Einen hab ich noch, dann soll es erst mal gut sein mit den ollen Kamellen.
Dass Forschung auch Früchte trägt sieht man an einem Beispiel aus den Anfängen der Medizintechnik. Das Teil unten ist nicht etwa von der Fa. Frankenstein hergestellt worden, sondern von einer amerikanischen Firma im Oktober 1920. Und nein, ich bin
nicht Frankenstein Junior.
Es handelt sich hierbei um ein sogenanntes "portables" Krankenhaus, etwa für einen Landarzt gedacht, damit der z.B. von Farm zu Farm reiten / fahren konnte um seine Patienten zu "behandeln". Diese Maschine wiegt ca. 15kg und beinhaltet folgende Komponenten:
-Röntgengenerator (zur Speisung einer Röntgenröhre)
-Hochfrequenz-Chirurgiegerät
-Elektrokauter
-Reizstromgerät
-Gerät zur Behandlung nach d´Arsonvalle
-OP-Beleuchtung
Ach ja und rumspielen kann man mit dem Teil auch, siehe das Foto mit der "Jakobsleiter". Aber Achtung: alles was man an Schaltern und Hebeln dort auf der Marmorplatte sieht ist spannungsführend! Soviel zur elektrischen Sicherheit in den damaligen Zeiten!
Ich habe diese Maschine mal vor Jahren aus dem amerikanischen eBay ersteigert und, um Portokosten zu sparen, es via "surface" schicken lassen. Es dauerte sechs Wochen, dann bekam ich eine Abhol-Benachrichtigung vom Zoll.
Dort stand dann ein riesiges Paket, das ich öffnen sollte. Als es auf war stand plötzlich die gesamte Zollamtsbesatzung drum herum und, naja sagen wir es vorsichtig, staunte. Da war plötzlich seeeehr

viel Erklärungsbedarf meinerseits.
Dass das Dingens u.a. ´ne "Hochspannungsbombe" zum Betrieb von alten Röntgenröhren war/ist, das habe ich mal lieber weg gelassen. Naja, geeinigt haben wir uns dann auf eine Art von TENS-Gerät

- so etwas hatten sie auch in ihrem dicken Buch drin, war auch nicht mit einem (eventuellen) Strafzoll behaftet. Seitdem gibt's das Teil exakt 2x in Europa - eins in Sheffield, UK und eins in Hamm, DE.
Nun ja, was soll ich noch sagen? Meine Frau jedenfalls ist sehr froh, dass ich mich seit Oktober 2010 nur noch mit Taschenlampen beschäftige.