Fenix TK40 - Stimmen die Leuchtstärken?

26 März 2011
3
0
0
Hallo zusammen,

als jemand, der gerne mal nachts in abgelegenen Gegenden unterwegs ist, habe ich neulich mich aufgerafft, informiert, und nach einigem Vergleich die Fenix TK 40 gekauft, die ich seit ein paar Tagen mein eigen nenne.
Die Herstellerangaben waren doch relativ verlockend, und die Leuchtkraft der Lampe überzeugte mich auch beim Testen sofort - trotzdem frage ich mich, ob vorne wirklich der Lichtstrom hinauskommt, der auf der Verpackung angegeben ist. (Ich weiß, Lichtstrom und Leuchtstärke ist nicht das gleiche.)
Laut Beipackzettel haben die 4 "normalen" Modi die Lichtströme
13 Lumen
93 Lumen
277 Lumen
630 Lumen ("Turbo")
Um die Unterschiede festzustellen, habe ich also einige Tests gemacht vor verschiedenen Hintergründen: weiße Wand in kurzer / langer Entfernung, stockdunkles Feld, stockdunkler Waldweg.
Besonders die letzten ließen dann die Zweifel kommen, denn die Ergebnisse (ich habe leider keine geeignete Kamera, um sie zu dokumentieren) gestalteten sich in etwa so:
13 Lumen waren schon ziemlich hell, sehr viel heller, als mein zum Vergleich daneben gehaltenes Miniaturfunzelchen ("10 Lumen") bieten konnte.
93 Lumen, wie erwartet, sehr viel heller, der Spot ließ sich jetzt auch deutlich ausmachen, ordentliche Leuchtweite, soweit alles ok.
277 Lumen - zwar heller als 93, aber nur ein bisschen; wunderte mich bei einem Lichtstrom, der mehr als doppelt so hoch sein sollte.
630 Lumen bot dann die Überraschung: Im Vergleich zu 277 war in allen Tests wirklich nicht der kleinste Unterschied auszumachen, hinzugezogene Freunde meinten das gleiche ... :(

Frage also an euch, die ihr sicher mehr Erfahrung mit dieser Art von Lichtschleudern habt: Woran liegts? Ist der Unterschied zwischen 277 und 630 wirklich nur so marginal, oder liegt er in einem Detail, das wir nicht beachtet haben?
Waren die Batterien vielleicht schon schwächer (8 Duracell AA, die im Lieferumfang sind, vor den Tests < 5 Minuten gelaufen), aber selbst wenn, sollte bei schwachen Batterien die Lampe im Turbomodus nicht blinken, und ansonsten ist die Helligkeit doch digital geregelt?
Habe ich den Super-Ultra-Geheimknopf für den Super-Ultra-Geheim-Turbomodus übersehen?
Oder etwas anderes, das mir vielleicht gerade nicht einfällt ... ?

Schon einmal im Voraus danke für Eure Antworten, ich möchte bald mit diesem Zauberlämpchen nachts ein bisschen Spaß haben ... :p
 

cuxhavener

Flashaholic***²
7 März 2010
19.478
8.324
113
Ich habe die Lampe nicht, gehe aber fest davon aus, dass die fehlende Helligkeit nur an den Alkalinebatterien liegt.
Ich empfehle Sanyo Eneloop Akkus.

Leider hast du die TK40 etwas spät gekauft, denn ab ca.15. April gibt es den Nachfolger TK41, der deutlich heller ist.

Gruß
Klaus
 
  • Danke
Reaktionen: Fenny

Lps

Ehrenmitglied
2 Februar 2011
4.724
2.029
113
nähe der Bierstadt
Da kann ich dem Klaus nur zustimmen.

Alkaline Batterien brechen extrem schnell zusammen unter starker Last, das Problem hast du mit den Eneloops (fast) nicht. Also denke ich mir, dass bei den höheren Modi einfach nicht mehr genug Strom aus den Batterien kommt um die Fenix voll zu befeuern.
 
  • Danke
Reaktionen: Fenny

lightbeam

Flashaholic**
22 Dezember 2010
2.323
988
113
Ich benutze die TK40 seit einem Jahr und verwende ausschliesslich Eneloops, bzw. Ansmann MAX e Zellen.

Angetestet habe ich die Lampe seinerzeit bei Globi in Köln, die hatten 8 Duracell im Batteriemagazin.
Damit schaltete die Lampe auch nicht in den Turbomodus. Bei High war Ende.
Nach dem Austausch der Duracells gegen Neue ging's dann.

Die Alkalines werden in einer TK40 auf Turbo nahe ihrer Leistungsgrenzen betrieben.

Für länger andauernden Turbobetrieb sind sie deswegen nicht empfehlenswert, weil die Spannung der einzelnen Zellen nicht unbedingt bei Allen 8 in gleichem Maße absacken muss, aber auf jeden Fall in kurzer Zeit stark absacken wird.

Du wirst es daran merken, dass die TK40 von Turbo auf Max zurückschaltet.

Ab dem Punkt würde ich die Spannung der Zellen messen.

Ich wechsle dann den Akkusatz (vorgeladenes Reservemagazin), denn NMhs vertragen keine Tiefentladung und reagieren darauf mit Kapazitätsverlust durch Zersetzungserscheinungen an den Elektroden.

Tiefentladene einzelne Alkalines neigen zum Auslaufen.
Ihre Sicherheitsventile können wärend des Betriebes ansprechen, ihr Inhalt kann sich so auf unschöne Weise in der Lampe verteilen.

Ich würde von der Verwendung dieser Zellen in der TK40 Abstand nehmen.

NMhs mit signifikant reduzierter Selbstentladung, also Eneloops und Vergleichbare, - und nur die eignen sich m. E. zur Verwendung in dieser Lampe - liefern die benötigten hohen Ströme des Turbobetriebes stabil und für eine relativ lange Laufzeit.

Bei regelmässigem Nachladen in einem geeigneten Lader mit Einzelschachtüberwachung kannst Du viele Jahre Freude an der Lampe haben.

Wenn Du die Lampe mal ein paar Wochen nicht brauchst, löse den Kopf so weit, bis sie nicht mehr einschaltet. Das unterbindet die sonst langsame Entladung Deiner Zellen, da die Lampe in ausgeschaltetem Zustand noch einen ganz geringen Reststrom zieht.
Ich schätze, das kommt vom Memory des Schalters, jedenfalls ist dort ein Prozessor verbaut.

Dann reicht es an für sich, wenn Du die Eneloops etwa alle 3 Monate nachlädtst.

Ich persönlich lade sie zusätzlich vor und nach jedem Einsatz auf.

Bezüglich der angesprochenen Helligkeit möchte ich subjektiv anmerken, dass für mein Empfinden schon diese Lampe bis in Entfernungen zu leuchten vermag, wo ich ohne Fernglas eh' nicht mehr viel erkennen kann.

Der helle Spill erfasst einen grossen Bereich, damit leuchtet sie breite Geländebereiche weit und recht gleichmässig aus.

Sicherlich gibt's mittlerweile hellere Lampen, und Deine letzte Lampe wird die TK40 warscheinlich, wie bei mir, auch nicht bleiben, ich für meinen Teil benutze sie aber nach wie vor sehr oft und gerne.

Gleichwohl bin auch ich schon auf das Leuchtverhalten der TK41 gespannt.

Jedenfalls hast Du mit der TK40 in meinen Augen ein sehr ausgereiftes Produkt ohne Kinderkrankheiten mit hohem Alltagsnutzen und gutem Bedienkomfort erworben.
Ich wünsche Dir damit für die Zukunft viel Freude.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Danke
Reaktionen: Fenny
26 März 2011
3
0
0
Also, ich bin beeindruckt - vielen Dank für die schnellen Antworten!
Nachdem ich mal einen Blick auf die TK41 geworfen habe (und es mittlerweile auch günstigere Angebote als vom Fenix-Vertriebshändler Nr. 1 gibt), ist die TK40 auch schon auf dem Weg zurück und die TK41 bestellt; und eine Bestellung von Eneloop-Akkus wird auch gleich folgen (gibts die vielleicht außerhalb des Einzugsgebiets der Google-Shop-Suche besonders günstig?).
Eigentlich hätte ich es mir ja denken können, aber ich habe mal darauf vertraut, dass der Hersteller schon weiß, was für Batterien er da mitliefert ... :rolleyes:
Mein Budget erlaubt eigentlich vorerst mal keine weiteren Lampenanschaffungen, aber ein Akkulader muss natürlich her, dem, den ich vor Urzeiten mal für sehr wenig Geld bekommen habe, schenke ich nicht so viel Vertrauen.
Ist der, den Sanyo auch (gefüllt mit Eneloops) liefert, zu empfehlen? Oder habt ihr (positive/negative) Erfahrungen mit Ladern der eher unteren Preisklasse? Da ich die Akkus sowieso nicht so extensiv nutzen kann und werde, würde mir ein einfaches Modell genügen, solange die Wahrscheinlichkeit, dass das Ding meine Akkus grillt, relativ niedrig ist.
Vielleicht gibts hier auch schon einen Thread dazu (habe noch nicht genau geschaut), aber über eine spontane Empfehlung würde ich mich auch freuen! :)
 

realive

Urgestein des Forums
5 Januar 2010
2.464
1.102
113
Kreis Heinsberg, NRW
Ist der, den Sanyo auch (gefüllt mit Eneloops) liefert, zu empfehlen? Oder habt ihr (positive/negative) Erfahrungen mit Ladern der eher unteren Preisklasse? Da ich die Akkus sowieso nicht so extensiv nutzen kann und werde, würde mir ein einfaches Modell genügen, solange die Wahrscheinlichkeit, dass das Ding meine Akkus grillt, relativ niedrig ist.


Von den Sanyo Eneloop-Ladern ist nur der MQR06 zu empfehlen!
 

Marcel86

Flashaholic
15 Juli 2010
129
5
18
Ist die TK41 denn jetzt schon lieferbar?
Ich wollte mir jetzt eigentlich eine TK35 kaufen, aber nach den Horrorgeschichten die ich hier so gelesen habe über mehrzellige 18650er Lampen werde ich wohl doch lieber die TK41 kaufen.
 

lightbeam

Flashaholic**
22 Dezember 2010
2.323
988
113
Mein Budget erlaubt eigentlich vorerst mal keine weiteren Lampenanschaffungen, aber ein Akkulader muss natürlich her, dem, den ich vor Urzeiten mal für sehr wenig Geld bekommen habe, schenke ich nicht so viel Vertrauen.
Ist der, den Sanyo auch (gefüllt mit Eneloops) liefert, zu empfehlen? Oder habt ihr (positive/negative) Erfahrungen mit Ladern der eher unteren Preisklasse? Da ich die Akkus sowieso nicht so extensiv nutzen kann und werde, würde mir ein einfaches Modell genügen, solange die Wahrscheinlichkeit, dass das Ding meine Akkus grillt, relativ niedrig ist.
Vielleicht gibts hier auch schon einen Thread dazu (habe noch nicht genau geschaut), aber über eine spontane Empfehlung würde ich mich auch freuen! :)

Einige Forumiten empfehlen als sehr gute Akkulader folgende Geräte:
MH-C9000, BC700/BC900. :thumbup:
Du kannst auch hier lesen: http://www.taschenlampen-forum.de/fenix/3889-fenix-tk45-akku-problem.html
Beachte dabei bitte Post 10 und 14.

Hier: NiMH und NiCD
kannst Du tagelang schmökern und Dich zum Akku- und Ladegerätespezialisten weiterbilden.;);)

Viel Erfolg!:)
 

SixP

Flashaholic*
12 Mai 2010
532
112
0
nördl. NRW
Ist die TK41 denn jetzt schon lieferbar?
Ich wollte mir jetzt eigentlich eine TK35 kaufen, aber nach den Horrorgeschichten die ich hier so gelesen habe über mehrzellige 18650er Lampen werde ich wohl doch lieber die TK41 kaufen.

Wenn du hochwertige Akkus verwendest und dich in die LionTechnik einliest, brauchst du keine Sorgen bei der Tk35 haben.
Verwende geschützte 18650 von AW oder REDILAST und alles ist gut.
Bedenke bitte, dass in jedem Laptop und Handy auch LiionenAkkus drin sind und die werden schließlich auch millionenfach benutzt
 
26 März 2011
3
0
0
Einige Forumiten empfehlen als sehr gute Akkulader folgende Geräte:
MH-C9000, BC700/BC900.

Viel Erfolg!:)

Da sind die Preise aber schon in einer Größenordnung, die für mich als eher semiprofessionellen Photonenschleuderbesitzer bald oberhalb der Rentabilitätsgrenze liegen. ;)
Der MQR06 sieht aber durchaus bezahlbar aus. :)
 

lightbeam

Flashaholic**
22 Dezember 2010
2.323
988
113
Ok.,

fang' ruhig erst mal mit dem MQR06 an. :)
Ich persönlich kenn' das Gerät nicht, aber wenn realive es empfiehlt, würd' ich es vorbehaltlos kaufen.:thumbup::thumbup:
Auf diese Empfehlung kannst Du Dich verlassen und wirst garantiert nichts falsch machen!!:thumbup:

Aus meiner eigenen Erfahrung heraus weiss ich, dass sich die eigenen Anforderungen an ein Ladegerät mit der Zeit durchaus ändern können.:confused:;)
Deswegen habe ich mir dann lieber Ladegeräte zugelegt ( besitze insgesamt 6 Stück), die mir Anfangs überdimensioniert schienen, allein: Mit der Zeit haben sie sich bezahlt gemacht.:thumbsup::thumbsup:
So kann man m. E, auch etwas Geld sparen, da man nicht alles doppelt und dreifach kaufen muß.:thumbsup:
Habe ich aber auch getan, sonst wüsste ich nicht, worüber ich schreibe!:D:D
 
  • Danke
Reaktionen: Fenny

realive

Urgestein des Forums
5 Januar 2010
2.464
1.102
113
Kreis Heinsberg, NRW
Ok.,

fang' ruhig erst mal mit dem MQR06 an. :)
Ich persönlich kenn' das Gerät nicht, aber wenn realive es empfiehlt, würd' ich es vorbehaltlos kaufen.:thumbup::thumbup:
Auf diese Empfehlung kannst Du Dich verlassen und wirst garantiert nichts falsch machen!!:thumbup:


Danke für die Blumen Roland! :)

Eine ausgesprochene Empfehlung von mir ist der MQR06 nicht!
Allerdings ist der Lader preiswert, hat eine Einzelschachtüberwachung und überläd/grillt die Akkus nicht. Er ist der einzige Sanyo-Lader, der akzeptabel ist!
Zu den hier vorher angesprochenen Ladern ein Zitat von mir aus einem anderen Thread dieses Forums:
Ich habe mit diesen Ladern drei Ladevorgänge mit immer der selben Eneloop AA-Zelle gemacht, und sie dann im CBA-III entladen.
Dabei sind zwei Ladegeräte auffällig gewesen.
1. Der MH-C9000: Bei ihm fehlten immer 20-50 mAh entladbare Kapazität
2. Der Sanyo MQR06: Speziell und nur beim laden von 4 Zellen gleichzeitig waren alle Zellen nur zu ~85% geladen.
Nur bei 1-3 Zellen lud er zu 100%.

Für mich ist der MH-C9000 der augenblicklich sicherste und Akkuschonendste Lader, der ich kenne.

Daher wäre meine Persönliche Empfehlung immer der MH-C9000.
Der ist allerdings recht teuer!
 
  • Danke
Reaktionen: Fenny

lightbeam

Flashaholic**
22 Dezember 2010
2.323
988
113
Habe mir das gerade hier: MAHA MH-C9000 WizardOne Ladegerät-Analyzer für 4 AA, AAA - AkkuShop.de
mal angesehen!

Der Lader macht m. E. einen sehr guten Eindruck.:thumbup:
Alle Reviews, die ich dazu lesen konnte, auch in anderen Foren, waren äusserst positiv.:thumbup:


Rund 50€ scheinen erst einmal viel, aber auf die Jahre gesehen, wird es sich schnell amortisieren, denke ich!:thumbsup:

Ich muss gestehen, dass ich in den letzten Jahren keinen einzigen Lader gekauft habe, der so preiswert war!

Ausgesprochen billige Ladegeräte müssen nicht, können sich aber als die teurere Lösung entpuppen!:eek:;):)
 
Zuletzt bearbeitet:

Lps

Ehrenmitglied
2 Februar 2011
4.724
2.029
113
nähe der Bierstadt
Da sind die Preise aber schon in einer Größenordnung, die für mich als eher semiprofessionellen Photonenschleuderbesitzer bald oberhalb der Rentabilitätsgrenze liegen. ;)
Der MQR06 sieht aber durchaus bezahlbar aus. :)

Sind gerade mal 4€ unterschied bei Amazon, unterschied von ~22€ des MQR06 zu ~26€ beim BC 700.

Ich würde die 4€ investieren... Finde die lohnen sich
 

Eisbaer

Flashaholic*
1 Februar 2011
528
185
43
Altbayern
Rund 50€ scheinen erst einmal viel, aber auf die Jahre gesehen, wird es sich schnell amortisieren, denke ich!:thumbsup:
Ich würde das sogar strenger formulieren.

Eine Lampe wie die TK40 oder TK41 ist ein Hochleistungsteil, das die Zellen extrem fordert. Dazu gehört zwingend, dass die Energieversorgung auf diese Beanspruchung ausgelegt wird. Und das geht nur mit hochwertigen Akkus, einem hochwertigen Ladegerät und der entsprechenden Pflege.

Eine Lampe kostet nicht nur den Einkaufspreis, sie hat auch adäquate Betirebskosten, und die sollten eben schon beim Kauf mit berücksichtigt werden. ;)

Viele Grüsse
Eisbaer