Lithium Xtar SP2 abgeraucht

Köf3

LED-Spezialist
17 Mai 2015
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nahe Köln
Hallo allerseits,

Es ist mehr als nur super spät, wollte nach dem Vergessen der Zeit wegen eines LED-Effizienz-Tests schon längst schlafen, aber die Verzögerung hat seinen Grund. Denn mein heißgeliebtes Xtar SP2 ist abgeraucht. Im wahrsten Sinne des Wortes. :weinen:

Das SP2 habe ich vor einiger Zeit in gebrauchtem, aber komplett funktionstüchtigen Zustand von einem netten Forenuser bekommen. Es hat auch bis vorhin einwandfrei funktioniert und seinen angestammten Zweck erfüllt.

Situation: Ich habe einfach nur einen ungeschützten Vapcell IMR 18650 eingelegt (Akkuspannung etwa 4 Volt, könnten auch 3,9 V gewesen sein). Wollte den für einen Lichtstromtest voll aufladen. Die Polarität war natürlich richtig. Das Ladegerät war beim einlegen noch nicht ans Stromnetz angeschlossen, wollte das dann gleich nachholen, wenn ich einen weiteren Akku eingesteckt habe.

Ich gehe kurz runter, will mir nur etwas aus der Küche holen. Etwa eine Minute später, als ich wieder hoch komme, rieche ich etwas. Es riecht verbrannt, irgendwie nach durchgebrannter Elektronik. Da ahnte ich schon, dass da irgendwo etwas im Argen ist. Nächstbeste Lampe gegriffen und direkt erstmal an meinen beiden Ladegeräten rumgeleuchtet, und siehe da, Rauch quillt aus den Lüftungsschlitzen des SP2.
Habe das Ladegerät sofort am Netzteilkabel hochgerissen, Akku fiel damit sofort raus, aber das war auch der Plan. Dann das noch immer qualmende Ladegerät auf den Balkon geworfen, damit es mir nicht die Bude vollstinkt oder sonst irgendwie weiteren Schaden anrichten kann.

Eine schnelle Messung des betroffenen Akkus ergibt: der ist kalt, nicht mal warm oder so, bei nur noch 3,68 V. Er hat sich also während der vielleicht 60 Sek. heftig entladen.

Nach einer Viertelstunde Abkühlung habe ich mich getraut, das Corpus Delicti zu öffnen:

img_5736-sp2-kaputtvzqs2.jpg


Der Grund für den Rauch ist offensichtlich, dieser Mikrochip scheint extrem heiß geworden zu sein, vielleicht weil es irgendwie einen Kurzschluss gab und der volle Strom des für 40 A angegebenen Akkus durchströmte? Was könnte sonst der Grund für diesen schlagartigen Vorfall sein? Auf der anderen Seite der Platine sind keine größeren Schmorspuren zu sehen:

img_5735-sp2-kaputtopotz.jpg


Es war an der Stelle so heiß, dass dort das Gehäuse schmolz. Auch der Haltehaken für den Federmechanismus des Ladeschachts (für variable Akkulänge) schmolz und die Feder verlor den Halt.

img_5737-sp2-kaputtp4qj5.jpg


Ende vom Lied: ein zerstörtes SP2, ein vermutlich beschädigter Akku den ich wegen der Sicherheit lieber nicht mehr nutzen werde, das (vorerst) zerstörte Vertrauen in die Lithium-Akku-Technologie und die Aussicht, mangels Geld und auch Akkus (meine Akkus sind ohnehin alle alt, verschlissen und liefern scheinbar auch nicht mehr sehr viel Leistung, was für meine Mini C8-Messwerttabellen absolutes Gift ist) meine Taschenlampen mit 18650 für die nächste längere Zeit nicht mehr nutzen zu können.

Das SP2 war toll und war für mich genau das passende Ladegerät, dank 26650-Tauglichkeit, 2 A Ladestrom und sehr einfacher Bedienung. Kein Schnickschnack, nur Akkuladen. Naja was solls, einen schlechteren Zeitpunkt kann es nicht geben.

Traurige Grüße, Dominik
 
G

Gelöschtes Mitglied 4431

Guest
ist ein super ladegeraet modell. ich wuerde mir einfach einen neuen xtar lader kaufen. fertig.
 

light-wolff

Flashaholic***²
14 September 2011
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ein vermutlich beschädigter Akku den ich wegen der Sicherheit lieber nicht mehr nutzen werde,
Den Akku kannst Du weiter verwenden. Wenn der nicht mal warm wurde, ist ihm nichts passiert. So hoch kann der Strom nicht gewesen sein.

das (vorerst) zerstörte Vertrauen in die Lithium-Akku-Technologie
Die Li-Technologie kann dafür nichts. Es ist die Lader-Technologie.
Kein mir bekannter Lader ist erstfehlersicher. Womit ich nicht sagen will, dass ich das gut finde.

und die Aussicht, mangels Geld und auch Akkus (meine Akkus sind ohnehin alle alt, verschlissen und liefern scheinbar auch nicht mehr sehr viel Leistung, was für meine Mini C8-Messwerttabellen absolutes Gift ist) meine Taschenlampen mit 18650 für die nächste längere Zeit nicht mehr nutzen zu können.

Dafür gibt es eine Lösung: sende mir per PN Deine Adresse und Du bekommst ein paar Hochstromzellen und dazu einen erstfehlersicheren 1A-Einzelschachtlader für 18650. Wir Tester müssen zusammenhalten ;)
http://www.taschenlampen-forum.de/threads/ultrafire-wf-137-safe-mit-pcb.13647/
http://www.taschenlampen-forum.de/threads/protection-wirklich-immer-notwending.31711/#post-410100
 
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Lichtmichl

Flashaholic**
6 April 2014
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Das sieht aber gar nicht gut aus, dabei hatte ich bisher immer großes Vertrauen in die XTAR-Ladegeräte. :(

Nutze selber das WP2 und das XP4 und war auch in der Vergangenheit schon in Haus und auf Grundstück unterwegs, während Akkus in den Geräten waren und geladen wurden. Das wird mir in Zukuft eine Lehre sein! :achtung:

Ich würde dir empfehlen, das Gerät einem autorisierten deutschen Xtar-Distributor zwecks Weiterleitung an den Hersteller zur Ursachenforschung zu senden, z. B. diesen hier. Auch wenn du das Gerät von Privat gekauft hast. Kurze Beschreibung wie es passiert ist, also mit eingelegtem Akku noch vor Ladebeginn, wie hier im Thread bereits erläutert. Kann für den Hersteller nützlich sein und vielleicht zeigt man sich im Gegenzug ja auch kulant in Fragen der Schadensregulierung. ;)

Gruß Micha

EDIT: Auf den Vorschlag von light-wolff unbedingt auch eingehen. :thumbup:
 

9x6

Flashaholic**
2 Dezember 2012
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Wenn der fast volle Akku ohne Verbindung zum Stromnetz wesentlich zum Schaden beigetragen haben sollte, wäre das ein hohes Risiko z.B,. bei einem Ausfall der Stromversorgung während des Ladevorgangs.

Hätte neben dem Gestank weiterer Schaden entstehen können? Manchmal enthalten ja Geräte Elemente, die eine Art Sicherungsfunktion übernehmen, z.B. sich selbst auslötende Widerstände usw.

Gruß Jörg
 

Köf3

LED-Spezialist
17 Mai 2015
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Nach dem Schreck und einem unruhigen Schlaf...
Tausend Dank erst einmal für die Angebote von Akkus/Ladegerät. Wunderschön, wenn man sich so gegenseitig hilft. Das und noch einiges mehr bestärkt mich in meinem Entschluss, dem Forum treu zu bleiben und Euch mit meinem Wissen zu versorgen. :)

Wenn der fast volle Akku ohne Verbindung zum Stromnetz wesentlich zum Schaden beigetragen haben sollte, wäre das ein hohes Risiko z.B,. bei einem Ausfall der Stromversorgung während des Ladevorgangs.
Ja, so war es allerdings, was mich im Nachhinein schon zum Grübeln bringt. Der Akku war eingelegt, ohne dass das Ladegerät an die Stromversorgung angeschlossen war. Der Fehler ist nicht nach dem Laden oder während des Ladevorgangs passiert!

Ich würde dir empfehlen, das Gerät einem autorisierten deutschen Xtar-Distributor zwecks Weiterleitung an den Hersteller zur Ursachenforschung zu senden, z. B. diesen hier.
Ok, das wäre vielleicht gar nicht so schlecht, und daran habe ich vorm schlafen gehen auch schon gedacht. Habe sowas noch nur leider noch nie gemacht. Wie würdet Ihr am besten vorgehen? Soll ich dem Distributor erst einmal eine Mail nebst oben angehängten Bildern und einem Link auf diesem Thread schicken?

Neu Was für ein Chip ist das denn? Bzw. was steht auf dem Chip der den anderen Schacht versorgt?

img_5738-sp2-kaputt-ck5krk.jpg


Zum Gruße, Dominik
 

9x6

Flashaholic**
2 Dezember 2012
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Ja, so war es allerdings, was mich im Nachhinein schon zum Grübeln bringt. Der Akku war eingelegt, ohne dass das Ladegerät an die Stromversorgung angeschlossen war. Der Fehler ist nicht nach dem Laden oder während des Ladevorgangs passiert

Das war mir schon klar, Ich meinte: Der Ladevorgang startet normal und kurz vor Ende bricht die Stromversorgung zusammen, z.B. Haussicherung ist angesprochen.

@Tekas: Geschmolzenes Plastik spricht nicht unbedingt dafür, dass die Entzündungstemperatur anderer Stoffe erreicht wurde. Kann, muss aber nicht sein.

Gruß Jörg
 

schopi68

Flashaholic**
1 Dezember 2011
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Ah, danke... ein 9926A - dual N-Channel MOSFET. Der ist vermutlich als Verpolschutz eingebaut.

In beiden "normalen" Schaltzuständen (auf und zu) entsteht kaum Verlustleistung, von daher müsste er schon im ohmschen Bereich betrieben worden sein, damit es derart kracht (Gate-Source Spannung um ca. 1,5V).
Stellt sie nur die Frage wieso. Vielleicht ein Fehler im Xtar-Design, der beim Betrieb ohne Versorgungsspannung zuschlägt?
 

light-wolff

Flashaholic***²
14 September 2011
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Stellt sie nur die Frage wieso. Vielleicht ein Fehler im Xtar-Design, der beim Betrieb ohne Versorgungsspannung zuschlägt?
Bauteile können auch mal einfach so kaputtgehen, das ist praktisch unvermeidbar. Sowieso wenn auf ihnen nicht einmal eine Herstellerkennzeichnung aufgedruckt ist, sprich Noname.

Man kann Schaltungen allerdings so auslegen, dass auch bei einem Defekt eines beliebigen Bauteils nichts Schlimmes passiert. Im einfachsten Fall ist da eine kleine Schmelzsicherung eingelötet, und wenn es nur ein definiert verdünntes Stück Leiterbahn ist.

Im Falle des FET (den fraglichen Typ findet man in praktisch jedem Lader aus China mehrfach) könnte es auch ESD gewesen sein.
Ich weiß nicht auswendig, ob im SP2 ESD-Schutzelemente vorhanden sind. Ich erinnere mich jedenfalls nicht, welche gesehen zu haben. Muss meinen mal wieder aufschrauben.
 
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Lichtmichl

Flashaholic**
6 April 2014
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... Wie würdet Ihr am besten vorgehen? Soll ich dem Distributor erst einmal eine Mail nebst oben angehängten Bildern ...
Ich würde erst einmal eine Mail mit angehängten Fotos und eine kurze Erläuterung schicken, wie es zu dem brenzlichen Vorfall kam.

Auch ein Verweis auf unser Forum, in welchem bei Kaufanfragen zu Ladegeräten ja bisher Xtar-Ladegeräte mit an vorderster Stelle standen, wäre sinnvoll und ein Hinweis darauf, dass dieser Vorfall hier nun zu Diskussionen bezüglich Sicherheit beim Einsatz von Li-Ion Ladegeräten führt.

Mal die Reaktion abwarten oder gleich mit anfragen, ob Interesse besteht, das defekte Gerät dem Hersteller zu überlassen um solche Fehlerquellen in Zukunft einzugrenzen.

Glaube kaum, dass hier kein Interesse besteht, wenn das ganze schon in einem öffentlichen Forum publik ist. ;)

Gruß Micha
 

schopi68

Flashaholic**
1 Dezember 2011
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Im Falle des FET (den fraglichen Typ findet man in praktisch jedem Lader aus China mehrfach) könnte es auch ESD gewesen sein.
Ich weiß nicht auswendig, ob im SP2 ESD-Schutzelemente vorhanden sind. Ich erinnere mich jedenfalls nicht, welche gesehen zu haben. Muss meinen mal wieder aufschrauben.

Dachte ich auch schon dran. Auf den gezeigten Platinenausschnitten ist jedenfalls nichts zu erkennen. Schade, wenn ein Hersteller da heutzutage so schlampt.
 

KakophonieInMoll

Flashaholic**
27 Mai 2013
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Nun light-wolff hat es schon so schön gesagt. Dinge gehen auch mal kaputt. Und Elektronik hat dann oft die Idee dabei in Rauch aufzugehen. Ich würde generell auch nicht die Sicherheit von Xtar in Frage stellen. Persönlich verwende ich auch einen SP2, und werde das auch weiter tun.
Übrigens ist das für mich der erste weggekokelte SP2 von dem ICH gehört habe.
Hast Du mal die Spannung vom Netzteil geprüft? Vielleicht lag da das Problem und es lieferte mehr wie 12V?

Die Schaltung vom SP2 habe ich mir nicht angeschaut. Aber: Ein FET bekommt man übrigens leicht weggekokelt, nämlich, wenn man das Gate taktet, da erreicht man sehr schnell auch bei Hochleistungs FETs die max. Verlustleistung und ein FET mit 100W Verlustleistung gibt dann auf...
 

Köf3

LED-Spezialist
17 Mai 2015
4.140
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Hier für die Elektronikexperten und die die es noch interessiert ein paar Bilder mit der gesamten Ansicht der Platine:

img_5774-sp2-platinei2sgk.jpg

img_5775-sp2-platinem4s6g.jpg

img_5776-sp2-platinevoso0.jpg

Die Spulen sahen nach der erstmaligen Entnahme aus dem Gehäuse tatsächlich so aus...

img_5777-sp2-platineu5s98.jpg

Die Anschlussbeine der rechten LED hinter BAT2 sind etwas verbogen. Meine Schuld, ist beim zurückwerfen auf den Balkon passiert...

img_5778-sp2-platine5as99.jpg

Der große 16pin-Mikrochip in der Mitte ist ungelabelt, keine Bezeichnung ist darauf zu sehen.

Ach ja, das Steckernetzteil liefert 12,11 V. Das tat es aber auch schon nach Erhalt des SP2, insofern keine Veränderung.

Zum Gruße, Dominik
 
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eifelmar

Flashaholic*
28 Dezember 2010
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Hallo Dominik,

ich kann Deinen Schrecken und Frust verstehen.

Mir ist etwas ähnliches vor ca. 3 Jahren mit dem winzigen fingernagelgroßen (ich glaube 150mAh) LiPo-Akku und dem dazugehörigen Ladegerät des kleinen Modellhelikopters meines Sohnes passiert. Als ich nach ca. 30 min wegen des ausgelösten Rauchmelders in den Raum zurückkehrte, stand der Akku in Flammen und das Plastikgehäuse des Ladegeräts löste sich ebenfalls in schwarzem Rauch auf. Hier konnte ich ähnlich wie Du noch das Ladegerät aus dem Stecker ziehen und in der angrenzenden Waschküche ablöschen. Der schwarze Qualm im Zimmer hat aber auch schon gereicht.

Seitdem hab ich doch noch deutlich mehr Respekt vor LiIon-Akkus und lade diese für meine Taschenlampen nicht mehr unbeaufsichtigt.

Und ich erzähle auch jedem gerne diese Geschichte, weil sie zeigt, wie sinnvoll Rauchmelder in der eigenen Wohnung sind. In meinem Fall wäre deutlich mehr passiert, wenn der Rauchmelder nicht alarmiert hätte.

Und ich bin heilfroh, dass bei mir nicht mehr passiert ist.
Und ich bin auch heilfroh, dass bei Dir nicht mehr passiert ist.

Ich habe seinerzeit übrigens den deutschen Hersteller bzw. Importeur des Akkus und des Ladegeräts per Mail angeschrieben. Die haben mich gebeten, das Ladegerät zur Analyse einzusenden (ich hatte natürlich keine Rechnung mehr). Ich bekam später zwar leider die Rückmeldung, dass man keine Ursache mehr finden konnte - aber auch unaufgefordert ein neues Ladegerät inkl. Akku zugesandt. Das würde ich an Deiner Stelle also auch machen. Und wenn es ggfs. nur in die Entwicklung der nächsten Generation der Ladegeräte eingeht.

Damit es aber bei Dir schnell wieder etwas heller weiter geht (und weil dies hier so ein nettes Forum ist und vom Nehmen und Geben lebt), ist ein kleines Paket mit Licht und Strom auf dem Weg zu Dir.

Viele Grüße
Elmar :)
 
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Flashaholic**
2 Dezember 2012
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Mir ist etwas ähnliches vor ca. 3 Jahren mit dem Ladegerät und dem winzigen fingernagelgroßen (ich glaube 150mAh) LiPo-Akku des kleinen Modellhelikopters meines Sohnes passiert.

War das auch ein XTAR SP2? Wenn der Akku gebrannt hat, war die Ursache ein Akku-Fehler?

Gruß Jörg
 

eifelmar

Flashaholic*
28 Dezember 2010
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Niederrhein
War das auch ein XTAR SP2? Wenn der Akku gebrannt hat, war die Ursache ein Akku-Fehler?

Gruß Jörg

Nein, das war kein XTAR Ladegerät - da habe ich mich vielleicht missverständlich ausgedrückt.
Das war das passende Ladegerät zum Helikopter.
Ich habe das oben entsprechend geändert.

Und nach Einschicken konnte der Hersteller mir leider keine Fehlerursache nennen.
 

light-wolff

Flashaholic***²
14 September 2011
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Ich werde noch nicht schlau draus.

Der Lader war stromlos. D.h. Energie konnte nur aus der Zelle kommen.

Aber: der einzige Weg, die Zelle kurzzuschließen, führt über den abgerauchten Q5 über Shunt R12, Freilaufdiode (des Buck-Reglers) D2 und die Spule.
Allerdings ist D2 dann in Sperrrichtung, so kann also kein Strom fließen (wenn D2 intakt ist).
Außer man legt die Zelle verpolt ein. Dann wäre D2 in Durchlassrichtung und nur Q5 würde einen Kurzschluss verhindern.

Im Falle einer korrekt gepolt eingelegten Zelle müsste also sowohl Q5 leiten (obwohl er nicht sollte), als auch Diode D2 defekt sein (nicht mehr sperren), damit es einen Kurzschluss geben kann.
D2 ist eine 3A 40V Schottky-Diode (SK34, aus dem Gedächtnis), sieht allerdings so aus, als wäre der magische Rauch da noch drin - also wie hat diese den Kurzschluss überlebt?

Ich sehe keine ESD-Schutzelemente. D.h. wer ordentlich aufgeladen an einen der Akkukontakte fasst, verpasst der Schaltung einen Ladungspuls, der etliche kV erreichen kann. Ein 20V-FET oder eine 30V-Diode können dadurch zerstört werden. Da sind auch kein nennenswerten Kapazitäten, die die Entladung aufnehmen und auf ungefährliche Spannungswerte reduzieren könnten.
 
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Köf3

LED-Spezialist
17 Mai 2015
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Danke für die Erklärung. Ich werde daraus auch nicht schlau, wie so ein Fehler überhaupt auftreten kann.
Vielleicht kann der Nutzungsmix Hinweise geben?
  • Das Steckernetzteil wurde häufig rein- und rausgezogen, da Steckdosen am Ort des Einsatzes rar gesät sind. Nach dem Einstecken des Netzteils startet das Ladegerät ja sofort den Ladevorgang bei 500 mA. Kann das häufige Trennen und Verbinden mit dem Stromnetz die Schaltung des Ladegeräts so stressen, dass die Teile schneller verschleißen?
  • Die Akkus wurden nach dem Ladevorgang häufig im Ladegerät belassen (in richtiger Polarität, da der Ladevorgang ja einwandfrei durchlief).
  • Das Ladegerät lud die Akkus nur bis 4,16 V, aber das war seit Jahren bekannt und beeinträchtigte die Funktion des Ladegeräts nicht. Gibts da dennoch einen Zusammenhang?
  • Auf 2000 mA wurde eigentlich nur der 26650 geladen, und das kam nicht allzu häufig vor. Zumeist blieb der Ladestrom bei 1000 mA, öfters auch nur auf 500 mA (Ladung über Nacht)
  • Von den Akkukontakten wurde nur der bewegliche Minuspol (der per Federung gelagerte) gelegentlich berührt, als ich einen Akku eingelegt habe. An das berühren beider Pole gleichzeitig kann ich mich nicht erinnern, zumal mir bekannt ist, dass ESD bei Schaltungen durchaus ein Problem ist.
Ich werde Xtar Deutschland mal anschreiben und auf diesen Thread sowie die Bilder verweisen. Mal sehen, was die sagen.

Zum Gruße, Dominik
 

Lichtmichl

Flashaholic**
6 April 2014
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Vielleicht kann der Nutzungsmix Hinweise geben?
Da ist nichts dabei, was diesen Defekt hervorrufen kann - normale Nutzung eines Ladegerätes.

Nur die Ladung über Nacht sollten wir bisher Unbekümmerten in Zukunft nicht mehr praktizieren. :peinlich:

Ich werde Xtar Deutschland mal anschreiben und auf diesen Thread sowie die Bilder verweisen. Mal sehen, was die sagen.

Bin ich auch gespannt darauf.

Gruß Micha
 

light-wolff

Flashaholic***²
14 September 2011
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  • Das Ladegerät lud die Akkus nur bis 4,16 V, aber das war seit Jahren bekannt und beeinträchtigte die Funktion des Ladegeräts nicht. Gibts da dennoch einen Zusammenhang?
Nein. Im Gegenteil. Falls mit 4,16V die Ruhepannung nach Ladeschluss gemeint ist, bedeutet das, dass der Lader perfekt nach Vorschrift geladen hat. Ein perfekt geladner 18650er hat NIE 4,20V. Üblich sind 4,16-4,18V, je nach Zellentyp. Können bei niedrigem Lade- und Terminierungssstrom (50mA) auch mal 4,19V sein.

)
  • Von den Akkukontakten wurde nur der bewegliche Minuspol (der per Federung gelagerte) gelegentlich berührt, als ich einen Akku eingelegt habe. An das berühren beider Pole gleichzeitig kann ich mich nicht erinnern, zumal mir bekannt ist, dass ESD bei Schaltungen durchaus ein Problem ist.
Am Minuspol sitzt der abgerauchte FET.
Es ist für ESD nicht notwendig, das Gerät an 2 Stellen zu berühren. Der Stromkreis schließt sich über kapazitve Kopplung gegen Erde - und besonders gut geht das, wenn das Gerät an einer Stromversorgung hängt.


Wenn XTAR den Lader nicht will, nehme ich ihn. Ein Kanal geht ja noch ;-)
 
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Köf3

LED-Spezialist
17 Mai 2015
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Es ist für ESD nicht notwendig, das Gerät an 2 Stellen zu berühren. Der Stromkreis schließt sich über kapazitve Kopplung gegen Erde - und besonders gut geht das, wenn das Gerät an einer Stromversorgung hängt.
Superblöde Frage, aber: wie soll das gehen, wenn das Gerät überhaupt nicht geerdet ist? Das Netzteil hat keinen Schuko-Stecker, sondern nur einen Eurostecker (Typ C), und der hat keinen Schutzleiter und ist somit nicht mit Erde verbunden.
Oder denke ich da gerade komplett falsch? :haeh:

Zum Gruße, Dominik
 

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Flashaholic**
2 Dezember 2012
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Superblöde Frage, aber: wie soll das gehen, wenn das Gerät überhaupt nicht geerdet ist? Das Netzteil hat keinen Schuko-Stecker, sondern nur einen Eurostecker (Typ C), und der hat keinen Schutzleiter und ist somit nicht mit Erde verbunden.
Oder denke ich da gerade komplett falsch? :haeh:

(1) Der Null-Leiter ist ja auch dem Niveau des Schutzleiters und (2) ist es nicht egal, wenn es um mehrere tausend Volt elektrostatischer Aufladung geht, ob das nun gegen 0V oder 230V abfließt?

Gruß Jörg
 

Lichtmichl

Flashaholic**
6 April 2014
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... ist es nicht egal, wenn es um mehrere tausend Volt elektrostatischer Aufladung geht, ob das nun gegen 0V oder 230V abfließt?
Nur in diesem Fall war ja der Stecker nicht einmal eingesteckt. Und das Gerät stand mit seinen Gummifüßen (meine zwei Xtar haben solche) auf dem Tisch, oder sonstwo.

Gruß Micha
 

Köf3

LED-Spezialist
17 Mai 2015
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nahe Köln
Ich habe vorhin übrigens mal Xtar Deutschland angeschrieben, inkl. Fehlerbeschreibung, Link zu diesem Thread und den im Eingangspost eingefügten Bildern.
Heute ist Feiertag, aber mal schaun, ob ich morgen eine Antwort bekomme.

Zum Gruße, Dominik
 

light-wolff

Flashaholic***²
14 September 2011
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im Süden
wenn das Gerät überhaupt nicht geerdet ist?
Wie geschrieben: über kapazitive Kopplung. Alles ist durch kleine Kapazitäten miteinander und auch (und besonders) mit Erde verbunden. Es sind zwar meist nur wenige pF, aber das reicht.

Auch bei Geräten ohne Schutzleiter ist man mit dem Stromnetz verbunden. Einerseits über Streukapazitäten im Netzteil, andererseits baut man zu EMV-Entstörung sogar extra Kondensatoren zwischen Primär- und Sekundärseite ein (die speziellen strengen Sicherheitsanforderungen genügen müssen).

Bestandteil einer EMV-Prüfung im Labor ist immer auch ein Test mit der ESD-Pistole. Damit wird auf alle berührbare Stellen "geschossen" (nicht auf direkt die nackte Platine wie im Video - das würde KEINE Elektronik überleben). Diesen Test macht man normalerweise zuletzt, weil ihn die Geräte (Prototypen) manchmal nicht überstehen (dann muss der Entwickler nachbessern). Es ist immer wieder interessant, welche Wege der Entladestrom findet und was für Effekte er in Schaltungsteilen auslöst.
 
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Flashaholic***²
2 Februar 2013
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Nanda Parbat
Haha, als ich "ESD-Pistole" las, wollte ich gleich das Video verlinken, habe dann aber gemerkt, dass du das schon gemacht hast. :).
Der Typ ist aber auch die absolute Härte. :)
Den letzten Fehler in dem Video, das aufgeladene Board anfassen, hätte mir aber auch passieren können. :)
 

Tekas

Flashaholic**
23 November 2011
3.819
1.647
113
...Bestandteil einer EMV-Prüfung im Labor ist immer auch ein Test mit der ESD-Pistole. Damit wird auf alle berührbare Stellen "geschossen" (nicht auf direkt die nackte Platine wie im Video - das würde KEINE Elektronik überleben)...

Der Typ ist ja genial in seiner Art der Präsentation, ist das ein Schauspieler oder Comedian, muss man ihn kennen? Die 220V-Elektrogitarre ist heftig...:D:D:D