DC Zangenamperemeter Nullpunktabgleichung

PEOPLES

Flashaholic*
14 November 2015
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Guten Morgen,

ich habe mir für überschaubares Geld (30€) ein Zangenamperemeter gekauft (Voltcraft VC523) welches auch DC-Strome messen kann.

Ich kenne mich mit den Zangeninstrumenten nicht aus, aber muss man ofensichtlich am Messort einen Nullabgleich durchführen, weil ein Magnetfeld gemessen wird (als Referenz für den Strom).
Ich habe im Leerlauf im AC-Messbereich immer 0.00A und im DC Bereich immer irgendwie 0.30 A. Die Bedienungsanleitung sagt, dass das Gerät in beiden Modi einen Nullabgleich ausführt, wenn die Zange geschlossen ist und der Mode geändert wird, sprich wenn ich in den DC-Mode schalte und die Zange zu ist, dann sollten da doch 0.00A stehen, oder sehe ich da was falsch?

Das Gerät hat einen "Tara"-Knopf (manuellen Nullpunktabgleich), aber es wäre natürlich nett, wenn das auch so funktionieren würde.

Mache ich da was falsch oder ist das halt so?

Mir ist schon klar, dass das Gerät qualitativ kein Fluke oder so ist :)

Vielen Dank und LG

Michael
 

steidlmick

Flashaholic***
15 August 2012
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Bielefeld, NRW
Ich kenne mich mit den Zangeninstrumenten nicht aus, aber muss man ofensichtlich am Messort einen Nullabgleich durchführen, weil ein Magnetfeld gemessen wird (als Referenz für den Strom).
Ja, das ist richtig und gilt in der Regel besonders für DC-Messungen.
Da das zu messende Magnetfeld sehr klein ist, ist bereits das allgegenwärtige Erdmagnetfeld ein bedeutender Störfaktor, insbesondere sein Wirkungsvektor ("Richtung" der magnetischen Feldlinien) und damit die relative Lage zum Gerät und zum Leiter.
Ich habe im Leerlauf im AC-Messbereich immer 0.00A und im DC Bereich immer irgendwie 0.30 A.
Der DC-Wert ist recht typisch für solche Geräte. Wenn du das Gerät bewegst, sollte sich der Zahlenwert auch entsprechend dem veränderten Wirkungsvektor des Erdmagnetfeldes verändern.
Die Bedienungsanleitung sagt, dass das Gerät in beiden Modi einen Nullabgleich ausführt, wenn die Zange geschlossen ist und der Mode geändert wird, sprich wenn ich in den DC-Mode schalte und die Zange zu ist, dann sollten da doch 0.00A stehen, oder sehe ich da was falsch?
Ich habe mir die Anleitung auch durchgelesen und würde die Aussagen dort auch so interpretieren.

Voraussetzung für einen korrekten Nullpunktabgleich ist aber, dass das Gerät und auch die Leiter nicht bewegt werden! Sobald man das Gerät/die Leiter bewegt, verändert man den Wirkungsvektor des Erdmagnetfeldes und der Abgleich ist dahin.
Mache ich da was falsch oder ist das halt so?
Das kann ich aus der Ferne nicht beurteilen, ausgehend von deiner Beschreibung machst du es nicht grundlegend falsch.
 
  • Danke
Reaktionen: Buteo und PEOPLES

brushles

Flashaholic
27 März 2013
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... ich kann mit meinem VOLTCRAFT VC-330 sogar die Nord-Südrichtung grob bestimmen (Auflösung DC: 1mA) ...

Mich würde mal interessieren, ob teure Clampmeter auch so gegen statische Magentfelder empfindlich sind, oder sind diese magnetisch kompensiert?
 

Roger66

Flashaholic*
26 November 2020
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Rodgau
Ergänzend noch der Hinweis, dass nach dem Nullen die Ausrichtung der Messzange nicht mehr geändert werden darf, weil sich damit die Lage relativ zum Erdmagnetfeld ändert und die Nullung hinfällig wird. Ich mache das immer so, dass ich die Zange möglichst auf dem Tisch liegen lasse und nach Nullung nur noch den zu messenden Leiter in die geöffnete Zange führe.

Blöd wird es, wenn man durch eine Messung sehr großer Ströme (ca. ab 100 Ampere) eine Dauermagnetisierung der Zange bekommen hat. Bei manchen Zangen reicht dann der Kompensationsbereich der Nullung nicht mehr aus, um wirklich auf Null zu kommen. Beim VC-330 und auch bei der Hantek CC-650 kann das schon mal vorkommen. Ich behelfe mir dann mit einer kurzen "Kompensationsmessung" in entgegengesetzter Stromrichtung.
 

Vophatech

Flashaholic**
6 Dezember 2019
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113
Metrolpolregion Nürnberg
Nur lassen sich damit keine Gleichströme messen.

Das ist durchaus richtig, aber für die Anwendung hier im Forum wohl genauso irrelevant wie Ströme von 100A und mehr ;)
Und generell halten sich im industriellen Einsatz, wo man sowas eher findet, die Einsatzzwecke DC Ströme in der Größenordnung messen zu wollen/müssen im Vergleich zur Messung von Wechselströmen, doch eher in Grenzen.
 

Roger66

Flashaholic*
26 November 2020
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Rodgau
Wie werden die Betriebsströme der meisten Lampen in den Reviews hier ermittelt?
Das ist DC und ich habe gelesen, dass mit Zange gemessen wurde.

Ströme im 100A-Bereich habe ich, wenn ich mit der Hantek-Zange und dem Oszi den Anlasserstrom oder den Batterieladestrom am Pkw messe. Bei AC hätte ich ad hoc keine Anwendung über 16A.
 

Vophatech

Flashaholic**
6 Dezember 2019
1.526
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Metrolpolregion Nürnberg
Wie werden die Betriebsströme der meisten Lampen in den Reviews hier ermittelt?
Das ist DC und ich habe gelesen, dass mit Zange gemessen wurde.

Eine Stromzange die 100A zu messen vermag, ist in dem Bereich in dem die hier vermessenen Lampen unterwegs sind, in den meisten Fällen wohl etwas oversized, insbesondere weil sich die Auflösung bei geringen Strömen dann arg in Grenzen hält.

Idealerweise hätte man mehrere Stromzangen.
Aber spätestens für den Leckstrom bzw. die Stromaufnahme im Standby wo es um mA oder teilweise auch nA geht, ist eine Stromzange eh fehl am Platz. Ich kann mir zumindest nicht vorstellen, das hier jemand für das Hobby eine mA Präzisionsstromzange hat.

Ströme im 100A-Bereich habe ich, wenn ich mit der Hantek-Zange und dem Oszi den Anlasserstrom oder den Batterieladestrom am Pkw messe. Bei AC hätte ich ad hoc keine Anwendung über 16A.

Ich lad dich mal ein ;) Wenn du es schaffst, ohne das halbe Auto zu zerlegen bei mir den Anlasserstrom zu messen geb ich dir nen Kasten aus ...
Aber auch das ist ein durchaus begrenztes Wirkspektrum ...

Für AC hab ich dienstlich jeden Tag Anwendungen, da verlassen wir die 100A aber sehr zügig und nähern uns den 2000A ... (2x 20kV/400V 1000kVA Trafo parallel).

"Zuhause" sind für den Ottonormalnutzer 100A AC wie DC unnötig und man muss wie gesagt auch auf den "Dynamikumfang" schauen.
 

Alexander

Flashaholic**
4 Juni 2011
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1.240
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D:\Hessen\Gießen\Lollar
Und generell halten sich im industriellen Einsatz, wo man sowas eher findet, die Einsatzzwecke DC Ströme in der Größenordnung messen zu wollen/müssen im Vergleich zur Messung von Wechselströmen, doch eher in Grenzen.
Bei Stromwandlern die nur AC messen sollen ist Magnetisierung im statischen Fall auch kein Problem da diese durch den Wechselstrom auch wieder entmagnetisiert werden.
Beide Lösungen haben vor und Nachteile, in der Handhabung einfacher dürfte die Rogowski Spule auch nicht sein, wenn der Leiter irgendwo am Rand liegt in der Spule dann können sich erhebliche Abweichungen ergeben.
Normale Stromwandler mit Kern haben dieses Problem nur in abgeschwächter Form.

Wenn du es schaffst, ohne das halbe Auto zu zerlegen bei mir den Anlasserstrom zu messen geb ich dir nen Kasten aus ...
Ich war zwar nicht gemeint aber wo genau soll da die Schwierigkeit sein?
Stromzange um den Plus zum Anlasser oder in die Batterieleitung und schon kann man messen.
Habe ich auch schon beim Motorrad von einem Freund gemacht um herauszufinden warum das so mies anspringt.


Wie werden die Betriebsströme der meisten Lampen in den Reviews hier ermittelt?
Das ist DC und ich habe gelesen, dass mit Zange gemessen wurde.
Ja das ist wohl die einzig sinnvolle Möglichkeit.
Bei sehr kleinen Strömen könnte man auch über ein Multimeter messen was aber einen Innenwiderstand besitzt.
 

Roger66

Flashaholic*
26 November 2020
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Rodgau
@Vophatech

Da haben wir wohl aneinander vorbei geredet. Du brachtest die Rogowskispule ins Gespräch und Alexander warf ein, dass damit kein DC möglich ist. Von DC und 100A für Forenanwendung hat ja keiner geschrieben ;).

Wegen dem Kasten Bier... Du brauchst nur am Batteriekabel zu messen. Das ist eigentlich immer halbwegs gut zugänglich, wenn man keinen Elch fährt. Die restlichen Verbraucher sind dafür ja vergleichsweise unbedeutend. Wenn z.B. die Bürsten vom Anlasser hinüber sind, siehst du das trotzdem am Stromverlauf im Oszi. Auch, wenn ein Zylinder weniger Kompression hat.

Dienstlich habe ich ähnliche Anwendungen wie du, aber auch für 2.000A DC. Stichwort 48V-Systemstromversorgungen für Telekommunikationsanlagen. Da hat man aber schon Cu-Schienensysteme, wie in den NSHVen auch. Aber da lasse ich messen, dafür gibt es schließlich Personal.

Bei sehr kleinen Strömen könnte man auch über ein Multimeter messen was aber einen Innenwiderstand besitzt
Ja, der Ruhestrom der Lampe im Mikroamperebereich kann so bestens ermittelt werden.

Beim Betriebsstrom sorgt der Innenwiderstand des Multimeters hingegen für einen ordentlichen Messfehler.
 

Vophatech

Flashaholic**
6 Dezember 2019
1.526
1.044
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Metrolpolregion Nürnberg
Wegen dem Kasten Bier... Du brauchst nur am Batteriekabel zu messen. Das ist eigentlich immer halbwegs gut zugänglich, wenn man keinen Elch fährt.

Wenn es denn wirklich so einfach wäre :) Alles verbaut, gekapselt, etc. Man kann die Karre nicht mal gescheit fremdstarten...

Ja, der Ruhestrom der Lampe im Mikroamperebereich kann so bestens ermittelt werden.

Ideal wäre natürlich eine 4-Leitermessung.