Ich bitte zu entschuldigen, wenn dieser Vergleich ohne Fotos auskommen muss.
Es geht um den Kurzvergleich zweier sehr lichtstarker Lampen mit hoher Reichweite. Die noch relativ neue M31 mit Luminus SST-50 und die brandneue M3X mit Cree XM-L. Mir geht es beim Vergleich um den Lichtoutput und die Stromaufnahme der Lampe.
Äußerlich gleichen die beiden Lampen sich bis ins kleinste Detail mit Ausnahme der LED. Die XM-L ist kleiner, sitzt aber im gleichen Reflektor wie die SST-50. Die M3X hat low/high/strobe und ein etwas anderes UI (Schaltungskonzept) als die M31 mit low/mid/high/strobe.
Der auffälligste Unterschied im Lichtschein beider Lampen ist die Lichtfarbe bzw. Farbtemperatur. Die M31 mit SST-50 leuchtet in einem wärmeren cremigeren Farbton als die M3X mit ihrem kaltweißen Spot und dem leicht bläulichen Spill. Der Spill ist bei beiden Lampen sehr homogen ohne störende Ringe und beide haben durch den recht engen hellen Spot eine hohe Reichweite.
In Bezug auf die Reichweite hat die M3X die Nase deutlich vorn. Der Spot ist kleiner und gleißend hell und kommt durch die höhere Bündelung -wohlgemerkt beim gleichen Reflektor- weiter als die M31. Wer einen tollen Weitstrahler sucht, der auch in Hunderten von Metern nicht nur einen lauen Schein wirft sondern alles in helles Licht taucht, sollte unbedingt die M3X ausprobieren.
Die Lichtfarbe der M3X und der hellere kleinere Spot täuscht mitunter vor, die Lampe würde mehr Licht emittieren als die M31. Das ist allerdings nicht wahr. Im ceilingbounce-Test mit den Lampen zur Decke gerichtet lässt sich ein minimaler Helligkeitsvorteil der M31 erkennen. Der Hersteller selbst attestiert der M3X 700 Lumen und der M31 800 Lumen, ANSI wohlgemerkt.
Während sich die M3X im Freien gegenüber der M31 durch die höhere Reichweite, die Lichtfarbe und auch die Lichtverteilung im Spot hervorheben konnte, ist die M31 für Innen imho die bessere Wahl. Im Test mit diffusem Licht durch Anstrahlen der weißen Decke ist mir aufgefallen, dass die Lichtfarbe der M3X stressig für die Augen ist. Die Farbe strengt die Augen etwas an, während man nach dem Umschalten auf die M31 durch deren Lichtfarbe sofort eine Entspannung merkt. Zum Lesen und für wohnliches Licht ist die M31 deshalb vorzuziehen. Sicher ist es eine Frage des Geschmacks, ob man wärmeres oder kälteres bevorzugt. Dass die Lichtfarbe der M3X fürs Auge anstrengend ist, lässt sich imho aber nicht leugnen.
Zum Schluss ein Vergleich der Stromaufnahme beider Lampen. Hier hat die M3X m.M. einen entscheidenden Vorteil. Durch den besseren Wirkungsgrad der XM-L benötigt die M3X durchweg weniger Strom als die M31, was eine Auswirkung auf die (sinnvoll) verwendbaren Akkus bzw. Batterien haben dürfte.
Zunächst die ungefähren Werte, zuerst links die Art der Stromversorgung, Mitte dann der Wert der Stromaufnahme (in Ampère) für die M31, ganz rechts für die M3X
_____________M31____M3X
3x CR123A-----3,0-----1,7
4x CR123A-----1,7-----1,07
2x 18500------1,47----1,25
2x 18650------2,15----1,42
Die geringere Stromaufnahme der M3X ermöglicht in allen Leuchtstufen eine etwas längere Laufzeit als die M31. Besonders den Vergleich mit 3x CR123A Primärzellen finde ich bemerkenswert und wichtig. Während der Betrieb mit nur 3x CR123A bei der M31 wenig sinnvoll und nur für kurze Zeit machbar erscheint, da die Primärzellen 3A Dauerstrom sicher nicht klaglos überstehen, siehts bei der M3X besser aus. 1,7A sind für CR123A eine verkraftbare Belastung (denke ich), so dass man die M3X sehr schön ohne zusätzliche Verlängerung mit nur 3 Primärzellen betreiben kann.
Das ist vielleicht gerade für Leute interessant, die wegen der Pflege und/oder aus Sicherheitsgründen ungern Akkus verwenden möchten. Ich denke, gerade für die Zeit wenn das persönliche Interesse für das Taschenlampenhobby etwas nachgelassen hat, ist die M3X mit ihrer Eignung für Primärzellen eine prima Lampe. Denn die Primärzellen haben bekanntermaßen ja den Vorteil, dass man sie sogar 10 Jahre liegen lassen kann und sie dennoch nur einen geringen Teil der Ladung verloren haben. Somit auch geeignet sind für nur sehr sporadische Verwendung.
Fazit: beides sind sehr interessante und tolle Lampen, M3X mit höherer Reichweite, M31 mit angenehmerer Lichtfarbe. Den geringen Unterschied in der Helligkeit kann man vernachlässigen. Warum die M3X 70 Euro billiger als die M31 angeboten wird (199 zu 129 Euro), bleibt mir ein Rätsel. Aus Kostengesichtspunkten im Hinblick auf eine ungefähr gleiche Lichtleistung wird es für die M31 schwer gegen die M3X.
Es geht um den Kurzvergleich zweier sehr lichtstarker Lampen mit hoher Reichweite. Die noch relativ neue M31 mit Luminus SST-50 und die brandneue M3X mit Cree XM-L. Mir geht es beim Vergleich um den Lichtoutput und die Stromaufnahme der Lampe.
Äußerlich gleichen die beiden Lampen sich bis ins kleinste Detail mit Ausnahme der LED. Die XM-L ist kleiner, sitzt aber im gleichen Reflektor wie die SST-50. Die M3X hat low/high/strobe und ein etwas anderes UI (Schaltungskonzept) als die M31 mit low/mid/high/strobe.
Der auffälligste Unterschied im Lichtschein beider Lampen ist die Lichtfarbe bzw. Farbtemperatur. Die M31 mit SST-50 leuchtet in einem wärmeren cremigeren Farbton als die M3X mit ihrem kaltweißen Spot und dem leicht bläulichen Spill. Der Spill ist bei beiden Lampen sehr homogen ohne störende Ringe und beide haben durch den recht engen hellen Spot eine hohe Reichweite.
In Bezug auf die Reichweite hat die M3X die Nase deutlich vorn. Der Spot ist kleiner und gleißend hell und kommt durch die höhere Bündelung -wohlgemerkt beim gleichen Reflektor- weiter als die M31. Wer einen tollen Weitstrahler sucht, der auch in Hunderten von Metern nicht nur einen lauen Schein wirft sondern alles in helles Licht taucht, sollte unbedingt die M3X ausprobieren.
Die Lichtfarbe der M3X und der hellere kleinere Spot täuscht mitunter vor, die Lampe würde mehr Licht emittieren als die M31. Das ist allerdings nicht wahr. Im ceilingbounce-Test mit den Lampen zur Decke gerichtet lässt sich ein minimaler Helligkeitsvorteil der M31 erkennen. Der Hersteller selbst attestiert der M3X 700 Lumen und der M31 800 Lumen, ANSI wohlgemerkt.
Während sich die M3X im Freien gegenüber der M31 durch die höhere Reichweite, die Lichtfarbe und auch die Lichtverteilung im Spot hervorheben konnte, ist die M31 für Innen imho die bessere Wahl. Im Test mit diffusem Licht durch Anstrahlen der weißen Decke ist mir aufgefallen, dass die Lichtfarbe der M3X stressig für die Augen ist. Die Farbe strengt die Augen etwas an, während man nach dem Umschalten auf die M31 durch deren Lichtfarbe sofort eine Entspannung merkt. Zum Lesen und für wohnliches Licht ist die M31 deshalb vorzuziehen. Sicher ist es eine Frage des Geschmacks, ob man wärmeres oder kälteres bevorzugt. Dass die Lichtfarbe der M3X fürs Auge anstrengend ist, lässt sich imho aber nicht leugnen.
Zum Schluss ein Vergleich der Stromaufnahme beider Lampen. Hier hat die M3X m.M. einen entscheidenden Vorteil. Durch den besseren Wirkungsgrad der XM-L benötigt die M3X durchweg weniger Strom als die M31, was eine Auswirkung auf die (sinnvoll) verwendbaren Akkus bzw. Batterien haben dürfte.
Zunächst die ungefähren Werte, zuerst links die Art der Stromversorgung, Mitte dann der Wert der Stromaufnahme (in Ampère) für die M31, ganz rechts für die M3X
_____________M31____M3X
3x CR123A-----3,0-----1,7
4x CR123A-----1,7-----1,07
2x 18500------1,47----1,25
2x 18650------2,15----1,42
Die geringere Stromaufnahme der M3X ermöglicht in allen Leuchtstufen eine etwas längere Laufzeit als die M31. Besonders den Vergleich mit 3x CR123A Primärzellen finde ich bemerkenswert und wichtig. Während der Betrieb mit nur 3x CR123A bei der M31 wenig sinnvoll und nur für kurze Zeit machbar erscheint, da die Primärzellen 3A Dauerstrom sicher nicht klaglos überstehen, siehts bei der M3X besser aus. 1,7A sind für CR123A eine verkraftbare Belastung (denke ich), so dass man die M3X sehr schön ohne zusätzliche Verlängerung mit nur 3 Primärzellen betreiben kann.
Das ist vielleicht gerade für Leute interessant, die wegen der Pflege und/oder aus Sicherheitsgründen ungern Akkus verwenden möchten. Ich denke, gerade für die Zeit wenn das persönliche Interesse für das Taschenlampenhobby etwas nachgelassen hat, ist die M3X mit ihrer Eignung für Primärzellen eine prima Lampe. Denn die Primärzellen haben bekanntermaßen ja den Vorteil, dass man sie sogar 10 Jahre liegen lassen kann und sie dennoch nur einen geringen Teil der Ladung verloren haben. Somit auch geeignet sind für nur sehr sporadische Verwendung.
Fazit: beides sind sehr interessante und tolle Lampen, M3X mit höherer Reichweite, M31 mit angenehmerer Lichtfarbe. Den geringen Unterschied in der Helligkeit kann man vernachlässigen. Warum die M3X 70 Euro billiger als die M31 angeboten wird (199 zu 129 Euro), bleibt mir ein Rätsel. Aus Kostengesichtspunkten im Hinblick auf eine ungefähr gleiche Lichtleistung wird es für die M31 schwer gegen die M3X.
