Olight hat die neue Javelot Turbo für einen Test zur Verfügung gestellt. Sie ist der Nachfolger der Javelot Pro, zu der ihr hier einen Test nachlesen könnt:
https://www.taschenlampen-forum.de/threads/review-olight-javelot-pro.70653/
Es ist ein klein wenig verwunderlich, dass ein Nachfolgemodell mit etwa nur der halben Lichtleistung der Vorgängerin präsentiert wird. Anscheinend liegt der Fokus des Herstellers auf der Leuchtweite, dort gibt es einen Zuwachs, ebenso wie bei der Leuchtdauer durch einen potenteren Akkupack. Vom Prinzip sind beide weitgehend ähnlich aufgebaut, daher kann diese Vorstellung etwas kürzer ausfallen. Zu den Unterschieden wie etwa Energieversorgung, Tailcap, LED und Design gleich mehr.
Olight hat mich gebeten, mitzuteilen:
Der Preis ist wegen des Black Friday noch kurze Zeit um 30% reduziert.
Vorbildlich solide Umverpackung: ein wertiges Köfferchen



Überschaubarer aber noch ausreichender Lieferumfang:
Olight Javelot Turbo Lampe, Holster, USB-Magnetladekabel und mehrsprachige Bedienungsanleitung - und natürlich den schönen Koffer.

Datenvergleich Javelot Pro vs. Javelot Turbo
Sonstige Eigenschaften beider Javelots:
Beim Lampendesign blieb man klassisch, die lange Bauweise als handfester "Leuchtknüppel" dürfte auch heute noch in bestimmten Anwendungsfällen Freunde finden. Bei der Verarbeitung gibt es nichts auszusetzen, bewährte Qualität ohne augenscheinliche Fehler.

Die grobe Struktur am Akkurohr blieb gleich, so rutscht auch die Javelot Turbo nicht aus der Hand. Noch besser - wenn nicht sogar notwendig - fände ich eine Öse für eine Fangschnur. Die ist leider nicht vorhanden. Bei kleinen EDC kann ich das verschmerzen, aber bei einer Lampe solchen Kalibers wie der Javelot sehe ich es als ein Muss.


Der LED-Indikator im Seitenschalter zeigt bei eingeschalteter Lampe dauerhaft den Ladezustand des Akkus an. Schön großer Schalter, gefällt mir besser als ein kleiner Knopf.


Tailcap mit Metallschalter inklusive Ladefunktion. Links die Turbo-, rechts die Pro-Version.


Der Apparat lässt sich in 3 Teile zerlegen.

Kleinere Unterschiede zur Pro finden wir bei den Kontakten



Das Holster sieht fast genauso wie vorher aus, nur jetzt mit Magnetverschluss anstatt Druckknopf.




Über die LED schweigt Olight erneut, es ist ein Typ ohne Dome. Im Regelfall wirkt sich das positiv auf eine einheitliche Lichtfarbe und die Reichweite aus.

Designvergleich Javelot Pro und Javelot Turbo

Größenvergleich

Bedienung / Handhabung
Das komplette Manual (mehrsprachig) kann man hier herunterladen.
Die Javelot kann über den Heck- und/oder den Seitenschalter bedient werden. Über den Heckschalter stehen Low und Turbo (Moment- oder Dauerlicht), über den Seitenschalter alle 4 Leuchtstufen zur Verfügung.
Im Auslieferungszustand leuchtete die Akkuanzeige orange, was 10-60% des Ladezustandes gleichkommen soll. Das magnetische USB-Ladekabel zeigt eine rote LED während des Ladeprozesses und grün bei vollem Akku


Auf Disco-Modi (Strobe und SOS) wurde wie schon bei der Pro auch bei der Turbo verzichtet.
Die Schalter sind gleichberechtigt. Man kann die Lampe beispielsweise über den Seitenschalter weiter bedienen, auch wenn man sie zuvor über den Tailcapschalter bedient hat.
Ladezustandsanzeige im Seitenschalter
Positiv: Solange die Lampe eingeschaltet ist, bleibt die Anzeige aktiv.
grün = mehr als 60 %
orange = 10 - 60 %
rot = 5 - 10 %
rot blinkend = weniger als 5 %
Handhabung
Die grobe Struktur des Batterierohres gibt einen guten Grip. Gegenüber der Javelot Pro ist die Javelot Turbo etwas fülliger am Akkurohr, dennoch könnte es für guten Griff immer noch ein klein wenig dicker sein. Ich bin eh erstaunt, wie schlank das Akkurohr ausfällt trotz des groben Knurlings und der 21700 Zellen. Lanyard-Öse ist wie oben schon erwähnt nicht vorhanden, für mich ein Minus. Tailstand geht bei so einer kopflastigen Lampe natürlich nicht.
Wo ich gerade die verwendeten Zellen erwähne muss ich betonen, dass der feste Akkupack garantiert viele Flashies vom Kauf abhalten dürfte. Nachhalter wäre es, wenn man die Lampe selbst mit einzelnen Akkus bestücken könnte. Zudem ist es nicht möglich, für längere Einsätze eigene Ersatzakkus zu benutzen.
Das im Review zur Javelot Pro Gesagte zum Zwei-Schalterkonzept gilt auch für die Javelot Turbo. Ein Tailcapschalter ist paniksicher, d.h. immer sofort auffindbar. Gleichzeitig kann man die Lampe mit dem Seitenschalter bedienen, wenn man sie nicht taktisch sondern mit herunterhängendem Arm hält (z.B. auf Wanderungen). Nachteil des Schalterkonzepts von Olight: ein mechanischer Lockout ist nur beim Tailcap-Schalter möglich, wenn man diesen leicht löst. Der Seitenschalter bleibt immer aktiv, solange der Akkupack Kontakt zum Lampenkopf hat. Leider lässt sich der Seitenschalter nicht sperren, mir ist die Lampe beim Transport im Holster dann auch prompt unbeabsichtigt angegangen.
Eigene Messungen
(mit Hobbyequipment, daher ohne Gewähr)
Lichtintensität: 500.000 Lux
Lichtleistung: 1.357 Lumen
PWM (Pulsweitenmodulation): nicht messbar, die Javelot Turbo leuchtet flimmerfrei
Laufzeittest auf höchster Stufe (1.300 Lumen, Turbo) mit Ventilatorkühlung

Nach dem Stepdown vorbildlich geregelt.
Hier auf zweithöchster Stufe

Leuchtergebnis
Sauberer Lichtkegel ganz ohne Unregelmäßigkeiten oder Farbverschiebungen (Tint-Shifts), der Rand des Lichtkegels zeigt das Muster des Bezelkranzes.
Die Lichtfarbe ist angenehm, kälteres Neutralweiß oder wärmeres Kaltweiß, wenn man so möchte.

Die Abstrahlcharakteristik mit scharf gebündeltem Strahl

Entfernung zur Brücke 82 m

Entfernung zur Baumreihe 215 m

Entfernung zum Haus 300 m

Fazit
Pro
- hohe Leuchtweite (Herstellerangaben werden übertroffen)
- angenehme Lichtfarbe
- sauberes Leuchtbild
- konstante Helligkeit (nach Stepdown)
- einfache Bedienung
- interne Aufladung des Akkupacks
- sehr gute Qualitätsanmutung
- Ladezustandsanzeige
Contra
- proprietärer Akkupack
- Seitenschalter kann nicht gesperrt werden
- keine Lanyard-Öse
Neutral
- gehobener Preis
https://www.taschenlampen-forum.de/threads/review-olight-javelot-pro.70653/
Es ist ein klein wenig verwunderlich, dass ein Nachfolgemodell mit etwa nur der halben Lichtleistung der Vorgängerin präsentiert wird. Anscheinend liegt der Fokus des Herstellers auf der Leuchtweite, dort gibt es einen Zuwachs, ebenso wie bei der Leuchtdauer durch einen potenteren Akkupack. Vom Prinzip sind beide weitgehend ähnlich aufgebaut, daher kann diese Vorstellung etwas kürzer ausfallen. Zu den Unterschieden wie etwa Energieversorgung, Tailcap, LED und Design gleich mehr.
Olight hat mich gebeten, mitzuteilen:
Der Preis ist wegen des Black Friday noch kurze Zeit um 30% reduziert.
Vorbildlich solide Umverpackung: ein wertiges Köfferchen



Überschaubarer aber noch ausreichender Lieferumfang:
Olight Javelot Turbo Lampe, Holster, USB-Magnetladekabel und mehrsprachige Bedienungsanleitung - und natürlich den schönen Koffer.

Datenvergleich Javelot Pro vs. Javelot Turbo
| . | Javelot Pro | Javelot Turbo |
|---|---|---|
| Leuchtstufe 1 (Turbo) | 2.100 / 1.000 lm (5 + 145 Min) | 1.300 / 800 / 500 / 150 lm (10+140+30+110 Min) |
| Leuchtstufe 2 | 600 lm (300 Min) | 500 / 150 lm (350+130 Min) |
| Leuchtstufe 3 | 150 lm (23 Std) | 150 lm (27 Std) |
| Leuchtstufe 4 (Low) | 15 lm (192 Std) | 15 lm (380 Std) |
| LED-Typ | Cree XHP35 HI neutralweiß | unbekannt, neutralweiß |
| Lichtintensität | 291.600 cd (= 1.080 m) | 422.500 cd (= 1.300 m) |
| Akkupack | 7.000 mAh (2* 18650) | 10.000 mAh (2* 21700) |
| Maße LxD | 247 x 63 x 26 mm | 259 x 63 x 25,8 mm |
| Gewicht | 380 g mit Akkupack | 408 g mit Akkupack |
Sonstige Eigenschaften beider Javelots:
- Gehäuse aus Aluminium, hart anodisiert
- Heckschalter aus Metall
- Seitenschalter mit Akku-Indikator
- vergütete Frontscheibe aus Glas
- glatter und relativ tiefer Reflektor
- wasserdicht nach IPX8
Beim Lampendesign blieb man klassisch, die lange Bauweise als handfester "Leuchtknüppel" dürfte auch heute noch in bestimmten Anwendungsfällen Freunde finden. Bei der Verarbeitung gibt es nichts auszusetzen, bewährte Qualität ohne augenscheinliche Fehler.

Die grobe Struktur am Akkurohr blieb gleich, so rutscht auch die Javelot Turbo nicht aus der Hand. Noch besser - wenn nicht sogar notwendig - fände ich eine Öse für eine Fangschnur. Die ist leider nicht vorhanden. Bei kleinen EDC kann ich das verschmerzen, aber bei einer Lampe solchen Kalibers wie der Javelot sehe ich es als ein Muss.


Der LED-Indikator im Seitenschalter zeigt bei eingeschalteter Lampe dauerhaft den Ladezustand des Akkus an. Schön großer Schalter, gefällt mir besser als ein kleiner Knopf.


Tailcap mit Metallschalter inklusive Ladefunktion. Links die Turbo-, rechts die Pro-Version.


Der Apparat lässt sich in 3 Teile zerlegen.

Kleinere Unterschiede zur Pro finden wir bei den Kontakten



Das Holster sieht fast genauso wie vorher aus, nur jetzt mit Magnetverschluss anstatt Druckknopf.




Über die LED schweigt Olight erneut, es ist ein Typ ohne Dome. Im Regelfall wirkt sich das positiv auf eine einheitliche Lichtfarbe und die Reichweite aus.

Designvergleich Javelot Pro und Javelot Turbo

Größenvergleich

Bedienung / Handhabung
Das komplette Manual (mehrsprachig) kann man hier herunterladen.
Die Javelot kann über den Heck- und/oder den Seitenschalter bedient werden. Über den Heckschalter stehen Low und Turbo (Moment- oder Dauerlicht), über den Seitenschalter alle 4 Leuchtstufen zur Verfügung.
Im Auslieferungszustand leuchtete die Akkuanzeige orange, was 10-60% des Ladezustandes gleichkommen soll. Das magnetische USB-Ladekabel zeigt eine rote LED während des Ladeprozesses und grün bei vollem Akku


| Ausgangssituation | Aktion | Ergebnis |
|---|---|---|
| Tailcapschalter | ||
| aus | halb drücken | Einschalten auf Low |
| aus | ganz drücken | Einschalten auf Turbo |
| aus | halb gedrückt halten | Momentlicht Low (endet mit Loslassen des Schalters) |
| aus | ganz gedrückt halten | Momentlicht Turbo (endet mit Loslassen) |
| ein auf Low | halb drücken | aus |
| ein auf Low | ganz drücken | Turbo |
| ein auf Low | ganz gedrückt halten | Momentlicht Turbo |
| ein auf Turbo | halb oder ganz drücken | aus |
| Seitenschalter | ||
| aus | gedrückt halten | ein in der zuletzt verwendeten Helligkeitsstufe (Memory) |
| ein | kurz drücken | Leuchtstufenwechsel (Low - Mid - High - Turbo - Low ...) |
| ein | gedrückt halten | aus |
Auf Disco-Modi (Strobe und SOS) wurde wie schon bei der Pro auch bei der Turbo verzichtet.
Die Schalter sind gleichberechtigt. Man kann die Lampe beispielsweise über den Seitenschalter weiter bedienen, auch wenn man sie zuvor über den Tailcapschalter bedient hat.
Ladezustandsanzeige im Seitenschalter
Positiv: Solange die Lampe eingeschaltet ist, bleibt die Anzeige aktiv.
grün = mehr als 60 %
orange = 10 - 60 %
rot = 5 - 10 %
rot blinkend = weniger als 5 %
Handhabung
Die grobe Struktur des Batterierohres gibt einen guten Grip. Gegenüber der Javelot Pro ist die Javelot Turbo etwas fülliger am Akkurohr, dennoch könnte es für guten Griff immer noch ein klein wenig dicker sein. Ich bin eh erstaunt, wie schlank das Akkurohr ausfällt trotz des groben Knurlings und der 21700 Zellen. Lanyard-Öse ist wie oben schon erwähnt nicht vorhanden, für mich ein Minus. Tailstand geht bei so einer kopflastigen Lampe natürlich nicht.
Wo ich gerade die verwendeten Zellen erwähne muss ich betonen, dass der feste Akkupack garantiert viele Flashies vom Kauf abhalten dürfte. Nachhalter wäre es, wenn man die Lampe selbst mit einzelnen Akkus bestücken könnte. Zudem ist es nicht möglich, für längere Einsätze eigene Ersatzakkus zu benutzen.
Das im Review zur Javelot Pro Gesagte zum Zwei-Schalterkonzept gilt auch für die Javelot Turbo. Ein Tailcapschalter ist paniksicher, d.h. immer sofort auffindbar. Gleichzeitig kann man die Lampe mit dem Seitenschalter bedienen, wenn man sie nicht taktisch sondern mit herunterhängendem Arm hält (z.B. auf Wanderungen). Nachteil des Schalterkonzepts von Olight: ein mechanischer Lockout ist nur beim Tailcap-Schalter möglich, wenn man diesen leicht löst. Der Seitenschalter bleibt immer aktiv, solange der Akkupack Kontakt zum Lampenkopf hat. Leider lässt sich der Seitenschalter nicht sperren, mir ist die Lampe beim Transport im Holster dann auch prompt unbeabsichtigt angegangen.
Eigene Messungen
(mit Hobbyequipment, daher ohne Gewähr)
Lichtintensität: 500.000 Lux
Lichtleistung: 1.357 Lumen
PWM (Pulsweitenmodulation): nicht messbar, die Javelot Turbo leuchtet flimmerfrei
Laufzeittest auf höchster Stufe (1.300 Lumen, Turbo) mit Ventilatorkühlung

Nach dem Stepdown vorbildlich geregelt.
Hier auf zweithöchster Stufe

Leuchtergebnis
Sauberer Lichtkegel ganz ohne Unregelmäßigkeiten oder Farbverschiebungen (Tint-Shifts), der Rand des Lichtkegels zeigt das Muster des Bezelkranzes.
Die Lichtfarbe ist angenehm, kälteres Neutralweiß oder wärmeres Kaltweiß, wenn man so möchte.

Die Abstrahlcharakteristik mit scharf gebündeltem Strahl

Entfernung zur Brücke 82 m

Entfernung zur Baumreihe 215 m

Entfernung zum Haus 300 m

Fazit
Pro
- hohe Leuchtweite (Herstellerangaben werden übertroffen)
- angenehme Lichtfarbe
- sauberes Leuchtbild
- konstante Helligkeit (nach Stepdown)
- einfache Bedienung
- interne Aufladung des Akkupacks
- sehr gute Qualitätsanmutung
- Ladezustandsanzeige
Contra
- proprietärer Akkupack
- Seitenschalter kann nicht gesperrt werden
- keine Lanyard-Öse
Neutral
- gehobener Preis
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