Review: N-Light ST50

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Flashaholic**
2 Januar 2012
1.008
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113
Lübeck
Auf der Suche nach einem Ersatz für eine (verschenkte) Solarforce L2 fürs Handschuhfach bin ich auf die N-Light ST50 gestoßen. Voraussetzung war der Betrieb mit 2 CR123 wegen deren Kälteunempfindlichkeit und der geringen Selbstentladung. Eine weitere Voraussetzung war ein überschaubarer Preis.

Da die Lampe bisher sehr wenig Platz hier im Forum eingenommen hat (http://www.taschenlampen-forum.de/taschenlampen-neuigkeiten/7009-neue-n-light-xm-l-t6.html) möchte ich sie in der neutral weißen Version nun kurz beschreiben.

Technische Daten (Herstellerangabe)
  • Cree XM-L T5 (4C)
  • Stromversorgung: 1x18650 oder 2x CR123A oder 1x CR123A+Dummy
  • Eingangsspannung: 2,8V - 6V
  • Aluminium + HAIII
  • Edelstahlbezel
  • SMO Reflektor
  • gehärtete Glaslinse
  • max. Lichtstrom 620 Lumen
  • Bestromung: 2A(turbo), 1,5A(high), 18mA(low)
  • Modi in zwei Gruppen:
    • Turbo (Kopfgewinde gelöst)
    • High, Low (Kopfgewinde fest)
  • Abmessungen: 130mm lang, Kopfdurchmesser 27mm, Batterierohrdurchmesser 25,5mm
  • Gewicht: 130g (ohne Batterien)
  • Wasserdicht nach IPX8

Verpackung und Lieferumfang
Geliefert wurde die Lampe von Led Flashlight-International Outdoor Store in einer einfachen Papschachtel
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die beim Transport in einem Umschlag sichtlich gelitten hat. Außer der Lampe selbst befand sich eine Handgelenkschlaufe (davon hab ich leider kein Bild gemacht - wirkt aber brauchbar) und ein O-Ring in der Packung. Eine Bedienungsanleitung gibt es nicht. Aber das wird hier niemanden vor unlösbare Probleme stellen, da bin ich zuversichtlich.

Äußere Erscheinung
Ist man erstmal über die schwachen Verpackung hinweg wird man aber mit einer sehr schönen Lampe belohnt. Von einer traumhaften, feinmatten schwarzen Anodisierung eingehüllt zeigt sich die präzise gefräste Aluminiumgestalt.
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Der flache Edelstahlbezelring rundet das schnörkellose Design nach vorne hin ab.
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An der Rückseite befindet sich eine tailstandfähige Endkappe mit einem Forward-Clicky unter einer griffigen Gummikappe.
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Davor sitzt ein abschraubbarer Zigarrengriffring. Die beiden kleinen weißen Pfeile hinter dem geriffelten Ring deuten die Bedienmöglichkeiten der Lampe an, dazu aber später mehr.
Trotz der sehr dezent gehaltenen Kühlrippen am Kopf hält sich die Oberflächentemperatur der Lampe auch auf höchster Stufe in angenehmen Grenzen.
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Der SMO-Reflektor ist sauber und ohne Einschlüsse und beherbergt die gut zentrierte neutralweiß leuchtende XM-L T5 4C (Händlerangabe). Aufgrund des kompakten Reflektors darf man keine übermäßige Reichweite erwarten. Das bestätigt sich beim Betrieb und passt mir voll ins Konzept - ich wollte eine neutralweiße Nahbereichslampe mit viel Licht fürs Handschuhfach, die auch bequem in die Jackentasche passt.
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Schraubt man Kopf und Endkappe ab, so findet man, dass sich der hochwertige Eindruck auch im Inneren fortsetzt. Sowohl das Gewinde zur Befestigung des Griffrings als auch das zur Endkappe sind fehlerfrei anodisiert und dezent gefettet.
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Daher ist Tailcap-Lockout zwar möglich, bei dem Design der Lampe aber gar nicht nötig da ich versehentliches Einschalten für sehr unwahrscheinlich halte.
Das vordere Gewinde zum Lampenkopf hin ist nicht beschichtet, aber das muss auch in leicht gelöstem Zustand eine gute elektrische Verbindung gewährleisten. Sowohl die Feder am Treiber als auch die am Endkappenschalter sind stramm und vergoldet. Deshalb sollten auch Akkus mit flachem Plusplot kein Problem darstellen.

Hier noch ein Größenvergleich mit einer Solarforce L2P
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Die N-Light ST50 wirkt dagegen deutlich kompakter und passt auch noch ganz gut in eine Hosentasche (zumindest ohne den Griffring).

Bedienung
Wie weiter oben bereits angedeutet nimmt die Verschraubung zwischen Lampenkopf und Batterierohr eine wichtige Rolle in der Bedienung ein. Bei festgeschraubtem Gewinde stehen durch Ein/Ausschalten zwei Helligkeitsstufen zur Verfügung. Die mittlere und die niedrige Helligkeit. Löst man die besagte Verschraubung ein klein wenig, so steht nur noch die hellste Leuchtstufe zur Verfügung. Im Hinblick auf meine Verwendung gefällt mir das gut, da bei einer eventuellen Panne in der Prärie oder sonstigen ähnlich gearteten Situationen kein Bedarf für kleinere Helligkeiten besteht, da muss „Hell“ ohne Zirkus auch für Leute die nicht mit der Lampe vertraut sind einfach da sein. Für andere Fälle, wie unterm Sitz was suchen oder irgendwas anderes, gibts die mittlere und die niedrige Stufe auf Abruf. Die niedrigste Leuchtstufe macht ihrem Namen alle Ehre, damit kann man auch im Dunklen auf sehr kurze Distanz gut sehen ohne sich zu blenden.

Mit einem 18650er (4,1V Leerlaufspannung) hab ich folgende Werte ermittelt.

High 1,3A (370lm)
Mid 0,14A (50lm)
Low 0,01A (Lichtstrom so nicht messbar)
(2xCR123a liefern innerhalb der Messgenauigkeit die gleichen Lichtströme, Strom hab ich nicht gemessen)

Die Lumenangaben sind nur Richtwerte (Zimmerdecke, Fenix Ansilumenvergleich).
Die maximale Stromaufnahme von 1,3A erklärt auch die geringe Wärmeentwicklung. Dürften also ungefähr 1,5A an der LED ankommen. Es handelt sich hier um eine absolut dauerbetriebsfeste Gebrauchslampe. Allerdings konnte ich bei meinem Exemplar die im Intl-Outdoor-Store angegebenen Stromstärken bisher nicht reproduzieren. Ich schließe aber nicht aus, dass nicht auch höhere Ströme vorkommen, da ich mit den Prüfspitzen auf dem sehr schmalen nicht anodisierten Rand des Batterierohres eventuell einen schlechten Kontakt hatte. Wenn der Treiber was taugt oder auch nicht, dann ist das ja auch Ladestandsbhängig. Allerdings hab ich auch die angegebenen 600 Lumen (auf der Schachtel stehen sogar 620) nicht alle gefunden...

Diagramme zur Stromaufnahme am Labornetzgerät werd ich bei Gelegenheit noch nachliefern (dann werden wir sehen was reingeht), ebenso wie ein paar Beamshots. Wenn Zeit und Lust (sowie Interesse der geneigten Leser) besteht mach ich eventuell auch noch eine Laufzeit-Luxmessung. Auf der Schachtel steht eine Laufzeit von maximal 100 Stunden. Wie das in der hellen Stufe aussieht wird nicht angegeben (2,5Ah/1,3A=1,9h).

Zur Leuchtcharakteristik sei aber schon gesagt, dass die Lampe einen sehr breiten Spot erzeugt (etwa doppelter Durchmesser im Vergleich mit einem P60 XM-L Dropin) und einen praktischen hellen Spill (vergleichbar mit P60 XM-L Dropin).

Die Lichtfarbe ist sehr warm, da das meine einzige ausdrücklich „neutralweiße“ Lampe ist hab ich aber in dieser Hinsicht keinen Vergleich. Die Farbwiedergabe jedoch ist toll. Herbstlaub auf Gras hat sich da als Extrembeispiel im direkten Vergleich mit kaltweißem Licht erwiesen.

vorläufiges Fazit
Die N-Light ST50 erfüllt meine Erwartungen hinsichtlich der Helligkeit und der Bedienung vollkommen. Was die Verarbeitung angeht war ich angenehm überrascht. Es handelt sich um eine wirklich schöne und vor allem praktische Lampe. Sie ist für eine 18650/2xCR123a Lampe kompakt. Da sie moderat bestromt wird ist sie recht effizient (grob gesagt 80 „Zimmerdecken-Fenix-ANSI-Lumen“ pro Watt). Das ist gut, vor allem für eine neutralweiße Lampe. Die daraus resultierende geringe Erwärmung sowie die (hochgerechnete) lange Laufzeit dienen der Praxis. Es ist kein Lumenmonster - aber ich kann sie guten Gewissens empfehlen, eben auch für nicht Flashies. Und dazu ist sie nicht teuer.

Für Fragen und Anregungen sowie jede Form von Kritik bin ich selbstverständlich offen.
 

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Lampi-on

Flashaholic**
6 Februar 2012
3.045
2.129
113
Schwäbische Alb
Hallo,

danke für den schönen, mit sehr guten Bildern versehenen Bericht.:thumbsup:

Für den von dir vorgesehenen Zweck ist das bestimmt eine gute Lampe.

Die angekündigten Beamshots werde ich mir gerne anschauen.

Gruß Hacki:)