Leuchtstoffröhren vs. LED-Röhren

Ferdom

Flashaholic*
31 Oktober 2020
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Hallo zusammen,

ich überlege aktuell, in alten Stallgebäuden sämtliche Leuchtstöffröhren auszutauschen. Es handelt sich um ca. 50 Stück. Die sind 120cm bzw. 150cm bis auf wenige Ausnahmen.
Da die Leuchtstoffröhren auf locker 3-5h Betriebszeit pro Tag kommen, amortisiert sich das schnell.

Es sind übliche 58 Watt Leuchtstoffröhren verschiedener Hersteller in Feuchtraumwannen mit wechselbarem Starter. Leider weiß ich nicht, wieviel Lumen sie abgeben. Üblich scheint 4.000-5.000 zu sein(?). Wirken auf mich wie 4000K.


Nun suche ich natürlich passende LED Röhren mit neuen Feuchtraumwannen (muss wohl versicherungstechnisch mitgetauscht werden), die das Belichtungsniveau halten können und den Verbrauch dabei minimieren.


Im Netz sind bei einigen LED Röhren sogar angegeben, dass sie 58W Leuchtstoffröhren ersetzen können und dabei nur 24W benötigen. Ist das Marketing blabla? Die haben nämlich nur etwa 2500 Lumen
Hier:
https://www.into-led.com/de/led-t8-roehre-150-cm-24-watt-2640lm-4000k.html

Worauf sollte ich generell achten?

Anschaffungskosten sind ja nicht wahnsinnig wichtig (wenn halbwegs im Rahmen), weil die amortisation schnell erreicht ist.

Hoher lm/w Wert?

Gleicher Lumen Wert?


Ich danke euch im Voraus.

Edit: Diese scheint gut: https://www.leuchtmittelmarkt.com/o...-1500mm-190grad-tageslichtweiss-nicht-dimmbar

3100 Lumen bei 150 Lumen/Watt, sieht doch erstmal gut aus?
 
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Flashaholic*
5 August 2021
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Ich habe die https://www.bauhaus.info/feuchtraumleuchten/voltolux-led-feuchtraum-lichtleiste/p/24892298 und bin damit zufrieden. Die Konstruktion der Wanne ist zwar sehr einfach gehalten aber man macht sowas ja nicht ständig auf und zu. Bauhaus bietet da auch einen Mengenrabatt.

Die 18W Version ersetzt bei mir die vorherige 58W Leuchtstoffröhre. Gefühlt ist die LED sogar heller aber ich habe die Lumen nicht gemessen und wir wissen ja wie man sich da mit bloßem Auge vertun kann. Die alten Leuchtstoffröhren die ich hier hatte, hatten aber mit Sicherheit keine 4000-5000 Lumen pro Stück.
 

hampshire

Flashaholic*
29 Dezember 2015
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Da LED Leuchten in der Regel kein breites Farbspektrum haben und je nach Treiber zu PWM neigen können, kann ich mir vorstellen, das nicht jede Leuchte nach Farbtemperatur und Leuchtkraft ausgewählt ideal für eine Tierhaltung in Stallungen sind. Wenn keine Tiere in den Ställen sind. Da würde ich einmal genauer hinsehen was wirklich geeignet ist und was nicht - nur wenn in den Ställen auch Tiere gehalten werden natürlich.
 

Ferdom

Flashaholic*
31 Oktober 2020
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Ja, werden Tiere gehalten. Dann muss ich da nochmal nachschauen worauf ich genau achten muss
 

pho

Moderator
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29 Oktober 2019
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Normale Leuchtstoffröhren "flackern" in der Regel in der Netzfrequenz. Deshalb hat man über Drehbänke und ähnliches auch immer eine Doppelte-Wannenleuchte installiert damit die sich ausgleichen.
Da sehe ich das PWM von LED Röhren deutlich unkritischer, wenn sie PWM haben dann wahrscheinlich deutlich höher als die klassischen Röhren. Da würde ich mir keine Sorgen machen.

Kaltweiß (6500k) sind etwas effizienter als Neutralweiß (4000k/5000k). Und wirken auf das Auge bei gleicher Leistung auch als etwas heller.
Dafür sieht bei Neutralweiß die Farben etwas natürlicher aus. Welche Vorteil dir wichtig ist, wirst du wohl selber entscheiden müssen.
 

angerdan

Flashaholic**
30 Dezember 2011
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Nun suche ich natürlich passende LED Röhren mit neuen Feuchtraumwannen (muss wohl versicherungstechnisch mitgetauscht werden), die das Belichtungsniveau halten können und den Verbrauch dabei minimieren.

  1. Im Netz sind bei einigen LED Röhren sogar angegeben, dass sie 58W Leuchtstoffröhren ersetzen können und dabei nur 24W benötigen.
    Ist das Marketing blabla?
  2. Worauf sollte ich generell achten?
  3. Hoher lm/w Wert?
  4. Gleicher Lumen Wert?
  5. 3100 Lumen bei 150 Lumen/Watt, sieht doch erstmal gut aus?
    https://www.leuchtmittelmarkt.com/o...-1500mm-190grad-tageslichtweiss-nicht-dimmbar
  1. 20W Leistungsaufnahme bei 3000 Lumen Lichtstrom sind möglich. Abhängig von der verwendeten Leuchte/Reflektor kann die gleiche Beleuchtungsstärke wie mit einer 58W Leuchtstoffröhre erzielt werden.
    https://www.heise.de/preisvergleich/?cmp=593706&cmp=2907427&active=1
  2. Lebensdauer, Schaltzyklen, Garantie, Abstrahlwinkel
  3. Die Lichtausbeute in lm/W ist nur ein Faktor.
  4. Der Lichtstrom in Abhängigkeit vom Abstrahlwinkel. 5000lm bei 360° bringen weniger als 3000lm bei 180°.
  5. Diese LED-Röhre ist relativ teuer. Es gibt 3000lm für 6€:
    https://www.heise.de/preisvergleich...=30&xf=1299_G13~3910_4100~4627_3900~5612_1500
 

hampshire

Flashaholic*
29 Dezember 2015
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Da sehe ich das PWM von LED Röhren deutlich unkritischer, wenn sie PWM haben dann wahrscheinlich deutlich höher als die klassischen Röhren. Da würde ich mir keine Sorgen machen.
Ich würde mir nur Sorgen um das machen was ich nicht weiß. Tiere nehmen Licht anders wahr als Menschen.
Ein Rind beispielsweise hat einen anderen Augenaufbau, nur 2 Rezeptoren für Farbsichtigkeit, Menschen haben derer 3. Die beiden rezeptoren arbeiten im Blau bis Gelb Bereich. Rotsichtigkeit ist also deutlich unterwentwickelt. Die Anpassung an Lichtunterschiede ist viel langsamer als bei Menschen. Dafür ist das Gesichtsfeld 50% größer als beim Menschen (seitliche Augenanordnung) aber der Bereich des räumlichen Sehens wesentlich kleiner (geringere Überschneidung des Bereiches, der von beiden Augen erfasst wird). Das "Bewegungssehen" mit rund "60fps" gut doppelt so ausgeprägt wie bei uns Menschen.
Funktionsbereiche haben wir jetzt noch gar nicht betrachtet - schließlich ist Licht ja auch ein biologischer Taktgeber.
Bei Hühnern und Schweinen sieht es wieder anders aus.
LED Leuchten sind keine Wärmelichtquellen und unterscheiden sich daher in unterschiedlichsten Ausprägungen sehr stark untereinander und von "natürlichem Licht". Darüber würde ich mehr wissen wollen wenn ich eine Stallbeleuchtung plane.
 

Silvette

Flashaholic*
8 November 2021
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Deutsch-Wagram, Niederösterreich
Meine persönlichen Erfahrungen mit Led-Leuchten sind im Bezug auf die Haltbarkeit durchwachsen. Wir haben bei uns im Stall über die letzten Jahre rund die Hälfte an normalen T8-Röhren-Leuchten (alle 36W) gegen Led-Leuchten im Röhrenformat (Feuchtraum) getauscht (Von etwa 200 Leuchten). Immer bei Defekt (egal ob Röhre, Starter oder VG) wurde eine alte Lampe gegen die Led-Version getauscht

Die Vorteile sind der nur rund halbe Stromverbrauch (das kommt wirklich gut hin) und das die Röhren im Winter bei niedrigen Temperaturen sofort die volle Helligkeit besitzen (im Winter ist das mit den alten Röhren oft der Horror wenn es Minusgrade hat).

Der Nachteil ist, dass wiederum einige Led-Lampen im Sommer den Hitzetod sterben, und das unabhängig vom Preis (sowohl das EVG als auch das Leuchtmittel selbst). Das meist dünne Led-Band im Glas- oder Kunststoffkörper führt die Hitze nicht besonders gut ab.
Ich habe nach einer Laufzeit von 2 Jahren eine Defektrate von etwa 5% pro Jahr, dass ist nicht gerade prickelnd. Von derzeit rund 100 bereits getauschten Leuchten muss ich also im Schnitt 5 pro Jahr ersetzen. Das war bei den alten Leuchten etwas höher (ca. 10% pro Jahr) hat mich aber pro Defekt meist weniger gekosten, da meistens nur die Röhre oder der Starter defekt war. Die Kosten waren bei den alten Leuchten rund 3-10€ pro defekter Leuchte, bei den Led-Leuchten kostet mich jede defekte Leuchte rund 25€ (die ganz billigen kaufe ich nicht mehr, da die Defektrate noch höher ist bei denen).

Ich würde aber auf jeden Fall keine Retrofit-Produkte nehmen, sondern komplette Feuchtraum-Lampeneinheiten. Außerdem gleich von Anfang an dafür sorgen, dass genügend Ersatzleuchten gekauft werden (auch wenn es erst einmal mehr kostet), sonst ärgert man sich wenn eine kaputt geht und man dann wieder gemischte Leuchten montiert hat…

Was noch ganz brauchbar ist, sind die Leuchten, welche im Lampenkasten nur die Zuleitung zum Sockel haben, das EVG und die Leds aber in der Röhre selbst verbaut sind. Diese haben den Vorteil, dass man im Defektfall theoretisch nur die Röhre tauschen muss. Diese Version (in den etwas höherwertigeren Ausführungen bevorzuge ich mittlerweile). Theoretisch könnte man auch jede alte Leuchte genau so umbauen, das am Sockel die Netzspannung anliegt. Da aber die Pinbelegung nicht einheitlich ist, muss man aufpassen wie die Röhren eingesetzt und versorgt werden. Daher lieber fertige Lampen kaufen.

Was das Flackern betrifft, haben bei uns keine Tiere damit Probleme, zumindest nicht offensichtlich. Ich selbst merke auch kein Flackern obwohl ich Leuchten verschiedener Hersteller verbaut habe und für PWM sonst sehr empfindlich bin.
Wir haben bei uns Pferde, Ziegen, Schafe, Hühner sowie Hunde und Katzen, alle Tiere haben auf den Beleuchtungswechsel nicht negativ reagiert.
Ich verbaue überall nur die Led-Leuchten in 4000k.


In Summe macht der Tausch meiner Meinung nach absolut Sinn. Ich zahle bei 100 Led-Lampen rund 125€ pro Jahr für den Tausch defekter Einheiten, mit dem alten System habe ich nur rund 60€ pro Jahr für die Instandhaltung gezahlt. Das sind also das Doppelte an Materialkosten, trotz halbierter Ausfallsrate. Wenn zukünftig alle Leuchten getauscht sind, belaufen sich die Materialkosten sogar auf etwa 250€ pro Jahr.

Aber:
Bei 100 Lampen macht bei uns die Stromersparnis bei rund 4 Stunden Betrieb pro Tag etwa 3200kWh pro Jahr aus. Das entspricht bei unseren derzeitigen Horror-Strompreisen in AT etwa 1250€ Ersparnis pro Jahr. Bei 200 Leuchten würde ich sogar etwa 2500€ pro Jahr sparen…
Es ist also definitiv sinnvoll :thumbup:.
 
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The_Driver

Flashaholic***
22 März 2012
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Essen
Wie Angerdan schon schrieb:
Die klassischen Röhren strahlen in allen Richtungen (360°)ab. In Feuchtraum-Leuchten ohne richtigen Reflektor verpufft dadurch ein nennenswerter Anteil der abgegebenen Lichtmenge. Die LED-Lampen strahlen hingegen nur nach unten ab und sind somit Prinzipbedingt schon effizienter.
 

Ferdom

Flashaholic*
31 Oktober 2020
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Danke für die Hinweise. Werde dann wohl günstigere LEDs verwenden. Wenn ich bei 180° 2000 Lumen nehme und zusätzlich von 4000K auf 6500K wechsle, sollte es ähnlich hell wirken.

Nun stehe ich noch vor der Frage: Macht es Sinn die Vorschaltgeräte abzubauen und die LEDs direkt anzuschließen? Das sind alte Vorschaltgeräte mit den kleinen Startern die man kaufen muss. Für LEDs gibt es dann ja sogenannte Start-Dummys, aber die Vorschaltgeräte ziehen ja denke ich trotzdem Strom?

Der Arbeitsaufwand ist natürlich ungleich höher wenn ich sie abbaue, aber longterm müsste es sich doch lohnen, die LEDs direkt anzuschließen?
 

Silvette

Flashaholic*
8 November 2021
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Deutsch-Wagram, Niederösterreich
Das kommt darauf an welche Röhren Du nehmen möchtest.

Die sogenannten Retrofit-Röhren werden einfach in die alten Leuchten gesteckt und der Starter durch den Dummy ersetzt. Diese Röhren sind meistens nur für den Betrieb am KVG gedacht (nicht EVG!) und halten die normale Netzspannung oft nicht aus.
Und beim Betrieb mit dem VG brauchen die Led-Röhren deutlich mehr Strom, dass reduziert die Stromersparnis.

Ich würde lieber komplett neue Leuchten kaufen.
Beim Umbau der alten Leuchten gehen meistens die Feuchtraumwannen irgendwo kaputt und sind dann nicht mehr dicht. Oder es brechen die spröde gewordenen Blockklemmen, Lampen- oder Startersockel ab…

Ein Umbau zahlt sich meiner Meinung nach nicht aus.
 
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angerdan

Flashaholic**
30 Dezember 2011
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  1. Nun stehe ich noch vor der Frage: Macht es Sinn die Vorschaltgeräte abzubauen und die LEDs direkt anzuschließen?
  2. Für LEDs gibt es dann ja sogenannte Start-Dummys, aber die Vorschaltgeräte ziehen ja denke ich trotzdem Strom?
  3. Der Arbeitsaufwand ist natürlich ungleich höher wenn ich sie abbaue, aber longterm müsste es sich doch lohnen, die LEDs direkt anzuschließen?
  1. Aus technischer Sicht ja
  2. Werden die Leuchtstoffröhren durch LED-Retrofits ersetzt, kann das Vorschaltgerät in der Leuchte bleiben.
    Durch den geringeren Stromverbrauch der LED sinkt der Verlust des Vorschaltgeräts auf etwa ein Watt ab.
    energieverbraucher.de/de/gewerbe-wird-erleuchtet__554/NewsDetail__16304/
  3. Wirtschaftlich könnte es sich nach einiger Zeit lohnen.
 

Silvette

Flashaholic*
8 November 2021
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Deutsch-Wagram, Niederösterreich
Also auf ein Watt Mehrverbrauch durch das KVG bin ich bei meinen Tests nicht gekommen.

Meine 18-20W Retrofit-Röhren haben mit dem VG immer rund 2 Watt mehr gezogen, was ich als nicht unerheblich einstufen würde. Zudem hatte ich damit eine höhere Ausfallsrate als bei Systemen ohne VG.

Ich habe dazu einfach die Leistung am Anschluss der Lampe und nach dem VG getrennt gemessen um realistische Werte zu erhalten. Und 2W sind immerhin 10% mehr als nötig. Ich muss aber auch sagen, dass meine Lampen alle ein KVG haben, mit einem VVG könnte es auch weniger Verlust sein.

Wie gesagt: Für mich (aus Sicht eines Elektrikers) machen Retrofit-Systeme wenig Sinn, da die Komponenten alter Leuchten schlicht und einfach verbraucht und meistens auch brüchig/spröde sind. Es ist und bleibt eine Notlösung mit auch nicht unerheblichen Risiken.
Das ist zumindest meine Meinung.
 

angerdan

Flashaholic**
30 Dezember 2011
3.685
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  1. Der Nachteil ist, dass wiederum einige Led-Lampen im Sommer den Hitzetod sterben, und das unabhängig vom Preis (sowohl das EVG als auch das Leuchtmittel selbst). Das meist dünne Led-Band im Glas- oder Kunststoffkörper führt die Hitze nicht besonders gut ab.

  2. Ich würde aber auf jeden Fall keine Retrofit-Produkte nehmen, sondern komplette Feuchtraum-Lampeneinheiten.

  3. Was noch ganz brauchbar ist, sind die Leuchten, welche im Lampenkasten nur die Zuleitung zum Sockel haben, das EVG und die Leds aber in der Röhre selbst verbaut sind. Diese haben den Vorteil, dass man im Defektfall theoretisch nur die Röhre tauschen muss.
  1. Das liegt wohl primär an der Leuchte und nicht an der LED-Röhre.
  2. Nicht-Retrofit bedeutet, dass die gesamte Leuchte bei Defekt nicht repariert werden kann und entsorgt werden muss.
  3. Das ist Retrofit, zudem sind LED-Röhren ohne EVG.
 

Silvette

Flashaholic*
8 November 2021
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Deutsch-Wagram, Niederösterreich
Ich habe mittlerweile 100 Leuchten/Röhren getauscht.
Manche durch Retrofit-Röhren, andere durch komplette Leuchten.
Gestorben sind mir vor allem die Retrofit-Röhren, obwohl die laut Angaben für geschlossene Feuchtraumgehäuse geeignet waren. Deshalb rate ich durch meine eigenen Erfahrungen davon ab und verbaue auch selbst keine mehr.
Die angegebenen Betriebsstunden erleben viele meiner Meinung nach nicht. Und das Problem mit dem brüchigem Kunststoff alter Leuchten lösen auch gute Retrofit-Röhren nicht.

Das Nicht-Retrofit-Leuchten komplett getauscht werden müssen, stimmt in der Theorie und ein Laie sollte das auch tun, aber in der Praxis sind viele Röhren verschiedener Komplett-Leuchten kompatibel. Die meisten werden über die Fassung direkt an die Netzspannung angeschlossen.
Wenn dann die Verkabelung an den Sockeln und die Röhrenlänge passt, lassen sich die Röhren sehr wohl tauschen/ersetzen.
Erst recht, wenn man Ersatzleuchten vom selben Typ kauft, dann kann man ohne Bedenken auch nur die Röhre tauschen, selbst als Laie. Man muss dann nur aufpassen, das man die Röhre richtig herum einsetzt.
Ich spreche hier aber nicht von den Röhren, welche man einzeln kaufen kann, diese kann man nicht direkt an die Netzspannung anschließen.
Das man Röhren in Komplett-Leuchten offiziell nicht tauschen darf, steht natürlich auf einem anderen Blatt.

Und was das EVG betrifft, hatte ich schon Röhren wo das EVG an einer Seite in der Röhre (direkt hinter dem Sockel) verbaut war. Andere liefen direkt mit Netzspannung ohne richtiges EVG. Ich habe einige defekte Röhren nach dem Defekt aus Interesse am Innenleben geöffnet.

In Summe bleibe ich aber bei meiner Aussage, dass ich komplette Leuchten empfehle und immer einige als Reserve dazu kaufen würde. Dann kann man im Defektfall risikolos und ohne Aufwand auch nur die Röhre allein tauschen.
 

Ferdom

Flashaholic*
31 Oktober 2020
533
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Das kommt darauf an welche Röhren Du nehmen möchtest.

Die sogenannten Retrofit-Röhren werden einfach in die alten Leuchten gesteckt und der Starter durch den Dummy ersetzt. Diese Röhren sind meistens nur für den Betrieb am KVG gedacht (nicht EVG!) und halten die normale Netzspannung oft nicht aus.
Und beim Betrieb mit dem VG brauchen die Led-Röhren deutlich mehr Strom, dass reduziert die Stromersparnis.

Ich würde lieber komplett neue Leuchten kaufen.
Beim Umbau der alten Leuchten gehen meistens die Feuchtraumwannen irgendwo kaputt und sind dann nicht mehr dicht. Oder es brechen die spröde gewordenen Blockklemmen, Lampen- oder Startersockel ab…

Ein Umbau zahlt sich meiner Meinung nach nicht aus.

Ehrlich gesagt müssen die LEDs nur ähnlich hell wie die Leuchtstoffröhren sein und dabei maximal stromsparend sein.

Ich glaube EVGs habe ich nicht, weil alle VGs die ich verbaut habe einen separaten Starter haben, den man reindrehen muss. Sofern ich richtig informiert bin, kann es dann kein EVG sein. Aber ob das nun KVG oder VVG sind, keine Ahnung. Das ist aber nicht relevant, oder?

Habe also zwei Möglichkeiten: 18W-20W Retrofit LEDs mit Starter Dummys zu kaufen und nur die Röhren durch LEDs zu ersetzen. Wo die Feuchtraumwanne kaputt geht, ersetze ich auch die.

Ich kaufe neue Feuchtraumwannen mit LEDs und ersetze alles, heißt VG raus und LEDs direkt anschließen.

Lasse mir von einem Kumpel helfen, der gelernter Elektriker ist. Hab davon selbst keine Ahnung, muss nur passendes Material besorgen und mich schlau machen, wie wir das machen.
 

Silvette

Flashaholic*
8 November 2021
686
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Deutsch-Wagram, Niederösterreich
Die kompletten Leuchten (Wanne mit Röhre) kosten rund 20 pro Stück. Die habe kein VG, sondern bestehen meist nur aus Wanne und Röhre. Da muss man nichts umbauen. Die Röhren werden direkt ab Werk über den Röhren-Sockel mit der Netzspannung versorgt.
Bei denen hat man nur die Arbeit, die komplette alte Leuchte abzubauen und die komplette neue Leuchte zu befestigen und anzuklemmen.

Das ist unproblematisch, sicher und einfach durchzuführen.
 
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Vophatech

Flashaholic**
6 Dezember 2019
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Metrolpolregion Nürnberg

Silvette

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8 November 2021
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Deutsch-Wagram, Niederösterreich
Dazu äußere ich mich jetzt mal nicht.

Ich habe viele deren Produkte im Laufe der Zeit gehabt und bin davon abgekommen.
Warum und wieso werde ich nicht hier im Forum öffentlich kundgeben.
Ich sage nur so viel: Die Produkte sind teilweise überteuert und qualitativ oft nicht ansatzweise das mit dem geworben wird.
 
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Silvette

Flashaholic*
8 November 2021
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Deutsch-Wagram, Niederösterreich
Nein da spricht nichts dagegen, dass sind die normalen Komplett-Leuchten, welche ich angesprochen habe.

Nur die angegebene Effizienz macht mich ein wenig nachdenklich, denn 160lm/W bei dem Preis finde ich schon sehr ungewöhnlich.
Da muss nicht heissen, dass es nicht stimmt, aber in der Regel haben diese Leuchten weniger Effizienz. Normal sind Werte laut meinen Messungen zwischen 100lm und maximal 150lm/W (bei den teureren und effizienteren Leuchten).

Es kommt aber auch darauf an wie die Lumen vom Hersteller gemessen werden, denn sowohl die Röhre selbst als auch die Abdeckung der Wanne, schlucken Licht. Normalerweise sollte die Angabe die Lichtmenge betreffen, welche außerhalb der Wanne auch wirklich ankommt. Manche Hersteller nehmen dann den schöneren maximalen Effizienzwert der verbauten Leds selbst, liest sie ja für den potenziellen Käufer besser. Das diese Effizienz-Werte der Leds meist nur im Labor unter Teillast erreicht werden, wird oft nicht berücksichtigt.
Wenn also in der Röhre Leds mit einer maximal möglichen Effizienz von 160lm/W verbaut werden, kommen davon oft nur zwischen 60% und 80% auch wirklich außerhalb vom Gehäuse an. Das sind dann zwischen etwa 100 und 130 Lumen pro Watt, was schon realistischer ist.
Man muss immer den Preis in Relation sehen.
Eine solche Röhre mit einem realistischen Produktionswert von nur einigen Euros, kann nur schwer eine hohe Anzahl an hochwertigen und langlebigen Emittern beinhalten, welche für eine Effizienz von 160lm/W außerhalb der Leuchte nötig wären.

Die meisten von mir gekauften 18W/20W-Leuchten haben eine Angabe vom rund 100lm/W und diese Lichtmenge wird außerhalb der Wanne auch grob erreicht. Bei Versuchen mit anderen 18/20W Leuchten welche angeblich 120lm/W oder mehr haben, waren diese in der Praxis nicht messbar heller, aber auch nicht teurer…
Eine angeblich wahnsinnig effiziente Leuchte eines Markenherstellers mit nur 12W Stromverbrauch bei sagenhaften 1800 Lumen war deutlich weniger hell als die günstigen 18W-Leuchten trotz einem höheren Preis.
Leuchten mit angegebenen 150lm/W habe ich auch verbaut, diese haben aber ein anderes Design (kompakte, wasserdichte, einteilige Alubalken) und waren unverhältnismäßig teurer.
Die erreichen die 150lm/W wirklich, sind aber wegen dem hohen Preis für mich in Summe uninteressant.

Ich würde daher, wie Du schon geschrieben hast, die in Frage kommenden Leuchten in der Praxis testen und dann entscheiden, ob die Leuchten ok sind. Solange die Lichtausbeute für dich reicht und der Stromverbrauch der Leuchten stimmt, passt es ja.
 

Vophatech

Flashaholic**
6 Dezember 2019
1.526
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Metrolpolregion Nürnberg
Dazu äußere ich mich jetzt mal nicht.

Ich habe viele deren Produkte im Laufe der Zeit gehabt und bin davon abgekommen.
Warum und wieso werde ich nicht hier im Forum öffentlich kundgeben.
Ich sage nur so viel: Die Produkte sind teilweise überteuert und qualitativ oft nicht ansatzweise das mit dem geworben wird.

Tut mir leid aber das ist wieder so eine Aussage...

"Das Zeug ist Mist, ich sage nicht warum ihr müsst mir einfach glauben"

Entweder sagst du das Zeug ist Mist und sagst dazu warum, oder du sagst einfach garnix.

Nebulös irgendwas "schlecht machen" ist ganz schlechter Stil. gibt ja mehr Meinungen auf diesem Planeten als nur deine.

Und der letzte Satz ist auch wieder so was. Ich kann dir garantiert über jedes Produkt mindestens 1 finden der sowas über das Produkt sagt.
Ist halt die Frage welche Aussagekraft das hat, wenn dem 1000 Zufriedene gegenüberstehen.

Wie gesagt, wenn dann ganz oder garnicht.
 

Silvette

Flashaholic*
8 November 2021
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Deutsch-Wagram, Niederösterreich
Wenn Du meinen Post so interpretierst tut mir das leid, dann hast Du aber meinen Text nicht verstanden.

Ich habe weder ein spezielles Produkt schlecht geredet noch die Firma als generell mies bezeichnet.
Ich habe lediglich geschrieben, dass ich viele Produkte hatte und von der Firma abgekommen bin.
Ich habe auch Kerbl-Produkte, mit welchen ich zufrieden bin, man kommt im Stall schwer komplett ohne deren Produkte aus.
Auch habe ich nicht gesagt, dass mir irgendwer etwas glauben muss, jeder kann sich selbst über ein Produkt informieren und sich seine eigene Meinung bilden.
Das Geschriebene ist schlicht meine Meinung/Erfahrung.
Für MICH sind eben deren Produkte teilweise überteuert und qualitativ oft nicht ansatzweise das mit dem geworben wird.

Und ja, ich kenne das Beleuchtungssystem.
In einem Pferdestall stolpert man früher oder später auch über dieses System, wenn es ums Stromsparen durch eine Led-Beleuchtung geht.
Das System ist technisch nicht schlecht, aber es gibt daran auch negative Punkte, welche ich aber aus gutem Grund nicht öffentlich erwähne.
Warum und wieso ist meine Sache, aber wenn Du dich im Rechtssystem ein wenig auskennen würdest, dann wäre dir auch klar, dass man gewisse Aussagen nicht öffentlich tätigen sollte (auch wenn sie der Wahrheit entsprechen) da das schnell nach hinten los gehen kann, Punkt.

So und ich bin damit hier raus. Ich wollte eigentlich nur meine Erfahrungen schildern, da dieses Thema bei mir im Stall die letzten Jahre aktuell war/immer noch ist und ich viel Zeit investiert habe.
Wenn jemand ernsthaft an dem System interessiert ist und genau wissen will, was an dem Kerbl-Beleuchtungssytem Sache ist, dem schreibe ich die Fakten gerne per PM.
 
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pho

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29 Oktober 2019
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Der gesamte Lichtstrom ja, ist jedoch nicht unwahrscheinlich, dass von dem 2400lm Licht mehr am Boden ankommt, als bei der klassischen Röhre.
Also am Boden mehr Lux messbar ist.
Weil im Gegensatz zur klassischen Röhre strahlen LED-Röhren nicht in allen Richtung sondern Hauptsächlich nur in einer Richtung.

Klassische Röhren strahlen 360 Grad ihr Licht ab. Während LED Röhren ihren Hauptteil in unter 180 Grad abstrahlen.
 

Silvette

Flashaholic*
8 November 2021
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Deutsch-Wagram, Niederösterreich
Während LED Röhren ihren Hauptteil in unter 180 Grad abstrahlen.
Das dürfte hinkommen. Meiner Erfahrung nach (ich habe sehr viele Röhren getestet) strahlen Led-Röhren den Großteil des brauchbaren Lichts meistens zwischen 130 und 160 Grad ab. Reale 180 Grad (mit brauchbarer Lichtstärke über den gesamten Bereich) schaffen nur wenige, auch wenn auf der Packung mit 180 Grad geworben wird. Meistens sind die letzen 10 bis 15 Grad pro Seite in der Praxis schon deutlich sichtbar schwächer.

Daher strahlen die meisten Led-Röhren den Hauptanteil an Licht in unter 180 Grad ab und wirken deshalb meistens auch bei nur halber Lumenleistung etwas heller als klassische Röhren.

Die Effizienz der Led-Röhren scheint aber in der letzten Zeit zugenommen zu haben. Meine neueste Testlampe im Stall hat bei 60W Leistungsaufnahme angeblich 11200 Lumen, was eine sehr gute Effizienz von über 180 lm/W ergibt. Im Vergleich mit anderen Lampen und Tests mit dem Luxmeter erscheinen die Angaben sogar plausibel.
 

Vophatech

Flashaholic**
6 Dezember 2019
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Metrolpolregion Nürnberg
Weil im Gegensatz zur klassischen Röhre strahlen LED-Röhren nicht in allen Richtung sondern Hauptsächlich nur in einer Richtung.

(Spiegel)Reflektoren wurden bereits erfunden (und in guten Leuchten auch eingesetzt). :hinter: ;)

Im Ernst, ja, das Argument ist eines, spätestens bei guten Lampenkörpern mit wirklich berechneter Geometrie der Reflektoren aber eben nicht mehr so gravierend wie dargestellt. Dementsprechende Lampen kosten halt aber auch (deutlich) mehr (und man findet sie eher in Büro und Werkstatt). Und selbst die 0815 Baumarkt-Feuchtraumleuchten kann man mit Alufolie/Aluklebeband deutlich tunen ...

Und dazu kommt aber natürlich auch:

Die Effizienz der Led-Röhren scheint aber in der letzten Zeit zugenommen zu haben.
 

Ferdom

Flashaholic*
31 Oktober 2020
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Als ich hab da jetzt nichts gemessen oder dergleichen. Aber wir sind einstimmig der Meinung, dass die Lampen bedeutend heller sind.

Warum das so ist, darüber machen sich dann andere Gedanken ;)

Ich meine ja einen Großteil macht der Sprung von 4000K auf 6500K aus. Rein vom Gefühl her. Auf jeden Fall bin ich sehr zufrieden mit den Lampen.
 
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