Sooo... jetzt habe ich mal ein paar Aufnahmen meines Handmultimeters.
Es handelt sich um ein Voltkraft ME-22T (Metex ME-22T unter Conrad-Label), das ich mir ca. 1996 für um die 150-200 DM gekauft hatte. Damals waren mir die richtig guten Geräte zu teuer, ausserdem wollte ich eines, daß möglichst viel auf einmal kann und es sollte besser als 0,5% Genauigkeit sind. Das Gerät wurde zuvor nie kalibriert (und heute auch zum erstmal mal geöffnet... war doch zu gespannt, wie es darin aussieht).
Kurzum, ich bin doch positiv überrascht. Der 20A-Bereich ist brauchbar abgesichert und hat einen vernünftigen Shunt. Einzig die Abstände von den Sicherungen und dem Shunt zu den Bauelementen gefallen mir nicht voll und ganz.
Das Gehäuse ist vernünftig geschirmt. Die 9V-Batterie befindet sich in einer eigenen Kunststoffhülle - ach wie oft hätte ich mir das schon in anderen Geräten mit ausgelaufener Batterie gewünscht.

Und ganz links unten im Gehäuse ist sogar eine Ersatzsicherung für den 200mA Meßbereich eingesteckt (senkrecht im Bild).
Noch ein paar Daten:
1999 Counts. 2 Messungen/s
Messung von:
Spannung
DC: 200mV -1000V 0,3%+1
AC: 200mV - 750V 2,5%+5
Strom: 2mA - 20A 1-3%
200 Ohm - 20 MOhm 0,5%+3
Weiterhin kann das Gerät noch Transistoren, Kondensatoren, Temperatur und Frequenz messen. Diodentest ist auch dabei.
Achja... und RS232-Schnittstelle.
Nur Auto-Range fehlt. Kann man aber mit leben.
Ich war doch ein wenig erstaunt, wie genau die DC-Messungen nach all den Jahren noch sind.
Bisweilen sieht man das Gerät auch noch in der Bucht - nachdem ich es jetzt von innen kenne, würde ich sagen, wenn es nicht zu teuer ist kann man beruhigt zuschlagen.