[Review] Wurkkos WK03 „Gold“ (TLF-Sonderedition 2024)

SammysHP

Flashaholic**
6 Oktober 2019
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113
Celle
www.sammyshp.de
Seit einigen Jahren ist die Wurkkos WK03 als Einstiegsmodell eine der günstigsten Taschenlampen von Wurkkos. Vieles wurde auf das Nötigste reduziert, um eine preiswerte Taschenlampe anbieten zu können. Dennoch handelt es sich keinesfalls um eine „Billiglampe“.

Kürzlich wurde die WK03 in einer Sonderedition mit einigen kleinen Änderungen und Verbesserungen herausgebracht. Diese „goldene“ Version stelle ich hier im Review vor.


Das Review findet ihr auch auf meiner Webseite. Hier im TLF fasse ich die entscheidenden Punkte kurz zusammen, um euch lange Texte zu ersparen.

Review der Wurkkos WK03 „Gold“ auf sammyshp.de

Mit meiner Seite verdiene ich kein Geld, es ist keine Werbung eingebunden und Affiliate-Links nutze ich auch nicht. Es gibt dort aber teilweise etwas ausführlichere Beschreibungen zu den Lampen sowie Reviews, die hier nicht zu finden sind.


Die Taschenlampe wurde mir vom Hersteller kostenfrei zur Verfügung gestellt, vielen Dank!


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Lieferumfang und Hardware​

Einleitend ein paar Worte zur Entstehungsgeschichte der WK03: Ursprünglich ist sie 2022 in schwarz mit einer Luminus SST-40 LED erschienen. Für das TLF wurde sie Anfang 2024 in einer Sonderedition herausgegeben. Goldene Farbe, mit „TLF 2024“ Gravur und mit einer Nichia 519A LED. Und weil sie so beliebt war, hat Wurkkos sie anschließend als reguläre Variante in den Handel gebracht.

Mit der Sonderedition wurde auch eine zweite Tailcap mit Magnet hinzugefügt. Der Lieferumfang beinhaltet somit:
  • Wurkkos 18650 Li-Ion Akku mit 3000 mAh (ungeschützt, button-top, bei Lieferung 3,89 V)
  • Handschlaufe
  • Clip (bereits montiert)
  • Extra Tailcap mit Magnet
  • 2x Ersatz O-Ring
  • USB-C Ladekabel
  • Bedienungsanleitung (EN, DE, CN, RU)
Die Bedienungsanleitung ist knapp, aber beinhaltet alles Wesentliche. Am Ende der deutschen Übersetzung steht „Translated by SammysHP“. Ach stimmt ja! Erst beim Lesen ist mir wieder eingefallen, dass ich sie vor einigen Jahren übersetzt hatte.


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Das Design greift auf viele klassische Elemente zurück. Ein paar Kühlrippen am Kopf, rautenförmige Rändelung und ein aufsteckbarer, einfacher Clip. Die Bezeichnung „Gold“ der Sonderedition stammt natürlich von der „goldenen“ oder gelben Anodisierung, die man selten bei Taschenlampen findet. Es sollte halt etwas Besonderes sein.


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Zum Bezel gibt es nicht viel zu sagen: Er hält die Optik an der richtigen Stelle, nicht mehr. Keine Zacken, kein Edelstahl. Seitlich am Kopf sitzt der Taster zur Bedienung der Lampe.


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Durch TIR-Optik und elektronischem Taster konnte die Lampe recht kurz gebaut werden. Die Kühlrippen stehen ein wenig hervor und machen den Kopf dadurch dicker.

Länge: 101,3 mm
Durchmesser (Kopf): 27,0 mm
Durchmesser (Akkurohr): 22,5 mm
Durchmesser (Tailcap): 24,5 mm
Gewicht (ohne Akku): 51,9 g
Gewicht (18650 Akku): 45,1 g
Gewicht (gesamt): 97,0 g


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Ein Loch in der Tailcap ermöglicht die Befestigung einer Handschlaufe. Allerdings stört die Handschlaufe dann beim Tailstand. Die extra Tailcap mit Magnet hat ein leicht anderes Design, sodass sie auch mit Handschlaufe gut an einer magnetischen Fläche hält.


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Über einen USB-C Anschluss am Kopf lässt sich der Akku direkt in der Taschenlampe laden.


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Eine Silikonabdeckung schützt den Anschluss vor Wasser und Schmutz. Eine kleine Lasche hilft beim Öffnen, kann aber auch dazu führen, dass man an ihr hängen bleibt und die Abdeckung versehentlich öffnet. Ich habe die Lasche daher abgeschnitten, sodass ein unbeabsichtigtes Öffnen eher unwahrscheinlich ist.


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Für die volle Ladegeschwindigkeit reicht ein USB-Netzteil mit 5 V und 1,6 A. Beim Laden blinkt die Status-LED im Taster rot, nach Abschluss leuchtet sie grün. Während des Ladevorgangs lässt sich die Lampe komplett ohne Einschränkungen nutzen.


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Schönes, sauberes Gewinde an der Tailcap. Der Kopf der Lampe ist mit dem Akkurohr verklebt, ebenso der Bezel. Ein O-Ring dichtet die Tailcap ab. Laut Spezifikation ist die Lampe geschützt nach IPX8 und müsste demnach bis zu einer Tiefe von einem Meter wasserdicht sein.


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Eine kräftige Feder in der Tailcap und auf dem Treiber bieten genügend Spielraum, sodass die meisten 18650-Akkus (geschützt, ungeschützt, flat- und button-top) passen sollten.


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An der Verarbeitungsqualität gibt es nichts auszusetzen. Sogar die Kühlrippen sind entgratet – was selbst bei höherpreisigen Taschenlampen nicht selbstverständlich ist.


Bedienung und Funktion​

Bedient wird die WK03 über den am Kopf sitzenden Taster. Mit 8 mm Durchmesser wirkt er etwas zierlich. Er steht etwas hervor, hat einen kurzen Schaltweg und benötigt recht wenig Kraft zur Betätigung. Ein versehentliches Einschalten der Lampe in der Tasche ist daher früher oder später zu erwarten. Also besser mittels 4C oder durch Lösen der Tailcap sperren.


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Als Einstiegslampe sind auch die Funktionen der Lampe recht überschaubar. Fünf Helligkeitsstufen inklusive direkt erreichbarem Moon und Turbo. Dazu noch Strobe (14 Hz) und eine elektronische Tastensperre.

ZustandAktionFunktion
Aus1 KlickEinschalten (vorherige Helligkeit, außer Moon und Turbo)
Aus2 KlickTurbo
Aus3 KlickStrobe
Aus4 KlickLockout
AusHaltenMoon
Ein1 KlickAusschalten
Ein2 KlickTurbo
Ein3 KlickStrobe
EinHaltenHelligkeit erhöhen (Low → Medium → High)
Turbo1 KlickVorherige Helligkeit oder ausschalten
Turbo3 KlickStrobe
Strobe1 KlickVorherige Helligkeit oder ausschalten
Strobe2 KlickTurbo
Lockout4 KlickEntsperren und in gespeicherter Helligkeit einschalten
LockoutHaltenMomentan Moon

Eine LED in der Mitte des Tasters zeigt nach dem Einschalten fünf Sekunden lang den ungefähren Ladestand an. Ist die Akkuspannung niedrig, blinkt die LED bei eingeschalteter Lampe kontinuierlich rot.

FarbeLadestand
Grüngut
Rotschwach
Rot blinkendkritisch (< 3,0 V)

Der kleine Taster ist etwas schwer zu erfühlen. Es ist leichter, die Abdeckung des Ladeanschlusses zu finden und dann auf der gegenüberliegenden Seite zu drücken.


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Lichtbild​

Die LED ist ein weiteres Upgrade der goldenen Edition: Statt einer Luminus SST-40 verwendet sie nun eine neutralweiße Nichia 519A in 5000 K. Diese LED hat außerdem eine besonders gute Farbwiedergabe.


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Die TIR-Optik erzeugt einen überraschend kompakten Spot für eine Lampe dieser Art. Die Corona um den Spot hat eine leicht abweichende Farbe.


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Dedomen macht das Lichtbild nicht wirklich besser. Zwar verschwindet der leichte Farbverlauf (und die Farbtemperatur sinkt auf etwa 4000 K und wird etwas „rosiger“), dafür erhält man ein paar schwache Ringe um den Spot. Wenn man auf etwas Reichweite verzichten kann, bietet sich eine Schicht d-c-fix „milky“ Folie an.


Treiber und Laufzeit​

Während die ursprüngliche Version der WK03 noch bis zu 1800 lm leisten sollte (so steht es auch noch in der mitgelieferten Bedienungsanleitung), kommt die neue Version mit Nichia 519A laut Hersteller nur noch auf 1200 lm. Unter Berücksichtigung der besseren Lichtqualität verschmerzbar.

ModusHelligkeit¹Laufzeit¹Intensität¹ (Reichweite²)Strom³
Turbo1200 lm2:12 h9450 cd (194 m)3,60 A
High500 lm2:30 h3700 cd (121 m)1,37 A
Medium150 lm9:30 h1605 cd (80 m)0,45 A
Low15 lm25 h425 cd (41 m)0,06 A
Moon2 lm280 h17 cd (8 m)0,02 A
Aus4 µA

¹ Herstellerangabe ² Nach ANSI FL1 ³ Messung

Im Turbo wird die Helligkeit nach einer Minute reduziert. Der Kopf erreicht dabei eine Temperatur von etwa 38 °C bei leichter Kühlung. Im Anschluss sind Turbo und High praktisch identisch. Die Angaben des Herstellers zur Laufzeit decken sich nicht mit meinen Messungen. Tatsächlich läuft die Lampe deutlich länger, zumindest in den von mir gemessenen Stufen.


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Es überrascht nicht, dass bei einer günstigen Lampe auch der Treiber günstig gehalten wird: ein einfacher FET-Treiber im Direct-drive-Betrieb. Die Helligkeit wird mittels PWM bei etwa 21 kHz reguliert. Selbst im Turbo, vermutlich da man eine Beschädigung der LED im direct-drive vermeiden wollte. Der Nachteil ist – wie man im Laufzeitdiagramm gut sehen kann – die allmählich abnehmende Helligkeit, wenn der Akku entladen wird. Aber selbst bei deutlich teureren Lampen ist so ein Treiber keine Seltenheit.


Wurkkos_WK03_strobe.png


Strobe mit PWM

Unterhalb einer Akkuspannung von 3,00 V blinkt der Taster rot, während die Lampe eingeschaltet ist. Unterschreitet der Akku eine Spannung von 2,70 V, schaltet sich die Lampe ab, um den Akku vor Tiefentladung zu schützen.


Fazit​

Auch wenn man an einigen Stellen merkt, dass gespart wurde: Die Wurkkos WK03 ist eine klasse Einsteigerlampe, wenn man keine allzu hohen Erwartungen hat. Die Sonderedition „Gold“ bietet einige Verbesserungen, wie beispielsweise die deutlich bessere Nichia 519A LED oder die extra Tailcap mit Magnet.

Neugierig geworden? Hier gibt es die Wurkkos WK03 Gold auf Amazon DE – mit dem Code „FUWHAG4V“ lassen sich 20% sparen.
 

Köf3

LED-Spezialist
17 Mai 2015
4.140
5.940
113
nahe Köln
Auch wenn man an einigen Stellen merkt, dass gespart wurde
Damit ist eigentlich alles gesagt.
Ich habe eine dieser goldenen WK03, vielleicht 10 Mal benutzt und paar Mal in der Hosentasche (ohne Schlüssel) gehabt, und die Anodisierung löst sich jetzt schon an den Kanten von Bezel und Tailcap auf. Das Batterierohr fühlt sich extrem billig und wenig robust an und die Optik ist definitiv nicht für die 519A gemacht. Interessanterweise habe ich mit dedomter 519A 2700 K trotzdem fast keine Ringe im Lichtbild.

Ist halt eine Lampe für Leute die am liebsten gar nix ausgeben wollen. In dieser Disziplin macht sie ihren Job zumindest recht gut. Wer aber gerne eine Lampe nutzt, die auch nach einiger Benutzung noch recht neu aussieht, sollte sich lieber woanders umgucken.
 
  • Danke
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Buteo

Flashaholic***
25 März 2015
8.453
5.147
113
Danke für das Review! :)

Die TIR-Optik erzeugt einen überraschend kompakten Spot für eine Lampe dieser Art. Die Corona um den Spot hat eine leicht abweichende Farbe.
Ja.
Eben deswegen habe ich irgendeinen Orange Peel Reflektor eingebaut, den ich noch in irgendeiner Kiste hatte.
Der Reflektor ist zwar eigentlich etwas klein, jedoch konnte ich da etwas mit O-Ringen ausgleichen und spielen und habe es glücklicherweise gut hinbekommen. :)
Dedomen macht das Lichtbild nicht wirklich besser. Zwar verschwindet der leichte Farbverlauf (und die Farbtemperatur sinkt auf etwa 4000 K und wird etwas „rosiger“), dafür erhält man ein paar schwache Ringe um den Spot. Wenn man auf etwas Reichweite verzichten kann, bietet sich eine Schicht d-c-fix „milky“ Folie an.
Durch das Dedomen der LED wurde bei mir das Lichtbild rapide schlechter mit egal welcher TIR-Optik ich es auch versucht habe.
Dementsprechend der Umbau (sie oben). :)
 
  • Danke
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Flashaholic***
30 September 2014
7.549
5.024
113
Allgäu
Ich hab einen Doppelpack hier aus dem Forum gefischt und bin mit diesen, meinen einzigen Wurkkos sehr zufrieden. Sicher kommen sie nicht an eine Eagtac oder Armytek ran. Aber man bekommt bei der Lampe viel für wenig Kohle. Die Lichtqualität ist für eine Lampe in diesem Segment hervorragend.
 
  • Danke
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