Dicker Akkupack, aber nicht für die Laterne. Wer weiß Rat?

Erich_s

Stammgast
29 Dezember 2019
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Hallo Leute!

Ich weiß, dies ist ein Lampenforum und mein Thema hat nichts mit keiner Lampe zu tun, ich setze es aber trotzdem mal hier rein, da hier ja einige user mit richtig viel Ahnung in Sachen Akkus unterwegs sind.

Es geht darum, die Laufzeit meines Akku-Freischneiders (ordentlich!) zu verlängern. Der Apparat vom Hersteller, dessen Name so ähnlich wie Mikado klingt, nutzt zwei 18V-LiIon-Akkus, welche ihn in Reihe geschaltet mit 36 Volt versorgen. Ich habe 4 5Ah-Akkus, die größten vom Herstellern erhältlichen haben 6Ah, also grad mal 20% mehr. Nicht das, was ich suche und brauche.

Der Freischneider läuft mit einer Ladung, also zwei Akkus, je nach eingesetztem Schneidwerkzeug und gewählter "Schürftiefe" (ich schneide das Kraut gerne unterhalb der Erdoberfläche ab, dann braucht es länger um nachzuwachsen), zwischen ca. 55 Minuten maximal und 15 Minuten minimal (dabei pfüge ich allerdings schon den Untergrund mit um). Auf dem Grundstück, auf welchem ich das Gerät einsetze, habe ich keine Netzsteckdose zum Nachladen; ich kann zwar meinen 9kVA-Generator anwerfen, der lacht aber bei den knapp 450Watt, die das originale Doppelschachtschnelladegerät verbraucht und säuft dabei unökonomisch viel Sprit. Darüberhinaus dauert die Nachladung mindestens 45 Minuten, wenn die Akkus zuvor durch Entladung in kurzer Zeit noch heiß geworden sind, nimmt es sich zusätzlich Zeit, um diese erst mal abzukühlen.

Gerne würde ich mindestens 3 Stunden ohne Nachladebedarf mit dem Freischneider arbeiten, bräuchte dafür im "Pflugmodus" aber 24 Akkus - das wäre aber sowohl ressourcentechnischer als auch finanzieller Overkill. Was mir vorschwebt ist ein dicker Akkupack auf dem Rücken (der genannte Hersteller bietet zwar einen an, aber auch der hat nur um die 430Wh. Und dürfte unerhört teuer sein. Also denke ich ans "selber machen".

Kurz gerechnet: 1 Akku hat bei 18V 5Ah, also 90Wh, 24 Akkus somit 2160Wh. Nun kommt Ihr, bzw. die Akkuspezialisten hier, ins Spiel: Hat jemand von Euch schon mal ein Akkupack dieser Art gebaut oder kann mich etwas orientieren, an welcher Stelle im weltweiten Netz ich mich umschauen muss? Es ist mir klar, daß das Thema nicht ohne Risiken ist, schließlich will keiner Handlanger sein, wenn ein anderer sich durch einen 2,1kWh-Akku auf dem Rücken selbst abfackelt. Ich erwarte deshalb auch keine konkrete Bauanleitungen, sondern eher Meinungen der Art "Kannste vergessen, da hast Du dann 46kg Zellen im Rucksack" oder "Gewicht wäre kein Problem, aber bei der Leistungsdichte musst die Akkus mit so viel Abstand packen, daß Du statt einem Rucksack einen Anhänger brauchst". Gerne auch Hinweise, ob und wie man solch ein Pack dann wieder (sicher!) laden kann.

Aus praktischen Gründen wäre es wohl sinnvoll, den Akkupack als zwei getrennte 18V-Packs aufzubauen, denn das ist es, was der Freischneider in seinen Akkuschächten möchte. Und praktisch ein KO-Argument wäre, wenn es keine fertigen (namhaften oder noName) Ladecontroller gäbe, denn selbst bauen möchte ich dies definitiv nicht. Ich habe zwar elektronischen background, möchte aber das Rad nicht neu erfinden. Ordentlich was zusammenlöten und Mechanik sind kein Problem.

Ach ja, für den Fall des Falles: Ich weiß, es gibt tolle Benzinmotorsensen, hatte ich zuvor auch eine, ist aber aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr einsetzbar. Ich muss sehr weit weg von Abgasen sein. Am besten gar keine Abgase in der Nähe haben.

Nun werde ich diesen Beitrag nicht weiter verlängern sondern lasse das Geschriebene einfach mal so stehen und schaue, ob mir jemand was zum Thema schreiben kann.

Einstweilen grüßt aus dem Süden

Thomas
 
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0ssi1973

Flashaholic**
11 Oktober 2015
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Wellmitz/ Landgut
Ich weiß nicht wie groß die Fläche ist, die Du mähen musst, würde mir aber ein Adapterkabel bauen und Autobatterien verwenden. Hast zwar dann ein Kabel mit dran aber weder Gewicht auf dem Rücken und preislich nicht so teuer.
Ps. Der Hersteller hat eh keine guten Akkus, da gibt es seit Jahren Probleme, wegen fehlendem BMS, weshalb sie am Markt stark abgerutscht sind.
 

casi290665

Flashaholic***²
31 Mai 2016
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Kurz gerechnet: 1 Akku hat bei 18V 5Ah, also 90Wh, 24 Akkus somit 2160Wh.
Falls Du von einer 21700 oder 18650 Rundzelle sprichst, so haben die eine Nennspannung von 3,7 V und 4,2 V Maximalspannung.
Das ergibt dann keine 90Wh je Zelle sondern je Akkupack....
Hattest Du also vor, einen Rucksack mit 24 Rundzellen oder einen mit 24 Akkus die jeweils z.B. aus 5 Rundzellen bestehen, zu konfigurieren ?

Gruß
Carsten
 
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Erich_s

Stammgast
29 Dezember 2019
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Ich weiß nicht wie groß die Fläche ist, die Du mähen musst, würde mir aber ein Adapterkabel bauen und Autobatterien verwenden.
Ps. Der Hersteller hat eh keine guten Akkus, da gibt es seit Jahren Probleme, wegen fehlendem BMS, weshalb sie am Markt stark abgerutscht sind.
Die Flächen begrenzen sich auf das jeweis täglich machbare, also ca. 60x40m, aber mit Bäumen, Mauern, Steinhaufen, an denen sich das Kabel verfangen könnte. Das soll aber kein Ausschlussgrund sein, ich könnte die Autobatterien mit der Schubkarre nahe dem jeweiligen "Einsatzort" platzieren.

Das mit den Autobatterien hatte ich auch schon angedacht, es beissen sich allerdings etwas die ziemlich inkompatiblen Spannungen von 12V/18V. Da bräuchte ich einen bzw. zwei dicke Wandler. Ich habe es mal so versucht: 95Ah-Autobatterie --> ausgediente (Computer)USV, diese macht die 12V = zu 220V ~ , daran hing dann das Ladegerät. Ergebnis: Die USV ist zu schwachbrüstig, liefert nur so um die 250W, das Ladegerät braucht beim Schnelladen von zwei Akkus um die 480W. Und "normale" Starterbatterien sind meines Wissens nicht für diese Art der Leistungsabgabe konzipiert, die dürften also recht schnell altern.

Was ist der/das BMS? Ich kann, nach etwas mehr als 2 Jahren noch nicht klagen über diese Akkus.

Falls Du von einer 21700 oder 18650 Rundzelle sprichst, so haben die eine Nennspannung von 3,7 V und 4,2 V Maximalspannung.
Das ergibt dann keine 90Wh je Zelle sondern je Akkupack....
Hattest Du also vor, einen Rucksack mit 24 Rundzellen oder einen mit 24 Akkus die jeweils z.B. aus 5 Rundzellen bestehen, zu konfigurieren ?
Die 90Wh sind ein Akkupack (18V, 5Ah); meine Überschlagrechnung ergibt, daß ich das Äquivalent zu 24 dieser Akkupacks benötige.

Gruß,

Thomas
 
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Erich_s

Stammgast
29 Dezember 2019
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Nur mal kurz eingeworfen: 2 Packs a 18 Volt sind 36 Volt.

3 Autobatterien sind auch 36 Volt.
Na, so weit ist selbst schon der Hersteller gekommen, der sogar ein schönes Symbol "18V+18V-->36V" für seine so betriebenen Produkte entworfen hat.
Genau so ist es. Was soll da ein Wandler tun? Die Akkus sind in Reiche, genau wie die Batterien.
Es kann natürlich sein, daß nicht jedem diese Geräte, welche zwei Akkus in Reihe verwenden, bekannt sind; ebenso ist möglich, daß ich mich in meinem ersten Beitrag oben etwas unklar ausgedrückt habe: Ich wollte es so beschreiben: Vom Hersteller ist das Gerät für den Betrieb mit zwei gleichzeitig eingesetzten 18V-Akkus ausgelegt. Daß dies zusammen 36Volt sind, ist mir nach aufwändiger Berechnung auch klar, was ich aber nicht weiß ist, wie das Gerät intern mit den 2x18V umgeht. Zumindest beim Vorgängermodell (gleiche Art der Stromversorgung) führen die 3 Anschlüsse (+, -, sense(?)) jedes der beiden Akkus in den vergossenen Controller.

Ob dieser nun stur zwei mal 18V an den 4 Anschlüssen erwartet und beide Akkus separat auf Entladezustand überwacht, weiß ich nicht und ich werde diese Information auch vom Hersteller wahrscheinlich nicht erhalten. Somit war meine erste Idee, um Schwierigkeiten mit der Geräteelektronik aus dem Weg zu gehen, einfach zwei dicke Akkupacks mit je 18V zu bauen, die sich aber praktischerweise im selben Tornister befinden dürfen. Oder ich bastel einfach drauf los: je einmal + und - von 2 der drei Autobatterien an die + und - Anschlüsse der beiden Akkusschächte im Freischneider, und die + und - der dritten Batterie an die sense-Anschlüsse. Da mach ich dann ein Video und stell das unter "free energy with 3rd battery - weed eater spins endless" in deinröhre und werde Klickmillionär.

Und, wie ich schon oben erwähnte: Schon -zig Mal habe ich gelesen, daß normale Auto(Starter-)Batterien nicht für diese Art Einsatz ausgelegt sind, also konstantes Entleeren bis 40-50% der Kapazität, dann wieder komplett laden und auf ein Neues. Oder stimmt diese Angabe nicht?
 
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0ssi1973

Flashaholic**
11 Oktober 2015
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Wellmitz/ Landgut
Und, wie ich schon oben erwähnte: Schon -zig Mal habe ich gelesen, daß normale Auto(Starter-)Batterien nicht für diese Art Einsatz ausgelegt sind, also konstantes Entleeren bis 40-50% der Kapazität, dann wieder komplett laden und auf ein Neues. Oder stimmt diese Angabe nicht?
Dieses ist richtig, so fern es sich um Akkus mit Blei Verbindungen handelt. D es aber auch Lithiumakkus für Motorräder/ PKWs gibt, besteht das Problem nicht. Diese sind wie normale Lithiumakkus lade und endlade fähig. Deshalb, werden sie in Fahrzeugen auch nicht so hoch dimensioniert wie Bleiakkus. Bei Motorrädern werden nur halb so viel Ah bei Lithium verbaut, wie vorher bei Blei.
Wenn ich das andere richtig verstehe, bist Du Dir nicht sicher, ob das Ding mit 18 oder mit 36V läuft. Wenn sie mit einem Akku die gleiche Leistun/Umdrehung wie mit 2 Akkus läuft, ist die Wahrscheinlichkeit groß, das es ein 18 Volt Motor ist. Würde aber keinen Sinn ergeben, da man einen 36 V Motor mit 5A kleiner bauen kann als einen 18V Motor mit 10 A Leistungsaufnahme. Bei Einhell funktioniert ein 36V Rasenmäher nur bedingt mit einem 18V Akku, was meine Vermutung bei Deiner Sense bestätigt. Ich habe vor kurzem mal mit einem Techniker von Milwaukee gesprochen und der hat mir gesagt, das es die 36 Volt Geräte nur gab/gibt, weil die Akku/Akkuzellen in der Herstellung zu teuer waren /sind und deshalb 36 Volt erfunden wurden. Daher bieten viele günstige Hersteller 36V Systeme an, da 18650er Zellen für 2 und 3 Ah Akkus nichts kosten. Die anderen Marken setzen bei großen Akkus mittlerer Weile auf 21700er Zellen und bauen nur noch 18V. Bis auf einen Hersteller mit M, der daran festhält.
 

steidlmick

Flashaholic***
15 August 2012
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Bielefeld, NRW
Schon -zig Mal habe ich gelesen, daß normale Auto(Starter-)Batterien nicht für diese Art Einsatz ausgelegt sind, also konstantes Entleeren bis 40-50% der Kapazität, dann wieder komplett laden und auf ein Neues.
Man kann das nicht so simpel pauschalisieren.
In der Regel werden Bleiakkus in Fahrzeugen eingesetzt und sind dort nicht nur elektrischem, sondern auch mechanischem Stress (Vibrationen, Stöße etc.) ausgesetzt. Dafür sind sie jedoch eigentlich nicht gemacht und werden entsprechend etwas anders konstruiert als solche, die für ortsfesten Einsatz bestimmt sind.

In deinem Fall ist das ja ganz anders, der mechanische Stress dürfte kaum eine Rolle spielen. Hier wären daher Batterien gut geeignet, die für ortfesten Einsatz, aber regelmäßiges Laden gedacht sind (Photovoltaik-Puffer, evtl. USV etc.)
Außerdem wirst du nicht die hohen elektrischen Anforderungen erfüllen müssen, die z.B. eine Autobatterie für moderne Start-Stop-Systeme erfüllen muss.

Es ist tatsächlich so, dass jeder Akkutyp durch Ladezyklen leidet und die Zyklentiefe dabei eine große Rolle spielt.
Bleiakkus lassen sich recht simpel laden, aber mit einem hochwertigen Ladegerät, das mit aufwändigerem Ladeprofil arbeitet, lässt sich die Lebensdauer auch deutlich verlängern.

Es ist schwierig exakte Vorhersagen zu machen, aber ich denke, dass du bei deinem Nutzungsprofil eine lange Lebensdauer erreichen kannst, wenn du a) die passenden Bleiakkus wählst und b) einen hochwertigen Ladecontroller verwendest.

Und was die Frage der elektrischen internen Verschaltung in dem Freischneider angeht:
Wir können jetzt mal das lächerliche Versteckspielchen sein lassen: Wie heißt das Gerät genau? Modell-/Typenbezeichnung, Produktlink?
 

Unheard

Flashaholic**
6 November 2017
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Kurze Zwischenfrage:

Wir nutzen Akku-Rasenmäher und -Trimmer von Makita, nachdem diese spottbillig zu bekommen waren. Tun ja auch ihren Job. Kann ich mit einfachen Mitteln feststellen, wenn eine einzelne Zelle die Biege macht, bevor das zu einem Sicherheitsproblem wird?

Falls nein, müsste ich die Akkus entsprechend gesichert aufbewahren/laden, was ich uns gerne ersparen würde.
 

0ssi1973

Flashaholic**
11 Oktober 2015
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Wellmitz/ Landgut
Nach dem Laden die Spannung messen. Es müssen ca. 21V sein 4,2V x 5 Zellen = 21 V. Wenn da ca. 3 bis 4 V fehlen, ist eine Zelle defekt. Bei Makita soll keine Einzelüberwachung verbaut sein, so das der Akku wieder geladen wird aber im Betrieb schnell zusammen bricht. Merkt man gut, ich habe so einen von AEG, reicht aber für den Akkuschrauber noch aus, nur für die Säbelsäge nicht. Verwende den aber auch schon fast 8 Jahre in dem Zustand ohne Probleme.
 
  • Danke
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Erich_s

Stammgast
29 Dezember 2019
54
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Dieses ist richtig, so fern es sich um Akkus mit Blei Verbindungen handelt. D es aber auch Lithiumakkus für Motorräder/ PKWs gibt, besteht das Problem nicht. Diese sind wie normale Lithiumakkus lade und endlade fähig. Deshalb, werden sie in Fahrzeugen auch nicht so hoch dimensioniert wie Bleiakkus. Bei Motorrädern werden nur halb so viel Ah bei Lithium verbaut, wie vorher bei Blei.
Wenn ich das andere richtig verstehe, bist Du Dir nicht sicher, ob das Ding mit 18 oder mit 36V läuft. Wenn sie mit einem Akku die gleiche Leistun/Umdrehung wie mit 2 Akkus läuft, ist die Wahrscheinlichkeit groß, das es ein 18 Volt Motor ist. Würde aber keinen Sinn ergeben, da man einen 36 V Motor mit 5A kleiner bauen kann als einen 18V Motor mit 10 A Leistungsaufnahme. Bei Einhell funktioniert ein 36V Rasenmäher nur bedingt mit einem 18V Akku, was meine Vermutung bei Deiner Sense bestätigt. Ich habe vor kurzem mal mit einem Techniker von Milwaukee gesprochen und der hat mir gesagt, das es die 36 Volt Geräte nur gab/gibt, weil die Akku/Akkuzellen in der Herstellung zu teuer waren /sind und deshalb 36 Volt erfunden wurden. Daher bieten viele günstige Hersteller 36V Systeme an, da 18650er Zellen für 2 und 3 Ah Akkus nichts kosten. Die anderen Marken setzen bei großen Akkus mittlerer Weile auf 21700er Zellen und bauen nur noch 18V. Bis auf einen Hersteller mit M, der daran festhält.
Daß es Lithiumakkus (in der Form der bekannten "Starterbatterie") für Fahrzeuge gibt, wusste ich nicht, wohl aber, daß aus ihnen in Form vieler kleiner Zellen die Akkupacks für E-Autos aufgebaut sind.

Zur Frage 18V/36V: Eigentlich wollte ich hier grad antworten: "Diese Frage stellte sich mir in keinem Moment, es handelt sich um ein 36V-Gerät, welches mit zwei (und nur mit zwei, mit einem einzelnen lässt es sich nicht mal einschalten) 18V-Akkus betrieben wird.", komme nun aber eben drauf, daß es auch ein Gerät mit 18V-Regler- und Motor sein könnte, wenn die beiden Akkus im (vergossenen) Regler statt wie vom Hersteller angegeben parallel statt in Reihe geschaltet sind. Keine Ahnung ob das so ist, ist aber letztendlich egal und ich werde das Gerät auch (noch) nicht aufschrauben um am Regler bzw. den Motorzuleitungen (Brushless-Motor) rumzumessen.

Ich habe heute nochmal drüber nachgedacht, die Option "mit Kabel" ist keine für mich brauchbare. Das hatte ich vor zwei Jahren als ersten Ansatz angedacht, mit einem 220V-Geradschleifermotor statt des Verbrenners am Freischneider und dann eben ein langes Kabel vom Stromerzeuger hinterherziehen. Hab ich damals als sehr unpraktisch angesehen, und das wäre es immer noch.

Also: Ich suche definitiv nach einem sehr dicken Akkupack (bzw. 2 mit je 18V Ausgangsspannung, um das Gerät einfach mit zwei mechanischen Akku"adaptern" versorgen zu können und mich nicht drum kümmern zu müssen, ob die intern nun in Reihe zu 36V, parallel zu 18V oder verzwirbelt zu 1818+/-V geschaltet sind) die ich im Tornister mitrumtrage.

Man kann das nicht so simpel pauschalisieren.
In der Regel werden Bleiakkus in Fahrzeugen eingesetzt und sind dort nicht nur elektrischem, sondern auch mechanischem Stress (Vibrationen, Stöße etc.) ausgesetzt. Dafür sind sie jedoch eigentlich nicht gemacht und werden entsprechend etwas anders konstruiert als solche, die für ortsfesten Einsatz bestimmt sind.

In deinem Fall ist das ja ganz anders, der mechanische Stress dürfte kaum eine Rolle spielen. Hier wären daher Batterien gut geeignet, die für ortfesten Einsatz, aber regelmäßiges Laden gedacht sind (Photovoltaik-Puffer, evtl. USV etc.)
Außerdem wirst du nicht die hohen elektrischen Anforderungen erfüllen müssen, die z.B. eine Autobatterie für moderne Start-Stop-Systeme erfüllen muss.

Es ist tatsächlich so, dass jeder Akkutyp durch Ladezyklen leidet und die Zyklentiefe dabei eine große Rolle spielt.
Bleiakkus lassen sich recht simpel laden, aber mit einem hochwertigen Ladegerät, das mit aufwändigerem Ladeprofil arbeitet, lässt sich die Lebensdauer auch deutlich verlängern.

Es ist schwierig exakte Vorhersagen zu machen, aber ich denke, dass du bei deinem Nutzungsprofil eine lange Lebensdauer erreichen kannst, wenn du a) die passenden Bleiakkus wählst und b) einen hochwertigen Ladecontroller verwendest.

Und was die Frage der elektrischen internen Verschaltung in dem Freischneider angeht:
Wir können jetzt mal das lächerliche Versteckspielchen sein lassen: Wie heißt das Gerät genau? Modell-/Typenbezeichnung, Produktlink?

Es stimmt, der mechanische Stress für die Bleiakkus würde wegfallen, andererseits käme für mich einiges an Stress/Arbeit hinzu, wenn ich alle paar Tage drei dicke Bleiakkus zwei mal ins Auto und wieder rauswuchten muss. Zusammen mit den eben doch gegebenen Hindernissen, die man erst dann bemerkt, wenn man an einem Kabel hängt, hätte ich das ganze wohl recht schnell satt.

Na, wenn ich mit meinem Versteckspielchen wenigstens einen zum Lächeln gebracht habe, dann ist das doch positiv, oder?

Das Gerät ist ein DUR369A von Makita. Ob Du aber mit diesen Angaben einen Schaltplan aus dem Internetz leiern kannst, wage ich stark zu bezweifeln, lasse mich aber gerne überraschen.
 

0ssi1973

Flashaholic**
11 Oktober 2015
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Wellmitz/ Landgut
Dann gibt es noch die Möglichkeit, sich einen Akku konfigurieren zu lassen. Es gibt einige Firmen, die bei alten Werkzeigakkus die Zellen tauschen, bzw. E-Bike Akkus reparieren. Ich würde mal so eine Firma anschreiben und mich erkundigen, was da möglich ist. Man bräuchte ja nur zwei reine Akkupacks mit Kabelverbindung und dem Anschlußstück des Makitaakkus.
Starterbatterien auf Lithiumbasis bestehen nicht aus Rundzellen. In denen werden Akkus verwendet, wie im Handy oder Tablet, nur größer.
 

Erich_s

Stammgast
29 Dezember 2019
54
9
8
Genau das, was in den beiden letzten Beiträgen von 0ssi1973 und Nicobrosi genannt wird, schwebt mir vor. Ich hab vor Jahren mal zwei NiMh-Akkus von einer Firma aufarbeiten bzw. Zellen tauschen lassen, die werde ich mal kontaktieren.
Eine vor einiger Zeit noch angedachte Alternative waren Modellbauakkus, die aber nutzen meist LiFePo-Zellen und damit hätte ich noch eine weitere Technik im Haus, das muss nicht sein.
 

Allion

Flashaholic
3 Dezember 2019
102
86
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Ich würde eher 21700 Akkus für das Akkupack nehmen. Zylinderförmige Akkus sollen hinsichtlich der Explosionsgefahr sicherer sein als flache Akkus. LiFePO4-Zellen sollen weniger feuergefährlich bei Kurzschluss sein.

Auf jeden Fall brauchst du ein BMS (Batterie Management System). Es gibt einige gute mit Balancing der einzelnen Zellen und 5S oder 10S Konfiguration. Wenn du zylinderförmige Akkus nimmst und nicht ein bereits fertiges Akkupack kaufst, sollten diese Löttabs haben, da man nicht direkt auf den Akkus löten soll und sonst ein Punktlötgerät braucht.
 

Nicobrosi

Flashaholic**
24 Oktober 2018
2.091
1.625
113
Man sollte den Teufel nicht gleich an die Wand malen. Natürlich ist ein ordnungsgemäßer Aufbau elementar wichtig....beachtet man die Grundregeln, geht auch von industriezellen nur geringe Gefahr aus...
Der Preis pro wattstunde ist bei den verlinkten Zellen unschlagbar...das bekommst du mit zylindrischen Zellen niemals hin....
 

steidlmick

Flashaholic***
15 August 2012
6.316
5.439
113
Bielefeld, NRW
Zylinderförmige Akkus sollen hinsichtlich der Explosionsgefahr sicherer sein als flache Akkus.
Das ist falsch, zylindrische Akkus sind wegen des Stahlbechers sehr gut verdämmt und daher sogar prinzipiell "explosionsgefährlicher".
Prismatische Zellen und vor allem Pouch-Zellen (LiPo) setzen steigendem Innendruck weitaus weniger Widerstand entgegen und verpuffen im schlimmsten Fall lediglich.

Aber hier geht's ja ohnehin um den schlimmstmöglichen Fall, da sollte man auch einfach mal die Wahrscheinlichkeiten vernünftig und sorgfältig abwägen.
Der Preis pro wattstunde ist bei den verlinkten Zellen unschlagbar...das bekommst du mit zylindrischen Zellen niemals hin....
Dem kann ich nur zustimmen, günstiger wird's wohl nicht gehen und CATL ist ein großer, erfahrener Hersteller von LiPo-Akkus.
Zehn Stück von denen würden zu einem fairen Preis immerhin über 2.1 kWh elektr. Energie bieten, die Lötfahnen sind schon dran und weil es Pouch-Zellen sind, ist auch das Gewicht recht niedrig.
Selbst mit passendem BMS und Gehäuse passt das Paket noch locker in einen kleinen Rucksack.
 

Erich_s

Stammgast
29 Dezember 2019
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Ich danke für Eure neuen und wahrscheinlich zum Ziel führenden Antworten.

Noch eine Frage: Wie stelle ich fest, welches ein _gutes_ BMS ist, oder kann mir da jemand einen seriösen Hersteller/shop nennen, bei dem ich fündig werden könnte?

Gruß, Thomas