Reviews zur Armytek BEAR WRG

Jonas1N23456

Flashaholic
9 Januar 2019
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Hallo zusammen,
ich darf euch die BEAR WRG vorstellen.

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Technische Daten / Herstellerangaben
Durchmesser Kopf (mm):45
Durchmesser Gehäuse (mm):23,6
Länge (mm):122
Gewicht (ohne Akku) (g):135
Weiß Leuchtleistung max. (Lumen):1500
Weiß Leuchtweite max. (m):510
Rot Leuchtleistung max. (Lumen):130
Rot Leuchtweite max. (m):70
Grün Leuchtleistung max. (Lumen):180
Grün Leuchtweite max. (m):70
Stromversorgung:1 х 21700, 1 x 18650 (mit Adapter)

Eigenschaften
Laden über USB-Magnet-Lade-Adapter
Weiße, grüne und rote Lichtquellen
Gehäuse aus Aluminium
Spezielle rutschhemmende Premium-Beschichtung
Bis zu 10m wasserdicht
Bis zu 10m Fallhöhe bruchsicher
10 Jahre Garantie

Leistung und Laufzeit
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Lieferumfang
Armytek BEAR WRG
Akku 21700 Li-Ion 5000 mAh
18650 Adapter
Silikonkegel
Nylonholster
USB-Magnet-Ladegerät
Handschlaufe
2 Ersatz-O-Ringe
Bedienungsanleitung
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Bedienung und Verarbeitung
Die BEAR WRG verfügt über einen Taster. Dieser befindet sich am Kopf der Lampe. Über diesen Taster steuert man alle Modi der Lampe.
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Zudem gibt es einen Schiebeschalter um 90° versetzt zum Taster. Mit diesem Schalter werden die Farben umgestellt.
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Im Weiteren werde Ich den Glühwürmchen-Modus mit Glüh abkürzen.

Wenn die Lampe aus ist:
1 Klick:
Einschalten des zuletzt verwendeten Modus
Gedrückt halten: Einschalten des Glüh1-Modus
Durch das weitere Festhalten der Taste schaltet man die Stufen durch:
Glüh1 – Basis1 - Basis2 – Basis3
und wechselt ab hier zyklisch durch:
Basis1 - Basis2 – Basis3
Durch Loslassen wählt man die aktuelle Helligkeitsstufe aus.
Doppelklick: Signallicht

Wenn die Lampe an ist:
1 Klick:
Ausschalten der Lampe.
Gedrückt halten: zyklisch durch Basis1 - Basis2 – Basis3 wechseln.
Durch Loslassen wählt man die aktuelle Helligkeitsstufe aus.
Doppelklick: Signallicht

Die Steuerung ist für alle Farben gleich. Jede Farbe hat einen individuellen Mode Memory.

Positionslicht:

Die Akkuanzeige im Taster kann als Positionslicht genutzt werden, wenn die Lampe aus ist.
Aktivieren/Deaktivieren: Tailcap um 1/4 Umdrehung abdrehen. Dann die Tailcap, während der Taster gedrückt wird, zuschrauben und wieder lösen. Danach den Taster wieder loslassen.

Die Verarbeitung ist gut. Die Beschichtung fühlt sich sehr hochwertig an und ist tadellos. Insgesamt macht die Lampe einen sehr hochwertigen Eindruck.
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Vom Akkurohr lässt sich nur die Tailcap abschrauben. Am Kopf der Lampe sind die Bezel und das Akkurohr verklebt. Die TIR-Linse ist durch ein vergütetes Glas geschützt.
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Im Lieferumfang ist ein Silikonkegel als Diffusor enthalten. Dieser sitzt straff auf der Bezel der Lampe und löst sich nicht ungewollt.
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Akku
Die BEAR WRG wird mit einem Standard 21700 mit 5000mAh ohne Schutzschaltung betrieben. Der Taster am Lampenkopf zeigt durch farbiges Blinken den Akkustand an.
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Durch das Magnet-Ladesystem spart man sich eine Gummiabdeckung für einen USB-Port. Das macht die Lampe robuster. Zum Laden muss man die Tailcap leicht lösen.
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Der Magnet-Ladeadapter lädt mit max. 1,2A und beendet den Ladevorgang bei 4,14V Ladeschlussspannung. Im gezeigten Diagramm wurde der Ladestrom aufgezeichnet. Es gab keine ungewöhnliche Temperaturentwicklung beim Ladevorgang.
Ein Ladevorgang dauert um die 5h und 20min.
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Lichtbild
Durch die große TIR-Optik bekommt man im weißen Modus ein throwiges Lichtbild. Das grüne und rote Licht wird durch kleinere Optiken eher flutig abgestrahlt.
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Regelung
Die BEAR WRG hat eine temperaturabhängige Leistungssteuerung. Diese wurde im Turbo mit und ohne Kühlung getestet.
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Ab ~3,3V ist die höchste Stufe nicht mehr verfügbar.
Ab ~3,0V ist nur noch die niedrigste Stufe verfügbar und der Taster blinkt rot.

Fazit
Die Bedienung der Lampe ist sehr intuitiv. Die Lampe begeistert mich jedes Mal, wenn ich sie benutze. Die Qualität der Beschichtung, Optik und Treiber sind herausragend! Das weiße Licht hat eine gute Leistung und eine sehr gute Reichweite. Das grüne und das rote Licht haben eine gute Leistung und Reichweite.
Die Lampe ist vielfältig einsetzbar und sehr gut zum Wandern und Jagen geeignet. Für mich ist die BEAR meine neue immer dabei Lampe fürs Nachtwandern!

Ich habe die Lampe von Armytek kostenfrei für das Review zugeschickt bekommen. Hierfür bekomme ich nichts bezahlt und muss auch keine Probleme verheimlichen.

Wenn euch das Review gefällt und ihr auch Lust habt Armytek Produkte auszuprobieren, habe ich den Promocode: " Night_Hike " für euch, mit dem ihr 15% auf alle Produkte bekommt.
:einkaufen:
 
Zuletzt bearbeitet:

amaretto

Moderator
Teammitglied
12 August 2010
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NRW
Armytek hat freundlicherweise eine weitere Bear WRG kostenfrei für einen Test zur Verfügung gestellt. Leider kommt dieser Erfahrungsbericht erst verspätet, sorry. @Jonas1N23456 hat oben schon ein tolles Review gemacht, da kann man kaum noch etwas hinzufügen. Ich hoffe, es dieser Beitrag hat dennoch einen Nährwert für euch.

Übrigens: gern können TLF-Mitglieder die Lampe zum Ausprobieren ausleihen, bitte dann PN an mich (es gelten die Bedingungen wie bei Passarounds).

Die Armytek Bear ist aus Sicht des Herstellers eine EDC, soll heißen eine Lampe für die tägliche Benutzung bei Alltagsszenarien. Die Lampe kommt inklusive Li-Io-Akku und USB-Magnetladekabel, da der Akku innerhalb der Lampe geladen werden kann. Neben weißem Licht kann die (besser eigentlich der?) Bear auch grünes und rotes Licht. Über einen praktischen Schieberegler an der Seite kann ohne kompliziertes Herumgeklicke die gewünschte Leuchtfarbe fix eingestellt werden.

Die UVP liegt laut Armytek-Seite bei ca. 115€.

Einzelne technische Daten siehe oben, danke Jonas.

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Ich finde den Lieferumfang reichhaltig. Ersatzdichtung, Bedienungsanleitung und oft auch Akku findet man bei vielen anderen Lampenangeboten, die Bear WRG kommt dazu noch mit Holster, Silikondiffusor und 18650-Adapter.
:thumbup:

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Einige Eindrücke...
Eine etwas seltsame Proportion hat die Lampe schon. Der dicke Lampenkopf will m.M. optisch nicht so richtig zum restlichen Teil passen. Abgesehen von dem seltsamen Look der Lampe trägt man sie am hängenden Arm in typischer Haltung mit dem Daumen auf dem Seitenschalter tatsächlich sehr gut und auch unverkrampft.

Was man auf Fotos bei Armytek-Lampen oft für Schrammen oder Anodisierungsfehler halten könnte, sind Abrieb von anderen Stoffen/Gegenständen wie etwa trockener Haut der Hände. Die bei Armytek-Lampen bekannte extrem matte Anodisierung hat den Charakter eines hochfeinen Schmirgelpapiers. Solchermaßen "verunreinigte" Armytek-Lampen bekommt man gut mit Wasser und anschließendem Trockentupfen wieder clean.

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In den Seitenansichten der Lampe wird die fast schon absurde Proportion von Kopf zu Body deutlich.
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Der Seitenschalter steht leicht über, das kann man noch akzeptabel im Dunkeln erfühlen. Mit dicken Handschuhen aber wahrscheinlich nicht mehr. Einfach und damit genial funktioniert der Farbwechsel. Mit dem Daumen schiebt man den Regler mit deutlichem haptischen und akustischem Feedback ("Klack") in die gewünschte Position.

Die Lichtsteuerung (gilt für alle Farben) gelingt intuitiv auch ohne einen Blick in die Bedienungsanleitung werfen zu müssen. Klick für an/aus, bei eingeschalteter Lampe halten für Helligkeitswechsel von dunkel zu hell, von aus halten für Moonlight. Ein Doppelklick führt nicht etwa zu Turbo sondern zu Beacon (etwa 1 Hz). Die Lampe hat Memory, d.h. die zuletzt verwendete Helligkeitsstufe wird gespeichert - außer für Beacon. Finde ich besonders gut: für jede Farbe kann eine eigene Helligkeit gespeichert bleiben. So kann man Memory etwa für weißes Licht auf voller Helligkeit und gleichzeitig für rotes/grünes Licht auf niedrigster Stufe nutzen. Also für jede Farbe die gewünschte Stufe als Memory, prima
:thumbup:

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Die Bear nutzt nicht den vollen Kopfdurchmesser für die TIR-Optik, da den beiden Farb-LEDs eine eigene TIR spendiert wird. Beim Leuchtbild ist das gut für das farbige Licht, beim weißen Licht ist die Abstrahlung nicht so sehr homogen und durch einen kleineren Linsendurchmesser wird weniger Leuchtweite erreicht. Vor den TIR-Linsen aus Kunststoff liegt eine Glaslinse. Das sehe ich positiv, denn bei manchen TIR-Lampen anderer Hersteller ohne Glasscheibe kann die Kunststofflinse leichter verkratzen. Andererseits kann eine nicht vorhandene Glasscheibe nicht brechen.
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Für das interne Laden des Akkus über die Tailcap muss diese - ebenfalls kurios - zuvor etwas gelöst (!) werden. Ansonsten würde eine wild blinkende LED im magnetisch haftenden Ladekabel signalisieren, dass etwas nicht in Ordnung ist. Nichtsdestotrotz kann man die Lampe in der Praxis durch leichtes Lösen der Tailcap mechanisch sperren (Lock Out). Während des Ladens leuchte die Indikator-LED rot, bei annähernd vollem bis komplett geladenen Akku entsprechend grün.

Die Tailcap ist nur leicht magnetisch und kann die Lampe nicht an metallischen Flächen halten.
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Linkes Foto: näher kommt man an den Lampenkopf von hinten mit einem Foto nicht heran, da sich das Batterierohr nicht vom Kopf abschrauben lässt.
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Trotz des schmalen Batterierohres, bei dem man allenfalls einen 18650er vermuten würde, passt in die Bear auch ein 21700er-Akku hinein. Mittlerweile hat sich dieses Format bei vielen Flashies zurecht zur ersten Wahl gemausert, denn es gibt genügend Zellen in diesem Format mit hoher Kapazität (typischerweise 4500-5000mAh) und besonders hoher Stromlieferfähigkeit.
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Und wenn man es doch möchte, beispielsweise weil man noch einen ganzen Batzen älterer 18650er in der Sammlung hat, ermöglicht der mitgelieferte Adapter auch deren Verwendung in der Bear.
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Grundsätzlich ist der beiliegende Diffusor eine willkommene Zugabe. Ich selbst kann mit solchen Diffusoren dennoch wenig anfangen, da ich mich immer noch etwas geblendet fühle, wenn ich auf die eingeschaltete Lampe schaue. Hier würde ich eine Art Lampenschirm bevorzugen.
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Ein bissel fett und trotzdem eine kleine Lampe...
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Ein mitgliefertes Nylonholster ist mir immer willkommen. Gerne hätte es unten geschlossen sein dürfen, um einen noch besseren Schutz für die Lampe zu bieten.
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Vergleich zur Dobermann und Prime C2 Pro Max.
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Eigene Messung
Mit dem Luxmeter habe ich folgende Werte ermittelt (Schätzwerte ohne Gewähr):
Luxwerte: 26 / 3.325 / 19.500 / 81.000 (= 569 m)
Lumen (OTF, cb): <1 / 63 / 370 / 1.485
PWM: nicht sichtbar (~10kHz 5%)

Lichtspektrum
Die Koordinate liegt unterhalb der Schwarzwertkurve, in der Praxis ist das Weißlicht frei von Farbstichen
:thumbup:

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Leuchtergebnis
Lampen mit klarer TIR-Linse zeichnen sich Allgemeinen nicht unbedingt durch einen gleichmäßigen oder homogenen Lichtkegel aus. Das trifft bei der Bear beim Weißlicht leider besonders zu, auch wenn es im Foto schlimmer als in der Realität aussieht. Die Saturnringe stören im Freifeld weniger als aus kurzer Distanz an der weißen Wand. Die Ungleichmäßigkeit ist sicher eine Folge der Auslegung der Linse, die wohl vor allem einen weitreichenden Lichtstrahl ermöglichen soll. Man hätte die Geometrie vermutlich auch anders gestalten oder die Linse partiell oder ganz mattieren können, dann wäre der Leuchtkegel gleichmäßiger aber eben auch nicht mehr so weitreichend. So wie sie ist, würde ich die/den Armytek Bear vornehmlich als Thrower mit (Farb-)Extras bezeichnen. Was auf dem Foto leider auch nicht gut sichtbar ist, ist dass neben dem engen Spot auch eine helle Corona vorhanden ist, die richtig effektiv auf mittlere Leuchtentfernungen ist. Die Handykamera hat da leider nur einen großen Spot draus gemacht. Was gibt's sonst noch anzumerken? Der Lichtkegel ist quasi frei von Farbverschiebungen und die Lichtfarbe würde ich als angenehmes Kaltweiß beschreiben.
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Die Fotos trügen hier nicht, das farbige Licht ist kräftig und nicht nur ein Gimmick. Die Abstrahlung ist deutlich breiter als das Weißlicht.
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Subjektive Einschätzung
Ich finde die Bear WRG richtig prima - aber nur fast. Mir gefällt die armytektypisch gute Verarbeitung und Haptik, die ausgesprochen einfache Bedienung, das kompakte Format, interne Akkuaufladung und Umschaltung der Lichtfarbe. Meine Befürchtung ist, dass die Saturnringe im Weißlicht nicht wenige Interessierte abschrecken wird. Zur Entwarnung muss man sagen, dass es im Freien und wegen der Konzeption als Thrower nicht sonderlich stört. Mir ist schon oft aufgefallen, dass ein auf einer weißen Wand aus kurzer Distanz unschöner Lichtkegel in der Praxis draußen viel besser rüberkommt. Insofern sollte man den Bären ausprobieren und nicht vorschnell abschreiben.