch ausgeschaltet, immer das selbe Ergebins! (Habe nur für die Fotos Hold gedrückt)
Wegen sowas würde ich das Gerät am liebsten zurück schicken! :(

img_0898jjuho.jpg
img_0897p6usu.jpg
img_0895z9uq1.jpg


*edit* Achherje habe gerade im Handbuch gesehen dass der mA Messbereich nur bis 400 mA geht, :peinlich: aber warum zeigt es dann bei angelegten 850 mA nicht "OL" overload an sondern 365,8 mA?
 
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Tohuwabohu

Flashaholic
6 Oktober 2010
125
95
28
Das liegt am zusätzlichen Widerstand durch die Messleitungen und vor allem an dem Stromfühlerwiderstand im DMM. Der verändert die Stromaufnahme der Lampe. Bei einer ungeregelten Lampe fließt damit eine geringerer Strom, bei einer geregelten Lampe ein höherer Strom als ohne dazwischengeschaltetes Messgerät.

Im Handbuch ist der Spannungsabfall am Messwiderstand in den einzelnen Bereichen angegeben, daraus kannst du einfach den Widerstand berechnen:
Spannungsabfall:
400μA Bereich: 40mV
4000μA Bereich: 400mV
40mA Bereich: 40mV
400mA Bereich: 400mV
4A Bereich: 40mV
10A Bereich: 100mV


Die Stromaufnahme einer Lampe solltest du immer im 4 A oder 10 A Bereich messen, damit veränderst du den Strom wesentlich weiniger als in den empfinlicheren Bereichen.

Stefan
 
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kbyte

Flashaholic**
5 Februar 2011
1.264
158
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Berlin
Dankeschön Stefan!
Ich will ja nicht nerven, aber ich möchte das halt gern verstehen. Das Thema Elektrik ist ganz schön schwierig, aber mich interessiert es.
Habe gerade nochmal mit alten leeren Batterien gemessen, und wollte gerade schon sagen dass der mA Bereich nicht richtig anzeigt, hatte 0,230 A gemessen und dann im mA Bereich nur 110 mA, aber das kommt dann ja von dem Widerstand des Messgerätes und den Leitungen.
Also hat das Messgerät folgende Widerstände:

U = R * I
V = Ohm * A

R = U / I
Ohm = V / A

Bei 4 Volt:

400mA Bereich:
4000mV / 400mA = 10 milli Ohm ?

4A Bereich:
4000mV / 40 mA = 100 milli Ohm

10A Bereich:
4000mV / 100mA = 40 milli Ohm

Bitte verbessert mich, ich möchte das lernen!
Dachte halt mit leeren Batterien messe ich besser im mA Bereich, dachte wenn ich im Ampere Bereich 0,230 A messe,
müsste ich im mA Bereich 230 mA messen, aber stattdessen wird nur 110 mA angezeigt.
Dabei ist doch der Messgerät Widerstand nach meiner Rechnung im mA Bereich 10 mal so klein, 10 milli Ohm zu 100 milli Ohm im 4A Bereich. Ich weiß jetzt leider nicht ob die LIDL Livarnolux Lampe geregelt ist, aber ich glaube es nicht, denn sie wird immer dunkler.

Also die Lampe ist dann wohl ungeregelt, und es fließt ein geringerer Strom, aber warum zeigt es dann mit einem
10 milli Ohm Widerstand im mA Bereich nur 110 mA an,
und mit dem größeren 100 milli Ohm Widerstand im 4A Bereich 230 mA an?
Ich dachte je größer der Widerstand desdo weniger Strom fließt, desdo dunkler die ungeregelte Lampe?
Vielleicht hab ich mich auch nur verrechnet, bitte sagt es mir.
 
Zuletzt bearbeitet:

Tohuwabohu

Flashaholic
6 Oktober 2010
125
95
28
Du musst mit dem Spannungsabfall am Widerstand rechnen, nicht mit der Spannung der Batterien.

400μA Bereich: 40mV
4000μA Bereich: 400mV
R = 40 mV / 400μA = 40 mV / 0,4 mA = 40 V / 0,4 A = 100 V/A = 100 Ω
R = 400 mV / 4000 μA = 400 mV / 4 mA = 400 V / 4 A = 100 V/A = 100 Ω

40mA Bereich: 40mV
400mA Bereich: 400mV
R = 40 mV /40 mA = 400 mV / 400 mA = 1 Ω

4A Bereich: 40mV
10A Bereich: 100mV
R = 40 mV / 4 A = 100 mV / 10 A = 0,01 Ω = 10 mΩ

Stefan
 
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Dagor

Ehrenmitglied & Erschaffer der TL-Smileys
14 Mai 2011
15.912
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Bremen
Ich unterbreche euch nur ungerne, aber mein Mastech MS8229 ist eben angekommen. Verarbeitung/Materialqualität ist dem Preis entsprechend. (Hatte mir etwas mehr erhofft.) Aber es macht eigentlich alles was es soll. Hab schon diverse Ströme verschiedenster Lampen gemessen, das ein oder andere Lux, Temperaturen und ein paar Volt.

Beim letzten habe ich aber ein Problem: wenn keine Spannung anliegt, dreht das Multimeter durch und zeigt lustige Werte an. (bis +/- 350mV) Die Werte ändern sich ständig. Wenn man Auto Ranging ausschaltet tritt dies nur im mV-Bereich auf. Sobald man einen V-Bereich einstellt ist das Multimeter wieder ruhig. Wenn man das Multimeter ohne Messleitungen anschaltet wandern die Werte im einstelligen mV-Bereich. Sobald man die Messleitungen einsteckt, steigen die Werte deutlich. Sie bleiben auch hoch, wenn man die Messleitungen wieder abzieht.

Was geht da ab? :haeh:

Edit: Das Multimeter misst aber auch Spannungen um 120mV brav im mV-Bereich und zeigt einen stabilen Wert ohne rumzueiern. Wenn man die Messleitungen dann vom (sehr leeren) Akku wegnimmt, steigen die Werte wieder ins Chaos.
 
Zuletzt bearbeitet:

FxKfSu

Flashaholic*
23 August 2011
255
76
28
Köln
Ich denke, das ist normal. Wenn keine Spannung an den Messleitungen anliegt, d.h. die Eingänge offen sind, können auch keine "vernünftigen" Spannungen gemessen werden. Wenn man die beiden Messspitzen miteinander verbindet, sollte aber schon 0 angezeigt werden (oder zumindest 0 im Rahmen der Messgenauigkeit).

Gruß

Wolfgang
 

Dagor

Ehrenmitglied & Erschaffer der TL-Smileys
14 Mai 2011
15.912
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113
Bremen
Ich denke, das ist normal. Wenn keine Spannung an den Messleitungen anliegt, d.h. die Eingänge offen sind, können auch keine "vernünftigen" Spannungen gemessen werden.
Aber man will da doch 0V stehen haben, wenn keine Spannung anliegt. Wie soll man sonst sehen, ob eine Spannung anliegt oder nicht?

Wenn man die beiden Messspitzen miteinander verbindet, sollte aber schon 0 angezeigt werden (oder zumindest 0 im Rahmen der Messgenauigkeit).
Jo, das macht es auch.
 

FxKfSu

Flashaholic*
23 August 2011
255
76
28
Köln
Aber man will da doch 0V stehen haben, wenn keine Spannung anliegt. Wie soll man sonst sehen, ob eine Spannung anliegt oder nicht?

In den Messleitungen können auch Spannungen induziert werden. Die Eingänge sind hochohmig, so dass schon geringe Ladungen gemessen werden. Bei offenen Eingängen gibt es m.W.n. keine korrekten Werte. Es macht ja auch nicht soviel Sinn, "in der Luft" zu messen. Sobald man eine Batterie oder einen Akku (oder einen sonstigen Spannungsgeber) anschliesst, bekommt man auch einen verläßlichen Wert.

Gruß

Wolfgang
 
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Dagor

Ehrenmitglied & Erschaffer der TL-Smileys
14 Mai 2011
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Bremen
Mich irritiert nur, dass mein uraltes ~5€ Voltcraft konsequent 0V anzeigt und das Mastech nicht.
 

RC-Drehteile

TaschenlampeneigenbauSpezi & Ehrenmitglied
4 Juli 2010
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mein Multimeter macht das auch.... das kann echt an den Kabeln liegen... das billig Multimeter misst halt diese feinen Schwankungen erst gar nicht...

viele Grüße

Michael
 
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light-wolff

Flashaholic***²
14 September 2011
16.304
12.438
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im Süden
Im kleinsten Messbereich haben moderne DMM oft Eingangswiderstände im GigaOhm-Bereich. Die messen dann bei offenen Klemmen jedes Elektron was zufällig vorbeigeflogen kommt.
In höheren Messbereichen oder bei älteren/billigen DMM ist der Eingangsspannngsteiler immer aktiv, d.h. meistens 10MegOhm Parallelwiderstand am Eingang. Das reicht schon, um bei offenen Klemmen für saubere 0V zu sorgen.
 

Sternwanderer

Beamshot-SEK
27 August 2010
2.563
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Springe
Im kleinsten Messbereich haben moderne DMM oft Eingangswiderstände im GigaOhm-Bereich. Die messen dann bei offenen Klemmen jedes Elektron was zufällig vorbeigeflogen kommt.
In höheren Messbereichen oder bei älteren/billigen DMM ist der Eingangsspannngsteiler immer aktiv, d.h. meistens 10MegOhm Parallelwiderstand am Eingang. Das reicht schon, um bei offenen Klemmen für saubere 0V zu sorgen.

Interessant, danke für die Info!


Marcus
 

walter01

Ehrenmitglied
12 August 2011
16.090
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Raum Karlsruhe, BW
Jetzt habe ich mein MS8229 auch noch mal raus gekramt.

Wenn man die Messspitzen einfach in die Luft hält, zeigt es ca. 10 mV an, wenn man diese dann zusammen hält, zeigt es zuerst eine geringe Spannung unter 1mV an und dann geht er aber immer nach ca. 2-3s auf 0 runter.

Gruß Walter