Klar, die Brennweite macht einiges am Bildeindruck. Deswegen braucht man eben für verschiedene Bilder auch verschiedene Brennweiten. Aberdas es die Natur der Fotografie vorgesehen haben soll, dass dies genau 17, 28, 35, 85, 135 und 200mm sein sollen, erschließt sich mir nicht. Was mache ich, wenn für mein Bild 55mm genau richtig wären? Entweder 35mm nehmen, das Bild so lassen und es ist nicht so, wie ich es aben wollte, oder schnibbeln, oder zoomen oder 150 Objektive in 1mm Staffelung mitschleppen?
Dann ist noch die FRage, was ist Realität? Da habe ich einen Betrag von z.B. 800 EUR. Wenn ich mir davon die 6 gängigsten Festbrennweiten kaufen will, habe ich den billigsten Plunder. Da ist eine gutes Zoom erheblich besser. Hier hat Zoom auch wieder in Sache Bildqualität für einen bestimmten Betrag die Nase vorn. Wir reden hier von einem Hobby, nicht von dem, was geht, wenn man Geld ohne Ende hat. Die Festbrennweite macht nur dann das bessere Bild, wenn mein Bild genau auch diese Brennweite erfordert.
Ich stand beim Fotografieren auch schon neben Leuten wie z.B. Tine Acke. Da wird man schon etwas neidisch, wenn man sieht, was die mitsich rum schleppen. Für das Geld kaufen Andere sich dann aber auch ein Haus.
Und was Vollformat betrifft: Das Film (bzw. Sensorformat bei digital) hat auch Einfluß auf den Bildeindruck. Es gibt aus fotografischer Sicht keine sachlichen Grund, warum sich ausgerechnet 24mm x 36mm durchgesezt hat.Es war halt damals einfach so, das Filmmaterial in dem Format zufälligerweise schon verfügbar war.
Wäre nach der Blütezeit der Rollfilme gleich APS als Patrone gekommen, würden wir das heute als Vollformat bezeichnen. Und wären dann 24 X 36mm große Sensoren besonders billig, hätten wir die Situation, daß die Profis mit APS Format rumlaufen würden und über die Weitwinkelprothesen der Billigknipser mit ihren 24X36 mm Bildformat ablästern würden.
Und von den Dingen, die man wirklich nur bei Profis findet und wie sie bei Großbild üblich waren, wie z.B. Balgengerät, redet heute komischerweise keiner.
Für den engagierten Fotografen ist mein Rat, erst mal zwei brauchbare Zooms, die den gewünschten Bereich abdecken. Und dann wird man sehen, wo man sich wass besseres wünscht. Ich habe auch immer wieder mal nach einen 50mm 1,2 geschielt. Und mir dann erst mal ein 10-20mm gekauft, weil ich dafür Anwendungen hatte. Ein 50mm 1,2 wäre zwar geil, ich hätte es aber die meiste Zeit nur ungenutzt mitgeschleppt und irgendwann in die Ecke gelegt. Neben das FD 85mm 1,8, mit dem ich auch keine 20 Bilder gemacht hatte.