Welches Multimeter habt ihr?

steidlmick

Flashaholic***
15 August 2012
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Bielefeld, NRW
Nach dem gestrigen Neuzugang (Nr. 19) Bolyfa 117 über welches im Netz, imho zu Unrecht nur wenig zu finden ist, hier eine Zusammenschau einiger empfehlens- und preiswerter Multimeter...
Dazu möchte ich etwas ergänzen:
Das bei Amazon als Bolyfa 117 zu findende Gerät ist technisch ein Peakmeter MS8236 und wird unter diversen Namen verkauft, u.a. auch als BSide ADM20. Und genau zu diesem BSide ADM20 gibt es ein sehr gutes Review unseres dänischen Kollegen.

Vielleicht hilft das noch jemandem bei einer eventuellen Entscheidungsfindung.
 

Ace Combat

Flashaholic**
10 September 2011
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Unterfranken
Heute aus China eingetrudelt.
Handy Format und funktioniert eigentlich ganz gut :)
( ich hoffe, ich fang jetzt nicht an, Multimeter zu sammeln :rolleyes: ,...sind aber irgendwie faszinierend.:pfeifen: )
20210424_193739.jpg
 
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31 August 2022
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Meine Bastelecke ist mit mehreren Geräten ausgestattet- gerade Multimeter benötigt man immer gerne 2 oder mehr, wenn man gleichzeitig Strom und Spannung messen möchte...
Und da ich keine Lust hatte, dauernd Batterien zu wechseln oder die Hintergrundbeleuchtung beim Handgerät einzuschalten, haben auch 2 Tischmultimeter bei mir Einzug gehalten, die wunderschöne beleuchtete LED/VFD Displays haben.

Den Anfang machte ein Agilent U1272A, welches mir günstig in der elektronischen Bucht zugelaufen ist, und eine für Handgeräte durchaus sehr hohe Auflösung und Präzision hat. Auch die Messstrippen sind sehr gut verarbeitet und liegen sauber in der Hand.
An dieser Stelle sollte ich anmerken, dass ich als Elektrofachkraft qualifiziert bin und daher auch potentiell in Gegenden messe, wo die CAT IV-Einstufung des Gerätes durchaus angemessen ist- für reine Arbeiten an Batteriebetriebenen Gerätschaften ist das Ding ansonsten etwas Overkill...
Ein Fluke 8020A gesellte sich letztens noch dazu, welches ich sehr günstig als teildefekt geschossen habe, aber nach etwas saubermachen prima funktioniert- das Ding ist eigentlich nur aus nostalgischen Gründen da, und weil ich einige Dinge über die Innereien der Geräte lernen wollte.

Tischgeräte:
Fluke 8600A von ich glaube 1977, ein tolles Gerät mit einer Grundgenauigkeit von 0,02% und 20.000 Counts- und nach all den Jahren immer noch im Bereich der angegebenen Toleranzen, als ich es gegen mein anderes Fluke 45 verglichen habe- letzteres frisch kalibriert gebraucht günstig geschossen...

In solchen Momenten muss ich auch einfach anerkennen, dass früher wirklich saubere Ingenieurskunst geleistet wurde und die Geräte auf Langlebigkeit und Reparierbarkeit konstruiert worden sind. Nach 40 Jahren immer noch im Bereich der Grundgenauigkeit zu sein, ist schon etwas, was mir da, gerade bei den damals verfügbaren Materialien, Respekt abnötigt.
(Ok, Reparierbarkeit der Standardteile, einige ICs waren Spezialanfertigungen nur für Fluke und fallen heute in die Kategorie "unobtainum", wie der gebildete Angelsache das ausdrücken würde)
 
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4 September 2022
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Sooo... jetzt habe ich mal ein paar Aufnahmen meines Handmultimeters.
Es handelt sich um ein Voltkraft ME-22T (Metex ME-22T unter Conrad-Label), das ich mir ca. 1996 für um die 150-200 DM gekauft hatte. Damals waren mir die richtig guten Geräte zu teuer, ausserdem wollte ich eines, daß möglichst viel auf einmal kann und es sollte besser als 0,5% Genauigkeit sind. Das Gerät wurde zuvor nie kalibriert (und heute auch zum erstmal mal geöffnet... war doch zu gespannt, wie es darin aussieht).

Kurzum, ich bin doch positiv überrascht. Der 20A-Bereich ist brauchbar abgesichert und hat einen vernünftigen Shunt. Einzig die Abstände von den Sicherungen und dem Shunt zu den Bauelementen gefallen mir nicht voll und ganz.

Das Gehäuse ist vernünftig geschirmt. Die 9V-Batterie befindet sich in einer eigenen Kunststoffhülle - ach wie oft hätte ich mir das schon in anderen Geräten mit ausgelaufener Batterie gewünscht. :)
Und ganz links unten im Gehäuse ist sogar eine Ersatzsicherung für den 200mA Meßbereich eingesteckt (senkrecht im Bild). :thumbsup:

Noch ein paar Daten:
1999 Counts. 2 Messungen/s
Messung von:
Spannung
DC: 200mV -1000V 0,3%+1
AC: 200mV - 750V 2,5%+5
Strom: 2mA - 20A 1-3%
200 Ohm - 20 MOhm 0,5%+3

Weiterhin kann das Gerät noch Transistoren, Kondensatoren, Temperatur und Frequenz messen. Diodentest ist auch dabei.

Achja... und RS232-Schnittstelle.

Nur Auto-Range fehlt. Kann man aber mit leben.

Ich war doch ein wenig erstaunt, wie genau die DC-Messungen nach all den Jahren noch sind. :thumbsup:

Bisweilen sieht man das Gerät auch noch in der Bucht - nachdem ich es jetzt von innen kenne, würde ich sagen, wenn es nicht zu teuer ist kann man beruhigt zuschlagen.
Hallo Schopi68
Ich habe ein ME-22T und bin begeistert von dem Multimeter. Leider hatte ich es verliehen und nun funktioniert die Strom und Spannungsmessung nicht mehr. Es zeigt Overload an. Alle anderen Messbereiche scheinen ok. trotz intensiver Suche habe ich weder Bestückungsplan noch Schaltplan, gescheige denn eine Reparaturanleitung gefungen. Kannst Du mir vielleicht damit weiterhelfen?

Liebe Leute, ich habe ein ME-22T Multimeter Von Voltkraft bzw. Metexdas leider defekt ist. Weder Strom noch Spannungsmessung geht noch. Es zeigt overload an.
Deshalb bin ich auf der Suche nach Schaltplan, Bestückungsplan und Reparaturanleitung. Kann mir jemand weiterhelfen? Es scheint zu alt um etwas downloadfähiges zum Thema zu finden. Beste Grüße und Danke im Voraus
Jörg
 

pho

Moderator
Teammitglied
29 Oktober 2019
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Leider hatte ich es verliehen und nun funktioniert die Strom und Spannungsmessung nicht mehr. Es zeigt Overload an.
Das ist leider immer so, wenn man Werkzeug verleiht. Entweder kommt es gar nicht wieder oder defekt.

Hört sich an als ob einer mit dem Strommessbereich Spannung messen wollte. Wahrscheinlich ist im inneren eine Feinsicherung defekt.
Bei den meisten Multimeter erkennt die selbst ein Laie relativ schnell, wenn er mal den Deckel abschraubt.;)
 
31 August 2022
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Wenn auch die Spannungsmessung nicht funktioniert, hat es mehr zerlegt als nur eine Feinsicherung. Overload bedeutet, dass das Multimeter die zu messende Größe beim Vergleich gegen die integrierte Referenzspannungsquelle als zu groß ansieht- wenn das passiert, obwohl nix angeschlossen ist, ist in der eigentlichen Messlogik etwas richtig kaputt.
 
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Buteo

Flashaholic***
25 März 2015
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Das ist leider immer so, wenn man Werkzeug verleiht. Entweder kommt es gar nicht wieder oder defekt.

Hört sich an als ob einer mit dem Strommessbereich Spannung messen wollte. Wahrscheinlich ist im inneren eine Feinsicherung defekt.
Bei den meisten Multimeter erkennt die selbst ein Laie relativ schnell, wenn er mal den Deckel abschraubt.;)
Mein Benning spinnt seit dem letzten Benutzen in der Spannungmessung AC/DC im Leerlauf, der Messbereich pendelt sich nicht mehr ein.
Die Messung an sich ist gewohnt genau.
 
4 Februar 2023
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Ich habe mir vor ca. 13 Jahren ein Fluke 187 aus den USA kommen lassen für 200€, gebraucht, jedoch im Neuzustand. Vor 5 Jahren wollte ich es über eine mir bekannte Firma neu kalibrieren lassen, jedoch lagen die Werte immer noch innerhalb der Spezifikationen. Und das Gerät hat einiges mitgemacht, ist jedoch robust wie ein Panzer. Heute ist dieses alte Gerät kaum unter 300€ zu bekommen, unglaublich. Bei den billigen Neugeräten aus China muss man nur darauf achten, dass die mechanischen Teile nicht grottig schlecht sind, also Taster, Buchsen, Drehschalter usw.. Von der Elektronik her erledigen die mittlerweile alle gut ihren Job dank hochintegrierter ICs.
 

Dan95

Erleuchteter
26 Oktober 2022
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18
Ich verwende ein Voltcraft-MT-52 damit kann man neben den üblichen Messungen auch folgendes messen:
  • Lux
  • Temperatur
  • Luftfeuchte
  • Dezibel
Betreiben tu ich es mit einem aufladbaren 9V-Akku (mit Micro-USB-Anschluss, kompatibel zu den üblichen 9V-Block-Batterien)
 

SU2343

Flashaholic
2 März 2023
158
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Ich helfe gern bei konkreten Entscheidungen, beantworte Fragen oder messe
mal etwas nach […]

Wärest Du so freundlich mir eine kurze Frage zu beantworten – ich wäre Dir überaus dankbar. Wie ich sehe, hast Du etliche Multimeter in Benutzung, u. a. das PeakTech P 3360 und das UNI-T UT61E.

Welches davon empfiehlst Du, also welches ist besser und warum? Der Preisunterschied spielt keine Rolle, darauf kommt es mir in diesem Falle nicht an.
 

Onkel Otto

Moderator
Teammitglied
20 November 2015
9.339
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Stadtallendorf
Vorab: ich habe das UT61E+, das UT61E habe ich nicht.

Es kommt imho entscheidend auf den vorwiegenden Einsatzweck und
die persönlichen Vorlieben an. Auch wie sich das DMM anfasst.

Für mich ist die Frage leicht zu beantworten, da ich, wenn beide DMMs
nebeneinander lägen, ich in über 85% der Fälle zum UT61E+ greifen
würde. Es ist eines meiner liebsten Allzweck-DMMs.

Das P 3360 benutze ich hingegen wenig. Meines ist nicht gut kalibriert,
braucht lange bist der Messwert fest steht und fühlt sich in der Bedienung
und beim Messen/Ablesen der Messwerte irgendwie zäh, teigig und träge
an.
Ich sehe seinen Platz mehr in einem Lebensmittellabor oder ähnlichem,
wo ein und die selbe Messgröße hin und wieder oder über einen längeren
Zeitraum beobachtet werden muss.

Einige der anderen DMMs haben ihre festen Plätze (Hauptanwendngen)
bei mir gefunden:
Spiel/Lust/Experimentier-Tisch: BM789 und AN870 als Dauerläufer
Akku Lade/Entladkontrolle: BM235
Auto/Motorrad/Haus: UT191T Pro
Schwieriges Licht, Display ablesen: Peaktech 3440

Greetings
Klaus
 
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SU2343

Flashaholic
2 März 2023
158
72
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@Onkel Otto

Ganz herzlichen Dank für die ausführliche Antwort!

Es kommt imho entscheidend auf den vorwiegenden Einsatzweck und
die persönlichen Vorlieben an.

Nunja, so viel wie Du werde ich mit Sicherheit nicht damit machen, es soll für alle »taschenlampentypischen« Messungen ausreichen. Auf das UT61E+ kam ich, weil es oft gelobt wird und das P 3360 sah von der »Papierform« her auch nicht schlecht aus. Es kann aber durchaus auch ein vollkommen anderes Gerät sein – auch ein einfacheres, wenn das reicht. Wenn Du diesbezüglich eine passende Empfehlung hättest, würde mich das sehr freuen.
 

steidlmick

Flashaholic***
15 August 2012
6.316
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Bielefeld, NRW
...es soll für alle »taschenlampentypischen« Messungen ausreichen.
Es kann aber durchaus auch ein vollkommen anderes Gerät sein – auch ein einfacheres, wenn das reicht.
Ausgehend von deiner Beschreibung klingt es für mich nicht so, als würdest du viel damit machen oder hättest besondere Anforderungen.
Von daher finde ich beide bisher angesprochenen Geräte maßlos übertrieben.

Für "normale" Anwender ohne besondere Anforderungen ist z.B. das AmazonCommercial 90DM600 ein vollkommen ausreichendes und grundsolides Multimeter zu einem sehr fairen Preis.
@Onkel Otto hat ja dankenswerterweise auch diverse günstige DMMs einem ausführliches Praxistest unterzogen und auch noch etwas damit herumgespielt.
Dabei hat er auch das Modell AmazonCommercial 90DM600 (OEM-Version des CEM DT-9560/9561) vorgestellt, dass oft für rund 45 € zu bekommen ist.

Es handelt sich um ein dick gummiertes, sehr solides und vor allem elektrisch sicheres Multimeter, das umfangreiche Eingangs-Beschaltung und hochwertige Sicherungen aufweist und sich damit sehr positiv von diversen günstigen Einsteiger-Modellen (z.B. Aneng AN8008 oder WH5000A und ähnliche) abhebt:
+ elektrisch sicher auch an Netzspannungen, mit Intertek ETL-Prüfzeichen
+ hochwertige und fortschrittliche Bauweise/Konstruktion
+ misst genau
+ Schutztasche im Lieferumfang
+ sehr gute und verständliche BDA
+ sehr robust gebaut mit dickem Gummirahmen, sogar kurzzeitig wasserdicht
+ verwendet hochwertige und gut verfügbare Sicherungen

- wirkt durch die dicke Gummierung etwas klobig
- läuft nur mit 9V-Blockbatterie (wie allerdings viele andere Geräte auch)

Als sicheres Einsteiger-Modell ist das AmazonCommercial 90DM600 eine gute Wahl, da es eine hochwertige Konstruktion und hohe elektrische Sicherheit für den Anwender bietet, inkl. ETL-Prüfzeichen von Intertek.
Für "taschenlampenübliche" Messungen ist es vollkommen ausreichend, für Strommessungen in höheren Strombereichen kommt man sowieso nicht um eine DC-Strommesszange herum.

Man darf sich nicht täuschen lassen:
Nur weil "Amazon" drauf steht, sind die Gerät nicht schlecht! Der Originalhersteller CEM ist ein großer chinesischer Produzent und die stellen viele OEM-Produkte für "Hausmarken" großer Konzerne her.
 

BolbyM

Flashaholic*
16 Februar 2012
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Ich nutze seit Jahren das mir von meinem Papa (Elektroingenieur) vererbte Fluke 77. Als Gelegenheits-Elektriker bzw. -Elektroniker (gelernter Energieelektroniker Fachrichtung Anlagentechnik) bin ich bisher eher an eine Grenzen als an die des Messgerätes gestoßen.
 
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singlecell

Flashaholic**
15 Dezember 2022
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Ich habe schon beruflich diverse hochwertige Multimeter in den Händen gehabt. Aber Zuhause hab ich ein 10€ Multimeter von Komerci seit 11 Jahren im Einsatz und es reicht mir. Entscheidend waren letztlich ein Satz bessere Strippen. Würde ich mir nochmals ein MM kaufen, dann ein HT im Preisbereich 70€, oder ein Uni-T für ~30€. Ich habe mehrere Jahre ein Elektrolabor an einer Hochschule als Laboringenieur geleitet, mich haben Fluke und Gossen, sowie Metex da nicht mehr überzeugt als ein 2000Count Uni-T 131B/C/D oder einfaches Voltcraft. Richtig messen und den Fehler interpretieren können ist mEn genauso wichtig.

Edit: Es ist teilweise sehr amüsant sich die Bewertungen auf Amazon von günstigen Multimetern durchzulesen. Leider kann ich hier keine Screenshots posten wegen Urheberrecht, aber folgendes Problem tritt öfters mal gerne auf (in eigenen Worten zitiert): "Ich wollte die Spannung an einer Steckdose messen, und dann fliegt auf einmal die Sicherung raus, dabei habe ich extra den 10A-Eingang verwendet, jetzt ist auch das Multimeter kaputt uns zeigt nichts mehr an. Fehlkauff !11!!1 billigste Qualität"
 
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SU2343

Flashaholic
2 März 2023
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@steidlmick

Ganz herzlichen Dank für Deinen umfangreichen Beitrag – exakt einen solchen Rat hatte ich mir erhofft.

Du hast vollkommen recht, besondere Anforderungen habe ich nicht; es ging mir hauptsächlich darum, auf der einen Seite nichts vollkommen »überkandideltes« zu wählen und auf der anderen, keinen billigen, unsicheren Krempel. Ich werde also nicht mehr lange »herumeiern«, sondern Dir und den anderen Forenkameraden vertrauen und das AmazonCommercial 90DM600 auf die Liste setzen.

Mit dem 9V-Block kann ich leben und dass es ein wenig klobig aussieht, stört bei einem Arbeitsgerät in der Werkstatt auch nicht sonderlich. Für höhere Strombereiche (Hausinstallation) hat sich bisher ein Duspol bestens bewährt.


@BolbyM

Wenn Du als Energieelektroniker schon nicht an die Grenzen des Messgerätes stößt, werde ich das erst recht nicht. Danke!


@singlecell

Auch Dein Beitrag hat mir sehr weitergeholfen und die Worte von steidlmick und BolbyM untermauert. Ebenfalls danke!

Solche Menschen wie der »Steckdosengenosse« sind übrigens auch ein Grund, Amazonrezensionen eine eher untergeordnete Rolle bei der Kaufentscheidung einzuräumen.
 

Onkel Otto

Moderator
Teammitglied
20 November 2015
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Stadtallendorf
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steidlmick

Flashaholic***
15 August 2012
6.316
5.439
113
Bielefeld, NRW
Hey, ich habe angeboten, dass man mich bei Fragen zum "Hacking" von DMMs mit dem entsprechenden Chip ansprechen kann, das gilt natürlich immer noch.
Aber ob solche "Operationen" an einem Gerät, das sowieso schon von Haus aus gut funktioniert, nun unbedingt nötig sind, ist natürlich eine völlig andere Frage...
 
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SU2343

Flashaholic
2 März 2023
158
72
28
Hey, ich habe angeboten, dass man mich bei Fragen zum "Hacking" von DMMs mit dem entsprechenden Chip ansprechen kann, das gilt natürlich immer noch.
Aber ob solche "Operationen" an einem Gerät, das sowieso schon von Haus aus gut funktioniert, nun unbedingt nötig sind, ist natürlich eine völlig andere Frage...

Vielen Dank! :thumbup: Aber keine Sorge, ich zweifle selbst, ob ich das Gerät werde »aufbohren« wollen und außerdem wird's noch etwas dauern, bis ich es mir zulegen werde.
 

Roger66

Flashaholic*
26 November 2020
305
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Rodgau
Hi,

ich setze mehrere Multimeter ein.

Fürs schnelle Messen von Akkus etc. ein winziges Benning MM-P3.
Kommt in einer kleinen Bereitschaftstasche, fürs Foto entfernt.

20230707_092500.jpg

Für Anspruchsvolleres und Messungen an Netzspannung kommt ein Beha Amprobe AM-555 EUR (unten in rot) zum Einsatz.
Mit TrueRMS, Mikroampere-Messbereich, doppelter Temperaturmessung, Frequenz bis 60MHz, 20A AC/DC und CAT IV 600V / CAT III 1.000V bewältigt es das Meiste im Alltag. Daneben noch ein Kombogerät mit 40 MHz Zweikanal Oszilloskop und Multimeter, das Owon HDS 242 (unten in blau) samt der kleineren von beiden Strommesszangen, der Hantek CC-65 und u.a. Stäubli Tastkopf CAT IV 600V/ CAT III 1.000V.

20230707_092204.jpg

Dazu in der gleichen Tasche noch eine Auswahl von Messkabeln und -spitzen:

20230707_092103.jpg

Ansonsten verwende ich noch einen Benning Duspol Expert und eine Strommesszange Voltcraft VC-330.

20230707_095018.jpg

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Roger66

Flashaholic*
26 November 2020
305
200
43
Rodgau
Als Ergänzung, damit der obige Beitrag nicht zu lang wird, hier noch etwas Zubehör:

Ein Voltcraft Messadapter SMA-10 für Geräte mit Schukostecker, mit dem man L1, N und PE einzeln per Steckbrücke auftrennen und messen kann und ein Multimetrix VT-11 zum schnellen Checken von Schukosteckdosen:

20230707_101157.jpg

Und hier noch meine beiden DC-Netzteile Korad KD 3005D. Analog geregelt, 0-30V / 0-5A. Beliebig in Reihe oder parallel schaltbar, um wahlweise 60V oder 10A zu bekommen. Die Strombegrenzung ist so fein in mA einstellbar, dass eine nackte LED ohne Vorwiderstand schadlos betrieben werden kann.

20230707_101250.jpg

Zwar nicht direkt ein Multimeter, aber hier mein Rigol DS-1102Z-E in Aktion bei einer Leistungsmessung an einer geregelten Heißluftpistole, bei der die RMS-Werte von Netzspannung und Strom (Messung über Zange) in Echtzeit multipliziert werden:

20221223_150234.jpg

Und hier das Owon bei der Messung an einem I2C Bus eines Arduino-Displays:

20221209_103501.jpg

Für die PWM-Messung an Taschenlampen habe ich mir schließlich noch diesen minimalistischen BNC-Messadapter mit BPW34 gebaut:

20230707_111234.jpg
 
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Vophatech

Flashaholic**
6 Dezember 2019
1.526
1.044
113
Metrolpolregion Nürnberg
Für die PWM-Messung an Taschenlampen habe ich mir schließlich noch diesen minimalistischen BNC-Messadapter mit BPW34 gebaut:

Frei nach zerobrain? ;)

Ich war spendabler und hab (zähneknirschend) BPW21 bestellt. Vermutlich vollkommen Perlen vor die Säue vor allem wenn man den Preisunterscheid zwischen der BPW21 und der BPW34 betrachtet, aber man gönnt sich ja sonst nix :rofl:

Immerhin kamen die BPW34 lose im Beutel und die BPW21 "hübsch verpackt".


PXL_20230707_150425053.jpg
bei der die RMS-Werte von Netzspannung und Strom (Messung über Zange) in Echtzeit multipliziert werden:

Stimmt ja gaar nicht... Das Oszi steht auf STOP und nicht auf RUN :hinter: ;)


Alles in allem sollten wir uns aber vielleicht in einem Thema mit der Fragestellung "Welches Multimeter habt ihr" auch einfach auf die Multimeter beschränken und ggf. einfach ein Thema mit "Eure Werkstatt-/Messausrüstung" aufmachen ;)

In diversen anderen Foren gabs da schon lustigste Szenen wenn es heißt "Zeigt her eure Werkbänke" ... Bei manchen fragt man sich echt "wie kann man so arbeiten...auch wenn's nur für Hobby ist"


Um Zum Thema des Threads zurück zu kommen:

Mich begleitete bis letztes Jahr ein Fluke 187, bis selbiges ein neues Leben in anderen Händen fand und durch ein Fluke 289 ersetzt wurde.
War jetzt nicht der "Sprung" den ich mir erwartet hatte, insbesondere die "Online"-Funktionen im Sinn von Übertragen der Messwerte auf den PC/Smartphone via Bluetooth enttäuscht, weil der IR3000FC einen sau teuren Bluetooth Stick von Fluke für den PC erwartet und mit nichts anderem zusammenarbeitet (Schelm, denken und so...) und die App am Smartphone um wirklich ihr volles Potenzial zu nutzen einen Account bei Fluke braucht "Immer auf alle Messwerte von überall Zugriff" .. Joa, am Allerwertesten.

Auf der Werkbank darf sich das 289 etwas ausruhen und ein >20 Jahre altes Fluke45 übernimmt seinen Part. Auf selbiges sind auch die meisten LabView Abläufe zugeschnitten.

Aus reinem Interesse am Preis-/Leistungsverhältnis darf hier seit kurzem ein Owon XDM1041 mitspielen. Gibt es auch noch als 1241, dann hat es einen integrierten Akku und ist quasi ein mobiles Tischmultimeter.
 

Roger66

Flashaholic*
26 November 2020
305
200
43
Rodgau
Frei nach zerobrain? ;)

Ich war spendabler und hab (zähneknirschend) BPW21 bestellt. Vermutlich vollkommen Perlen vor die Säue vor allem wenn man den Preisunterscheid zwischen der BPW21 und der BPW34 betrachtet, aber man gönnt sich ja sonst nix :rofl:
Jep, von dort kam die Anregung. Und letztlich ja auch der Hinweis, dass die BPW21 mit "Humankennlinie" für reine Frequenzmessung nichts bringt.

Das Oszi stand für Foto auf Stop, weil der recht einfache Regler des Heißluftgerätes von Feinkost Albrecht immer mal einen Impuls auslässt und deshalb die Triggerung aus dem Takt bringt.

Das Owon XDM 1041 gefällt mir auch. Ein Review dazu mit einigen Ungereimtheiten hat mich bsiher aber noch erfolgreich davon abgehalten. Scheint bei Owon Tradition zu haben, auch das HDS242 hat ein bisschen seine Meriten.
 

Vophatech

Flashaholic**
6 Dezember 2019
1.526
1.044
113
Metrolpolregion Nürnberg
Jep, von dort kam die Anregung. Und letztlich ja auch der Hinweis, dass die BPW21 mit "Humankennlinie" für reine Frequenzmessung nichts bringt.

Jup, drum sag ich ja "Perlen vor die Säue", aber vielleicht ist so ja noch "Luft nach oben" für zukünftiges.

Das Owon XDM 1041 gefällt mir auch. Ein Review dazu mit einigen Ungereimtheiten hat mich bsiher aber noch erfolgreich davon abgehalten. Scheint bei Owon Tradition zu haben, auch das HDS242 hat ein bisschen seine Meriten.

Naja, ist halt kein R&S, Fluke, oder was auch immer ;)

Im Ernst, alles was ich bisher gelesen habe, wenn man das vorher weiß kann man sich weitgehend drauf einstellen.
 

Roger66

Flashaholic*
26 November 2020
305
200
43
Rodgau
Stimmt :).

Das Owon reizt mich schon, aber ich glaube vorher kommt noch ein 500VA Trenntrafo ins Haus. Sicherheit geht vor... leider ist der favorisierte Peaktech 2240 übelst teurer geworden und der bezahlbare Bronson hat eine extrem unpraktische Bauform.
 
7 Juli 2023
5
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3
Hallo,

ich benutze verschiedene Multimeter je nach Anwendungsfall und Ort;

für den "Basteltisch" bzw. die Laborecke:
- HP 400E 10MHz Millivoltmeter
- Agilent U3402A Dual-Display TRMS Tischmultimeter (u.a. 4pol. Widerstandsmessung)
- Agilent 34405A Dual-Display TRMS Tischmultimeter
- dazu diverse Oszilloskope und Generatoren analog und digital von Tektronix, Hameg, Rigol,
- Fluke 189 Multimeter mit Messwertspeicher und Messwertlogger

für unterwegs in sauberer Umgenung bzw. leichtes Arbeiten:
- Fluke 73 III (2x) RMS-Multimeter (als Ersatz für verschlissene Fluke 75 und 12 aus den 90ern)
- Fluke 79 RMS- und
- Fluke 76 TRMS-Multimeter mit speziellen Messarten und -bereichen
- Gossen Metrawatt Metraline DM62 einfaches TRMS-MULTIMETER

für Arbeiten in unsauberer Umgebung:
- Benning MM5-2 TRMS-Multimeter sehr klein
- Peaktech 3445 TRMS-Multimeter mit Bluetooth
- Benning DUSPOL analog (neue Bauart) 2poliger Spannungstester bis 1000V mit zuschaltbarem Belastungswiderstand

Ansonsten noch diverse analoge Multimeter von Hartmann & Braun, Siemens, Goerz Metrawatt, Neuberger und eine paar Supertester von I.C.E. Milano; die Analogen sind immer noch 1. Wahl für das Erkennen von Verläufen!

Das alles ist sicher etwas mehr als unbedingt nötig aber für typische Taschenlampentests reicht wohl meist folgendes:

- ein Multimeter mit 0,5% Abweichung bei DC V bzw. DC A und ein Strommessbereich von mindestens 5 oder 6A (typ. 10A d.h. meist 20A für max. 30sec.)
dies evtl. 2x für Aufbauten mit längeren Vergleichsmessungen.

Ein lebensverlängernder Tipp:
das vertraute, kleine Digital-Multimeter niemals einsetzen, um in unbekannter Installation die Spannung zu messen bzw. Spannungsfreiheit festzustellen!!
Dafür gibt es so robuste und große 2polige Spannungstester wie den Benning DUSPOL analog oder ähnliche.
Diese halten im Ernstfall mehr aus als zierliche Multimeter, insbesondere wenn deren Gehäuse nach 20 oder 30 Jahren nicht mehr mechanisch standhalten, wenns mal richtig knallt.

Merke: erst kommt die Sicherheit, dann die Genauigkeit!
Eine häufige Todesursache von männlichen Bastlern ist das intensive Kammerflimmern nach beherztem Fehlgriff in die unbekannte Installation!

Gruß,
K.
 

Vophatech

Flashaholic**
6 Dezember 2019
1.526
1.044
113
Metrolpolregion Nürnberg
Ein lebensverlängernder Tipp:
das vertraute, kleine Digital-Multimeter niemals einsetzen, um in unbekannter Installation die Spannung zu messen bzw. Spannungsfreiheit festzustellen!!

Zum feststellen der Spannungsfreiheit sind Multimeter sowieso nicht "zugelassen". Die normative Auslegung ist da eindeutig:
Geräte müssen der DIN EN 61243-3 VDE 0682-401 entsprechen. Und mir ist noch kein Multimeter untergekommen welches dies erfüllen würde ;)
 
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singlecell

Flashaholic**
15 Dezember 2022
1.416
1.281
113
Ansonsten noch diverse analoge Multimeter von Hartmann & Braun, Siemens, Goerz Metrawatt, Neuberger und eine paar Supertester von I.C.E. Milano; die Analogen sind immer noch 1. Wahl für das Erkennen von Verläufen!
Ein Bild von dem Neuberger würde mich ja interessieren :)
 

Roger66

Flashaholic*
26 November 2020
305
200
43
Rodgau
@Kurt59, @Vophatech:

So ist es. Beim Multimeter reicht ja schon ein falsch eingestellter Messbereich, und es wird "spannungsfrei" angezeigt. Deshalb hat jeder vernünftige AC-Fummler wenigstens einen Duspol in der Werkzeugkiste. Strom macht nämlich klein, schwarz und hässlich :Todlachsmiley:.

Ich habe im Kollegenkreis leider genug Uneinsichtige, die meinen, ein Multimeter allein ist privat genug. Das läuft dann evtl. auf natürliche Auslese hinaus :akkuleer:.
 
7 Juli 2023
5
4
3
Ein Bild von dem Neuberger würde mich ja interessieren :)
Hallo,
ja, gut getippt; die Testavos von Neuberger sind ganz besondere Geräte: sehr selbst.
Gruß,
K

@Kurt59, @Vophatech:

So ist es. Beim Multimeter reicht ja schon ein falsch eingestellter Messbereich, und es wird "spannungsfrei" angezeigt. Deshalb hat jeder vernünftige AC-Fummler wenigstens einen Duspol in der Werkzeugkiste. Strom macht nämlich klein, schwarz und hässlich :Todlachsmiley:.

Ich habe im Kollegenkreis leider genug Uneinsichtige, die meinen, ein Multimeter allein ist privat genug. Das läuft dann evtl. auf natürliche Auslese hinaus :akkuleer:.

Ganz richtig.
Leider leuchtet es manchen Menschen ohne entsprechende Ausbildung einfach nicht ein, dass einem da etwas Wissen fehlen könnte. Eigentlich schade. Aber Messtechnik ist weder was für Kinder noch für Spieler...

Daher an dieser Stelle noch mal ein Hinweis:
außer Elektrikern beinhalten ja auch Fernmeletechniker bzw. Kommunikationselektroniker sowie eine Reihe weiterer Ausbildungsberufe üblicherweise eine Unterweisung in den Grundlagen der Elektroinstallation - die kann man dann mal fragen, bevor man den Mutigen und damit dem Tod die Hand gibt!

Noch eine Bemerkung zur Qualität von Messgeräten:
der Hauptunterschied zwischen den namhaften und und den vielen Nonames in der Messtechnik ist ganz banal die Durchdachtheit und Haltbarkeit der Geräte: Geräte von Gossen Metrawatt, Fluke, HP/Agilent/Keysight, Keithley, Benning u.a. behalten ihre Kalibrierung meist viel länger als angegeben (bei Fluke waren es zum Teil Jahrzehnte) und ihre Materialien sorgen auch nach nach Jahrzehnten noch für mechanische Haltbarkeit also behalten die für die Sicherheit notwendige Stabilität und Isolationseigenschaften noch am Ende ihrer Lebensdauer.

Und ein Tipp zum Schluss:
je konsequenter man ein Multimeter von starken Magnetfeldern, Überhitzung und Vibrationen fernhält, desto länger steht die Kalibrierung und hält die mechanische Konstruktion.
Daher ist die Idee des einen Multimeters für alles echter Bullshit, einfach unprofessionell und gefährlich - eben der typische Geiz ist geil -Wahn.
Das ist auch der Grund für meine etwas ausführliche Einteilung meiner Gerätesammlung, die natürlich etwas "größer" ist als unbedingt notwendig.
Vielleicht machen wir mal eine Liste des unbedingt notwendigen mit Vorschlägen aus verschiedenen Preiskategorien. Die meisten Infos dazu sind in dem Thema eigentlich alle schon drin.
Gruß,
K
 

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Vophatech

Flashaholic**
6 Dezember 2019
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Daher ist die Idee des einen Multimeters für alles echter Bullshit, einfach unprofessionell und gefährlich - eben der typische Geiz ist geil -Wahn.

Gewagte These und Zaunlatte direkt ins Gesicht eines jeden Servicetechnikers, der mit einem einzigen Multimeter gut genug ausgerüstet ist für alle Fälle die ihm begegnen.

Dsa man natürlich für Dinge für die ein Multimeter eben nicht geeignet ist, eben auch noch ein anderes Gerät mitführt ist logisch. Aber genau das ist eben der Unterschied zwischen Menschen die sowas gelernt haben und solchen die es eben nicht gelernt haben.

Unabhängig davon:
Ich behaupte einfach mal, die meisten hier werden das Multimeter nicht in die Steckdose Stecken oder mal eben den Verteiler öffnen um darin rum zu messen.

Noch eine Bemerkung zur Qualität von Messgeräten:
der Hauptunterschied zwischen den namhaften und und den vielen Nonames in der Messtechnik ist ganz banal die Durchdachtheit und Haltbarkeit der Geräte

Mein steinaltes Voltcraft funktioniert auch nach nun fast 35 Jahren noch. Weder zerbröselt es, noch zeigt es totale Phantasiewerte an. Alles im Bereich des erwartbaren.
Ja, "Markengeräte" sind meistens besser durchdacht, haben die "richtigen" Sicherungen mit der richtigen Stromtragfähigkeit für die CAT Einstufung, etc.
Aber so verallgemeinert kann man den Satz eher nicht stehen lassen.

Was man auf alle Fälle verallgemeinert sagen kann: Wer misst, misst Mist... Oder anders ausgedrückt, wer die Zusammenhänge von dem was er da Messtechnisch erfassen will, nicht verstanden hat, misst Murks und gefährdet im schlimmsten Fall das Gerät und sich selbst.


die Analogen sind immer noch 1. Wahl für das Erkennen von Verläufen!

Welchen "Verlauf" will ich denn da erkennen können? Im Idealfall seh ich wie die Nadel zittert oder wenn es relativ langsame "Verläufe" sind, wie sie sich eben in die eine oder andere Richtung bewegt. Ich hab aber keine History der angezeigten Werte. Da nehm ich dann als erste Wahl doch lieber das Handheld Oszi oder wenigstens das Logging Multimeter (wie das Fluke 289) da seh ich dann auch wirklich einen Verlauf.
 
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schopi68

Flashaholic**
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Welchen "Verlauf" will ich denn da erkennen können? Im Idealfall seh ich wie die Nadel zittert oder wenn es relativ langsame "Verläufe" sind, wie sie sich eben in die eine oder andere Richtung bewegt. Ich hab aber keine History der angezeigten Werte. Da nehm ich dann als erste Wahl doch lieber das Handheld Oszi oder wenigstens das Logging Multimeter (wie das Fluke 289) da seh ich dann auch wirklich einen Verlauf.

Sehe ich ähnlich. Ich habe auch die Erfahrung gemacht, daß ein Großteil dieser vermeintlichen Vorteile der Analogen daraus resultiert, daß mit ungeeigneten digitalen Meßgeräten gemessen wird. Wenn ich mit einem DMM messe, das nur 1-2 Messungen pro Sekunde schafft, dann macht es keinen Spaß, z.B. eine Spannung über ein Poti einzustellen. Ganz anders ist es, wenn man ein schnelles DMM zur Verfügung hat. Idealerweise auch nicht mit einem doch eher trägen LCD. Hilfreich ist es hier auch, wenn die Möglichkeit besteht, die Messrate einzustellen.
Deswegen schaue ich beim Kauf von DMMs immer mit als erstes auf die Geschwindigkeit.

Darüber hinaus wurden aus genau diesem Grund schon ab den 80er Jahren des vergangenen Jahrtausends DMMs mit einer Balkenanzeige versehen (wobei aber auch hier die Meßgeschwindigkeit stimmen muß).
Ansonsten - Wie Du auch schon erwähntest: Oszi. Für mich ist das neben dem MultiMeter schon seit meiner Kindheit das Meßgerät der Wahl bei unbekannten Wechselspannungen, in dieser Funktion ist es für mich gleichranging wie das MM für DC-Messungen.
 
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