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Erste Li-Ionen Stirnlampe und gleich Akkuprobleme.

20 Dezember 2020
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Trustfire Taschenlampen Hypnose Hannover
Hallo Zusammen,

da mein Bruder und ich nächstes Jahr vorhaben ein paar Höhlen in der Fränkischen Schweiz unsicher zu machen, habe ich mich seit ein paar Wochen mit diversen Stirnlampen auseinandergesetzt und bin so auf dieses Forum gestoßen (Hier besteht ja akute Suchtgefahr ). Ich habe mich dann letztlich für die Fenix HL600 (Laut Hersteller identisch zur HL60R) entschieden und diese 2x bestellt.

Leider haben sich während der Recherche zu meinem Problem mit einem Akku sehr viele weitere Fragen ergeben, die ich durch vorhandene Threads nicht beantworten konnte. Und jetzt bin ich komplett verwirrt. Deshalb im Folgenden ein paar Fragen über deren Beantwortung ich mich freuen würde. Verlinkung auf andere Threads ist natürlich in Ordnung. (Zusammenfassung meiner Fragen am Ende)

1. Zum Problem: Einer der beiden mitgelieferten Akkus (Fenix ARB-L18-2600 mit 3,6V) hat in der Lampe nicht funktioniert. Daraufhin habe ich die Leerlaufspannung 0V mit dem Multimeter gemessen.
Da ich (mit Nichtwissen) vermute, dass die Schutzschaltung das Problem ist habe ich wieder das Forum durchstöbert und zwei Lösungsmöglichkeiten gefunden:
Akku kurz ins Ladegerät einlegen: Da ich noch kein Ladegerät besitze, habe ich den Akku in die Lampe eingelegt und das Ladekabel ca. 5s angeschlossen. Das hat aber nichts gebracht.
Funktionierenden Akku mit defektem Akku parallelschalten hat auch nichts gebracht.

Jetzt ist die Frage, ob es weitere Fehlermöglichkeiten gibt und welche Möglichkeiten ich sonst noch habe. Ersatzakku ist bereits beim Händler angefragt, es geht mir hier eher um prinzipielle Möglichkeiten.

2. Da mir vor dem Akkuproblem die Tragweite des Li-Ionen Themas noch gar nicht bewusst war, habe ich den funktionierenden Akku auch nicht durchgemessen, bevor ich die Lampe genutzt habe. Heute bin ich dann auf den Grundlagenthread gestoßen und habe daraufhin auch den funktionierenden Akku kurz gemessen. Dieser hatte 3,53V. Nach dem Grundlagenthread müsste er somit ja schon quasi leer sein. Der Blinkcode der Lampe zeigt aber den Ladezustand zwischen 30% und 70% an. Sind hier die Schwellen so niedrig gesetzt, oder habe ich was falsch verstanden. Um möglichst schonend zu laden sollte doch bereits bei einer Spannung von ca. 3,8V geladen werden. Oder sind das veraltete Werte, da die Nennspannung ja 3,6V ist. Laut Wikipedia sinkt die Spannung am Anfang recht schnell auf Nennspannung ab. Diese ist ja aber schon fast bei den 3,5V, die ja „leer“ bedeuten. Bei welchen Volt-Werten soll man denn jetzt optimalerweise bzw. spätestens laden? Ich hätte jetzt gesagt bei 3,8V bzw. 3,5V. Was mich bei der ganzen Sache nur stutzig macht ist die Werte der Ladestandsanzeige der Lampe.

3. Wann soll ich denn dann in der Höhle die Akkus wechseln? Die Lampe signalisiert einem zwar laut Anleitung eine niedrige Spannung, wie hoch diese ist habe ich aber noch nicht ausprobiert. Aber wenn 3,5V noch über 30% ist, wird die Warnspannung schon sehr gering sein. Würde eine so tiefe Entladung dann den Akku erheblich schädigen. Primär habe ich die Akkus ja, um Spaß in der Höhle zu haben und nicht um auf sie aufzupassen. Wenn ich dann in ein paar Jahren neue kaufen müsste wäre das also kein Weltuntergang. Aufwand/Ertrag sollte halt passen.

4. Nun zu meiner letzten Frage. Ich habe zwar vor, mir noch einige Ersatzakkus (Keeppower 18650 3500mAh (geschützt) - 10A) und ein Ladegerät zu besorgen, aber habe halt aktuell noch keins und würde gerne die interne Ladefunktion der Lampe nutzen. Spricht da etwas Gravierendes dagegen?

Nochmal in Kurzfassung:

1. Wie Akku wiederbeleben?
2. Optimale bzw. Grenzwertige Spannung bei der geladen werden sollte?
3. Ist warten bis zur Spannungswarnung der Lampe noch halbwegs vertretbar für den Akku?
4. Interne Ladefunktion nutzen?
5. Sollte das Ladegerät die Schutzschaltung reaktivieren können, um da in Zukunft keine Probleme mehr zu haben, oder kommt der Fall bei pfleglicher Behandlung der Akkus praktisch nicht vor??


Ich weiß, dass war ein langer Text aber ich hoffe ich habe mich halbwegs verständlich ausgedrückt. Ich habe das Gefühl, dass das alles eine Wissenschaft ist, aber wahrscheinlich gibt es nur ein paar Grundregeln zu beachten und man fährt schon ganz gut.

Vielleicht kann mir ja jemand auf die Sprünge helfen meinen Kopf wieder etwas zu sortieren.

Danke schonmal und frohe Weihnachten.
Beste Grüße aus München
Kilian
 
  • Danke
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casi290665

Flashaholic***²
31 Mai 2016
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Hannover
Hallo Kilian,

ein Li-Ion Akku ist bei 3 Volt ziemlich leer und bringt dann auch keine Leistung mehr. Bei ca 3,6 Volt ist er halb voll, bei 4,2V ganz voll. Laden kannst Du diese Akkus fast immer, nur unter 2,2 Volt oder 2,0 Volt ist der Akku tiefentladen und gehört entsorgt.

Das interne Laden ist völlig in Ordnung, ein Akku darf nur nicht überladen werden (max. 4,25 Volt).

Ein Ladegerät welches Schutzschaltungen aktivieren kann ist manchmal sehr hilfreich, siehe Deinen Fenixakku. Funktioniert das reaktivieren nicht, dann ist der Akku bzw. die Schutzschaltung defekt.

Gruß
Carsten
 
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steidlmick

Flashaholic***
15 August 2012
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Acebeam
Hallo Kilian,
willkommen bei uns Lichtverrückten.

Da du viel gefragt hast, habe ich auch viel als Antwort geschrieben. Ich hoffe, dass alles verständlich ist, sonst einfach nachhaken.
Da ich (mit Nichtwissen) vermute, dass die Schutzschaltung das Problem ist habe ich wieder das Forum durchstöbert und zwei Lösungsmöglichkeiten gefunden:
Akku kurz ins Ladegerät einlegen: Da ich noch kein Ladegerät besitze, habe ich den Akku in die Lampe eingelegt und das Ladekabel ca. 5s angeschlossen. Das hat aber nichts gebracht.
Das kommt leider häufiger vor, weil in vielen Lampen die eingebauten Ladeschaltungen nicht dazu geeignet sind, um ausgelöste Schutzschaltungen zurückzusetzen.
Insofern vom Ansatz her nicht schlecht, aber aufgrund der Limitierungen der meisten Ladeschaltungen nicht möglich.
Funktionierenden Akku mit defektem Akku parallelschalten hat auch nichts gebracht.
Das funktioniert in der Regel dann, wenn der "Hilfsakku" wirklich voll geladen ist.
War das der Fall?
Sonst vielleicht noch einmal probieren und ruhig mal 20 - 30 Sekunden abwarten.
Jetzt ist die Frage, ob es weitere Fehlermöglichkeiten gibt
Ein technischer Defekt an der Schutzschaltung ist denkbar, aber daran könntest du nichts ändern.
und welche Möglichkeiten ich sonst noch habe.
Keine, du hast alles gemacht, was man erwarten kann.
Dieser hatte 3,53V. Nach dem Grundlagenthread müsste er somit ja schon quasi leer sein.
Nein, leer nicht, aber unterhalb von 50% Ladestand. Ich würde mal schätzen so ungefähr 35 - 40%.
Der Blinkcode der Lampe zeigt aber den Ladezustand zwischen 30% und 70% an.
Das kommt mir realistisch vor.
Sind hier die Schwellen so niedrig gesetzt, oder habe ich was falsch verstanden.
Ich habe den Eindruck, dass vielleicht die Grundlagen in dem erwähnten Thread nicht mehr ganz aktuell sind bzw. aus einer früheren Zeit stammen.
Als leer kann man einen aktuellen Lithium-Akkus bei einem Ladestand von unter 3.0 V betrachten, auch wenn die Entladeschlussspannung meistens mit 2.5 V angegeben wird.

Welchen Thread genau meinst du denn eigentlich (Link)?
Falls es der ist, den ich vermute, dann muss ich leider sagen, dass einige der Informationen schlichtweg veraltet und aus heutiger Sicht falsch sind.
Um möglichst schonend zu laden sollte doch bereits bei einer Spannung von ca. 3,8V geladen werden.
Nein, das wäre reichlich früh. Bei 3.8 V ist der Akku noch ca. zur Hälfte voll.
Oder sind das veraltete Werte, da die Nennspannung ja 3,6V ist.
Ich weiß zwar nicht genau an welchem Thread du dich orientierst, aber man geht heute meist von einer Nennspannung von 3.7 V bei einer Ladeschlussspannung von 4.2 V aus und darauf sind auch die heutigen Ladegeräte und Ladeschaltungen in den Lampen ausgelegt.
Der Entladeschluss wird in den Datenblättern in der Regel bei 2.5 V angegeben, aber so tief muss man nicht gehen, unter rund 3.0 V kommt eh nicht mehr viel an nutzbarer Ladung zusammen.

Bei ungefähr 3.7 - 3.8 V ist der Akku ungefähr halb voll.
Bei welchen Volt-Werten soll man denn jetzt optimalerweise bzw. spätestens laden?
Es gibt da keine festen Regeln oder Vorschriften.
Laut Datenblatt ist 2.5 V die Entladeschlussspannung und so tief darf man den Akku ohne Sicherheitsprobleme entladen. Die meisten LVPs (low voltage protections, Schutzschaltungen in der Lampe) schalten früher bei rund um 3.0 V ab, mal etwas früher, mal etwa später, aber in dem Bereich.

Der Akku wird voraussichtlich keine größeren Schäden erleiden, wenn du ihn bei 3.2 - 3.0 V lädst. Er wird's aber auch überstehen, wenn er mal auf 2.8 V entladen wurde, die Akkus sind heute relativ robust.
Ich hätte jetzt gesagt bei 3,8V bzw. 3,5V.
Das wäre wohl reichlich früh und nicht nötig.
Du schadest dem Akku nicht, wenn du das machst, aber es bringt auch nicht besonders viel.
Was mich bei der ganzen Sache nur stutzig macht ist die Werte der Ladestandsanzeige der Lampe.
In der Regel kann man sich einigermaßen auf die Ladestandsanzeigen verlassen und das gilt auch hier.
3. Wann soll ich denn dann in der Höhle die Akkus wechseln? Die Lampe signalisiert einem zwar laut Anleitung eine niedrige Spannung, wie hoch diese ist habe ich aber noch nicht ausprobiert.
Du kannst der Warnung in der Lampe vertrauen und musst nicht panisch vorher wechseln.
Primär habe ich die Akkus ja, um Spaß in der Höhle zu haben und nicht um auf sie aufzupassen.
Genau, das macht die Warnschaltung in der Lampe, du musst dir da keinen Kopf drum machen.
Ich habe zwar vor, mir noch einige Ersatzakkus (Keeppower 18650 3500mAh (geschützt) - 10A) und ein Ladegerät zu besorgen, aber habe halt aktuell noch keins und würde gerne die interne Ladefunktion der Lampe nutzen. Spricht da etwas Gravierendes dagegen?
Nein, nicht grundsätzlich, die Ladeschaltungen laden den Akku einwandfrei, da muss man sich nicht akut Sorgen machen.

Der negativste Punkt an den Ladeschaltungen ist, dass man keine detaillierten Statusinformationen zur "Gesundheit" der Akkus bekommt, wie es das Display eines guten Ladegeräts machen würde.
Auf Dauer ist es ganz nützlich, wenn man ein paar Daten zu seinen Akkus bekommt, in etwa so, wie man selbst hin und wieder einen ärztlichen Checkup machen lässt oder zur Kontrolle zum Zahnarzt geht.
Aber so etwas macht man ja nicht täglich oder wöchentlich und genauso ist es nicht nötig, dass man jeden Ladevorgang protokolliert.

Ein weiterer Negativpunkt ist, dass man bei den Ladeschaltungen der Lampe den Ladestrom nicht einstellen kann. Dadurch hat man weniger Kontrolle über den Ladevorgang und kann ihn z.B. in dringenden Fällen auch nicht beschleunigen.
Der Komfort ist also eher überschaubar und es kann nerven, dass man die Lampe gerade nicht benutzen kann, weil sie als "Ladegerät" herhalten muss...

Und jetzt fasse auch ich die Antworten mal zusammen:
1. Wie Akku wiederbeleben?
Wie du es getan hast, mehr kannst du nicht machen, außer ein entspr. Ladegerät probieren vielleicht noch.

Es ist tendenziell eher ein Zeichen für einen Defekt, wenn ein Akku mit ausgelöster Schutzschaltung ausgeliefert wird und darauf tippe ich auch hier.
2. Optimale bzw. Grenzwertige Spannung bei der geladen werden sollte?
Irgendetwas zwischen 2.8 und 3.2 V, es kommt nicht so supergenau auf jedes Millivolt an, verlasse dich einfach auf die Warnungen der Lampe.

Wenn du den Akku sehr schonen möchtest, dann kannst du natürlich deutlich früher laden, aber nötig ist das nicht und ein "Lebensverlängerungs-Effekt" ist nicht so gewaltig, wie man ihn sich vielleicht wünscht.
3. Ist warten bis zur Spannungswarnung der Lampe noch halbwegs vertretbar für den Akku?
Das ist vollkommen vertretbar und stellt gar kein Problem dar.
4. Interne Ladefunktion nutzen?
Dagegen ist nichts einzuwenden, außer dem eingeschränkten Komfort.
5. Sollte das Ladegerät die Schutzschaltung reaktivieren können, um da in Zukunft keine Probleme mehr zu haben, oder kommt der Fall bei pfleglicher Behandlung der Akkus praktisch nicht vor??
So eine Funktion ist immer sinnvoll und sollte heute eigentlich auch immer vorhanden sein.
Zwar ist es selten, dass man versehentlich einen geschützten Akku in die Schutzschaltung treibt, aber es kann passieren, auch die Lampen sind nicht perfekt und können mal eine Fehlfunktion haben.
Ich habe das Gefühl, dass das alles eine Wissenschaft ist, aber wahrscheinlich gibt es nur ein paar Grundregeln zu beachten und man fährt schon ganz gut.
Das ist zwar tatsächlich viel Naturwissenschaft, aber wenn man ein paar Grundregeln einhält, dann reicht das völlig aus. Die selbsternannten "Akkulogen" übertreiben es manchmal auch zu sehr und davon muss man sich nicht unnötig anstecken lassen.

Zu den Grundregeln gehört:
1.: Akkus nicht überladen, nicht tiefentladen, nicht überlasten/kurzschließen.

2.: Nur hochwertige Markenakkus verwenden! Finger weg von irgendwelchen Billigangeboten/Noname-Ware.

3.: Akkus nur in hochwertigen Marken-Ladegeräten laden, die im Forum bekannt sind und getestet wurden oder mit Hilfe der integrierten Ladeschaltungen einer Lampe.

4.: Lagerung und Transport immer nur in geeigneten Behältern, nicht lose in Taschen, Rucksäcken oder zusammen mit Werkzeugen.

5.: Akkus NIEMALS im kalten Zustand (< 5°C) aufladen. Mindestens Raumtemperatur oder gar erhöhte Temperatur (bis ~40°C) ist gut, zu kalte Akkus (Winter) zuvor langsam aufwärmen lassen.

6.: Zu extreme Temperaturen vermeiden (nicht unter -20°C, nicht über +60°C).

7.: Akkus fernhalten von Kindern, Tieren, Laien und Besoffenen.

8.: Für eine spezifische Lampe die geeigneten Akkus verwenden, nicht jeder Akku ist für jede Lampe geeignet.

Du hast die richtigen Fragen gestellt, du hast (hoffentlich) passende Antworten bekommen, mehr muss nicht sein, Akkupflege ist kein Selbstzweck.
Habe einfach Spaß an den Lampen und bei der Höhlenerkundung.
 
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nightcrawler

Flashaholic*
9 November 2016
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Wenn es irgendwie geht, gib den Akku zurück. Ich vermute dass ein Defekt im PCB für diese Tiefenentladung verantwortlich ist und damit die Zelle längst gekillt hat. Dann wäre jeder Ladeversuch sehr riskant!
Wie lange er in diesem Zustand gelagert wurde ist auch nicht feststellbar. Wie auch immer dieser Akku entspricht nicht den Qualitätsstandard den Fenix vertritt oder ich für eine Höhlenbefahrung erwarten würde.

Zum Laden selbst
Akkus sind Verbrauchsgegenstände, zugegeben es gibt Wege sie mit wenigen Dutzend Zyklen zu killen. Wenn du mit moderater Laderate von 0,5C und einem Ladenschluss unter 4,2V arbeitest könntest du 3stellige Zyklen erreichen. Klar die 500Zyklen laut Hersteller sind nur Laborwerte.
Mein Ladeschluss liegt bei 4,17V und meine Laderate bewegt sich wenn ich Zeit habe bei 0.25 und 0.5C.
Ach ja Liions möglichst bei 20°c laden. Kälte ist sehr schlecht.
 
20 Dezember 2020
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Vielen Dank für die schnellen Antworten.

Scheinbar war meine Annahme korrekt, dass es sich bei den Angaben in dem alten Thread nicht mehr um den aktuellen Stand der Technik handelt. Ich habe mich auf diesen hier bezogen: https://www.taschenlampen-forum.de/...-grundlagen-zu-arten-nutzung-und-pflege.2730/

@casi290665
Ok diese Werte Decken sich eher mit meinen Erwartungen was den Lieferzustand und die Ladestandsanzeige der Lampe angeht.
Interne Ladung habe ich jetzt vorhin getestet. Spannung nach Ladung war 4,18V. Wenn ich mich richtig informiert habe ist das voll im Sollbereich.
Diese Reaktivierung wird auch 0V Aktivierung genannt oder auf welches Stichwort muss ich achten?

@steidlmick
Danke für die ausführliche Antwort.
Das funktioniert in der Regel dann, wenn der "Hilfsakku" wirklich voll geladen ist.
War das der Fall?
Sonst vielleicht noch einmal probieren und ruhig mal 20 - 30 Sekunden abwarten.
Also ich habe es jetzt nocheinmal probiert mit 4,18V und 30s. Da hat sich immer noch nichts getan. Ich habe mit Alufolie überbrückt, was eigentlich funktionieren sollte, werde es aber morgen noch einmal mit Kupfer testen.
Ein technischer Defekt an der Schutzschaltung ist denkbar, aber daran könntest du nichts ändern.
Vielleicht ists auch einfach das. Ersatzakku ist eh schon angefordert.
Ich habe den Eindruck, dass vielleicht die Grundlagen in dem erwähnten Thread nicht mehr ganz aktuell sind bzw. aus einer früheren Zeit stammen.
Als leer kann man einen aktuellen Lithium-Akkus bei einem Ladestand von unter 3.0 V betrachten, auch wenn die Entladeschlussspannung meistens mit 2.5 V angegeben wird.

Welchen Thread genau meinst du denn eigentlich (Link)?
Falls es der ist, den ich vermute, dann muss ich leider sagen, dass einige der Informationen schlichtweg veraltet und aus heutiger Sicht falsch sind.
Link steht oben und ist scheinbar einfach veraltet.
Es gibt da keine festen Regeln oder Vorschriften.
Laut Datenblatt ist 2.5 V die Entladeschlussspannung und so tief darf man den Akku ohne Sicherheitsprobleme entladen. Die meisten LVPs (low voltage protections, Schutzschaltungen in der Lampe) schalten früher bei rund um 3.0 V ab, mal etwas früher, mal etwa später, aber in dem Bereich.

Der Akku wird voraussichtlich keine größeren Schäden erleiden, wenn du ihn bei 3.2 - 3.0 V lädst. Er wird's aber auch überstehen, wenn er mal auf 2.8 V entladen wurde, die Akkus sind heute relativ robust.
Du kannst der Warnung in der Lampe vertrauen und musst nicht panisch vorher wechseln.
Super, dann werde ich einfach mal testen was denn die Lampe so bei welcher Spannung sagt. Dann werde ich da einen praktikablen Weg für mich finden.
Nein, nicht grundsätzlich, die Ladeschaltungen laden den Akku einwandfrei, da muss man sich nicht akut Sorgen machen.

Der negativste Punkt an den Ladeschaltungen ist, dass man keine detaillierten Statusinformationen zur "Gesundheit" der Akkus bekommt, wie es das Display eines guten Ladegeräts machen würde.
Auf Dauer ist es ganz nützlich, wenn man ein paar Daten zu seinen Akkus bekommt, in etwa so, wie man selbst hin und wieder einen ärztlichen Checkup machen lässt oder zur Kontrolle zum Zahnarzt geht.
Aber so etwas macht man ja nicht täglich oder wöchentlich und genauso ist es nicht nötig, dass man jeden Ladevorgang protokolliert.

Ein weiterer Negativpunkt ist, dass man bei den Ladeschaltungen der Lampe den Ladestrom nicht einstellen kann. Dadurch hat man weniger Kontrolle über den Ladevorgang und kann ihn z.B. in dringenden Fällen auch nicht beschleunigen.
Der Komfort ist also eher überschaubar und es kann nerven, dass man die Lampe gerade nicht benutzen kann, weil sie als "Ladegerät" herhalten muss...
Ok das freut mich zu hören
Du hast die richtigen Fragen gestellt, du hast (hoffentlich) passende Antworten bekommen, mehr muss nicht sein, Akkupflege ist kein Selbstzweck.
Habe einfach Spaß an den Lampen und bei der Höhlenerkundung.
Vielen Dank für die ausführliche Zusammenfassung.

@nightcrawler
Ich hoffe doch dass es keine Probleme beim Umtausch gibt.
Akkus sind Verbrauchsgegenstände, zugegeben es gibt Wege sie mit wenigen Dutzend Zyklen zu killen. Wenn du mit moderater Laderate von 0,5C und einem Ladenschluss unter 4,2V arbeitest könntest du 3stellige Zyklen erreichen. Klar die 500Zyklen laut Hersteller sind nur Laborwerte.
Das ist beruhigend zu hören und durch eure Erklärungen wurde das Chaos wieder sehr gut sortiert ;-)
 

steidlmick

Flashaholic***
15 August 2012
5.569
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Bielefeld, NRW
Scheinbar war meine Annahme korrekt, dass es sich bei den Angaben in dem alten Thread nicht mehr um den aktuellen Stand der Technik handelt. Ich habe mich auf diesen hier bezogen: https://www.taschenlampen-forum.de/...-grundlagen-zu-arten-nutzung-und-pflege.2730/
Ja, der ist leider ziemlich veraltet.
Das ist leider das Problem mit solchen "Grundlagen-Threads", deren Eröffnungsbeitrag den Stand von vor 10 Jahren wiedergibt.
Also ich habe es jetzt nocheinmal probiert mit 4,18V und 30s. Da hat sich immer noch nichts getan. Ich habe mit Alufolie überbrückt, was eigentlich funktionieren sollte, werde es aber morgen noch einmal mit Kupfer testen.
Du braucht da nichts weiter zu testen, du hast alles gemacht, wie's sein soll, Kupfer bewirkt hier keinen Zaubereffekt.
Mit hoher Wahrscheinlichkeit ist die Schutzschaltung einfach defekt, vielleicht sogar der Akku selbst.
 
Zuletzt bearbeitet:
Trustfire Taschenlampen