Hallo,
ich spielte schon seit längerem mit dem Gedanken mir einen Wavien Collar zu kaufen, der hohe Preis hat mich aber abgeschreckt. Nun hab ich mit einem Freund telefoniert und alles abgeklärt.
Morgen drehe ich einen maßgeschneiderten Retroreflektor für meinen Blue-Star-Nachbau.
Der Grundgedanke dabei ist folgender: ich habe eine massive Kupferpill gedreht, deren Oberkante exakt auf gleicher Höhe mit der Oberkante der Phosphorschicht der dedomten LED ist. Dadurch müsste eine Halbkugel einen perfekten Retroreflektor darstellen, da der Mittelpunkt der LED (und dabei tatsächlich der Oberkante der Phosphorschicht, also der Punkt, von dem das Licht abgestrahlt wird) exakt im Mittelpunkt der Kugel und somit exakt im Brennpunkt des Retroreflektors liegt. Den Außendurchmesser des Reflektors drehe ich so, dass er perfekt in die Lampe passt. Somit müsste aufwändiges justieren entfallen da der Reflektor in allen 3 Achsen perfekt auf die LED abgestimmt sein MÜSSTE.
Den Öffnungswinkel des Reflektors lege ich dabei auch so, dass er die Linse möglichst genau ausleuchtet.
Der Vorteil gegenüber den Wavien wäre hierbei für mich, dass ich den Prototyp fast kostenlos bekomme, da ich Alu selbst noch einen Rest habe, der grade so reicht und die Maschinenzeit an der CNC-Drehbank geradezu lächerlich ist: Plandrehen, Außendurchmesser drehen, Öffnungswinkel bohren (stellt damit auch den Auslauf für das Werkzeug dar), Halbkugel drehen.
Zudem müsste der Reflektor nicht eingestellt werden. Dadurch dass ich den Außendurchmesser des Reflektors gerade so wähle, dass er noch in den Kopf der Lampe passt, entfällt schon mal das Ausrichten in der X- und Y-Achse. Durch die Höhe der Kupferpill müsste dann auch das Ausrichten in der Z-Achse hinfällig werden.
Zudem führt er noch etwas Wärme zusätzlich ab
Die Nachbearbeitung würde ich vorerst mal mit Schleifpapier machen, da werde ich bis auf 1200er Papier gehen, mehr hab ich leider nicht da gerade. Anschließend mit Dremel polieren.
Besser wäre es natürlich noch, wenn ich das Ding tatsächlich mit Alu bedampfen könnte, allerdings kenne ich hier keine Firma die das zu vertretbaren Preisen machen würde. Hochglanzverdichten wäre auch eine Option, allerdings gilt auch hier, dass ich keine Firma kenne, die das bei was anderes als Felgen und zu vertretbaren Preisen machen würde.
Wenn jemand noch Hinweise oder Tipps geben könnte, wäre ich natürlich sehr froh - bis Morgen Vormittag wäre dazu noch Zeit. Wäre doch schade, wenn ich irgendwo einen großen Bock geschossen hätte..
Ich stelle inzwischen hier mal einen Plot des Reflektors (ja, als Halbschnitt, auch wenn man das bei rotationssymmetrischen Bauteilen nicht darf..
) rein, damit ihr euch das besser vorstellen könnt.
Ich werde auch später weiter berichten wie gut das Ding funktioniert, habe allerdings nur ein ins DMM integriertes Luxmeter. Absolutwerte werden also sehr ungenau sein, für Vergleichswerte könnte es aber reichen.
Ps: und in 1-2 Monaten kommen vielleicht ein paar Prototypen aus dem 3D-Drucker oder EOS Lasersinterer - allerdings immer nur aus Kunststoff
mal sehen!
Pps: Der Öffnungswinkel in der Zeichnung wird wahrscheinlich einfach durch eine 14,6mm Bohrung ersetzt, die von der Rückseite danach mit einem 90° Senker bearbeitet wird. Spart das Umspannen auf der Maschine und hier sind ja keine Anforderungen an besondere Genauigkeiten gesetzt. Im Gegenteil denke ich, dass bei einer größeren Anfasung als dem tatsächlichen Öffnungswinkel Reflexionen weniger problematisch werden sollten.
Ppps: Das letzte Bild zeigt wie der Reflektor auf der Pill sitzen sollte und wie die XP-G2 Led drinnen ist. Tatsächlich wurde sie aber gelötet, nicht geschraubt. Hatte keinen M2 Gewindeschneider...
ich spielte schon seit längerem mit dem Gedanken mir einen Wavien Collar zu kaufen, der hohe Preis hat mich aber abgeschreckt. Nun hab ich mit einem Freund telefoniert und alles abgeklärt.
Morgen drehe ich einen maßgeschneiderten Retroreflektor für meinen Blue-Star-Nachbau.
Der Grundgedanke dabei ist folgender: ich habe eine massive Kupferpill gedreht, deren Oberkante exakt auf gleicher Höhe mit der Oberkante der Phosphorschicht der dedomten LED ist. Dadurch müsste eine Halbkugel einen perfekten Retroreflektor darstellen, da der Mittelpunkt der LED (und dabei tatsächlich der Oberkante der Phosphorschicht, also der Punkt, von dem das Licht abgestrahlt wird) exakt im Mittelpunkt der Kugel und somit exakt im Brennpunkt des Retroreflektors liegt. Den Außendurchmesser des Reflektors drehe ich so, dass er perfekt in die Lampe passt. Somit müsste aufwändiges justieren entfallen da der Reflektor in allen 3 Achsen perfekt auf die LED abgestimmt sein MÜSSTE.
Den Öffnungswinkel des Reflektors lege ich dabei auch so, dass er die Linse möglichst genau ausleuchtet.
Der Vorteil gegenüber den Wavien wäre hierbei für mich, dass ich den Prototyp fast kostenlos bekomme, da ich Alu selbst noch einen Rest habe, der grade so reicht und die Maschinenzeit an der CNC-Drehbank geradezu lächerlich ist: Plandrehen, Außendurchmesser drehen, Öffnungswinkel bohren (stellt damit auch den Auslauf für das Werkzeug dar), Halbkugel drehen.
Zudem müsste der Reflektor nicht eingestellt werden. Dadurch dass ich den Außendurchmesser des Reflektors gerade so wähle, dass er noch in den Kopf der Lampe passt, entfällt schon mal das Ausrichten in der X- und Y-Achse. Durch die Höhe der Kupferpill müsste dann auch das Ausrichten in der Z-Achse hinfällig werden.
Zudem führt er noch etwas Wärme zusätzlich ab
Die Nachbearbeitung würde ich vorerst mal mit Schleifpapier machen, da werde ich bis auf 1200er Papier gehen, mehr hab ich leider nicht da gerade. Anschließend mit Dremel polieren.
Besser wäre es natürlich noch, wenn ich das Ding tatsächlich mit Alu bedampfen könnte, allerdings kenne ich hier keine Firma die das zu vertretbaren Preisen machen würde. Hochglanzverdichten wäre auch eine Option, allerdings gilt auch hier, dass ich keine Firma kenne, die das bei was anderes als Felgen und zu vertretbaren Preisen machen würde.
Wenn jemand noch Hinweise oder Tipps geben könnte, wäre ich natürlich sehr froh - bis Morgen Vormittag wäre dazu noch Zeit. Wäre doch schade, wenn ich irgendwo einen großen Bock geschossen hätte..
Ich stelle inzwischen hier mal einen Plot des Reflektors (ja, als Halbschnitt, auch wenn man das bei rotationssymmetrischen Bauteilen nicht darf..
) rein, damit ihr euch das besser vorstellen könnt.Ich werde auch später weiter berichten wie gut das Ding funktioniert, habe allerdings nur ein ins DMM integriertes Luxmeter. Absolutwerte werden also sehr ungenau sein, für Vergleichswerte könnte es aber reichen.
Ps: und in 1-2 Monaten kommen vielleicht ein paar Prototypen aus dem 3D-Drucker oder EOS Lasersinterer - allerdings immer nur aus Kunststoff
Pps: Der Öffnungswinkel in der Zeichnung wird wahrscheinlich einfach durch eine 14,6mm Bohrung ersetzt, die von der Rückseite danach mit einem 90° Senker bearbeitet wird. Spart das Umspannen auf der Maschine und hier sind ja keine Anforderungen an besondere Genauigkeiten gesetzt. Im Gegenteil denke ich, dass bei einer größeren Anfasung als dem tatsächlichen Öffnungswinkel Reflexionen weniger problematisch werden sollten.
Ppps: Das letzte Bild zeigt wie der Reflektor auf der Pill sitzen sollte und wie die XP-G2 Led drinnen ist. Tatsächlich wurde sie aber gelötet, nicht geschraubt. Hatte keinen M2 Gewindeschneider...
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