Convoy M1 Turbo [Bauanleitung]

RS.FREAK

Flashaholic***
24 Dezember 2014
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In der oberen Hälfte des Landes
Hallo, nachdem ich schon einen kleinen Thrower mit Linse gebaut hatte [ http://www.taschenlampen-forum.de/threads/thorfire-s50-auf-linse-umgebaut.48363/ ] bin ich auf den Geschmack gekommen. Nun musste etwas mit einer großen Linse her.

Als Host habe ich eine Convoy M1 und ein DN 110 Kunststoffrohr genommen. In das Rohr kommt eine 100mm Linse von Fasttech. In der Lampe wurde eine dedomte XP-G2 S2 1D verbaut. Die M1 wird erstmal ganz normal zusammen gebaut, das hatte ich hier schon mal beschrieben: http://www.taschenlampen-forum.de/t...hosentaschenthrower-mit-xp-g2-und-ld-2.46076/


Zuerst wollte ich alles richtig schön machen, mit Alugehäuse und allem drum und dran. Nachdem mich die Fokussierung unzählige Stunden gekostet hat, habe ich aufgegeben. Die Linse und die LED auf allen 3 Achsen perfekt zu zentrieren ist so gut wie unmöglich.










Danach lag das Ding erstmal lange Zeit in der Ecke. Jetzt habe ich mich für eine etwas einfachere Methode entschieden und eine Wasserrohrmuffe mit 2 Deckeln gekauft.



In einen Deckel kommt ein Loch rein wo die Convoy M1 befestigt wird, hier habe ich sie einfach mit dem Bezelring fest geschraubt. Der Reflektor und die Scheibe werden nicht mehr montiert. Eigentlich kommt in die Lampe eine LED mit 20mm Board, aber um später noch etwas Luft zum zentrieren zu haben wurde eine 16mm LED Basis verwendet.






Da ich bei solchen extrem Throwern eh nur eine Stufe nutze, läuft die LED im direct drive. Dazu habe ich einfach einen alten Treiber von oben glatt geschliffen. Danach wurden 2 Löcher gebohrt und die beiden Kabel auf der Unterseite vom Treiber verlötet. Die Federn am Treiber und ab der Tailcap wurden auch gebrückt. Falls man mehrere Leuchtstufen haben möchte kann man natürlich auch einen Treiber wie den LD-2 oder BLF X6 verbauen.




In den anderen Deckel kommt ebenfalls ein großes Loch rein. Da wird die Linse drin befestigt. Zum zentrieren habe ich ein Stückchen Kabel Um die Linse gelegt, letztendlich befestigt wurde sie mit einer Silikonnaht.




Jetzt musste erstmal alles zusammengesteckt werden.





Die Muffe wurde auf beiden Seiten noch etwas gekürzt.




Innen habe ich selbstleuchtende Folie rein geklebt, die leuchtet nach dem abschalten etwas nach.






Als dann alles fertig zentriert war, wurden zur Fixierung einfach ein paar Blindnieten verwendet.






Meine Luxmessung auf 16 Metern mit einem Samsung 30Q @ 4,2 Volt hat 581.289 Lux ergeben. Eigentlich hatte ich mir mehr erhofft aber ich denke für einen 30€ Thrower ist das Ergebnis okay.






Liebe Grüße
 
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sma

Flashaholic**
8 Januar 2011
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Meine Luxmessung auf 16 Metern mit einem Samsung 30Q @ 4,2 Volt hat 581.289 Lux ergeben. Eigentlich hatte ich mir mehr erhofft aber ich denke für einen 30€ Thrower ist das Ergebnis okay.

Für die M1 fand ich die Angabe 8*7135, also 2.8A.
Eine XP-G2 S2 ohne Dom hat dann unter optimalen Bedingungen etwa 150 cd/mm².
Das ergäbe bei einer unvergüteten Linse (92% Transmission) mit einem Radius von 50mm:

150 cd/mm² * 50² mm² * PI * 0.92 = 1.08 Mcd

... bei vollständiger Ausleuchtung. Das ist hier der Knackpunkt. Es wird schwer oder unmöglich sein, die kleine LED mit dieser spärischen statt einer gleich großen, asphärischen Linse zu fokussieren. Geh mal gerade soweit weg von der Lampe, daß Du schon annähernd maximale Lichtstärke hast. Durch einen Filter (oder auf Low) siehst Du dann, daß die Linse nicht vollständig ausgeleuchtet ist.

=> Deine Konstruktion verlangt nach einem Prekollimator. Die LED bleibt gleich "hell" (abzüglich weiteren 8% bei einer unvergüteten Linse), wird aber scheinbar größer und dann könnte es grad so an die 1MCd heranreichen. Dabei muß der Prekolli gar nicht furchtbar optimal auf die Hauptlinse abgestimmt sein. Er muß auch nicht asphärisch sein. Je größer die LED dann erscheint, desto besser. Nur darf er die LED nicht abschatten. Und die Farbsäume werden stärker. (Wenn man das vermeiden will, muß man sich genauer mit den Linsenmaterialien und der chromatischen Abberation beschäftigen.)
 

sma

Flashaholic**
8 Januar 2011
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Ja, und es sind insgesamt zwei Bedingungen, aus unterschiedlichen Gründen und Zielen:

Bedingung 1: eine möglichst hohe Vergrößerung der LED durch den Prekolli.
Grund: Das ist der eigentliche Sinn des ganzen Aufwands. Mit dem Prekolli erscheint es so, als ob man eine größere LED mit der gleichen Leuchtdichte hätte (a la: "XP-G2 im XM-L2 Format!")
Ziel 1 => in manchen Fällen erhält man erst so eine vollständige Ausleuchtung der Hauptlinse (aus Sicht des Spots). Andernfalls verschenkt man mörderisch Lux.
Ziel 2 => in jedem Fall mehr Lumen


Bedingung 2: die "große Linse mindestens komplett ausgeleuchtet" (aus Sicht der Hauptlinse):
Grund: Am Rand der Hauptlinse darf natürlich keinesfalls eine Abschattung auftreten. Dann würde man enorm viel Lichtstärke verschenken. Der Prekolli darf aber auch gern mehr als die Hauptlinse ausleuchten. Dann fehlen halt Lumen. Eine exakte Ausleuchtung fällt erst heraus, wenn man optimiert. Aber sie ist nicht der Kern der Sache.
Ziel 3 => nicht versehentlich mörderisch Lux durch Randabschattung verschenken.

Von der Justierung her kann das, je nach Glücksgriff mit der Prekolli-Linse, natürlich ein ziemliches Gefummel sein. Aber der Gewinn ist bei großen sphärischen Linsen halt auch groß.


Das gleich gilt für einen Prekolli bei asphärischen Linsen. Nur Ziel 1 ist nicht mehr erforderlich, weil man genau dafür schon die asphärische Linse nimmt.
 
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