Zuerstmal muß ich mich glaube ich revidieren. Ich habe jetzt mehrfach beim
recherchieren gelesen, daß Elkos normalerweise für das Auf- oder Entladen keine Strombegrenzung benötigen, dieses sei konstruktiv bedingt. Einzig die Frequenz dieser Peaks darf die Spezifikation des Elkos nicht überschreiten (was hier ja nicht der Fall ist). Aber letztlich geht es hier bei näherer Betrachtung auch mehr darum, den Schalter vor mehreren -zig Ampere zu schützen.
Kann aber sein, daß das Internet hier lügt. Meine Bücher über Elkos im Schrank sind 30 Jahre alt, da lohnt sich hierfür nichtmal das Anfassen, ich weiß, die Infos wären veraltet.
Und welchen sollte ich da am ehesten nehmen? Einfach so ein Standard-Widerstand mit 0,25 oder 1W? Kannst Du mir evtl. einen geeigneten verlinken? Die max. Leistung des Netzteils beträgt immerhin 150W, das ist glaube ich doch ein bisschen sehr viel für einen Widerstand
Die Leistung des Netzteils, die sich ja aus maximaler Spannung und maximalem Strom ergibt, hat nur indirekt einen Einfluss auf den benötigten Widerstand, da bei Einsetzen der Strombegrenzung ja die Spannung heruntergeregelt wird. Hier gibt es dann nur einen kurzzeitigen Puls während dessen der Elko im Gerät bis zum Einsetzen der Strombegrenzung entladen wird.
Wichtiger ist hier der Dauerstrom, dieser ergibt sich aus:
P = U * I
und U = R * I
nach Einsetzen: P = R * I²
Jetzt muß noch bestimmt werden, welches die kleinste Spannung ist, bei der der Maximalstrom noch eingestellt werden kann.
Ein weiterer Faktor ist der maximale kurzzeitige Entladestrom, der beim Umlegen des Schalters fließen darf (sprich der größte Strom, den der Elko Impulsweise verträgt. Dieser steht im Datenblatt des Elkos). Dieser Strom ist bei voller Ausgangsspannung am größten.
Das Bauelement mit der an dieser Stelle geringsten Belastbarkeit dürfte der verwendete Schalter sein. Im Moment des Einschaltens kommt es zu Kontaktprellen, also einem mehrmaligem sehr schnell aufeinander folgenden Öffnen und Schließen des Kontaktes. Wird beim Öffnen der maximale erlaubte Strom des Schalters überschritten, schmelzen die Kontakte an (ungünstigstenfalls, z.B. bei Relais kommt es hier zu einem verschmelzen und "zusammenkleben" der Kontakte).
Eine kurze Suche (nur Beispielhaft) bei Conrad brachte
diesen Schalter zutage. Ein Schaltkontakt mit 20A.
Zur Sicherheit lassen wir einen kleinen Spielraum und rechnen mit maximal 15A.
R = U / Imax --> 30V / 15A = 2 Ohm
Welches ist jetzt die kleinste Spannung bei der wir den Maximalstrom noch einstellen können?
U = R * I --> 2 Ohm * 5A = 10V
Ups. Wir haben ein Problem.
Also nochmal ein anderer Schalter der einen größeren Maximalstrom zulässt.
2 * 25A
Bei Parallelschaltung der beiden Kontakte sollten 50A möglich sein. Wir rechnen jetzt mal mit 45A Spitzenstrom bei der Entladung:
R = U / Imax --> 30V / 45A = 0,66 Ohm
U = R * I --> 0,66 Ohm * 5A = 3,3V
Damit ergibt sich nach der ersten Formel eine Dauerleistung von:
P = 0,66 Ohm * (5 A)² = 16 Watt
Ein passender Widerstand bei C wäre
dieser
(Dieser kann bis 12,5W ohne Kühlkörper eingesetzt werden. Bei Einsatz mit Kühlkörper erwärmt er sich um 3°C pro Watt. Macht hier also 37°C + 25°C Raumtemp = 62°C. Impulsweise kann er eine viel höhere Leistung.)
Du siehst, ein bescheuert hoher Aufwand, wenn man es "richtig" machen will.

Vielleicht doch besser auf 0 Stellen und vorne mit einem Draht kurzschließen.
Außerdem habe ich eben auf Amazon gelesen, dass die Strombegrenzung bei Lastspitzen erst greit, wenn der Elko am Ausgang entladen wurde, sodass angeschlossene Verbraucher trotz max. eingestelltem Strom durchbrennen können. Gibts da eine praktikable und wenn möglich einfache Möglichkeit, dieses Problem zu umgehen? Ich möchte nicht, dass meine LEDs bei Direktbestromung am Netzgerät abrauchen. Die waren nämlich teuer genug...
Wie Wolff schon schreibt: langsam die Spannung hochdrehen. Ansonsten würdest Du hier ein Netzteil ohne Ausgangselko benötigen (bei manchen - meist teureren - Netzteilen kann der Elko ausgeschaltet werden). Man könnte ihn einfach ausbauen, doch da weiß man dann bei einem unbekannten Netzteil nicht, ob es dann instabil wird. Auf jeden Fall verschlechtert sich die Restwelligkeit.
Wie kann ich eigentlich herausfinden, ob der Elko am Ausgang schaltfest ist? Netzteil zerlegen, auf den Elko schauen und versuchen, ein Datenblatt von diesem zu finden?
Jepp. Aufmachen und nachschauen. Wie ich bei Amazon sehe, hat das schonmal einer geöffnet und ein paar Bilder reingestellt. Leider ist dort nichts zu erkennen - ausser daß es recht übersichtlich aufgebaut zu sein scheint.

Der Ausgangselko wird nicht der ganz große Elko sein.
Aber wie ganz am Anfang schon gesagt, sieht es so aus, als wäre die Schaltfestigkeit hier gar nicht das Problem.