geschützte Li-Akkus ohne Ladegerät laden?

Stefan

Flashaholic*
18 September 2011
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München
Hallo miteinander,

ich habe mich komplett mit Trustfire 18560 Akku, Taschenlampe und Ladegerät eingedeckt. Jetzt habe ich nur ein Problem: Nach Murphy kommt das Ladegerät vermutlich als letztes, aber ich würde doch schon gerne die Taschenlampe ausprobieren, deshalb schon im Vorhinein die Frage: Wie lade ich die Li-Akkus am besten ohne Ladegerät?

Vorhanden sind: Digitalmultimeter und Labornetzteil mit Spannungs- und Strombegrenzung. Nur wie sieht die beste Ladestrategie aus?

Soweit ich das mitbekommen habe, sollte der Akku zuerst mit Konstantstrom und dann mit Konstantspannung geladen werden, und am Ende bei unter 60 mA Ladestrom dann komplett abgeschaltet werden. Soweit richtig?

Nur welche Spannung nehme ich? 4,10 Volt?
Welchen Strom nehme ich? Ladegeräte schaffen ja teilweise bis knapp über 1 A, aber bei solch einem Versuch dürften wohl 500 mA sinnvoller sein, oder?

Ich würde das so machen: Labornetzteil auf 4,1 Volt und 500 mA einstellen, Akku hinklemmen und dann bei 60 mA Ladestrom wieder abklemmen. Natürlich die ganze Zeit unter Aufsicht und auf eigenes Risiko. Irgendwelche Anmerkungen?

Freundliche Grüße

Stefan
 

walter01

Ehrenmitglied
12 August 2011
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Raum Karlsruhe, BW
Ist leider nur OT (falls Du keine sinnvollen technischen Tipps kriegen solltest):
Einfach die Päkchen in umgekehrter Reihenfolge öffnen. Dann kriegst Du trotz (oder wegen?) Murphy das ladegerät zuerst. :D

Gruß Walter
 
16 August 2011
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Im Prinzip ist es richtig wie Du das machen willst. Trotz allen Verständnises für für Deine Versuchung würde ich Dir von dieser quick & dirty -Lösung abraten. Die Risiken sind nicht ohne...

Ladeendspannung ist 4,2V.
 
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Duglum

Flashaholic*
9 Januar 2011
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München
Ist soweit kein Problem... Spannung auf 4.2V und Strombegrenzung auf 0,5C und fertig.

Du kannst natürlich wenn die 4.2V erreicht sind den Strom manuell runterregeln, aber die Effizienz eines echten CC/CV Ladegeräts wird man damit nie erreichen... und damit auch nicht die volle Kapazität. Aber bevor man den Akku gar nicht laden kann... basst scho. :)
 

light-wolff

Flashaholic***²
14 September 2011
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im Süden
Ich lade die laufend am Labornetzteil, wie Duglum schon beschrieben hat.
4,20V/1A (oder auch mal 2A wenn's schnell gehen soll). Ein gutes Labornetzteil wird die eingestellte Endspannung sogar besser treffen als ein Billiglader.

1. Netzteil noch ohne Last, Multimeter dranhängen und auf 4,20V einstellen
2. Strombegrenzung auf Minimum drehen
3. Akku dranhängen (Akkuhalter empfehlenswert, gibt irgendwo 'nen Thread dazu)
4. Strombegrenzung aufdrehen bis zum gewünschten Ladestrom. Je nach Ladezustand stellt sich eine Spannung von 3,3 bis 4,2V ein.
4. Sobald die 4,20V erreicht sind wird der Strom langsam zurückgehen.
5. Man kann den Akku ruhig dranlassen bis der Strom auf 0 runtergeht.

Ist natürlich ratsam, in der Nähe zu bleiben, v.a. bei neuen Akkus von denen man noch nicht weiß ob sie evtl. defekt sind. Und ab und zu mal dranfassen, der Akku sollte bei 1A kalt bleiben.
 

madmark

Flashaholic
7 August 2011
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Schwanden b. Brienz
Hallo
zu der Vorgehensweise wie sie light-wolff beschrieben hat ist eigentlich nichts hinzuzufügen.

Wenn Du auf Nummer sicher gehen willst halte aber Sand oder eine Löschdecke bereit! Wegen Murphy, den kennst Du ja schon :D
 

realive

Urgestein des Forums
5 Januar 2010
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Kreis Heinsberg, NRW
Dem kann ich nur noch hinzufügen:

Wenn du ein Labornetzteil mit 4-Leiter Anschluss hast, würde ich die Anschlüsse verwenden! Dann kannst du dir das Kontrollmessen mit dem Multimeter sparen (schaden tut es trotzdem nicht). ;):)
 

Alexander

Flashaholic**
4 Juni 2011
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D:\Hessen\Gießen\Lollar
Ein Labornetzteil macht genau das wie ein CC/CV Ladegerät.
Zuerst lädt es mit konstantem Strom "CC"
und wenn die vorher eingestellte Spannung erreicht ist
Geht es logischerweise in konstante Spannung "CV" über.
Natürlich muss die Endspannung vor einlegen des Akkus eingestellt.
Wie oben schon beschrieben, ich bin auch der Meinung das eine gutes Labor-
Netzgerät viel besser als ein "Billiglader" ist.

Gruß
 

Alexander

Flashaholic**
4 Juni 2011
1.074
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D:\Hessen\Gießen\Lollar
Ich weis ja nicht was du für ein Labornetzeil hast,
aber meins lässt 1A fliessen der Strom sinkt erst wenn die 4,2V erreicht werden;).
Weil das Netzteil ja Strombegrenzt arbeitet, also hebt es die Spannung soweit an bis 1A fliesst aber nie höher als 4,2V.

Gruß
 
Zuletzt bearbeitet:

Stefan

Flashaholic*
18 September 2011
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München
Einfach die Päkchen in umgekehrter Reihenfolge öffnen. Dann kriegst Du trotz (oder wegen?) Murphy das ladegerät zuerst. :D
Dann müsste ich ja warten, bis alle Päckchen da sind, das ist ja noch schwieriger ;)

2. Strombegrenzung auf Minimum drehen
3. Akku dranhängen (Akkuhalter empfehlenswert, gibt irgendwo 'nen Thread dazu)
Man kann das Netzgerät auch kurzschließen, da lässt sich der Strom auch gut einstellen. Aber nachdem man das Multimeter eh im Kreis drin braucht, ists egal.

Labornetzteil mit 4-Leiter Anschluss hast
Nee, das ist eines mit (ungeeichten) Zeigerinstrumenten. Das hat noch nicht mal die inzwischen üblichen Sicherheitsstecker (weiß nicht, wie die genau heißen), aber tut brav seinen Dienst.

aber meins lässt 1A fliessen der Strom sinkt erst wenn die 4,2V erreicht werden;)
Absolut korrekt, so läuft das :)
Das große von mir hat sogar ne Anzeige, welche der beiden Begrenzungen gerade aktiv ist.

Vielen Dank an alle, das hat meine Fragen soweit beantwortet, dann schaue ich jetzt mal, in welcher Reihenfolge alles bei mir eintrifft
 

light-wolff

Flashaholic***²
14 September 2011
16.304
12.438
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im Süden
Man muss unterscheiden zwischen Zellenspannung und Netzteil-Ausgangsspannung.
Das Netzteil regelt auf 4,20V am Ausgang, damit liegen an der Zelle wegen der unvermeidlichen Übergangs- und Kabelwiderstände aber etwas weniger als 4,20V an. Dehalb regelt das Netzteil den Strom schon zurück, BEVOR die Zellenspannung 4,20V erreicht, d.h. die CC-Phase endet etwas früher. Dem Akku macht das nichts. Durch den zurückgehenden Strom verringert sich aber auch der Spannungsabfall, so dass am Ende, wenn der Strom 0 ist, die Zellenspannung mit der Ausgangsspannung übereinstimmt - der Akku wird also trotzdem voll geladen, nur dauert es länger. Bei meinem Aufbau habe ich ca 100mV Spannungsabfall bei 1A, d.h. der Strom geht bereits zurück, wenn 4,10V Zellenspannng erreicht sind.

Vermeiden kann man das wie realive geschrieben hat durch 4-Leiter-Messung (Sense-Eingänge am Netzgerät verwenden falls vorhanden), damit misst man die Spannung direkt am Akku und hat keinen Spannungsabfall auf den Messleitungen (weil getrennt von den Stromleitungen). Dann ist aber immer noch der Innenwiderstand der Zelle und der Schutzschaltung "im Weg".

Das kann man nur umgehen durch Messen in stromlosem Zustand. So machen es die beiden Ultrafire-Ladegeräte WF-137 und WF-139. Ein neuer WF-137 macht hier gerade neben mir seinen ersten Ladezyklus, überwacht mit Oszi und Multimeter. Alle 1,6s legt der für 58ms ein Ladepause ein. Dabei geht die Zellenspannung um ca. 50mV zurück. Er schaltet ab sobald in der Pause 4,20V erreicht werden.
Nachtrag: Abschaltung erfolgte bei 4,21V in der Ladepause. Nach einigen Minuten hat sich dann eine stabile Zellenspannung von 4,19V eingestellt. Da kann man nicht meckern :)
 
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Paetzi

Flashaholic**
16 Mai 2010
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NRW
Hi,

kleine Anregung am Rande: Die Akkus sollten etwa zu 50% geladen sein, wenn sie bei der ankommen (üblich sind ca. 3,8 bis 3,9 Volt). Das reicht, um die TK 12 zu testen und auch mal nach draußen zu gehen usw. usf.

Wenn du also nicht gerade eine Nachtwanderung machen willst, sollten die Akkus durchhalten, bis das Ladegerät ankommt. Wäre vielleicht die einfachste Lösung :)