Ich bin der Meinung, eine Lampe kann gar nicht zu weit leuchten. Je weiter, desto besser. Warum freiwillig auf gute Sicht verzichten? Der Nutzen der Lampe ist allerdings umso mehr eingeschränkt, desto mehr Tunnelblick man durch eine scharfe Bündelung hat. Am schlimmsten also bei Collimator-Lampen, die ich genauso wie Laser als reinen Funartikel empfinde.
Etwas brauchbarer wenn auch nicht für jeden Zweck ideal sind Lampen mit einer - ich nenne es mal - "Lichtkeule". Also etwa Catapult, Legion II oder M3-2l. Also ein recht enger Lichtkegel fast ohne Spill bzw. wo der Spill erst in einigen Metern Entfernung beginnt, ggfs noch mit zusätzlichem Spot. Wie Marcus es richtig formulierte: zum Spazieren gehen nicht unbedingt geeignet, wenn man den Hundehaufen vor den Füßen nicht sieht. Aber ich finde diese Art Ausleuchtung akzeptabel und es hat auch Vorteile: Mit der Lichtkeule schmeißt man das Licht nur dort hin, wo man es braucht und verschenkt es nicht im Spill. Das ist nützlich, wenn man beispielsweise andere Leute nicht aus Versehen blenden und möglichst unauffällig leuchten will. Außerdem braucht man nicht unbedingt immer einen breiten Spill, wenn das anzuleuchtende Objekt ausschließlich in der Ferne liegt.
Sehr praxisgerecht und universell finde ich Breitstrahler, die einen möglichst gleichmäßigen Spill ohne dunkle Ringe haben und dennoch durch einen hellen, nicht zu kleinen Spot in der Mitte auf eine gute Reichweite kommen. Beispielsweise wie die M31, die SR90, die TF X6 und vergleichbare andere. Aber das ist nur mein Geschmack.
Was ich eigentlich sagen will, dass man die Beamcharakteristik der einen oder anderen Lampe nicht schlecht reden sollte, denn irgendeiner hat immer eine Verwendung für die betreffende Abstrahlcharakteristik. Allerdings sollte man mies abstrahlende Lampen sehr wohl beim Wort nennen. Das sind für mich Teile mit ungleichmäßigem Beam, dunklen Ringen, Donuts, Farbstichen usw.
Im Übrigen finde ich den Aspekt, dass ein Emitter für die gleiche Leistung mehr oder weniger Amp als eine andere benötigt, nur von nachrangigem Interesse. Hauptsache ist doch, was die Lampe als Maximum rausschmeißt und mit welcher Qualität. Ob eine Lampe dann entweder 60 oder 70 Minuten brennt, ist doch sch...egal. Die Akkus landen bei den meisten Usern doch eh nach z.B. 10 Minuten wieder am Lader

Aber das ist wieder nur meine Meinung. Wenn ein Wachdienstler die ganze Nacht mit der Lampe zugange ist, spielt der Stromverbrauch sicher eher ne Rolle als beim Leuchten aus Spaß für ein paar Minuten.
Von den Lampen, von denen in diesem Thread eigentlich die Rede ist, hat m.M. jede einen guten und auch brauchbaren Beam. Für die Praxistauglichkeit sollte man vielleicht noch das Gewicht und die Größe der Lampe im Auge behalten. Mehr ist nicht immer ideal. Nach meiner Erfahrung bleiben die schweren Brummer eher zu Hause und werden eher nur gelegentlich vor- bzw. ausgeführt. Als Mitnahmelampe verzichte ich eher auf Lumen zugunsten geringen Gewichts und Größe.