Smartphone als Luxmeter: extrem ungenau

Tobias

Flashaholic**
22 Februar 2011
1.462
687
113
Aachen
Ich habe gestern ein Experiment gemacht. Ich habe meine Kollegen gebeten, ihre Smartphones nebeneinander auf einen Tisch zu legen und, sofern installiert, eine Sensormeßwerteanzeigeapp zu starten.
Das Ergebnis war erschreckend: ein Gerät zeigte 200 Lux an, ein anderes 600 Lux.

Für gleichmäßige Lichtverteilung war gesorgt: die Lamellen der Jalousie waren so gedreht, daß das Tageslicht auf die Decke fiel.
Auch das Vertauschen der Position der Geräte änderte nichts an den enormen Abweichungen.
 

Stone

Flashaholic*
5 Oktober 2010
469
329
63
Ein Smartphone ist für vieles da, aber halt nicht für alles. Nur weil man einen Sensor für einen Zweck nutzen kann bedeutet nicht das es auch funktioniert.
Einer Kompass - App würde ich auch nicht vertrauen in der Wildness, besser als nix aber schlechter als ein echter Kompass.
In dem forum können wir uns wohl auch drauf einigen, dass eine Taschenlampen Apple ein Smartphone nicht zur Taschenlampe macht :D.
Mit einer LUX Meter App ist es genau, sie zeigt hat irgendwas an aber eine x-beliebige Kamera ist kein genaues Messgerät sondern im besten Fall ein Schätzeisen.

Gruß Matthias
 

StoN3D

Flashaholic*
6 März 2015
467
117
43
Burgenland / AT
Wenn man von der dürftig prazisen Messausstattung eines Smartphones genaue Messwerte sucht, dann sicher vergeblich.
Kompass ist ziemlich sicher als App, eines von wenigen.

Ich kenne nur ein Art von iOS App(Stand iPhone 3GS), welches zu 100% einwandfrei die Funktion erfüllt, und das war damals (eine teilweise kostenpflichtige) ... SPIEGEL-APP , die den Bildschirm schwarz macht, da ausgeschaltete Bildschirme eher gräulich waren, und so konnte man eben dumme locken. Der Spiegel war zuverlässig und bildete realistisch, in nicht digital ab.

Hätte man den Sinn dahinter kapiert, hätte man ein schwarzes Foto/screenshot gemacht ohne dafür 79 cent zu zahlen :D
 
  • Danke
Reaktionen: RS.FREAK

RS.FREAK

Flashaholic***
24 Dezember 2014
6.387
6.132
113
In der oberen Hälfte des Landes
Gerade mit einem Galaxy S5 und Galaxy Note 4 probiert, auch hier Abweichungen von über 30%...

Bei Samsung braucht man dafür übrigens keine App, einfach *#0*# eingeben, dann kann man auf alle Sensoren zugreifen.
 
Zuletzt bearbeitet:

cuxhavener

Flashaholic***²
7 März 2010
19.478
8.324
113
Ein Smartphone ist heute der universelle Alleskönner.
Die Spezialisten für den jeweiligen Bereich sind aber fast immer deutlich besser.
Das ist nicht nur beim Luxmeter so.
Auch gescheite Fotos können die meisten Smartphones nicht.
 

RS.FREAK

Flashaholic***
24 Dezember 2014
6.387
6.132
113
In der oberen Hälfte des Landes
Ein Smartphone ist heute der universelle Alleskönner.
Die Spezialisten für den jeweiligen Bereich sind aber fast immer deutlich besser.
Das ist nicht nur beim Luxmeter so.
Auch gescheite Fotos können die meisten Smartphones nicht.

Also für Bilder kann ich das Samsung Galaxy Note 4 sehr empfehlen, da machen die 100 Euro Digicams auch keine besseren Bilder...
 

Tobias

Flashaholic**
22 Februar 2011
1.462
687
113
Aachen
Ich habe keine besonders hohe Genauigkeit erwartet. Aber auch keine so extremen Abweichungen.
Die Schallpegelmessung mit einer Smartphoneapp erscheint wird ziemlich genau zu sein, obwohl ich gerade hier große Fehler erwartet habe.
Ich werde das bald im Vergleich mit einem Schallpegelmeßgerät testen.
 

zerobrain

Flashaholic
27 März 2015
233
102
43
Stuttgart
www.zerobrain.info
Also von einem Smartphone würde ich maximal eine gewissen Wiederholgenauigkeit erwarten (so in der Art: "hier so hell wie dort"), aber absolute Genauigkeit halte ich beim Lichtsensor für nicht möglich. Die App kennt ja die Hardware nicht.

Zu den 100 Euro Kameras vs Smartphones. Ich würde es anders herum angehen. Es kommen eigentlich nur noch 300-500 Euro Kompaktkameras raus, die Smartphones in die Tasche stecken (1" Sensor usw). Alle anderen Kamerklassen darunter werden verschwinden (ausser Action und Kindercams).
 

balloonix

Flashaholic**
18 Juli 2012
1.422
734
113
Waldachtal im Schwarzwald
Gerade mit einem Galaxy S5 und Galaxy Note 4 probiert, auch hier Abweichungen von über 30%...

Bei Samsung braucht man dafür übrigens keine App, einfach *#0*# eingeben, dann kann man auf alle Sensoren zugreifen.

bei Sony ist es *#service#*, also +#7378423#*

Wo wir gerade bei den Codes sind, weiß jemand, ob es beim Z3 Compact einen Field Test Monitor gibt? Den brauche ich hin und wieder mal und finde ihn da nicht mehr.
 

zerobrain

Flashaholic
27 März 2015
233
102
43
Stuttgart
www.zerobrain.info
Weil es es gerade "leicht" zum Thema passt und ich keinen neuen Thread aufmachen will:

Ich habe einmal zwei Luxmeter ("Lichtstärke messen", "Lux", "Helligkeit messen" für die Sufu) gegeneinander verglichen. Eines für 30 Euro mit einem von 130 Euro (iClever gegen Testo).

Hier ist der Link: Lichtstärke messen: Luxmeter - wie teuer muss es sein?

Das ganze begann mit der Idee, wie man das Flimmern von Leuchtdioden sauber erfassen kann. Daran arbeite ich gerade. Als nächstes werde ich (wenn sie endlich geliefert wird) die ultrabillig Lösung (Photodiode mit Multimeter) mal gegen den Testo laufen lassen....

Bleiben Sie dran....
 
Zuletzt bearbeitet:

hellerter

Erleuchteter
12 Oktober 2015
81
44
18
Auch wenn keine absoluten Messwerte dabei rauskommen sollten sich doch wenigstens verschiedene Lampen die immer mit dem gleichen Handy "gemessen" werden vergleichen lassen.

So nach dem Motto Lampe 1 liefert x Lux mehr oder weniger als Lampe 2.

Oder schwanken auch die Messwerte mit dem gleichen Handy je nach Tagesform des Handy?
 

Genesis 1.3

Flashaholic
20 Dezember 2011
214
90
28
Wien
Der Sensor im Handy muss ja nur genau genug sein, um die Displayhelligkeit nachzuregeln, da erwarte ich gar keine Genauigkeit.

Interessant wäre trotzdem, wie genau man es mit Kalibierung hinbringen könnte.
 
G

Gelöschtes Mitglied 10832

Guest
Bei den Preisen die heute ein halbwegs gutes Luxmessgerät kostet, sollte man sich das doch noch leisten können :eek:.
Bevor ich hier im Forum Zahlen die ich mit dem Handy ermittelt habe, einschreiben würde, würde ich lieber garnichts schreiben :gemein: