EDC? Hell? Klein? Mit der Incendio V3U LE ist Lumapower ganz vorne dabei.
Zunächst möchte ich meinen Dank an ersecu aussprechen, der das Lämpchen für einen Test zur Verfügung gestellt hat.
Die Eckdaten:
Länge: 80 mm
Reflektoröffnung: 16 mm
Durchmesser Kopf: 21,5 mm
Durchmesser Tail: 21 mm
Gewicht: 40 g
Gewicht mit Akku: 58 g
Anodisierung: HA III, gut und gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: ja.
Rollschutz: nur mit montiertem Trageclip.
Der erste Eindruck ist gut. Alles sitzt und passt, nix wackelt und nirgendwo ist Luft. Hier knüpft Lumapower nahtlos an die bisherigen Lampen der Incendio-Serie an.
Fürs Licht sorgt eine XM-L-U2-LED von Cree, die in einem OP-Reflektor sitzt.
Bedienung:
Eingeschaltet wird die Lampe über einen Forward-Clicky mit mittelhartem Druckpunkt. Antippen gibt Momentlicht, Durchdrücken aktiviert Dauerlicht. Die Lampe verfügt über vier Leuchtstufen, die durch mehrmaliges Antippen hintereinander von dunkel nach hell angewählt werden können. Durchdrücken des Clickys aktiviert Dauerlicht in der gewünschten Stufe. Wenn man den Schalter länger als eine Sekunde gedrückt hält oder ganz durchdrückt, wird die entsprechende Leuchtstufe gespeichert und ist beim nächsten Einschalten aktiviert.
Darüber hinaus verfügt die Lampe über einen "Tactical lock", mit dem eine Helligkeitsstufe dauerhaft gespeichert werden, damit die Lampe bei mehrmaligem schnellem Ein- und Ausschalten nicht in einen anderen Modus wechselt. Das Prozedere zur Aktivierung: Clicky in einem Modus länger als eine Sekunde gedrückt halten, ohne ganz durchzudrücken, dann kurz loslassen und innerhalb einer Sekunde viermal schnell antippen. Das Entsperren funktioniert auf die gleiche Weise.
Für den nötigen Strom sorgt ein LiIon-16340-Akku. Zum Test kam ein AW mit einer Kapazität von 750mAh zum Einsatz.
Laufzeitmessung:
Beim Einschalten: 2.000 Lux
nach 5 Minuten: 1.570 Lux
nach 10 Minuten: 1.490 Lux
nach 15 Minuten: 1.400 Lux
nach 20 Minuten: 1.300 Lux
nach 25 Minuten: 1.140 Lux
Nach 29 Minuten ging die Lampe aus. Gemessene Leerlaufspannung des Akkus: 3,28 Volt.
Beim Dauerbetrieb in der hellsten Stufe wird die Lampe ohne Kühlung ordentlich warm - was allerdings nicht verwundern dürfte, wenn man das Verhältnis Lampengröße/Leistung sieht. Ein Dauerbetrieb in dieser Stufe ist nicht empfehlenswert, aber auch nicht nötig, denn bei einer so kleinen EDC wird man diese Stufe meist nur in Ausnahmefällen oder für kurze Zeit nutzen. Die Regelung ist, wie bei allen mir bekannten Lumapower-EDCs und VX- oder EX-Minis, auf jeden Fall verbesserungswürdig.
Von oben nach unten: Xeno E03, Spark SL5, 4Sevens Quark Mini 123, Lumapower Incendio V3U LE.
Mein Fazit:
Mit einem Preis von rund 70 Euro ist die Lampe zwar kein Schnäppchen, aber ihren Preis absolut wert, denn man bekommt für geringe Abmessungen und kaum Gewicht richtig viel Licht.
Lumapower Incendio V3U LE
Spark SL5-220CW (LiIon 14500)
Xeno E03 XM-L (LiIon 14500)
Den ausführlichen Test findet ihr wie immer auf meiner fabulösen Seite.
Gruß
Walter
