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Lumintop TD-15X neutral white review

amaretto

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12 August 2010
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Olight Taschenlampen
Trustfire
Zählt ihr zu denen, die ein bläulich-kaltes LED-Licht im wahrsten Sinne des Wortes cool finden, weil es ordentlich was her macht oder mögt ihr lieber eine wärmere, natürliche Beleuchtung? Für letztere bietet Lumintop den „Terminator TD-15X“ alternativ nun auch mit neutralweisser Cree XM-L T5 LED an.

Da sich beide Lampen nahezu gleichen wie ein Ei dem anderen, kann dieses Review kurz ausfallen, was mir das Schreiben und euch das scrollen erspart.


Die Daten:
- Cree XM-L T5 neutralweisse LED
- hartanodisiertes Aluminiumgehäuse, glatter Reflektor, wasserdicht nach IPX-8
- verwendbare Batterien bzw. Akkus: CR123A / 16340 / 18500 / 17650 / 18650
- Leuchtstufen schaltbar über Drehen des Kopfes: dunkel, mittel, hell, Blinklicht
- höchste Helligkeitsstufe* für 1 Stunde Laufzeit
- 200 ANSI Lumen für 4 Stunden Laufzeit
- 20 ANSI Lumen für 35 Stunden Laufzeit
- „forward clicky“ = Endkappenschalter mit Momentlichtfunktion
- Maße: L 148 x D 25 (Kopf 38) mm
- Gewicht 150 g
- Preis in D etwa 95€

* Da zur maximalen Helligkeit der TD-15X offenbar unterschiedliche Lumenangaben kursieren und der Hersteller bei dem Wert nicht einmal einen Unterschied zwischen T5 und T6 macht, der aber vorhanden ist, bildet ihr euch besser selbst ein Urteil anhand des unten folgenden ceiling bounce Tests.


Lieferumfang:

1 Verlängerungsstück / Extender
Holster für Gürtel bis 5cm
Fangschnur/ lanyard
Distanzring zum Austausch gegen den „combatring“
Ersatzendkappe
Ersatzdichtungen


Verarbeitung (prima), Lieferumfang (befriedigend-gut) und Verpackung, alles wie gehabt. Der Edelstahl-Bezelring ließ sich nicht abschrauben. Ohne rohe Gewalt anwenden zu wollen geht das wohl nicht, vielleicht ist der Ring verklebt. Das wäre allerdings blöd, denn im Schadensfall ließe sich nicht ohne Weiteres eine Ersatzlinse einsetzen.


Quercheck, Helligkeitsvergleich in Form eines ceiling bounce Tests. Hierbei leuchtet man gegen die Zimmerdecke und misst die Intensität des diffus reflektierten Lichts. Der Vorteil dieser Methode besteht darin, dass die Abstrahlcharakteristik der Lampe ziemlich egal ist ob thrower oder flooder. Ist eine Lampe im Testfeld mit bekannter „amtlicher“ Helligkeitsangabe (in Lumen), kann man andere Lampen ganz gut einordnen.

Folgende Luxwerte wurden kurz nach dem Einschalten erreicht:

TD-15X T6 cool white --- 42
Yezl Z1X (@IMR18650) --- 39
Zebralight SC600 --- 37
TD-15X T5 neutral white --- 36
Spark SL6 740 neutral white --- 36
Xeno E03 neutral white (@14500) --- 25
Fenix LD40 --- 17

Wie generell üblich ist auch die kaltweiss leuchtende TD-15X T6 heller als die neutralweisse T5-Version. TD-15X NW und SL6 NW liegen im Output auf exakt gleichem Level. Ich vermute, dass die Emitter in diesen Lampen nahezu an der vertretbaren Leistungsgrenze bestromt werden. Mehr würde ich der LED auch nicht zumuten wollen, denn schon nach wenigen Minuten auf höchster Leuchtstufe wurde die TD-15X ohne jegliche Kühlung ziemlich heiß.







Noch ein paar beamshots, bei denen ich versucht habe, die Lichtfarbe so realistisch wie möglich herüberzubringen.

Vergleich TD-15X T6 kaltweiss und T5 neutralweiss:


Ich finde, man sieht, dass es bis auf die Lichtfarbe die gleiche Lampe ist.


Verschiedene neutralweiße Lampen von links nach rechts:
Fenix LD40, Xeno E03, Spark SL6 740 nw, TD-15X T5



Outdoor beamshots, Entfernung zur Laterne etwa 10 Meter.









 
Zuletzt bearbeitet:

muttiriotti

Flashaholic*
28 Januar 2011
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Danke für das gelungene Rewiew:klatschen:

Der Unterschied wird mit den Beamshots sehr deutlich und gefällt mir wirklich gut!

Gruß Thorsten
 

Bar Centrale

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14 Dezember 2010
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Acebeam
Vielen Dank!! Coole Sache!

So lang "steh" ich noch nicht auf neutralweiß, aber jetzt interessiert mich das ganz besonders.

Nur eine Frage hätte ich: du hast nicht zufällig auch die SC600 in den Outdoorvergleich mit einbezogen, auch wenn sie coolwhite ist? Mich würde schon lange mal ein direkter Vergleich der Spark SL6 und der Zebralight SC600 interessieren.
Und die Fläche und Entfernung bis zur Laterne scheint mir ideal für solche Flooder-Vergleiche!


Gruß Johannes
 

amaretto

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Hi Johannes,

von der SC600 hab ich keinen outdoor-shot, kann ich dir aber nachliefern.

Gruß Markus
 
  • Danke
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Lamba

Flashaholic**
1 Juni 2010
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veltheim
ich sollte in zukunft mal eine lampe mit NW probieren, so schlimm sieht das ja garnicht aus (helligkeit) gegenüber der CW, sieht auf jeden fall schöner aus die umgebung und farben.
danke fürs review :thumbup:
 

amaretto

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12 August 2010
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Ich kann dir ebenfalls empfehlen, eine Lampe mit neutralweisser LED auszuprobieren. Obwohl ich kein grundsätzlicher Verfechter des neutralweissen Lichts bin, habe ich selbst festgestellt, dass nicht nur die Farben viel kräftiger und natürlicher erscheinen. Der reelle Eindruck ist übrigens noch deutlicher, als es auf den Fotos sichtbar wird.

Man empfindet das neutralweisse Licht schlicht und einfach sehr viel angenehmer. Zusammen mit meiner besseren Hälfte als unbefangener Beobachterin habe ich die beiden Lumintops in einem abgedunkelten Raum verglichen, und zwar als Ersatz für die Deckenlampen. Die Lumintops strahlten hierbei gegen die Zimmerdecke, um das Licht diffus im Raum zu verteilen.

Zu der kaltweissen Lampe kam der Kommentar: "Bäh, das geht ja gar nicht".
Tatsächlich kann man das kaltweiße Licht als stressig und unruhig empfinden, während ich beim Umschalten auf das neutrale eine gewisse Entspannung empfand. Probiert das Mal aus, in dem ihr versucht, die Lampe gegen die Decke als Lese-Beleuchtung zu verwenden.

Mit den modernen neutralweissen LED-Lampen haben wir heutzutage die Möglichkeit, das angenehme und natürlich wirkende Licht von Glühlampen mit der Effizienz und Helligkeit der LED-Technologie zu verbinden. Es ist fast verwunderlich, dass es (noch) so wenige Anhänger des neutralweissen Lichts gibt. Und für ganz kuschelige Beleuchtung gibt es sogar noch die warmweissen LEDs.

Mein persönlicher Favorit wäre eine Farbtemperatur zwischen neutral- und kaltweiss.
 

Paetzi

Flashaholic**
16 Mai 2010
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Moin,

Mein persönlicher Favorit wäre eine Farbtemperatur zwischen neutral- und kaltweiss.
so sehe ich das auch. Meine Fenix TK20 ist offiziell neutralweiß, aber ich empfinde das Licht als zu gelblich. Meine LD25 wirkt auf den ersten Blick gar nicht neutralweiß, aber im Vergleich zu eine kaltweißen Lampe sieht man die wärmere Farbe gut.

Ich mag also weder pi..gelb noch eiskaltes Licht mit Stich ins Blaue oder Violette. Die LD25 mit XP-G R4 trifft es bei mir ganz gut.

Aber auch innerhalb der XM-L gibt es deutliche Unterschiede: Meine beiden UltraFire Drop-ins sind recht kalt und die Spark ST6 XM-L CW ist deutlich wärmer - die Jet III M mit XM-L irgendwo dazwischen.

Eine kaltweiße LED möchte ich auch nicht als Wohnzimmerbeleuchtung haben, um mal richtig hell zu machen, sind sie aber ok. Es kommt auch noch darauf an, ob ich draußen in der Natur oder in der Stadt unterwegs bin. Im Grünen ist mir das neutrale Licht auch lieber, in der Stadt sehe ich es nicht so eng.

Folglich ziehe ich grundsätzlich neutralweiße LEDs vor, sehe das aber nicht päpstlicher als der Papst. Es kommt halt auf den Einsatzzweck und die Vorlieben an. Es ist aber gut, dass Lumintop zumindest die Wahl lässt zwischen NW und CW. Jetbeam hat beispielsweise ja nur noch CW im Programm und andere Hersteller setzen auch eher auf CW.
 

willbold

Flashaholic
4 August 2010
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Erstklassiger Review, großen Dank dafür. :thumbup::thumbsup:

Ich hab die Spark SL6 NW auch. Hab sie mit ca. 665 Lumen im höchsten Modus gemessen. Wenn ich das mit Deinen Werten auf Deine Lumintop TD 15X CW mit 42 Lux über die Decke umrechne, dann kommen da satte 776 Lumen raus. :eek: Was zieht denn das Teil Strom aus 2 vollen Akkus oder Batterien? Das würde mich interessieren.
 

amaretto

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12 August 2010
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du hast nicht zufällig auch die SC600 in den Outdoorvergleich mit einbezogen, auch wenn sie coolwhite ist? Mich würde schon lange mal ein direkter Vergleich der Spark SL6 und der Zebralight SC600 interessieren.
Hi Johannes,

hier hab ich ein animiertes GIF erstellt.


@ Willy
Deine Frage hab ich zum Anlass genommen, die Stromaufnahme und die Helligkeit bei verschiedenen Akkus/Batterien festzustellen.

Lumintop TD-15X T6 mit

2x CR123A Lithium-Batterien --- 2,3A --- 42 Lux --- 36 Lux bei der neutralweissen T5
3x CR123A Lithium-Batterien --- 1,4A --- 42 Lux --- 36 T5
2x 18350 Li-Io Akku --- 1,35A --- 42 Lux --- 36 T5
1x IMR18650 (AW) --- 1,8A --- 32 Lux --- 28 T5
1x AW2600 18650 --- 1,8A --- 32 Lux --- 28 T5
1x Trustfire geflammt 18650 --- 1,3A --- 26 Lux --- 23 T5

Daraus ziehe ich den Schluss, dass aus Sicherheitsgründen die TD-15X nur im Notfall für kurze Zeit mit 2x CR123A betrieben werden darf. 2,3A Strom aus der Primärzelle führt bei längerer Leuchtdauer mit Sicherheit zu deren Überhitzung. Mit 3 Lithium-Batterien + Extenderverlängerungsrohr kann die Lampe dagegen gefahrlos und mit voller Helligkeit betrieben werden.

Mit einem einzigen 18650er Akku -egal welcher Art- mit max. 4,2V Spannung frisch aus dem Lader erreicht die Lampe nicht die volle Helligkeit. Am schlechtesten schneiden preiswerte geschützte Akkus ab wie etwa die Trust- oder Ultrafire, aus denen die Lampe nochmal weniger Helligkeit herausholt als bei hochwertigen Akkus von z.B. AW.
Gruß Markus
 
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willbold

Flashaholic
4 August 2010
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Olight Shop
Hi Markus,

großen Dank für die aufwändige Messung. :thumbsup: Dann hast Du die Version mit dem 2,5 A - Treiber. Da ist sicherlich Vorsicht mit 2 CR 123 - Batterien angebracht. Überraschend finde ich auch, dass die geflammten Trustfires da schon so einbrechen, das hätte ich nicht erwartet.

Frage: hast Du die TD15X bei einem deutschen Händler gekauft oder im Ausland. In den bisherigen Beiträgen sind die 2,5 A - Versionen nur im Ausland aufgetaucht. In Deutschland haben sie sich bisher nicht eindeutig nachweisen lassen. Nur der Aufdruck auf der Verpackung (hinten) hat sich irgendwann mal geändert von 620 Lumen auf 720 ANSI - Lumen.

In dem GIF sieht die ZL 600 deutlich dunkler aus als die Spark SL6. Sieht das mit dem Auge auch so deutlich aus?
 

amaretto

Moderator & Beamshot-SEK
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12 August 2010
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Hi Willy,

ich habe die neutralweisse TD-15X im Ausland gekauft, da sie noch kein Händler in Deutschland vorrätig hatte, da gab es bisher nur Vorankündigungen. Nebenbei war der Preis etwas günstiger (~ 71€) aber darauf kam es mir nicht in erster Linie an. Ich hätte wegen des Services und der Garantie lieber hier gekauft.

Die SC600 muss ich in Schutz nehmen, die ist einen Tick heller als die SL6 NW. Offenbar habe ich etwas daneben geleuchtet, mein Fehler. Allderdings glaube ich nicht, dass die SC600 750 Lumen schafft, es ist imho eher 700.

Zu den Trustfires, die haben bei uns im Forum eigentlich einen guten Ruf. Ich stelle andererseits immer mehr fest, dass es bei Hochleistungslampen mit hoher Stromaufnahme lohnt, teure Akkus von z.B. AW einzusetzen. Man merkt eben doch die Qualität, und die darf ruhig ihren Preis haben.
 

willbold

Flashaholic
4 August 2010
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Hi Markus,

bei der Spark SL6 NW habe ich im Vergleich mit vielen anderen Lampen, deren Werte teilweise mehrfach veröffentlicht wurden, 665 Lumen errechnet. Ist bei vergleichenden Messungen über die Decke natürlich nur ein Richtwert, aber meine Messungen und Berechnugen bestätigen sich immer wieder, wenn andere Werte veröffentlichen. Daher glaube ich, dass meine Werte nicht schlecht sind.

Wenn die ZL 600 nur geringfügig heller ist, dann kann das mitden 700 Lumen gut hinkommen.

Nebenbei: Die Spark wurde mit einem Stromverbrauch von mehr als 12 W mit einem vollen Akku und mit 17 W :eek::(:mad: mit einem fast leeren Akku gemessen. Dafür ist die Lichtausbeute beschämend gering bzw. die Treiber-Effizienz katastrophal. Die ZL 600 wurde im Vergleich mit 2,3 A und max. 3 A (leerer Akku) gemessen. Das sieht schon wesentlich besser aus.
 

2BigUS

Flashaholic
30 März 2011
198
29
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Willmersreuth
2bigus.jimdo.com
Erstklassiger Review, großen Dank dafür. :thumbup::thumbsup:

Ich hab die Spark SL6 NW auch. Hab sie mit ca. 665 Lumen im höchsten Modus gemessen. Wenn ich das mit Deinen Werten auf Deine Lumintop TD 15X CW mit 42 Lux über die Decke umrechne, dann kommen da satte 776 Lumen raus. :eek: Was zieht denn das Teil Strom aus 2 vollen Akkus oder Batterien? Das würde mich interessieren.
Hallo kannst Du mir bitte erklären wie Du das berechnest?


Gruß Uwe
 

willbold

Flashaholic
4 August 2010
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Hallo kannst Du mir bitte erklären wie Du das berechnest?


Gruß Uwe
Hi Uwe,

klar, gerne. Markus hat bei seinen Messungen über die Decke für die Spark SL6 NW 36 Lux und für die TD-15X 42 Lux gefunden also 1/6 mehr als für die Spark. Ich hab die Spark SL6 NW auch und finde ca. 665 Lumen in der höchsten Einstellung. 1/6 mehr als 665 ist 775,83, was ich auf 776 aufgerundet habe.

Man muss sich natürlich darüber im Klaren sein, dass Messungen über die Decke beträchtliche Messungenauigkeiten mit sich bringen können. Allerdings sind die Abweichungen von anderen Messungen hier eher gering. Hier http://www.taschenlampen-forum.de/zebralight/5563-ui-zebralight-sc600-messergebnisse-lux-lumen.html
wurden z. B. für die Spark SL6 800 CW mit angegebenen 800 Lumen 716 Lumen gemessen. Umgerechnet auf die Neutralweisse mit angegeben 740 Lumen sollte die dann 662,3 Lumen abgeben, was mit meinen 665 fast exakt übereinstimmt.
Und die 2,5 A - Version der TD-15X wurde hier Lumintop TD-15X (XM-L) High Output Review: RUNTIMES, BEAMSHOTS, and more!!
mit 750 Lumen gemessen, was von 776 Lumen auch nicht weiter abweicht, als ein Leistungs - BIN bei Cree reicht.
 

amaretto

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Man muss sich natürlich darüber im Klaren sein, dass Messungen über die Decke beträchtliche Messungenauigkeiten mit sich bringen können.
Hi Willy,

danke für eine Erläuterungen. Ich bin unschlüssig, ob man z.B. aus der doppelten Luxzahl die doppelte Lumenzahl ableiten kann. Falls ja, wäre das schön, dann hätte ich anhand der bekannten Lumenzahlen bestimmter Lampen die Möglichkeit, auch die restlichen Lumenangaben der anderen Lampen abzuschätzen.

Die Messungenauigkeiten über die Decke dürften relativ gering sein. Der Messaufbau ist zumindest immer der gleiche und bei Kontrollmessungen hab ich auch die gleichen Luxwerte bestimmen können. Ab und zu gibt es mal eine Abweichung abhängig vom Akku-Ladezustand.
 

willbold

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Hi Willy,

Ich bin unschlüssig, ob man z.B. aus der doppelten Luxzahl die doppelte Lumenzahl ableiten kann. Falls ja, wäre das schön, dann hätte ich anhand der bekannten Lumenzahlen bestimmter Lampen die Möglichkeit, auch die restlichen Lumenangaben der anderen Lampen abzuschätzen.

Die Messungenauigkeiten über die Decke dürften relativ gering sein. Der Messaufbau ist zumindest immer der gleiche und bei Kontrollmessungen hab ich auch die gleichen Luxwerte bestimmen können. Ab und zu gibt es mal eine Abweichung abhängig vom Akku-Ladezustand.
Hi Markus,

naja, da gibt es leider schon einige Fallstricke. ;)

Also zunächst mal ist es schon so, dass die doppelte Luxzahl auch die doppelte Lumenzahl bedeutet. Wenn man die Anordnug mit einer Lampe stehen hat, und die Lampe auf den doppelte Lumenoutput einstellt, dann bekommt man auch doppelt soviel Lux angezeigt. :thumbup:
Aber: Wenn man eine andere Lampe mit der doppelten Lumenleistung hinstellt, bekommt man nicht unbedingt doppelt soviele Luxe angezeigt. Das Licht ergibt nämlich leider, wenn es aus unterschiedlichen Richtungen auf den Sensor trifft, unterschiedlich starke Messwerte. Es kommt also auf die Lichtverteilung der Lampe an. Wo ist wieviel Licht an der Decke? Ausserdem spielt auch noch die Konstruktion des Sensors eine Rolle.

Beispiel: Früher habe ich einen Sensor verwendet, der Licht, welches im 90° - Winkel auftraf deutlich stärker angezeigt hat, als Licht, das etwas von der Seite kam. Die Folge war, dass stärker streuende Lampen (Fluter) bei gleicher Lumenleistung bis zu 10 % weniger Lux angezeigt haben als stärker fokusierende Lampen (Thrower). Jetzt verwende ich ein Gerät, welches diesbezüglich etwas gutmütiger ist. (muss übrigens nicht teuer sein):D

Dennoch muss man auf jeden Fall mit einem Einfluss der Lichtverteilung einer Lampe auf den Messwert rechnen.

Am besten vergleicht man Lampen mit ähnlicher Lichtverteilung miteinander, von denen man bei einer die Lumenleistung so ca. kennt. Und mit einer Abweichung einer solchen Messung von der Realität von sagen wir mal 5 % kann man glaube ich ganz gut leben. Man darf ja nicht vergessen, dass man von seiner Vergleichslampe den Output auch nicht genau kennt. Man kennt ja meistens nur einen veröffentlichten Wert einer gleichen Lampe. Man weiss aber nicht, ob die individuelle LED in der eigenen Lampe nun ein paar % mehr oder weniger Lumen bringt. Also für vergleichende Abschätzungen sollte das reichen.
 

amaretto

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sehr dicke Fallstricke sehe ich nicht. Es ist eine weiße Raufaserdecke, die Intensität der Lichtreflektion in den Raum ist sehr gleichmäßig unabhängig von der Lichtverteilung. Teppich ist dunkel, von unten gibts keine Reflektionen.

Bei der Messung lasse ich die jeweilige Lampe "kreisen" und schaue mir währenddessen die Veränderung des Luxwertes an. Es macht erst dann einen Unterschied, wenn man die Lampe stärker abwinkelt.
 

willbold

Flashaholic
4 August 2010
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Es macht erst dann einen Unterschied, wenn man die Lampe stärker abwinkelt.
Ja, das meine ich. Ein Fluter winkelt eben größere Mengen an Licht in alle Richtungen gleichzeitig ab. Daher kommt bei einem Thrower mit dem gleichen Lumen-Output ein höherer Messwert heraus.

Je nach Konstruktion des Messsensors ist diese Abweichung etwas größer oder kleiner.

Mit Lampen bekannten Outputs und jeweils ähnlichem Lichtbild kann man fast fehlerfreie Vergleichsmessungen machen.