Versuche mit Wavien Kragen

sma

Flashaholic**
8 Januar 2011
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Aalen/Ulm, um, und herum
Wavien Kragen (engl. collars) dienen dazu, die Leuchtdichte zu erhöhen. Das interessiert mich natürlich besonders. Bei fester Öffnung, z.B. in Projektionssystemen oder bei asphärischen Throwern, ergibt sich dann indirekt auch eine Steigerung des Lichtstroms (Lumen).

Der Nachteil dieser Kragen ist allerdings, daß man damit keine konventionellen Reflektorleuchten bauen kann, sondern nur solche mit Linsen: Das von der LED seitlich abgestrahlte Licht wird auf die LED zurückgeworfen und erhöht hier die Leuchtdichte. Bei asphärischen Throwern wäre dieses Licht andernfalls vom Gehäuse geblockt und eh verloren gewesen. Eine Bauform für Reflektoren wäre denkbar, aber der Wirkungsgrad wäre dann kleiner.

Da der Phosphor blaues Licht in grün/gelb/rot wandelt, wird die Farbe außerdem noch wärmer, wenn nun Licht nochmals auf den Phosphor trifft, das schon weiß anstatt noch blau war.

Ich erinnere mich auch an ein Gerücht, daß der Gewinn des Kragens bei starker Überstromung der LED zurück geht, mglw. aufgrund von zusätzlicher thermischer Belastung.

Von Wavien gibt es diese sphärischen Kragen in drei Größen: large, medium und small. Innendurchmesser: 70, 40 und 25 mm. Alle haben das gleiche Verhältnis von Innendurchmesser zu Höhe bzw. Durchmesser der Austrittsöffnung. Der Anteil an Licht, das wieder auf die LED zurückgeworfen wird, ist also bei allen gleich. Welche Unterschiede ergeben sich dennoch? Und wie knifflig ist die Justierung?

=> Ich habe mir vor einer Weile einen Satz sphärische Wavien Kragen bestellt, um all dem mal auf den Grund zu gehen.
Und dieses WE kam ich endlich mal dazu.

Versuchsaufbau

Da ich mir noch nichts mit Zwangskühlung gebaut habe, steht der Kühlkörper nun in einem Wasserbad, damit die Messungen nicht noch komplizierter werden. Das hat sehr gut funktioniert. Außerdem bewegte sich die direkte Messung der Leuchtdichte bisher immer am Rande der erträglichen Fehler. Deshalb habe ich die LED mit einem Projektionsobjektiv an die Decke projeziert und dort ein Luxmeter festgeklebt. Mit den deutlich höheren Meßwerten verringern sich einige Fehler.

P2152008.JPG


Die Kandidaten

P2162032.JPG


P2162033.JPG


Man erahnt es auf den Bildern oben schon, auf dem nächsten sieht man es besonders schön: statt einer aufgedampften Aluminium schicht handelt es sich um eine dichroitische Verspiegelung. Das ist sozusagen das Gegenteil einer Entspiegelung. Dadurch kann man den Reflektionsgrad gegenüber Aluminium (85-90%) merklich erhöhen, auch 99% sind drin. Ich habe nicht versucht, das genauer zu bestimmen. Es ist nicht ungewöhnlich, daß bei einer so hellen Quelle ein wenig Licht durch die Verspiegelung dringt. Dafür sieht es besonders hübsch aus!

P2152023.JPG


Als LED habe ich kurzerhand eine XP-G2 ohne Dom aus meiner Gruschtelkiste gefischt, die bei niedriger Spannung eine hohe Leuchtdichte und nicht zu gelbe Farbe zeigte. Ich habe keine Ahnung, welchen Flux- und Farb-Bin sie hat :) Mindestens eine R5, vielleicht eine S2 wird es wohl sein, und ursprünglich eine CW.

Das Objektiv ist schon ganz o.k.! - So sieht das Bild an der Decke aus:

P2152012.JPG


Messungen:

Ich habe einmal bei festem Strom eine direkte Messung der Leuchtdichte gemacht und einmal die Lux an der Decke gemessen. Somit konnte ich im Folgenden die Leuchtdichten anhand der Deckenmessung zurückrechnen.

Ich war den Kragen gegenüber eher skeptisch eingestellt und deshalb von zwei Ergebnissen überrascht:
  • die Leuchtdichte steigert sich - bei der XP-G2 - um den Faktor ~2.3
  • bei 6A fällt der Faktor nur auf ~2.2 ab
Vor den Versuchen hatte mir als wichtigstes Ergebnis ein Graph "Verstärkung gegen Strom" vorgeschwebt, bei 5-6A irgendwas zwischen 0 und 30%. Und nun das!

Hier ein Graph:

wavien-luminance.PNG


Und hier ein paar Zahlen (Kragengröße M):

Strom [mA] Leuchtdichte ohne Kragen [cd/mm²] mit Kragen [cd/mm²] Verhältnis
744 54.9 125.4 2.28
1056 74.2 169 2.28
2050 124 280 2.25
5020 207 459 2.22
6000 214 470 2.19
Ich habe dann erstmal nach möglichen Fehlerquellen gesucht, da mir das etwas viel vorkam. Ich habe keine gefunden.
- Für die Messung habe ich ein Sekonic i346 verwendet (da es dauerhaft anbleibt). Die Farbveränderung könnte ja für falsche Werte sorgen. Zur Kontrolle habe ich also einmal mit einem alten Mavolux 5032C verglichen. Verhältnis mit/ohne Kragen bei 750mA: 2.28 (i346) zu 2.26 (5032C). Mit 1% vernachlässigbar.
- Dann habe ich auf das Projektionsobjektiv eine Blende gelegt, um eine Linse mit bekanntem Durchmesser zu erhalten (10.5mm). Sozusagen ein kleiner Experimentalthrower. Mit den Lux an der Decke komme ich bei 744mA auf 107 statt 125 cd/mm². Dieser Verlust ist ganz typisch für ein paar hochwertig entspiegelte Linsen. Wieder o.k.

=> Damit ergeben sich bei maximaler Überstromung also ganz außerdordentliche Leuchtdichten!
Mit einem guten S3-Fluxbin dann wohl über 500cd/mm².

Das hätte ich vor einer eigenen Messung so nicht für möglich gehalten. Damit ist man schon deutlich im Bereich von Bogenlampen.

=> Es ist wirklich ein Jammer, daß der Kragen nicht in Reflektoren verwendet werden kann...

Unterschiede der Kragen

Ich habe bei 750mA den Verstärkungsfaktor der unterschiedlichen Kragen verglichen. Was für ein Gefummel...
- L: 2.32
- M: 2.28
- S: 2.24

Nichts weltbewegendes, man sieht gerademal die Tendenz. Wichtig dabei: dies gilt nur für die recht kleine XP-G2. Bei größeren LEDs rechne ich mit einem größeren Nachteil für kleinere Kragen, da nur im Zentrum gut fokussiert wird. Dazu unten mehr. Überhaupt rechne ich bei größeren LEDs mit einem merklich kleineren Verstärkungsfaktor. Ich hatte aber bisher keine andere LED unterm Lichtmesser...

Farbverschiebung

Mit einem Spyder4 Colorimeter und HCFR habe ich die Farbverschiebung bei 1A gemessen:

wavien-cie.PNG



Höhenreserve

Die Kragen sind übrigens so konstruiert, daß der Fokus etwas unterhalb ihrer unteren Begrenzung liegt. Das bringt etwas Reserve, falls die LED etwas niedriger als ihre Umgebung liegt. Dies variiert bei den verschiedenen Größen leicht, zwischen 1.2 und 1.5mm. Deshalb sind in dem Video auch Unterlegscheiben unter dem Kragen sichtbar.

Lichteinfang

Wieviel vom Gesamtlicht fängt der Kragen ein? Eine LED strahlt zwar nach vorne am stärksten und ganz zur Seite gar nicht mehr. Allerdings ist der Raumwinkel zur Seite deutlich größer. Übrigens auch ein Grund, warum asphärische Thrower immer das Gegenteil eines Lumenmonsters sind.

Die Lichtstärke in Abhängigkeit vom Winkel wird durch das Lambertsche Cosinusgesetz beschrieben (LED ohne Dom). Durch Aufintegrieren erhält man den Anteil, der insgesamt in einen bestimmten Winkel abgestrahlt wird: sin²(Winkel). Am Beispiel des großen Kragens: Innendurchmesser 70mm, Öffnungsdurchmesser 35mm, Höhe der Öffnung 29.5mm. Dazu kommt noch die Höhenreserve von ~1.5mm. Der Winkel des Öffnungsrands erscheint gegenüber der Senkrechten also unter 30°. sin²(30°) = 0.25. Der Kragen fängt also 75% des gesamten Lichts ein, das die LED ausstrahlt.

Bewegte Bilder

Zu guter letzt habe ich ein paar Videoaufnahmen in verschiedenen Situationen gemacht, die illustrieren, wie sich so ein Kragen bei der Justierung verhält. Gegen Ende handelt es sich schlicht um eine gedruckte "2" auf Papier - und ihr Abbild durch den Kragen. Die seitliche Verschiebung ist offensichtlich erkennbar. Wenn das Abbild an einer Stelle unscharf wird, verändere ich die Höhe des Kragens durch Anheben.

Video:
Die einzelnen Szenen:
- Totale für den Überblick (Größe M)
- ganz geringe Leuchtdichte (M) - vermentlich gut fokussiert, in Wirklichkeit falsch, siehe unten
- die Deckenprojektion (M)
- und schließlich für L, M und S: wie gut fokussiert der jeweilige Kragen eine "2" außerhalb des Zentrums

Man kann es sich bei den drei letzten Beispielen denken: ich fand's total witzig, daß ein so sauberes Abbild im Zentrum erzeugt wird. Ich habe absichtlich seitlich direkt an der Grenze ausgeleuchtet, so daß die Rückprojektion (auf dem Kopf) im Dunklen liegt und möglichst gut zu erkennen ist. Einerseits verspielt, aber andererseits doch auch ganz aufschlußreich.

Der kleinste Kragen ist also am heikelsten. Und was schon für die seitliche Bewegung gilt, wirkt sich bei der Höhe noch ungleich kniffliger aus. Das Abbild der LED muß scharf sein, und zwar auf der LED selbst. Im zweiten Beispiel ist das Abbild auf dem Träger scharf. Das sieht dann vermeintlich perfekt aus. Der Träger liegt aber etwas niedriger als der Phosphor und bei einer Luxmessung merkt man hier schon einen Einbruch. Und das obwohl der Höhenunterschied nur knapp 0.2 mm beträgt.

Man wird kleinere Kragen also nur aus Platz-/Gewichts-/Kostengründen nehmen, und nur bei sehr kleinen Quellen.
 
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prisma

Flashaholic**
7 Februar 2010
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Frankenland
AW: Versuche mit Wavien Kragen

Sehr interessant, vielen Dank! Da bekomme ich richtig Lust...

Oder wollt Ihr mal wieder eine Nachtschicht einlegen?
 

The_Driver

Flashaholic***
22 März 2012
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Essen
Sehr cool! Danke für die Mühe! (wie so oft ;))

Wovon hat man jetzt mehr: Kragen oder Pre-Kolli? Man müsste jetzt eigentlich mal eine sehr schmale Lampe bauen, wo man die LED aber mit 5A+ betreibt und mit Kragen. Die Lux-Werte wären unglaublich für so eine kleine Lampe. mash.m hat schon mal was in der Art gemacht.
 

sma

Flashaholic**
8 Januar 2011
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Aalen/Ulm, um, und herum
Da bekomme ich richtig Lust...

Oder wollt Ihr mal wieder eine Nachtschicht einlegen?

Apropos: Ich hatte einfach zwei Sets bestellt, da merkliche, aber pauschale Versandkosten. Wenn ich mich mal bald entschieden habe, welchen ich irgendwo verbaue, dann verkaufe ich ein paar zum Selbstkostenpreis.

Mehrfachmodding ist nicht geplant - auweia, das gäbe ja eine irre x-fache Fummelei...

Wovon hat man jetzt mehr: Kragen oder Pre-Kolli?
Das hängt vielleicht davon ab, wieviel Wert man auf den Lumengewinn durch einen Prekollimator legt. Mir wäre der Punkt aber egal und ich würde einen Prekollimator rein zum Ausgleichen einer nicht optimalen, aber moglichst großen Linse verwenden. Also in die Kragenöffnung, mglw. versenkt, mglw. Öffnung etwas erweitert...
 

The_Driver

Flashaholic***
22 März 2012
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Essen
Das hängt vielleicht davon ab, wieviel Wert man auf den Lumengewinn durch einen Prekollimator legt. Mir wäre der Punkt aber egal und ich würde einen Prekollimator rein zum Ausgleichen einer nicht optimalen, aber moglichst großen Linse verwenden. Also in die Kragenöffnung, mglw. versenkt, mglw. Öffnung etwas erweitert...

Die hat man ja beim Kragen auch. Wie effizient sind die Kragen denn? Wie viele Lumen kommen zusätzlich vorne raus?
 

Basti

Flashaholic**
9 Oktober 2011
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Klasse Arbeit, hätte ich auch nicht gedacht das es bei Überstromung noch so viel bringt :eek:
Wenn die Dinger doch nur nicht so teuer wären:mad:
 

Kenjii

Flashaholic**
21 Mai 2012
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Niederkassel
Hallo,

das hört sich sehr vielversprechend an!

Im Video verschiebt sich das Abbild des Emitters. Wie Du selbst schon schreibst ist das meiner Erfahrung nach auch genau der falsche Fokussierungspunkt. Ich könnte 60% gewinnen wenn ich einen sehr intensiven Punkt in der Mitte der LED abgebildet bekam. Die Ausrichtung bleibt das A und O.

Grüße

Kenjii
 

chouster

Flashaholic**
22 Dezember 2010
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Danke für den Test und den Beitrag, das ist sehr interessant. Die Zunahme der Leuchtdichte ist wirklich enorm.

Was ich nicht verstehe ist, wie so ein Kragen in Verbindung mit einem Reflektor aussehen/funktionieren soll.
 

cre8ure

Flashaholic**
27 Juli 2012
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BW
Beeidruckend. Danke für den detaillierten Test. Ganz großes Flashie Kino.

Wer demnächst mal Wavien Kragen bestellt, bitte bei mir melden. Ich möchte auch.
 

The_Driver

Flashaholic***
22 März 2012
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Danke für den Test und den Beitrag, das ist sehr interessant. Die Zunahme der Leuchtdichte ist wirklich enorm.

Was ich nicht verstehe ist, wie so ein Kragen in Verbindung mit einem Reflektor aussehen/funktionieren soll.

Man könnte den mittleren Teil der LED, der den Spill erzeugt, mit einen Kragen bedecken. Je mehr man bedeckt, desto weniger Spill hat man (oder sogar gar keinen mehr). Da die Lichtmenge, die nach vorne abgestrahlt wird, aber viel geringer ist, als die, die zur Seite abgestrahlt wird, wird der Leuchtdichtegewinn wohl viel geringer ausfallen als der durch die richtigen Kragen.
 
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The_Driver

Flashaholic***
22 März 2012
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Was für eine Form hat der Kragen denn?
Ist das sphärisch oder eine Kurve?

Steht oben: spärisch ;)

EDIT: @sma: kannst du die Kragen denn auch mal mit anderen (größeren) LEDs testen?

EDIT2: ich habe hier Werte für EInfarbige LEDs gefunden. Vielleicht interessant, da es ja sei könnte, dass die Leuchtdichteerhöhung bei verschiedenen Lichtfarben verschiedene stark ist.

Ich hätte ja gerne mal eine Taschenlampe mit solch einem dichroitischen Reflektor mit 98%+ Reflektivität.
 
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sma

Flashaholic**
8 Januar 2011
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Aalen/Ulm, um, und herum
Wie effizient sind die Kragen denn? Wie viele Lumen kommen zusätzlich vorne raus?

Die Effizienz hängt empfindlich vom Raumwinkel des Kragens (bei mir 75%) und der jeweiligen LED ab (Größe, Farbe, Phosphor). Hier gibt's ein paar genauere Daten dazu (PDF direkt bei wavien, mglw. sonst kaum verlinkt). Dort finden sich für 75% "recycling factor" übrigens niedrigere Werte als bei mir. Die XP-G2 ist also eine besonders dankbare Quelle.

Dort gibt's übrigens auch ein Beispiel für einen nicht-sphärischen Kragen, eine sog. "DPR"-Variante mit zweifacher Spiegelung an parabolischem Profil. Aber auch hier ist dann eine perfekt passende Form erforderlich. Was kaum funktionieren würde, wäre z.B. ein parabolischer Taschenlampenreflektor.

Die Verstärkungsfaktor für den Lichtstrom ist in dieser Anordnung, wenn das Strahlbündel gleich ist, ganz simpel: gleich dem für die Leuchtdichte :)

Im Video verschiebt sich das Abbild des Emitters. Wie Du selbst schon schreibst ist das meiner Erfahrung nach auch genau der falsche Fokussierungspunkt. Ich könnte 60% gewinnen wenn ich einen sehr intensiven Punkt in der Mitte der LED abgebildet bekam. Die Ausrichtung bleibt das A und O.

Es ist völlig o.k., daß der Emitter als ganzes abgebildet wird. Das läßt sich rein prinzipiell auch gar nicht stärker fokussieren. Falsch ist es aber, wenn der Emitter nicht wieder 1:1 direkt auf dem Emitter selbst abgebildet wird, sondern auf dem Träger "darunter" scharf erscheint. Denn dann ist er auf dem Emitter schon nicht mehr scharf. Darauf könnte man beim Justieren reinfallen und deshalb hatte ich's extra erwähnt.

kannst du die Kragen denn auch mal mit anderen (größeren) LEDs testen?

Interessiert mich natürlich ebenso, kommt sicher demnächst.
 
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The_Driver

Flashaholic***
22 März 2012
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Essen
Interessant. So einen "getunten" LED-Projektor würde ich gerne mal testen.

75% Recyclingfaktor ist ja deutlich weniger als bei dir?

Wäre so ein DPR-Kragen nicht auch sinnvoll bei besonders großen LEDs?

Dass mit den Lumen habe ich mir schon gedacht. Interessant wäre jetzt, wie viele Lumen man bei gegeben LED-Optik Kombination mit einem Pre-Kolli anstatt eines Kragens raus kitzeln könnte (auch, wenn man dann weniger Throw hat).

Du könntest auch mit XP-E2 oder XP-C testen, um zu sehen, ob der Verstärkungsfaktor noch größer wird. ;)
Interessant ich neben der XM-L noch die SBT-70.
 

sma

Flashaholic**
8 Januar 2011
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Aalen/Ulm, um, und herum
75% Recyclingfaktor ist ja deutlich weniger als bei dir?

Damit meint Wavien den Lichteinfang, bei diesen Kragen also 75%. Nicht den Verstärkungsfaktor.

Interessant wäre jetzt, wie viele Lumen man bei gegeben LED-Optik Kombination mit einem Pre-Kolli anstatt eines Kragens raus kitzeln könnte (auch, wenn man dann weniger Throw hat).

Den erhöhten Lumeneinfang eines Prekollimators kann man noch gut bestimmen (da schwebt mir auch schon eine Weile ein Artikel vor). Insgesamt würde das aber bald nur noch ein fummeliges Gerechne. Ich würde mich lieber auf das Gegebene beschränken und einfach beides kombinieren...

Du könntest auch mit XP-E2 oder XP-C testen, um zu sehen, ob der Verstärkungsfaktor noch größer wird. ;) Interessant ich neben der XM-L noch die SBT-70.

Man könnte viel, wenn der Tag lang wäre. Das oben waren schon zwei Abende...
 
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Wieselflinkpro

Flashaholic***
1 Dezember 2014
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Goslar
Rauskram ...
Es ist völlig o.k., daß der Emitter als ganzes abgebildet wird. Das läßt sich rein prinzipiell auch gar nicht stärker fokussieren. Falsch ist es aber, wenn der Emitter nicht wieder 1:1 direkt auf dem Emitter selbst abgebildet wird, sondern auf dem Träger "darunter" scharf erscheint. Denn dann ist er auf dem Emitter schon nicht mehr scharf. Darauf könnte man beim Justieren reinfallen und deshalb hatte ich's extra erwähnt.
Ist mit "Träger" die weiße/silberne Fläche direkt neben dem LED-Die, also noch auf der LED, gemeint? Oder ist damit das MCPCB gemeint, wo die LED aufgelötet ist?
D.h. für die Höhenjustierung müsste man sich um die LED mit irgend etwas eine Fläche in der gleichen Höhe wie das Phosphor herstellen, um bei seitlicher Verschiebung die Höhe richtig zu justieren, oder?
 

sma

Flashaholic**
8 Januar 2011
2.192
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Aalen/Ulm, um, und herum
Ja, ich meine direkt die nächste Stufe unter/neben dem eigentlichen Emitter mit dem Phospohor.
Die Justierung geht schon auch ohne eine Hilfsfläche, aber vielleicht geht's mit besser?
 

Xandre

Flashaholic***²
8 März 2011
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BaWü
Man nehme "einfach" 4 Leds mit16 mm Star des gleichen Typs wie verbaut
und pappt die Dinger unter den Collar----gleiche Höhe .

Gruß Xandre
 

Wieselflinkpro

Flashaholic***
1 Dezember 2014
5.472
3.090
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Goslar
Warum denn mit dem Star und warum 4 Stück?
Es geht doch darum die richtige Höhe raus zu bekommen und dabei direkt neben der LED, d.h. leicht seitlich verschoben, über die Projektion die Höhe einzustellen.
 

Nicolaas

Flashaholic**
25 Januar 2012
3.088
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Amsterdam
Einfach: die Leds entfernen and dann den Kragen direct darauf setzen.
Immer Genua dieselbe Hoehe als de Led die leuchten soll

Oder habe.ich da falsch verstanden?

LG
Nico
 

Wieselflinkpro

Flashaholic***
1 Dezember 2014
5.472
3.090
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Goslar
Ach so, bei großem MCPCB in der Mitte macht das aber auch keinen Sinn. Und der Kragen muss immer etwas höher sein, als die LED-Oberkante, da er immer etwas außerhalb des Fokus konstruiert ist:
Höhenreserve

Die Kragen sind übrigens so konstruiert, daß der Fokus etwas unterhalb ihrer unteren Begrenzung liegt. Das bringt etwas Reserve, falls die LED etwas niedriger als ihre Umgebung liegt. Dies variiert bei den verschiedenen Größen leicht, zwischen 1.2 und 1.5mm. Deshalb sind in dem Video auch Unterlegscheiben unter dem Kragen sichtbar.
 

Wieselflinkpro

Flashaholic***
1 Dezember 2014
5.472
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Goslar
Hier noch ein interessantes Video, welches im BLF verlinkt wurde. Es erklärt generell das Thema der Lichtverteilung und Lichtnutzung in Reflektoren, Linsen und Linsen mit Kragen. Der Versuchsaufbau ist auch ganz interessant.
Ich denke, wenn ich meine GT umbaue, werde ich sie im Tailstand mit irgend einer Halterung der Fresnel-Linse in der richtigen Höhe aufbauen. Das Luxmeter kommt irgendwo an die Decke oder es wird am Regal, welches über dem Schreibtisch ist, befestigt.
Dann kann ich den Kragen mit verschiedenen Unterlegscheiben, etc. versuchen in der Höhe und seitlich auszurichten und kann dabei gleichzeitig die Lux-Werte messen. Das gute daran ist, dass der Kragen dabei nicht gehalten werden muss und lose auf der Lampe liegen kann. Wenn alles passt, wird er mit Heißkleber fixiert.
 

The_Driver

Flashaholic***
22 März 2012
7.453
5.284
113
Essen
Ja, das ist das "Erklärungsvideo" von Marinebeam. Es zeigt leider auch, dass er da nicht komplett den Durchblick hat, da nicht mal die korrekten technischen Begriffe genutzt werden. Deren Lampe mit dem Kragen bleibt weit hinter dem zurück, was eigentlich möglich wäre.

Der Typ hätte eigentlich noch mehr Aufwand als @sma betrieben müssen.
 
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