[Review] Wurkkos TS10 SG – ein Mini-Thrower mit Luminus SFT-25R

SammysHP

Flashaholic**
6 Oktober 2019
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Mit diesem kleinen Review wünsche ich euch angenehme Weihnachtsfeiertage.
Übertreibt es aber nicht mit der Beleuchtung, der Baum darf noch nicht brennen! :grinsen:


Als Mitte 2022 die Wurkkos TS10 erschienen ist, ahnte wohl kaum jemand, welch großer Erfolg diese Lampe werden würde. Kompakt, verspielt, tolles Licht und zudem auch noch günstig. Mit der Zeit kamen verschiedene Farben und Materialien wie Titan, Messing und Kupfer hinzu.

Seit kurzem gibt es mit dem Namenszusatz „SG“ nun eine auf Reichweite optimierte Version dieser Lampe, die ich in der Weihnachts-Sonderedition kurz vorstellen möchte.


Das Review findet ihr auch auf meiner Webseite. Mit meiner Seite verdiene ich kein Geld, es ist keine Werbung eingebunden und Affiliate-Links nutze ich auch nicht. Es gibt dort aber teilweise etwas ausführlichere Beschreibungen zu den Lampen sowie Reviews, die hier nicht zu finden sind.

Review der Wurkkos TS10 SG auf sammyshp.de


Die Taschenlampe habe ich vom Hersteller als Geschenk erhalten, vielen Dank!


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Lieferumfang und Hardware​


Die Lampe wird in einem stabilen Karton mit Magnetverschluss geliefert. Den Clip habe ich allerdings direkt beiseite gelegt, da ich eine andere Form bevorzuge (im Internet gibt es diverse Diskussionen über geeignete Alternativen).

  • Wurkkos 14500 Li-Ion Akku mit 900 mAh (ungeschützt, button-top, bei Lieferung 4,00 V)
  • Handschlaufe
  • Clip
  • 2x Ersatz-O-Ring
  • Bedienungsanleitung

Da Anduril äußerst komplex ist, würde ich die mitgelieferte Bedienungsanleitung eher als Kurzanleitung bezeichnen. Wenn man mehr als die Grundfunktionen nutzen möchte, ist ein Blick in die offizielle Anleitung sinnvoll.


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Äußerlich ist die TS10 SG – mal abgesehen vom besonderen Weihnachtsdesign – identisch zur regulären Wurkkos TS10. Insbesondere in der Aluminiumversion ist sie unglaublich leicht (aber vielleicht sehen wir die TS10 SG irgendwann auch in anderen Materialien).

Länge: 72,2 mm
Durchmesser (Kopf): 21,0 mm
Durchmesser (Akkurohr): 18,1 mm
Durchmesser (Tailcap): 21,4 mm
Gewicht (ohne Akku): 30,1 g
Gewicht (14500 Akku): 18,4 g
Gewicht (gesamt): 48,5 g

In der Weihnachts-Edition wurden in die rote Anodisierung der Lampe per Laser ringsherum Schneeflocken unterschiedlicher Form und Größe eingraviert.


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Der große Taster ist ebenfalls rot anodisiert. Wer bereits andere Varianten der TS10 besitzt, kann hier auch Teile tauschen. Vor einigen Monaten wurde der Taster verbessert. Seitdem hat er einen kurzen, präzisen Schaltweg mit deutlich spürbarem Druckpunkt. Für die Betätigung werden rund 950 g benötigt.


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Die Unterschiede zur klassischen TS10 sind vorne natürlich am offensichtlichsten. Auf die besondere Optik werde ich später noch genauer eingehen.


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Wie bei allen TS10 wird zum Wechseln des Akkus nicht die (verklebte) Tailcap, sondern der Kopf der Lampe abgeschraubt. Das Akkurohr ist doppelwandig aufgebaut: Während das innere Rohr den Stromkreis schließt, leitet das äußere Rohr das Signal vom Taster zum Treiber.

Auf dem Treiber sind die drei Kontakte zu sehen, über die mit dem entsprechenden Adapter die Firmware aktualisiert werden kann.


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Bedienung und Funktion​


Die TS10 läuft mit Anduril – dazu muss ich wohl hier nichts weiter erzählen. Wer Fragen dazu hat oder Hilfe benötigt, wird hier im Forum sicher schnell Antworten und Unterstützung bekommen. Ansonsten ist ein Blick in die Offizielle Anleitung (Englisch) oder das Schaubild der Tastenkombinationen sicher nicht verkehrt.

Ausgeliefert wurde meine TS10 SG mit der Version 0713-2023-07-29, die ich aber direkt durch eine von mir angepasste Version ersetzt habe.


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Lichtbild​


So schön das Licht der klassischen TS10 mit der angenehmen Färbung und der hohen Farbwiedergabe auch war, die Reichweite war nie ihre Stärke. Für den Nahbereich war das nie ein Problem, ganz im Gegenteil. Als EDC-Lampe war mir die Helligkeit bzw. Reichweite aber oft nicht ausreichend.

Nun ist es schwierig bis unmöglich, eine so kleine Lampe mit noch höherer Helligkeit zu betreiben, da sie nicht in der Lage ist, so viel Wärme abzuführen. Also bleibt nur noch ein fokussierteres Lichtbild. Bereits recht früh gab es vereinzelte Modifikationen, bei denen die drei LEDs auf eine reduziert und ein Reflektor oder eine TIR-Optik eingebaut wurde. Wegen der Größe der Optik war aber immer ein längerer Bezel nötig.

Wurkkos hat eine andere Lösung gefunden: eine besonders dünne Fresnel-TIR-Optik mit vielen kleinen Linsen. Außerdem kommt eine Luminus SFT-25R zum Einsatz, die sich wegen ihrer kleinen, runden Leuchtfläche gut fokussieren lässt.


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Diese Kombination ergibt einen recht kompakten Spot mit diffusem Rand. Aufgrund der Optik sind im schwachen Spill einige Unregelmäßigkeiten zu sehen. In der Praxis sind diese jedoch kaum wahrnehmbar.


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Die drei RGB-Aux-LEDs erzeugen durch die Optik einen interessanten Effekt. Allerdings vermischen sich die Farben wieder, wenn man direkt in die Lampe schaut.


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Draußen kann die TS10 SG zeigen, was in ihr steckt. Der Unterschied zur regulären TS10 ist gewaltig. Genau so stelle ich mir eine EDC-Lampe vor.

Mit der höheren Reichweite muss man allerdings auch einen kleinen Kompromiss eingehen: Aktuell ist die LED nur in einer kaltweißen Farbe mit niedriger Farbwiedergabe erhältlich.


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Fazit​


Die Wurkkos TS10 SG stellt ein gelungenes Update der klassischen TS10 dar. Mit der neuen Optik und der Luminus SFT-25R konnte die Reichweite deutlich erhöht werden. Ansonsten ist alles beim Alten geblieben. Kompakt, verspielt und preiswert. Nicht umsonst erfreut sich die TS10 seit Jahren großer Beliebtheit.
 

Köf3

LED-Spezialist
17 Mai 2015
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Auch wenn ich hier vermutlich eher in der Minderheit sein werde, wirklich gefallen hat mir die TS10 SG nicht.
Sehr grüner Tint, unschönes Lichtbild, fehlendes Frontglas über der Linse (ja, das stört mich bei der normalen TS10 auch, entsprechend der Nutzung sieht die Linse auch schon aus, hoffentlich kommt bald eine D3AA Messing), und nach wie vor fehlende Ladbarkeit über Akku oder Lampe (das ist bei der TS10 auch schon ein Problem).

Für die Möglichkeiten, die Wurkkos zur Verfügung hatte (also ohne Gehäuse oder andere Teile zu verändern) eine gute Lösung, aber am Ende auch nur ein Kompromiss. Ein klassischer Reflektor wäre sinnvoller gewesen, wobei da wieder die Aux-LEDs schwierig umzusetzen gewesen wären.

Der Bezel ist verklebt, den habe ich bisher nicht aufbekommen. Daher liegt die TS10 SG bei mir nur rum. RGB reißt es da auch nicht raus.
 

SammysHP

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Sehr grüner Tint
Vielleicht gibt es da gewisse Toleranzen, denn so schlimm finde ich es bei mir gar nicht. Ja, definitiv duv im positiven Bereich, aber noch nicht extrem (bei einer Lampe, die ich gerade teste, hatte ich extreme Probleme mit dem Weißabgleich, weil fast nur im Grünkanal Informationen vorhanden waren).

Der Rest ist halt dem Low-Cost-Charakter geschuldet. Für die Herstellung ist es von Vorteil, möglichst wenig verschiedene Teile zu haben (das war Anfangs ja eine echte Katastrophe mit den ganzen Varianten aus Gehäusefarbe/CCT/Aux-Farbe). Das hat Wurkkos ganz gut hinbekommen. OK, ein längerer Bezel wäre vermutlich auch kein großer Mehraufwand gewesen.

Bei mir nutze ich USB-C aufladbare 14500 Akkus, das geht ganz gut. 18650-Akkus haben sie inzwischen ja mit Ladeport, vielleicht kommen irgendwann auch entsprechende 14500-Akkus von Wurkkos.

Bezüglich Kleber: Richtig heiß und dann noch ein bisschen mehr. Ich nehme immer ein Brett, bohre ein Loch im Durchmesser des Bezels, säge eine Seite ein. Dann kommt die Lampe nach dem Erwärmen rein, ab in einen Schraubstock, dann geht das relativ einfach auf.
 

Köf3

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Vielleicht gibt es da gewisse Toleranzen, denn so schlimm finde ich es bei mir gar nicht.
Die gibt es zweifellos. Gerade bei den kalt- und neutralweißen Luminus-Emittern ist das bekannt und gut erkennbar. Meine TS10 SG hat einen duv außerhalb ANSI (irgendwas bei 0,008 oder so).
Und das ist schon recht grün. Klar, manche SST-20 mit duv von größer 0,02 (!) toppt das jetzt nicht.

Ich habe auch einen Manker USB-C 14500 in meiner TS10 Messing. Wäre gut, wenn Wurkkos da mal nachzieht und solche Akkus beilegt.
 

SammysHP

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Wieviel Meter sind es aufm Bild wo man noch gut was sehen kann? Links der sechste Baum ungefähr.
Puh, schwer zu sagen. Müsste ich das nächste Mal nachmessen. Die Allee ist etwa 280 m lang. Auge und Kamera nehmen die Ausleuchtung aber unterschiedlich wahr. Je nach Belichtungszeit (bzw. Adaption des Auges) gibt es da gewaltige Unterschiede.
 
  • Danke
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SammysHP

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Kleine Korrektur, da ich es oben nicht mehr ändern kann: Meine TS10 SG kam nicht in der „neuen“ Verpackung mit Magnetverschluss, sondern in einem normalen Karton, wie auf dem Foto zu sehen. Da war ich mit den Kartons durcheinander gekommen, da meine anderen TS10 immer in der neuen Verpackung kamen.



Weiterhin möchte ich noch ein Kapitel ergänzen, nachdem die Messungen nun fertig geworden sind:

Treiber und Laufzeit​

Bei einer so kleinen Lampe ist die Temperaturentwicklung der limitierende Faktor bei der Helligkeit. Konkrete Laufzeiten sind daher schwer zu bestimmen. Es gibt genau genommen auch keine festgelegten Stufen, da Anduril stufenlos zwischen „extrem dunkel“ (kaum sichtbar) und „sehr hell“ (laut Hersteller 1650 lm) wechseln kann.

In meiner Messung habe ich die TS10 SG beispielhaft auf der maximalen Helligkeit laufen gelassen. Als Zieltemperatur war 50 °C festgelegt (lässt sich in den Einstellungen auch höher setzen, aber dann wird es an den Händen unangenehm). Die Abweichungen der Zieltemperatur liegen hauptsächlich daran, dass die leicht gekühlte Oberflächentemperatur gemessen wurde, sich der Temperatursensor aber tief im Inneren der Lampe befindet.


Wurkkos_TS10_SG_runtime_full.png


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In der TS10 SG werkelt der übliche Treiber dieser Reihe, ein „FET+1”. Das bedeutet, dass unterhalb von 350 mA ein PWM-betriebener Linearregler (AMC7135) genutzt wird, darüber wird ein FET als direct-drive hinzugeschaltet. Die PWM-Frequenz wird dynamisch angepasst, ist aber so gewählt, dass sie nicht stört.

Bei geringer Akkuspannung verringert Anduril die Helligkeit und schaltet die Lampe schließlich bei etwa 2,8 V ab, um den Akku vor Tiefentladung zu schützen.