Neugierig geworden durch dieses prima review (engl.) mit tollen Bildern hatte ich mir die noch relativ neue und unbekannte Ultrafire UF-980L bestellt. Ich hatte hierzu nur diese Bezugsquelle gefunden. Nach zwei/drei Wochen kam sie in der üblichen Luftpolsterfolie im Papierumschlag an.
Hatte ich noch eine größere Lampe erwartet, war ich von den kompakten Abmessungen angenehm überrascht. Die passt sogar noch in die Hosentasche. Der erste Eindruck der Verarbeitungsqualität ist sehr gut. Abgesehen von der imposanten Edelstahlkrone des Kopfes hat die Lampe keine scharfen Kanten und fasst sich sehr schön an. Die Anodisierung hat keine offensichtlichen Fehler und sieht recht widerstandsfähig aus.
Am Lampenende befindet sich der solide reverse clicky, d.h. ein Schalter, der erst nach dem Drücken mit dem Loslassen die Sonne aufgehen lässt. Er verlangt einen kräftigen Druck und ist eingerahmt von einem weiteren Edelstahlkranz. Das ist gut gemeint aber nicht bis zu Ende überlegt. Der Druckknopf steht etwas über, so dass man ihn zwar gut erreichen kann, die Lampe dadurch aber keinen Tailstand kann. Für mich verschmerzbar. Das ungefettete Tailcapgewinde sollte man nachfetten, sonst quietscht es.
Der flache Pluspol (ohne Feder) des erfreulicherweise eingeschraubten Drop-ins verhindert die Verwendung von flat top Akkus. Wer seine geliebten AW-Akkus verwenden möchte, kommt ohne einen kleinen Magneten nicht aus. Ansonsten ist das Batterierohr großzügig genug ausgelegt, dass alle üblichen 18650er Platz finden. Bei der Auswahl des Akkus gibt es jedoch etwas zu beachten, dazu gleich mehr.
Die Cree XM-L LED sitzt fast perfekt zentriert in dem sehr glatten und nahezu makellosen Reflektor. Das unbeschichtete Frontglas wird durch einen nachleuchtenden Gummiring gegen Feuchtigkeit und Schmutz abgedichtet.
Drei verschiedene Leuchtstufen kann die UF-980L anbieten in der Reihenfolge hell/mittel/dunkel, auswählbar über halbes durchdrücken des Schalters. Hervorragend: kein Disco-Geblinke.
Mittlerweile habe ich mir angewöhnt, unterschiedliche Akkus in den Testlampen auszuprobieren. In dieser Ultrafire macht dies einen nicht unerheblichen Unterschied in der erzielbaren Helligkeit aus. Die höchste Lichtausbeute erhält man mit hochstromfähigen Akkus. Dies sind in der Regel solche ohne Schutzschaltung (unprotected) oder sehr hochwertige Typen, z.B. von AW oder Readylast. Der Helligkeitsunterschied von billigem geschützten Akku zu hochwertigem hochstromfähigen Akku beträgt bis zu 20%, ebenfalls messbar in einer stark unterschiedlichen Stromaufnahme (3,2 bis über 5 Ampere). Oder anders ausgedrückt, je nach Akku leistet die UF-980L mindestens 700 und höchstens 900 Lumen.
Aber wir wollen es ja wissen
und legen nen guten Energiespender ein.
Ja, das Ding macht Spaß.
Die Lichtfarbe empfinde ich als reinweiss, die Lichtverteilung ist ausreichend gleichmäßig, insbesondere der spill. Durch den im Vergleich zu etwa einer Lumintop TD15X größeren Reflektor hat die UF-980L einen engeren und schärfer abgegrenzten Spot und verbunden mit der großen Lichtleistung eine hohe Reichweite. Dadurch wird die Ultrafire nicht zum Megathrower, aber sie lässt eine TD15X im throw doch deutlich hinter sich.
Die Helligkeit liegt direkt nach dem Einschalten bei etwa 900 Lumen und fällt ebenso rasch ab, wie ihre Erwärmung zunimmt. Bereits nach kurzer Zeit wird die Lampe regelrecht heiß. Das lässt auf eine gute Wärmeableitung des mit dem Gehäuse verschraubten Drop-ins schließen. Hitze ist eben der Preis für eine so ausgesprochen leistungsstarke Lampe im kleinen Format. Einen Laufzeittest habe ich der Lampe und dem Akku zuliebe nicht gemacht.
Die Lampe ist ein reinrassiger Dragster mit großer Helligkeit und hohem Stromverbrauch. Auf höchster Stufe wird die Laufzeit wahrscheinlich maximal eine halbe Stunde betragen. In der Praxis wird das eh niemand ausprobieren wollen, es sei denn, er leuchtet bei Minusgraden oder trägt isolierende Handschuhe.
Die 980 startet in der gleichen Helligkeitsstufe, in der sie ausgeschaltet wurde (= Memory).
ungefährer Luxvergleich auf 1 Meter:
Ultrafire UF-980L: > 24.000
Lumintop TD15X: 12.500
Spark SL6: 6500
Zebralight SC600: 5375
Thrunite Catapult V2: 30.000
Olight M3X: 50.000
Daten der Lampe:
LED: Cree XM-L T6
Stromversorgung: 1x 18650
Stromaufnahme: >5A max.* (high) / 1,3A (mid) / 0,22A (low)
Leistung: ~900 Lumen max.*
Leuchtstufen: high/mid/low
Memory (merkt sich die zuletzt eingestellte Helligkeitsstufe)
Schalter: Tailcap, reverse clicky
Frontlinse: unbeschichtetes Glas
Länge: 14 cm
Kopfdurchmesser: 4,5 cm
Gewicht 180 Gr
*mit voll geladenem AW2600 protected






Größenvergleich v.l.n.r: Lumintop TD15X / UF-980L/ Spark SL6


Beamshotvergleich 0,5 m zur Wand, jeweils links TD15X, rechts UF-980L



Outdoorbeamshot aus einem anderen review
UF-980L: http://farm4.static.flickr.com/3052/5720629695_0797a827d1_b.jpg
vs. P60 XM-L drop-in: http://farm3.static.flickr.com/2722/5721187614_38a122d4a5_b.jpg
persönliches Fazit:
keine perfekte Lampe aber ein böses Ding genau nach meinem Geschmack. Volle Pulle und alles was geht wenn es sein muss (Angeberlampe
), durch mid und low auch alltagstauglich. Würde ich nicht unbedingt einem Laien in die Hand drücken.
Hatte ich noch eine größere Lampe erwartet, war ich von den kompakten Abmessungen angenehm überrascht. Die passt sogar noch in die Hosentasche. Der erste Eindruck der Verarbeitungsqualität ist sehr gut. Abgesehen von der imposanten Edelstahlkrone des Kopfes hat die Lampe keine scharfen Kanten und fasst sich sehr schön an. Die Anodisierung hat keine offensichtlichen Fehler und sieht recht widerstandsfähig aus.
Am Lampenende befindet sich der solide reverse clicky, d.h. ein Schalter, der erst nach dem Drücken mit dem Loslassen die Sonne aufgehen lässt. Er verlangt einen kräftigen Druck und ist eingerahmt von einem weiteren Edelstahlkranz. Das ist gut gemeint aber nicht bis zu Ende überlegt. Der Druckknopf steht etwas über, so dass man ihn zwar gut erreichen kann, die Lampe dadurch aber keinen Tailstand kann. Für mich verschmerzbar. Das ungefettete Tailcapgewinde sollte man nachfetten, sonst quietscht es.
Der flache Pluspol (ohne Feder) des erfreulicherweise eingeschraubten Drop-ins verhindert die Verwendung von flat top Akkus. Wer seine geliebten AW-Akkus verwenden möchte, kommt ohne einen kleinen Magneten nicht aus. Ansonsten ist das Batterierohr großzügig genug ausgelegt, dass alle üblichen 18650er Platz finden. Bei der Auswahl des Akkus gibt es jedoch etwas zu beachten, dazu gleich mehr.
Die Cree XM-L LED sitzt fast perfekt zentriert in dem sehr glatten und nahezu makellosen Reflektor. Das unbeschichtete Frontglas wird durch einen nachleuchtenden Gummiring gegen Feuchtigkeit und Schmutz abgedichtet.
Drei verschiedene Leuchtstufen kann die UF-980L anbieten in der Reihenfolge hell/mittel/dunkel, auswählbar über halbes durchdrücken des Schalters. Hervorragend: kein Disco-Geblinke.
Mittlerweile habe ich mir angewöhnt, unterschiedliche Akkus in den Testlampen auszuprobieren. In dieser Ultrafire macht dies einen nicht unerheblichen Unterschied in der erzielbaren Helligkeit aus. Die höchste Lichtausbeute erhält man mit hochstromfähigen Akkus. Dies sind in der Regel solche ohne Schutzschaltung (unprotected) oder sehr hochwertige Typen, z.B. von AW oder Readylast. Der Helligkeitsunterschied von billigem geschützten Akku zu hochwertigem hochstromfähigen Akku beträgt bis zu 20%, ebenfalls messbar in einer stark unterschiedlichen Stromaufnahme (3,2 bis über 5 Ampere). Oder anders ausgedrückt, je nach Akku leistet die UF-980L mindestens 700 und höchstens 900 Lumen.
Aber wir wollen es ja wissen
Ja, das Ding macht Spaß.
Die Lichtfarbe empfinde ich als reinweiss, die Lichtverteilung ist ausreichend gleichmäßig, insbesondere der spill. Durch den im Vergleich zu etwa einer Lumintop TD15X größeren Reflektor hat die UF-980L einen engeren und schärfer abgegrenzten Spot und verbunden mit der großen Lichtleistung eine hohe Reichweite. Dadurch wird die Ultrafire nicht zum Megathrower, aber sie lässt eine TD15X im throw doch deutlich hinter sich.
Die Helligkeit liegt direkt nach dem Einschalten bei etwa 900 Lumen und fällt ebenso rasch ab, wie ihre Erwärmung zunimmt. Bereits nach kurzer Zeit wird die Lampe regelrecht heiß. Das lässt auf eine gute Wärmeableitung des mit dem Gehäuse verschraubten Drop-ins schließen. Hitze ist eben der Preis für eine so ausgesprochen leistungsstarke Lampe im kleinen Format. Einen Laufzeittest habe ich der Lampe und dem Akku zuliebe nicht gemacht.
Die Lampe ist ein reinrassiger Dragster mit großer Helligkeit und hohem Stromverbrauch. Auf höchster Stufe wird die Laufzeit wahrscheinlich maximal eine halbe Stunde betragen. In der Praxis wird das eh niemand ausprobieren wollen, es sei denn, er leuchtet bei Minusgraden oder trägt isolierende Handschuhe.
Die 980 startet in der gleichen Helligkeitsstufe, in der sie ausgeschaltet wurde (= Memory).
ungefährer Luxvergleich auf 1 Meter:
Ultrafire UF-980L: > 24.000
Lumintop TD15X: 12.500
Spark SL6: 6500
Zebralight SC600: 5375
Thrunite Catapult V2: 30.000
Olight M3X: 50.000
Daten der Lampe:
LED: Cree XM-L T6
Stromversorgung: 1x 18650
Stromaufnahme: >5A max.* (high) / 1,3A (mid) / 0,22A (low)
Leistung: ~900 Lumen max.*
Leuchtstufen: high/mid/low
Memory (merkt sich die zuletzt eingestellte Helligkeitsstufe)
Schalter: Tailcap, reverse clicky
Frontlinse: unbeschichtetes Glas
Länge: 14 cm
Kopfdurchmesser: 4,5 cm
Gewicht 180 Gr
*mit voll geladenem AW2600 protected






Größenvergleich v.l.n.r: Lumintop TD15X / UF-980L/ Spark SL6


Beamshotvergleich 0,5 m zur Wand, jeweils links TD15X, rechts UF-980L



Outdoorbeamshot aus einem anderen review
UF-980L: http://farm4.static.flickr.com/3052/5720629695_0797a827d1_b.jpg
vs. P60 XM-L drop-in: http://farm3.static.flickr.com/2722/5721187614_38a122d4a5_b.jpg
persönliches Fazit:
keine perfekte Lampe aber ein böses Ding genau nach meinem Geschmack. Volle Pulle und alles was geht wenn es sein muss (Angeberlampe
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