Da das hier ein technisches Forum mit einem bestimmten wissenschaftlichen Anspruch ist bin ich strikt dagegen aus irgendwas ein Geheimnis oder Mysterium zu machen.
Es gilt als sicher dass ein Akku der schon mal so tief entladen war nicht mehr so gut ist wie er mal war. Er wird weniger Kapazität haben und einen höheren Innenwiderstand. Das heißt weniger Leuchtdauer und weniger Maximalhelligkeit.
Nach meinem Verständnis der Akkuchemie kann man Kupferbrücken einigermaßen sicher detektieren.
Ich würde den tiefentladenen Akku (theoretisch) mit kleinem Strom (100mA für einen 18650) ein paar Minuten laden um ihn in einen unbedenklichen Spannungsbereich zu bekommen. Da die Lade/Entlade-Kurven bei niedrigen Ladezuständen sehr steil sind kommt die Spannung genauso schnell hoch wie sie beim Entladen am Ende abfällt.
Der kleine Strom kann selbst im Falle von Brückenbildung den Akku nicht lokal innerhalb von 1-2 Minuten so weit aufheizen dass er durchgeht.
Dann die Ladung beenden und die Spannung beobachten. Fällt sie nach dem Laden ein wenig ab und stabilisiert sich dann auf einem konstanten Wert der über Tage gehalten wird dann können keine Kupferbrücken drin sein.
Das ist aber eine "Laboruntersuchung" die unter kontrollierten Bedingungen erfolgen sollte. Sie sagt auch nur etwas über den Zustand des Akkus zum Zeitpunkt der Untersuchung aus. Eine Garantie dafür, dass das so bleibt gibt es nicht.
Ein anderer Punkt ist der, dass eine begonnene Brückenbildung (lokale Kupferablagerungen) die noch nicht zum Schluss geführt hat dennoch die Akkuchemie inhomogen macht. Es werden also Schwachstellen erzeugt.
Wem diese Ausführungen nicht vollständig verständlich sind, der sollte das lieber nicht nachmachen. Wer nicht die Ausrüstung hat um mit einen bekannten Strom unter gleichzeitiger Spannungsüberwachung zu laden, der sollte es auch sein lassen.