Lampen zum Tauchen gesucht

Waldschrat

Flashaholic*
21 Juni 2011
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Berlin
Hallo Gemeinde

Heute wende ich mich, im Namen eines weiteren Kollegen, an unsere Gemeinde um ihm bei der Suche nach einer Lampe zum Tauchen behilflich zu sein. Er ist selbst schon auf der Suche und er bat mich, damit uns, ihm dabei zu unterstützen, fachlich fundiert zu beraten.

Bevor es zum Fragenkatalog geht, ich habe ein paar Fragen zusammengefasst, mit Informationen aus meinen ersten Nachfragen ergänzt, ... .


Fragenkatalog:


Ist eine Beteiligung von Händlern an der Kaufberatung erwünscht?

[X] ja


Warum möchtest Du eine neue Lampe erwerben?

[X] ich besitze keine oder nur eine "Billiglampe"


Wozu wird die Lampe gebraucht?

Wie schon erwähnt soll die Lampe beim Tauchen zum Einsatz kommen. Es soll dabei in Tauchtiefen bis zu max 40 Meter gehen. Die Lampe soll in der Lage sein (Klarheit - Trübung des Wassers vorrausgesetzt) Objekte - Motive so gut zu erhellen damit man sie besser sehen kann oder auch das Fotografieren unterstützen kann. Dabei handelt es sich um Distanzen von bis etwa 5-7 Meter bis etwa 10 Meter. Es ist dabei eher egal ob es sich "nur" um dunkle Ecken oder generell geringe Helligkeit im Wasser handelt.

Zu Größe, Häufigkeit der Nutzung, Energieversorgung, Helligkeit und Laufzeit waren seine ersten Aussagen:

Er sucht keinen Handscheinwerfer sondern eine Stablampe (mit Handgelenksband, Jackentauglich) in der Größe bis ca. 20 cm Länge und etwa 3,5 bis 5 cm im Durchmesser (etwa wie TK45, nicht wirklich größer, eher kleiner wenn möglich).

Derzeit steht eine Nutzung von ein- bis zweimal im Jahr an, daher sein Wunsch das sie vorrangig mit Primärzellen zu betreiben sein soll (Alkaline, Lithium). Um bei Bedarf unkompliziert an Ersatzzellen zu kommen, egal aus welchem Grunde, dachte er zuerst an Mignonzellen.
Bei der Helligkeit und Laufzeit nannte er zuerst die Werte 200 lm, bis 1 h Laufzeit bei Verwendung von bis zu 4x Mignonzellen. Technisch kein Thema aber wie es tiefer im Wasser aussieht (bzgl. geplanter Verwendung) kann ich z.B. nicht beurteilen hier wären Eure Erfahrungswerte, euer Rat sehr gewünscht. Wenn es bei der Energieversorgung sinnvoller-besser bzw. lampenbedingt angebrachter ist Primärzellen des Typs CR123A zu verwenden so ist dies hier erstmal kein KO-Kriterium. Fangen wir trotzdem erstmal mit den Mignon´s an.
Das Leuchtverhalten soll eher das eines Throwers sein (wasserbedingt) aber kein reines Lichtschwert. Ein Lichtfleck von z.B. 5 cm auf 5-7 Meter Distanz bringt es auch nicht.


Welches Leuchtmittel soll die Lampe verwenden

[X] LED


Welcher Schaltertyp wird bevorzugt?

[X] Daumenschalter an der Seite der Lampe


Wie viele Modi sollte die Lampe haben?

[X] ein/aus
[X] 1-2 evtl. sinnvoller bei unterschiedlicher Trübung, Helligkeit unter Wasser, Mode-Memory müsste in diesem Falle noch geklärt werden.


Wie sollen die Modi geschalten werden?

[X] Schalterkombi


Wie viel darf die Lampe kosten?

[X] 50-100 EUR


Welche besonderen Merkmale sollte die Lampe aufweisen.

[X] Wasserdicht (min 10 bar), höher wenn nowendig nach anderen Erfahrungen
[X] Schlag/Stossfest
[X] Handgelenksband
[X] Bezugsquelle innerhalb Deutschland


Bei seiner ersten Suche ist er bisher auf die D14 von LedLenser gestoßen.

Ob es sich z.B. um Tag- und oder Nachttauchgänge handelt habe ich im ersten Moment nicht gefragt, auch erst garnicht daran gedacht. Bedienung mit Handschuhen wichtig? Gute Frage, ich gehe dem mal nach. Sollte es weitere Fragen geben, einfach fragen, ich werde so schnell wie mir möglich die Antworten einholen.

Auch wenn das Thema Tauchlampen, meiner Einschätzung nach, eher etwas weniger präsent im TLF ist, hoffe ich dennoch, das wir behilflich sein können.
Soweit für´s Erste meinerseits.


G Waldschrat
 
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Serienchiller

Flashaholic**
13 August 2011
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Neuruppin
Das ist jetzt eine absolut unqualifizierte Meinung, aber ich glaube dass man unter Wasser mit 200 Lumen nicht weit kommt. Ich bin kein Tauchexperte, habe aber mal nur aus Spaß meine iTP C8 (190 Lumen) in eine Plastiktüte gepackt und bin damit 3-4 Meter tief getaucht (ohne Geräte). Die Lampe hat da überhaupt nichts gebracht, das ganze Licht wurde vom Wasser geschluckt.
 

lampi123

Flashaholic*
6 November 2010
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Weddelbrook
Das ist jetzt eine absolut unqualifizierte Meinung, aber ich glaube dass man unter Wasser mit 200 Lumen nicht weit kommt. Ich bin kein Tauchexperte, habe aber mal nur aus Spaß meine iTP C8 (190 Lumen) in eine Plastiktüte gepackt und bin damit 3-4 Meter tief getaucht (ohne Geräte). Die Lampe hat da überhaupt nichts gebracht, das ganze Licht wurde vom Wasser geschluckt.

Hallo, der Meinung kann ich mich nur anschließen, denn ich habe in meinem Gartenteich 3 stück 50 W Halogenscheinwerfer und obwohl das Wasser sehr klar ist wirken die 50 W wie Teelichter; ab ca. 1 Meter Entfernung vom Scheinwerfer, ist vom Licht fast nichts mehr zu erkennen. Vorher hatte ich welche mit 20W, die konnte man sich sparen. Scheinwerfer in Pools haben so 300-500W um das Wasser so einigermaßen auszuleuchten.
Daher denke ich das eher Lampen mit 1000 Lumen aufwärts, als einzige in Frage kommen.

Aber da wissen die Leute mit Taucherfahrung sicher besser Bescheid; wenn wir hier welche haben.

Gruß Lars
 

Waldschrat

Flashaholic*
21 Juni 2011
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Berlin
Gute Nacht zusammen

Zu erst einmal Danke für eure ersten Info´s.

Ich habe zur D14 ein paar Videos auf Youtube gefunden, zwecks erste Eindrücke zu 150 lm fokussiert im Wasser. Er sucht keine Lampe um weite Bereiche auszuleuchten sondern eher "punktuell".

Clip 1 - Tauchgang bei bewölktem Himmel, Tageslicht, weniger als 10 Meter Tiefe

Tauchen im Mussriedesee (04.10:2010); Test UW-Lampe LED Lenser D14, Test Mikro T.Bone SC450USB - YouTube

Clip 2 - bewölkt, Tageslicht, trübes Gewässer, Meter?

2011 11 06 Duiken La Gombe - YouTube

Clip 3 - Nachttauchgang, zweimal während des Clips taucht ein anderer Taucher im Lichstrahl auf, einige Meter entfernt
- ab 0:11 und ab 1:27

LED Lenser frogman night dive - YouTube

@Konrad der Helle
Die Tilly Tec´s werde ich mir mit dem Kollegen später noch zu Gemüte führen.


G Waldschrat
 
  • Danke
Reaktionen: Vandor

Vandor

Flashaholic*
14 August 2011
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Friedrichsfehn [Edewecht]
Die Lichtfarbe hat einen entscheidenen Einfluss auf die Art der Farbwiedergabe. Das ist unter Wasser noch viel dramatischer als Überwasser. Geht man auf Tiefe, verschwindet zuerst Rot, dann Gelb dann Grün bis alles um einen herum blau-grau aussieht.

Leider verwenden die meisten Hersteller, soweit mir bekannt, trotzdem hauptsächlich kaltweiße LEDs. Ich hab das bei Nacht-, Höhlen- und Wracktauchgängen ausprobiert, und ein paar Lampen (u.a. von Hartenberger, Kowalski, Tilly-Tec (nur auf einer Messe) und ein paar No-Name-Hersteller) gesehen und mit meiner Selbstbaulampe (die extrem gelb ist) verglichen, und der Unterschied ist wirklich beachtenswert.

Dazu kommt: Ich kann einem hellen Einzel-Spot von 10cm Durchmesser in 1-2 Metern Entfernung nichts abgewinnen... in einer Höhle fand ich die geschätzt 150° Abstrahlwinkel meiner Lampe wesentlich angenehmer, um nicht irgendwo anzuecken. :rolleyes:

Fast alle Serienhersteller haben aber einen ausgeprägten Hang zu Throwern... :eek: Warum? Ich hab wirklich keinen Plan :confused:

Und von High-CRI hat da glaub ich sowieso noch niemand was gehört... :cool:


Ich hab nun schon vor längerer Zeit das letzte Mal bei verschiedenen Herstellern nach neuen Tauchlampen gesucht... was alle gemeinsam haben:

- kaltweiß
- Thrower
- und völlig überteuert


Falls sich daran inzwischen was geändert haben sollte, ich lass mich da - wirklich - gerne ein besseren belehren, ganz ehrlich. Aber wenn man sieht, was einige unserer Modder hier aus Standard-Lampen machen, oder erst bei Selbstbau hinlegen... und man dann sieht, wie weit die Tauchlampen-Hersteller hinter den "normalen" Lampen hinterherhängen... na ich bleib da skeptisch.
 

The_Driver

Flashaholic***
22 März 2012
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Essen
Die Lichtfarbe hat einen entscheidenen Einfluss auf die Art der Farbwiedergabe. Das ist unter Wasser noch viel dramatischer als Überwasser. Geht man auf Tiefe, verschwindet zuerst Rot, dann Gelb dann Grün bis alles um einen herum blau-grau aussieht.

Leider verwenden die meisten Hersteller, soweit mir bekannt, trotzdem hauptsächlich kaltweiße LEDs. Ich hab das bei Nacht-, Höhlen- und Wracktauchgängen ausprobiert, und ein paar Lampen (u.a. von Hartenberger, Kowalski, Tilly-Tec (nur auf einer Messe) und ein paar No-Name-Hersteller) gesehen und mit meiner Selbstbaulampe (die extrem gelb ist) verglichen, und der Unterschied ist wirklich beachtenswert.

Dazu kommt: Ich kann einem hellen Einzel-Spot von 10cm Durchmesser in 1-2 Metern Entfernung nichts abgewinnen... in einer Höhle fand ich die geschätzt 150° Abstrahlwinkel meiner Lampe wesentlich angenehmer, um nicht irgendwo anzuecken. :rolleyes:

Fast alle Serienhersteller haben aber einen ausgeprägten Hang zu Throwern... :eek: Warum? Ich hab wirklich keinen Plan :confused:

Und von High-CRI hat da glaub ich sowieso noch niemand was gehört... :cool:


Ich hab nun schon vor längerer Zeit das letzte Mal bei verschiedenen Herstellern nach neuen Tauchlampen gesucht... was alle gemeinsam haben:

- kaltweiß
- Thrower
- und völlig überteuert


Falls sich daran inzwischen was geändert haben sollte, ich lass mich da - wirklich - gerne ein besseren belehren, ganz ehrlich. Aber wenn man sieht, was einige unserer Modder hier aus Standard-Lampen machen, oder erst bei Selbstbau hinlegen... und man dann sieht, wie weit die Tauchlampen-Hersteller hinter den "normalen" Lampen hinterherhängen... na ich bleib da skeptisch.

Die gleiche Problematik gibts auch bei Fahrradlampen, aber dort es nicht ganz so schlimm. Von neutral weiß oder sogar high-cri haben die da auch noch nichts gehört.

Wenn man das will muss man eine von den Halogenlampen nehmen oder aber eins von den neuen LED-R Modulen von Hartenberger mit "Rotlichtkompensation". Die Technik (inkl. Farbtermpertur/Rot-Wiedergabe und Effizienz) wird von Hartenberger hier sehr gut erklärt.

Für die Halogenbrenner zumindest scheinen sich auch Flutlichtreflektoren anzubieten. Für die D2 HIDs müsste es diese ja eigentlich auch geben.

Die HIDs bieten sie übrigens in 4200K an, dass es zwar nicht warm-weiß aber auch nicht schlecht.

In den Zubehörlisten findet man auch einen 100W HLX-Brenner (neben den 50W Birnen). Da diese an Überspannung betrieben werden sind sie sogar einigermaßen effizient und der 100W Brenner müsste sehr hell sein.

bzgl. des Preises: Man muss gerade bei den deutschen Herstellern immer bedenken, das das hier in Deutschand entwickelte und hier gefertige high-end Lampen sind, welchen höchsten Qualitätsansrüchen gerecht werden sollten. Die sind nicht mit Fenix oder 4sevens etc. vergleichbar. Da steht ungleich höherer Aufwand hinter und sie werden ja auch nur in kleineren Stückzahlen gefertigt. Dazu kommt, dass man durch die hohe Qualität eine niedrige Ausfallrate erreicht. Die Dinger halten einfach lange. Mein Vater benutzt seine Halogen-Hartenberger seit über 10 Jahren. Nur der NiMH-Akku war irgendwann zu schwach und musste ausgetauscht werden.
 
  • Danke
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Waldschrat

Flashaholic*
21 Juni 2011
840
534
93
Berlin
Hallo zusammen

Ich bin noch nicht dazu gekommen mir mit meinem Kollegen zusammen eure Info´s durchzugehen (verschiedene Schichtverläufe), aber:

@ Konrad der Helle
Ich habe mir Tilly Tec schon mal zu Gemüte geführt und eine geeignete Kombination gefunden (meiner Ansicht nach).

@ Vandor und Driver
Danke für eure, für mich neuen Informationen.
Ich wußte garnicht das sich das Leuchtverhalten unter Wasser dermaßen verhält, das Angebot eher zögerlich in den Bereich Tauchlampen ausweitet, verglichen mit Land-TaLa´s.

Bitte gebt mir da noch etwas Zeit für eine gepflegte Rückmeldung, Rücksprache mit meinem Kollegen.


G Waldschrat
 
12 Mai 2011
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0
Waal
Hallo Waldschrat,

auch wenn die folgende Lampe nicht exakt auf die Wünsche passt, evtl ist die folgende einen Blick wert:
Diving Cree SSC-P7-C-SXO 3-Mode 900-Lumen LED Flashlight Kit (2*18650/4*CR123A/4*16340) - Free Shipping - DealExtreme
Entgegen der Produktbeschreibung kam meine mit einer Handschlaufe - kann man sich aber auch für wenig Geld selber machen.

Hintergrund : ich nutze sie selber seit gut 1,5 Jahren (ca. 60 TG) ohne Probleme (sofern man die O-Ringe immer gut pflegt) in Tiefen bis zu. 50m (Salz- und Süßwasser).

Tagsüber in klaren Wasser (Mittelmeer, Bergseen), nutze ich meist die volle "Power", um die Farben besser erkennen zu können, nachts ist mir aber selbst die kleinste Stufe noch zu hell - ich will ja nichts grillen, sondern das Flair eines Nachttauchganges nutzen.

Als Vorteil bei dieser Lampe sind auch viele internationale Forenbeiträge - auch bzgl. Modding, Reparatur (falls notwendig) ,..

Im Bekanntenkreis haben ca. 10 Leute ebenfalls diese Lampe (unterschiedliche Bestelldaten, Tauchgänge und Tiefe), und nur einer ist nicht zufrieden (Schalter ist zu schwergängig).

Da ich nicht selber fotografiere, kann ich diesbezüglich zu der Eignung nichts sagen - aber ich denke, eine an die Kamera montierte Lampe (an einen Arm) ist die bessere Lösung - und ob es diesbezüglich Systeme gibt ..?

Viele Grüße

Sven