Nun auch von Ansmann 1,5 Volt Lithium-Ionen-Akkus

budgetlampenfan

Flashaholic**
30 September 2019
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jetzt hat also auch Ansmann 1,5 Volt Lithium-Ionen Akkus im Programm ... auf der Homepage hatte ich sie zwar noch nicht entdeckt, aber in Onlineshops ...

in den Standardgrößen AA, AAA, C, D sowie 9 Volt Block ...

erfreulicherweise ist Ansmann auch hier der Tradition treu geblieben, auf Akkus und Verpackung eine Zahl größer herauszustellen und ein kleines "Typ" davor zu setzen (bei Mignon z.B. "Type 2000"), was der Kunde auf den ersten Blick natürlich als Kapazität interpretieren könnte ...

kleiner gedruckt ist bei AA aber zu lesen "min. 1800 mAh" ...

das kennt der Kunde schon von NiMH Akkus vom "Typ 2850" oder "Typ 2900" mit "min. 2650 mAh", so muss er sich da glücklicherweise nicht umstellen ... ;)

es handelt sich um die Variante mit USB-Ladeanschluss am Akku (hier USB-C), im Gegensatz zu den 1,5V Li-Ions ohne Ladeport, die über speziell dafür ausgelegte Ladegeräte geladen werden, wie z.B. bei Xtar ...

(es gibt z.T. auch 1,5V Li-Ions mit USB-Port, die auch in solchen Ladegeräten geladen werden können, z.B. sind die Keeppower 1,5V Li-Ions AA / AAA mit Micro-USB von akkuteile auch für die Ladegeräte BC4 und BC8 von Xtar freigegeben, die Ansmann gem. Produktbeschreibung aber nicht für Ladegeräte ...)

für die anvisierte Kundschaft ist die Variante mit USB prinzipiell sicher die naheliegendere Entscheidung gewesen ...

bei den größeren Formaten C und D wäre es ohnehin auf USB raus gelaufen, so hat man eine durchgehende Linie ...

apropos Baumarkt-Kundschaft, letztens habe ich diese Akkus da (noch) nicht gesehen ... überhaupt noch nie 1,5V Li-Ions in Baumärkten, soweit ich mich erinnere ...

"1,5 Volt durchgehend" müsste ja eigentlich auch im Handel vor Ort ein attraktives Verkaufsargument sein ...

allerdings hat man bei den 1,5V Li-Ions bisher - je nach Fabrikat - z.T. sehr hohe Selbstentladungsraten gemessen ... das Spektrum ging von "nach 1 Jahr Lagerung noch 65 Prozent Ladung übrig" bis zu "nach 1 Jahr noch 0 % Ladung übrig" (null, nix, nada, nothing, nüscht, niente ...)

da stellt sich dann - im Vergleich z.B zu (echten) LSD NiMHs - je nach Fabrikat schon die Frage des "shelf life" (shelf = Regal) ... d.h. wie lange ein Produkt beim Händler eigentlich im Regal liegen darf, bis dass es spätestens verkauft sein muss, um noch ohne Beeinträchtigung beim Kunden zu funktionieren ...

ich hatte vor Jahren mal aus dem Baumarkt ein Ansmann Ladegerät mit 4 dieser "Typ 2850" NiMHs, das Set hatte da wohl schon länger gehangen, die Akkus waren dann durch Tiefentladung hin ...

auch 1,5V Li-Ions können durch zu tiefe Entladung geschädigt werden und müssen deshalb nach einer gewissen Zeit wieder aufgeladen werden ...

wegen des kleinen Stromverbrauchs der Akku-Elektronik auch nach dem Verbrauchen der Nutz-Kapazität ...

bei den Ansmann lese ich in der Produktbeschreibung allerdings "sehr geringe Selbstentladung" ... ;)

na also ... German Engineering mal wieder weltführend ! ;)

(oder doch eher "German Marketing" ? ;))


zur Anschauung die Produktbeschreibungen aus einem Shop, der mit Ansmann verbunden ist, auf der nachfolgenden Seite finden sich auch die neuen Akkus, die Preise sind da vllt. so was wie UVP-Niveau und können in anderen Shops günstiger sein ... :

Mobile Energy Li-Ion
 

Buteo

Flashaholic***
25 März 2015
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@budgetlampenfan wirst Du diese Akkus ausprobieren?
Ich bin weg von den 1,5V-LiIo-Akkus, seitdem eine meiner 14500-TaLas damit unheimlich heiß wurde.
Ich habe darin danach nur noch Eneloops benutzt und sie letztendlich verschenkt (läuft aber nach wie vor stabil mit AA-Batterien und co.).
 

budgetlampenfan

Flashaholic**
30 September 2019
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auf der Webseite "techtest.org" wurden Messergebnisse für die verschiedenen Formate der Ansmann 1,5V Li-Ion veröffentlicht ...


- AA werden von Ansmann bezeichnet als "Type 2000, min. 1800 mAh" ... im Test ergaben sich (bei 200 mA Entladestrom) im Schnitt 1725 mAh ...

200 mA liegt allerdings unter den 0,2C für Kapazitätsbestimmungen (wäre hier etwa 350 mA) und je niedriger der Entladestrom, desto höher ist tendenziell die Kapazität ...

die Herstellerangabe "min. 1800 mAh" würde also nach diesen Daten verfehlt ...

auf eine Messung bei 500 mA wurde leider verzichtet (obwohl das bei anderen Formaten gemacht wurde), dann hätte man besser mit den Ergebnissen auf akkuvergleichstest.de vergleichen können, dort werden AA standardmäßig auch bei 500 mA gemessen (statt 0,2C) ... allerdings handelt es sich dort bisher fast nur um Akkus ohne USB-Port ...

die 1725 mAh beinhalten offenbar auch bereits die gem. Test "letzten 10 %" bei ca. 1,1 Volt ...

alle diese Ansmann (außer 9V Block) machen gemäß dem Test diese Absenkung am Schluss als Akkuwarnung ...


- AAA werden bezeichnet als "Type 500, min. 400 mAh" ... im Test ergaben sich (bei 200 mA Entladestrom) im Schnitt 365 mAh ...

0,2C läge hier in der Größenordnung von ungefähr 100 mA, so dass der Akku die Angabe "min. 400 mAh" da erreichen könnte ...


- C werden bezeichnet als "Type 2500, min. 2300 mAh" ... im Test ergaben sich mit zwei Akkus im Schnitt rund 2250 mAh (bei 500 mA) ...

500 mA liegen hier in der Größenordnung von 0,2C ... (bezogen auf "min. 2300 mAh" wären es 460 mA ...)


- D werden bezeichnet als "Type 6000, min. 5400 mAh" ... im Test ergaben sich mit zwei Akkus im Schnitt 4100 mAh ...

eine Angabe zum Entladestrom habe ich hier (Stand jetzt) nicht entdeckt, aber das wäre natürlich schon deutlich an der Herstellerangabe vorbei ...


das "Fazit" in diesem Test klingt für mich angesichts der absoluten und auch relativ zu den Herstellerangaben ermittelten Kapazitäten deutlich zu euphorisch : "Kurzum, die ANSMANN Premium Rechargeable Li-ION sind super!" ...

auch wenn auf den Punkt Kapazität hingewiesen wird ... aber z.B. sind 4100 mAh statt "min. 5400 mAh" (D) eben nun mal nicht "O.K." ... :achtung:

auch die Aussage, dass man sich bei dieser Art von Akkus "keine Sorgen um das Tiefenentladen zu machen" brauche, trifft so pauschal nicht zu ...

erstens wegen z.T. hoher Selbstentladungsraten, wie auf akkuvergleichstest.de gemessen ... und zweitens wenn solche Akkus in einem Gerät belassen werden, das wieder kurzzeitig Strom ziehen kann, wenn sich der Akku aufgrund erholter Ruhespannung wieder aktiviert ... da das viele Male passieren kann, kann der Akku tiefer entladen werden als vorgesehen ...

ein Link zum Hersteller-Shop ist allerdings dabei ...

https://techtest.org/ansmann-premium-rechargeable-li-ion-akkus-im-test-aaa-aa-c-d-und-9v-block/

"Schutz vor Tiefentladung wirklich sicher ?" (akkuvergleichstest.de)

Vergleichstabelle akkuvergleichstest.de (bisher meist ohne USB)
 

angerdan

Flashaholic**
30 Dezember 2011
3.682
1.546
113
  • AA werden von Ansmann bezeichnet als "Type 2000, min. 1800 mAh" ... im Test ergaben sich (bei 200 mA Entladestrom) im Schnitt 1725 mAh ...
  • AAA werden bezeichnet als "Type 500, min. 400 mAh" ... im Test ergaben sich (bei 200 mA Entladestrom) im Schnitt 365 mAh ...
  • C werden bezeichnet als "Type 2500, min. 2300 mAh" ... im Test ergaben sich mit zwei Akkus im Schnitt rund 2250 mAh (bei 500 mA) ...
  • D werden bezeichnet als "Type 6000, min. 5400 mAh" ... im Test ergaben sich mit zwei Akkus im Schnitt 4100 mAh ...
Danke für die Zusammenfassung :)
TT testet schon ganz gut, nur beim Schreiben der Berichte fließt immer eine Portion Subjektivität hinein.

Die Ansmann USB-Akkus sind noch nicht in der neuen Übersichtstabelle enthalten:
taschenlampen-forum.de/threads/sammelthread-li-io-mit-usb-anschluss.86003/#post-1220450