4,48V / 3,89V Li-Ion Battery

wus

Flashaholic
15 November 2012
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München
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Ich habe mir eine Insta360 Ace Pro 2 Action Cam mit 2 Akkus gekauft und war erstaunt auf denen zu lesen Nominal Voltage 3,89V, Limited Charge Voltage 4,48V.

Mein technologischer Kenntnisstand war bisher dass Li-Ion nicht mit mehr als 4,2V geladen werden sollten. Zellen mit 4,35V die vor einigen Jahren durchs i-net geisterten scheinen sich nicht durchgesetzt zu haben. Oder habe ich da was versäumt?

Weiß einer von euch mehr darüber? Was ist der Vorteil dieser neuen(?) Li-Ion Variante, abgesehen von der etwas höheren Spannung? Hat diese Technologie auch Nachteile?

Leider gibt es von Insta360 kein separates Ladegerät für diese Akkus, ich kann sie nur in der Kamera laden. Das ist blöd denn die Kamera saugt den Akku recht schnell leer wenn wenn man mit höherer Auflösung und frame rate filmt. Lieber würde ich den 2.-Akku separat außerhalb der Kamera laden während der erste die Kamera betreibt.

Ich habe mal die Akku-Spannung gemessen nachdem ich ihn in der Kamera geladen hatte - sie lag bei 4,44V (gemessen mit genauem DMM).
 

chimaero

Flashaholic*
4 Dezember 2023
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München
Hi wus,
das hat mich jetzt auch sehr interessiert. Zumal ich Insta360 für die innovativste Firma halte im Bereich der Actioncams.

perplexity.ai spricht von High‑voltage Li‑ion/LiPo cells (LiHV) -> Quelle

Perplexity ist meine Lieblings"suchmaschine", man bekommt schnörkellos gute Antworten mit Quellangaben.
 
  • Danke
Reaktionen: Light-Chris

PikePerfect

Flashaholic*
1 Februar 2021
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Um Ulm herum
Mein neues ZFlip 7 hat auch eine so hohe Akkuspannung, ausgelesen mit der Ampere-App. Mir war das auch neu. Im Netz hatte ich dazu bislang nichts gefunden. Ich denke, dass die HErsteller die Akku-CHemie dahingehend anpassen, dass höhere Spannung möglich sind. Wahrscheinlich fällt dann der Betrieb der Hochleistungsprozessoren leichter. Das geht natürlich nur ine Geräten, die den AKku intern laden, da alle externen Ladegeräte bei 4,2 V aufhören.
 

chimaero

Flashaholic*
4 Dezember 2023
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Es ist natürlich schade, wenn Insta kein externes Ladegerät dazu anbietet. War der 2.Akku denn serienmässig dabei?

Theoretisch könnte man sich selber etwas anfertigen, mit einem Labornetzgerät CV bis 4.45 V etwa, und Ladestrombegrenzung. Bleibt die Herausforderung, sich einen passenden Halter für den Akku zu basteln, evtl. 3D-Druck. Und die Frage, wozu die beiden zusätzlichen Anschlüsse am Akku sind (habe grade danach gegugelt) - Load Balance kanns eigentlich nicht sein, da es sich der Spannung nach um einen einzelligen Akku handelt.

Vielleicht ein Temperatursensor?
 
Zuletzt bearbeitet:

Trabireiter

Flashaholic**
5 April 2012
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Bei dem Handys sind die Spannungen schon lange so hoch.

Ich vermute das klappt dann, wenn geringe Ströme aber maximale Kapazitäten im Lastenheft stehen. Die Zellen altern augenscheinlich nicht schneller, aber vermutlich ist die Chemie dann nicht identisch zu "unseren" Zellen.
 

TJ-BY

Erleuchteter
24 November 2025
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Das SkyRC MC5000 kann diese Akkus auch laden. Voreingestellt 4,35 V und manuell bis 4,40 V.
 

wus

Flashaholic
15 November 2012
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Interessant! Hier kann man echt was lernen. Fast von allen Antworten:

Danke für den Tipp für die Suchmaschine bzw. KI @chimaero!

@PikePerfect und @Trabireiter: Mir war nicht klar dass Handies schon länger derartig hohe Akkuspannungen haben. Ich habe mir die Ampere App auch gleich geholt und sah dann dass mein gut 1 Jahr altes Xiaomi 14 ebenfalls bis mind. 4,4V lädt und den eingebauten Akku mit dem mitgelieferten 90W Netzteil mit fast 4A lädt, obwohl der Akku schon zu 85% voll ist.

Allerdings - @Trabireiter - habe ich Zweifel dass die Zellen tatsächlich nicht schneller altern. Der Akku in meinem Xiaomi 14 lässt jedenfalls (gefühlt) schon spürbar nach, obwohl es wie gesagt gerade mal ein bisschen über 1 Jahr alt ist. Bisher ist das kein Problem da der Akku großzügig dimensioniert ist (4,6Ah) und anfangs problemlos 2 Tage durchgehalten hat wenn man das Handy nicht ungewöhnlich viel benützt hat. Für 2 Tage reicht es inzwischen aber schon nicht mehr, wenn das so weiter geht befürchte ich dass ich nach 1 oder 2 weiteren Jahren den Akku ersetzen muss.

Nach dieser Beobachtung frage ich mich jetzt ob es sinnvoll wäre die Ladespannung auf die "klassischen" 4,2V zu begrenzen. Mir ist klar dass ich damit auf einen Teil der Kapazität und somit auf die Laufzeit pro Ladung verzichte, aber wenn ich damit die Lebensdauer des Akkus verlängern kann wär's mir das wahrscheinlich wert.

Gibt es Apps die eine derartige Lade-SPANNUNGS-begrenzung ermöglichen?

@Elektroheizer und @TJ-BY, nach euren Hinweisen habe ich meinen SkyRC MC3000 und die zugehörige App mal wieder angeschmissen und herausgefunden dass auch der LiHV laden kann. Voreingestellt sind 4,35V, man kann aber die Spannung bis 4,45V steigern.

Der RC3000 ist mir zu groß zum mitnehmen in den Urlaub, sonst würde ich mir evtl. einen Adapter basteln womit ich den Insta360 Akku laden könnte. Der ISDT C4evo ist deutlich kompakter, den habe ich mir jetzt mal angeschaut und auch die BDA dazu gelesen (die englische, die deutsche ist ja grausam). Leider habe ich darin nicht gefunden wie man eine einmal gemachte Einstellung für so einen LiHV Akku abspeichern könnte. Ich müsste das also bei jedem mal Laden neu eingeben.

Habe ich was übersehen?

Oder gibt es vielleicht eine App zu diesem Ladegerät, ähnlich der die es zum SkyRC RC3000 gibt, wo man solche Einstellungen speichern könnte?
 

Elektroheizer

Flashaholic
21 April 2023
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Tief im Westen
Nach dieser Beobachtung frage ich mich jetzt ob es sinnvoll wäre die Ladespannung auf die "klassischen" 4,2V zu begrenzen. Mir ist klar dass ich damit auf einen Teil der Kapazität und somit auf die Laufzeit pro Ladung verzichte, aber wenn ich damit die Lebensdauer des Akkus verlängern kann wär's mir das wahrscheinlich wert.

Gibt es Apps die eine derartige Lade-SPANNUNGS-begrenzung ermöglichen?
Für android ist mir keine bekannt. Ich nehme an, mit Benutzerrechten ist kein so aktiver Hardware Zugriff möglich und das geht nur mit gerooteten Geräten. Als Workareund nutze ich die app Batteriealarm von Zoran Vujacic und lasse mich bei 76% akustisch warnen (auch bei niedrigem Akkustand und beides ist einstellbar).

Der ISDT C4evo ist deutlich kompakter, den habe ich mir jetzt mal angeschaut und auch die BDA dazu gelesen (die englische, die deutsche ist ja grausam).
Die ist doch lustig. Die screenshots mit "Fahrräder" und "Gebühren" sind jedenfalls in einem Rennradforum gut angekommen. Ich hab's aber auch auf english umgestellt...

Leider habe ich darin nicht gefunden wie man eine einmal gemachte Einstellung für so einen LiHV Akku abspeichern könnte. Leider habe ich darin nicht gefunden wie man eine einmal gemachte Einstellung für so einen LiHV Akku abspeichern könnte.
Wenn man alle 4 Schächte bestückt, werden die Einstellungen gespeichert. Sonst mal ja oder mal nicht, ein System hab ich da nicht entdecken können. Oder Du lädst auf 4,2 V um die Alterung herauszuzögern, und nutzt Li-HV nur wenn Du die volle Kapazität brauchst.

Falls Du Dir das C4evo zulegst: ich nutze das für NiMH und da ist der automatische Ladestrom deutlich zu hoch, bei AAA extrem hoch weil es nur geminsame Kontakte mit AA hat. Ob man bei Li auch den Ladestrom besser manuell einstellt. müsstest Du selber rauskriegen bzw hier fragen.
Oder gibt es vielleicht eine App zu diesem Ladegerät, ähnlich der die es zum SkyRC RC3000 gibt, wo man solche Einstellungen speichern könnte?
Nein, nur zum firmware upadete.
 

Köf3

LED-Spezialist
17 Mai 2015
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Ich vermute das klappt dann, wenn geringe Ströme aber maximale Kapazitäten im Lastenheft stehen
Bin mir sehr sicher, dass das bei Smartphones primär gemacht wird, um die maximal mögliche Energiedichte (und damit möglichst lange Laufzeit) aus den Akkus zu quetschen, ohne gleichzeitig die Lebensdauer zu sehr zu reduzieren.

Spannungen von 4,4 V wurden schon vor 10 Jahren im Galaxy S6 genutzt, das ist jetzt keine besonders neue Entwicklung.
 

wus

Flashaholic
15 November 2012
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... nutze ich die app Batteriealarm von Zoran Vujacic und lasse mich bei 76% akustisch warnen.
Danke für diesen Tipp!

Spannungen von 4,4 V wurden schon vor 10 Jahren im Galaxy S6 genutzt, das ist jetzt keine besonders neue Entwicklung.
Wenn das so ist dann finde ich es geradezu "verdächtig" dass man solche LiHV Akkus nicht frei kaufen kann. Gibt's da irgend einen Haken, etwa dass eine besondere Ladetechnik oder -überwachung benötigt wird?

Oder habe ich nur zu "altmodisch" gesucht?
 
22 Februar 2024
38
26
18
Danke für diesen Tipp!


Wenn das so ist dann finde ich es geradezu "verdächtig" dass man solche LiHV Akkus nicht frei kaufen kann. Gibt's da irgend einen Haken, etwa dass eine besondere Ladetechnik oder -überwachung benötigt wird?

Oder habe ich nur zu "altmodisch" gesucht?
Zur letzten Frage:
Äh, ja :))

D.h. die Akkus gibt es zuhauf.

Allerdings hauptsächlich für Handys.

Habe z.B. nach einem Ersatzakku für mein Smartphone gesucht, kein Problem.

Die Frage, warum diese Akkutechnik hauptsächlich für Smartphones produziert wird und nicht auch für Standardzellen, keine Ahnung.

An der Stromstärkenbelastung alleine kann es nicht liegen, denn diese 5Ah Akkus werden ja mittlerweile mit bis zu 100Watt geladen.
Ansich müssten die ja auch hohe Ströme abgeben können.

Gruß Johannes
 
Zuletzt bearbeitet:

Trabireiter

Flashaholic**
5 April 2012
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in Sachsen
Naja. Solche brutalen Ladeleistungen sind dann aber nur ganz kurze Peaks, aber stimmt schon, der Akku kann zumindest auch (kurz) hohe Ströme ab

Teilweise sind das aber dann auch 2 Zellen um die Past etwas zu verteilen