So, dann schreibe ich mal ein wenig zu den Umbauten…
Lampenkarle hatte den Stein durch diesen Thread ins rollen gebracht.
Ich selbst bin von der MT-G2 Q0 mit 5000k sehr angetan, weil ich finde dass sie eine wirklich tolle Lichtfarbe bei sehr guter Farbwiedergabe hat. Dazu bei entsprechender Bestromung einen ordentlichen Output und in Verbindung mit dem OP-Reflektor der SR-51 ein richtig schönes Lichtbild.
Da ich die Lampe vorher noch nie in Händen hatte, habe ich mir im BLF den entsprechenden Modding-Thread angeschaut und beschlossen, dass der Umbau relativ unproblematisch sein wird.
Lampenkopf öffnen, LED auslöten, Heatsink raus nehmen, Treiberhalterung entfernen, alten Treiber auslöten, neuen Treiber einbauen, ordentlich WLP unter den Heatsink, Zentrier-/Isolierscheibe anpassen, neue LED rein, fertig… so weit die Theorie. Dass dann während eines Umbaues immer wieder mal das ein oder andere davon abweicht, weiss jeder der schon mal so etwas gemacht hat.
Als Treiber habe ich mich auf einen Nanjg 105c festgelegt, UI von DrJones (lumodrv), Zener-Mod.
Beim ersten Umbau für Lampenkarle hatten wir uns für eine 4,5A-Bestromung entschieden. Also noch 4 AMCs drauf. Damit ist die Lampe ordentlich hell, hat eine vernünftige Laufzeit und kein Wärmeproblem. Hat auf Anhieb funktioniert.
Dann habe ich mich entschieden, den anderen Jungs den „Serienmod“ anzubieten. Damit kamen dann auch ganz schnell verschiedene Unsicherheiten zu Tage. Ich habe zuvor z.B. nur Lampen mit eSwitch und Clicky umgebaut, musste mir also um Standby-Drain keine Gedanken machen. Die SR-51 hat aber nur eSwitch, keinen Clicky und für einen Tailcap-Lockout muss man das Batterierohr fast komplett aufschrauben.
Beim Nanjg 105c habe ich nach dem Zener-Mod einen Standby-Drain von ca. 16mA gemessen, viel zu hoch – geht gar nicht. Die Lösung dafür habe ich dann in einem LDO-Voltage-Regulator gefunden, der (anstelle des Widerstandes und der Zener-Diode) anstelle der S4-Diode angebracht wird. Damit zieht die Lampe nur noch 360 µA (wovon der Spannungsteiler alleine ca. 160 µA verbraucht). Das ist jetzt kein Spitzenwert aber für mich akzeptabel.
Das nächste war dann der Wunsch nach einer Low-Voltage-Warnung. Damit diese funktioniert, müssen die Widerstände vom Spannungsteiler verlegt und die Werte für R1 und R2 auf dem Treiber im richtigen Verhältnis gefunden werden. Das hat viel Zeit gekostet aber letztlich doch funktioniert. Nach meinen Messungen schaltet die Lampe jetzt bei ca. 5,4 bis 5,6 Volt (2,7 bis 2,8 V pro Zelle, je nach Last) runter.
Insgesamt habe ich dann 8 Lampen umgebaut, eine mit 4,5A-Treiber, 5 mit 6A-Treiber und zwei mit FET-Treiber (nahezu DD in high), so wie die Herrschaften es eben wünschten.

D.h. nicht alle Lampen aus diesem Mod sind gleich, bitte bei den Messungen bedenken.
Edit: Ein paar schnelle Messungen zum Output hatte ich noch gemacht. Relative Werte im Ceiling-Bounce, direkt nach dem Einschalten:
| NCR18650B | KP18650 2600 | INR18650 25R | |
| K40M | 153 | 153 | 153 |
| SR51 4,5A | 138 | 138 | 138 |
| SR51 6A | 149 | 160 | 170 |
| SR51 FET | 154 | 174 | 230 |
Teil 2 der Geschichte kommt dann noch in einem anderen Thread.
Und nein, ich habe derzeit keine Zeit und Lust, weitere Lampen umzubauen!
