Einleitung
Die ersten Bilder der Lampe habe ich schon vor längerer Zeit gesehen. Seitdem war klar, dass es dieses Review geben wird. Über das Design werdet ihr also nichts schlechtes von mir hören, soviel kann ich euch vorab schon sagen. Beim Rest – lasst euch überraschen, was Wuben so gezaubert hat!Alle meine Reviews findet ihr auch auf meiner Homepage.
Review der Wuben X5 auf dahamstah.de
Disclaimer: Wuben hat mir die Lampe kostenlos zur Verfügung gestellt. Auf das Review hatte dies keinen Einfluss.
Alle Messungen wurden mit Hobbyequipment durchgeführt, Ungenauigkeiten und Abweichungen sind dementsprechend möglich.
Review der Wuben X5 auf dahamstah.de
Disclaimer: Wuben hat mir die Lampe kostenlos zur Verfügung gestellt. Auf das Review hatte dies keinen Einfluss.
Alle Messungen wurden mit Hobbyequipment durchgeführt, Ungenauigkeiten und Abweichungen sind dementsprechend möglich.
Spezifikationen laut Wuben
Die X5 gibt es, wie hier zu sehen, in schwarz und in einer silbergrauen Version mit schwarzen Akzenten.
Die Lampe könnt ihr direkt bei Wuben kaufen (kein Affiliatelink!)
Packungsinhalt und Eindrücke
Die Lampe kommt in einer zweiteiligen, weiß-blauen Schachtel, die gleich zu Beginn einen sehr hochwertigen Eindruck vermittelt. Darin ist einiges an schwarzem Schaumstoff, in dem die Lampe und das Ladekabel, welches gleichzeitig das Lanyard ist, stecken.
Außerdem enthalten ist ein kleiner Innensechskant, mit welchem man den Clip auf die andere Seite er Lampe umbauen kann. Tolles Detail, so kann man die Lampe an die bevorzugte Trageweise und Hand anpassen!
Wubens Designs, vor allem die X-Serie, sind allesamt kantig-futuristisch, die X5 ist da keine Ausnahme. In Kombination mit dem seidenmatten Schwarz wirkt die Lampe auf den ersten Blick eher martialisch. Hat man sie jedoch in der Hand, verfliegt der Eindruck. In der Faust ist die Lampe sehr bequem, die Kanten sind sauber entgratet und gefast.
Fehler in der Verarbeitung konnte ich nicht finden. Die Anodisierung ist einheitlich und ohne Makel. Gewinde gibt es keine – wie bei quasi allen Wuben-X-Lampen gibt es stattdessen eine Klappe im Heck. Der Öffnungsmechanismus mit Verriegelung ist immer wieder ein tolles Spielzeug und springt kräftig auf, wenn man den Knopf drückt.
Da bei älteren Modellen die Laschen wohl gelegentlich gebrochen sind, hat Wuben nachgebessert und diese verschraubt, so dass bei Bedarf eine neue montiert werden kann – lobenswert, Reparierbarkeit bekommt bei mir immer einen Pluspunkt.
Öffnet man die Klappe, findet man darunter einen Akkupack, der sich auch durch 4AAA-Zellen ersetzen lässt. Wie diese einzusetzen sind, zeigt ein Piktogramm an der Seite. Der Akku hat einen mechanischen Verpolschutz – er lässt sich nur richtig herum einsetzen, anders passt er einfach nicht. Falsches einsetzen der AAA-Zellen hatte keine Auswirkungen auf die Lampe, nach dem richtigen Einsetzen funktioniert sie wieder ohne Probleme. Mit Akku hat sie einen Schutz gegen Tiefentladen, ob dieser in der Lampe oder im Akku integriert ist, kann ich nicht sagen – ich würde allerdings auf den Akku tippen.
Interessanter Weise nutzt der Akkupack den Platz in der Lampe nicht voll aus. Die Führungen für die Batterien bleiben frei. Einerseits ist es schön, dass die Primärzellen so einfach eingelegt werden können, andererseits wäre wahrscheinlich auch etwas mehr Akkukapazität möglich gewesen – wie viel das wirklich ausmacht und ob es überhaupt ein passendes Akkupack gegeben hätte, weiß ich natürlich nicht.
Schaut man aufs Hech, sieht man zwei Schalter. Einen flacheren, tiefer liegenden, der ausschließlich den Laser ein- und ausschaltet. Und einen zweiten, höher liegenden, welcher für das weiße Licht zuständig ist. Dieser ist zweistufig und hat einen guten Druckpunkt.
An der Seite der Lampe findet sich ein Wahlrad. Dieses sperrt die Lampe vollständig, wenn es in mittlerer Stellung ist. Je nach Richtung, in die es gedreht wird, aktiviert es weißes oder UV-Licht. Das Rad lässt sich einhändig bedienen, geht aber schwer genug, um sich keinesfalls selbst zu verstellen.
Darunter findet sich noch eine Akku- / Ladeanzeige in Form einer runden, eingelassenen Abdeckung mit einer rot / blauen LED darunter. Diese zeigt den Ladevorgang mit rot, die vollständige Aufladung mit blau an.
Springen wir ein Stück weiter Richtung leuchtendes Ende der Lampe. Dort befindet sich ein Schieber, der einen USB-C-Port versteckt. Dieser bietet einen guten Widerstand und wird nicht von selbst aufgehen – ob er den Port auch abdichtet oder nur gegen das eindringen von grobem Schmutz schützt, weiß ich nicht. Geschützt ist die Lampe nach IP65, Regen ist also kein Problem, untertauchen sollte man sie nicht.
Schaut man von vorne in die Lampe, sieht man den grünen Laser, die UV-LED (2W Leistung, nicht näher spezifiziert), und die Haupt-LED (Luminus SST36F, 5000K). Beide sitzen in kleinen, glatten Reflektoren, die zusammen eine Einheit bilden.
Modding sollte kein Problem sein, der Bezel ist mit 4 Schrauben abnehmbar. Versprechen kann ich allerdings nichts, ich habe den Bezel nicht abgenommen.
Größe
129g unterstellt meine Waage der Lampe mitsamt dem mitgelieferten Akku.
Die Maße der Lampe versuche ich nachfolgend möglichst übersichtlich darzustellen.
Trage- und Befestigungsmöglichkeiten
Lanyard: Das Lanyard ist von der X1 Pro bereits bekannt und gleichzeitig ein USB-C-Kabel. Es ist etwas steifer als die meisten Lanyards, hält die Lampe aber zuverlässig.Befestigt wird es am Clip – an der Lampe wäre mir lieber, da man dann den Clip auch vollständig entfernen und trotzdem ein Lanyard nutzen könnte, es funktioniert mit der Öse aber gut.
Clip: Der Clip ist breit und hat eine gute Spannkraft. Die Öffnung ist angenehm groß, es sind keine Schrauben im Weg – auch dickere Jeanssäume sind überhaupt kein Problem. Deep Carry ist er nicht, die Lampe schaut ein gute Stück heraus. Das ist nicht so unauffällig, dafür lässt sich die Lampe leichter ziehen. Wie vorher schon beschrieben, lässt er sich mit wenig Aufwand auch auf die andere Seite der Lampe montieren.
Magnet: Ein Magnet ist nicht enthalten.
(Jacken)tasche: In der Hosentasche eingeclipt ist die Lampe absolut unauffällig, wenn sie einem nicht zu lang ist. In der Jackentasche, oder wie oben zu sehen in der Seitentasche des Rucksacks, fällt die Lampe durch ihr flaches Profil und geringes Gewicht so gut wie gar nicht auf.
UI (Bedienung)
Das UI ist definitiv ungewöhnlich – nachdem ich mich daran gewöhnt habe, mag ich es ganz gerne, das wird aber mit Sicherheit nicht allen so gehen.
Das Rad: steht das Rad auf
Der Laser-Knopf ⌖: Sofern die Lampe nicht gesperrt ist, schaltet dieser Knopf den Laser unabhängig aller anderen Lichtquellen ein und aus. D.h. Sowohl weiß als auch UV lassen sich mit dem Laser kombinieren. Der Laser verfügt nicht über Momentlicht – der erste Klick schaltet ein, der nächste aus.
Der Hauptlicht-Knopf : Der Hauptlichtknopf ist ein zweistufiger Schalter mit recht interessanter Funktionsweise. Er verhält sich wie eine Kombination aus Forward- und Reverse-Clickie.
| Zustand der Lampe | Aktion | Ergebnis |
| Aus | halb drücken | Momentlicht, zuletzt verwendete Stufe |
| Aus oder halb gedrückt | voll durchdrücken | Dauerlicht, zuletzt verwendete Stufe |
| Ein | halb drücken | nächste Leuchtstufe |
| Ein | voll durchdrücken | aus |
| Ein | doppelt halb durchdrücken | Strobe |
Insgesamt mag ich die Bedienung der Lampe. Sie ist einfach, unkompliziert und eindeutig – und trotzdem etwas neues. Einzig die fehlenden Shortcuts zur niedrigsten und höchsten Leuchtstufe sind etwas schade, jedoch bei einer, nicht superhellen, EDC verschmerzbar.
Leuchtprofil und Messungen
Alle Messungen wurden in meiner 30cm Ulbrichtkugel durchgeführt. Die Temperatur lag dabei zwischen 20 und 24°C. Außerdem wurde noch ein Opple Light Master III und ein TASi TA636B Luxmeter verwendet. Bitte beachtet, dass es sich um Hobbyequipment handelt, Ungenauigkeiten und Abweichungen sind also möglich!Output und Lichtbild
Das Lichtbild ist sehr sauber. Mit einem großen Hotspot und sichtbarem, aber nicht zu scharfem Übergang zu einem weiten Spill ist die Lampe optimal für den Bereich vor den Füßen bis ca. 50, maximal 100m geeignet. Die Stufen sind gut gewählt. Allerdings unterscheiden sich Spill und Spot in der Lichtfarbe – der Spot ist neutralweiß, der Spill leicht lila und kälter.Das UV-Licht ist nicht gefiltert und hat einen deutlichen Anteil an sichtbarem Licht, ist dafür aber kräftig, hat durch den Reflektor eine gute Verteilung (ähnlich dem weißen Licht) und somit auch eine gute Reichweite.
Der grüne Laser, mir liegt die nicht-EU-Version vor, ist kräftig und sauber fokussiert. Die EU-Version wird durch die geringere Leistung etwas schwächer sein, sonst aber vergleichbar.
| Eco | Low | Med | High | Turbo | |
| Werksangabe | 1 | 50 | 150 | 350 | 1300 (930 mit 1,5V AAA) |
| Meine Messung | <3lm | 54 | 164 | 380 | 1331 |
In 1m Entfernung habe ich 5000cd gemessen, das entspricht 140m. Das ist im Vergleich zu den Werksangaben etwas niedrig.
Der Turbo-Output fällt schnell ab, danach wird die Leistung konstant gehalten. Am Ende der Laufzeit gibt es keinen weiteren Stepdown, die Lampe schaltet nach Vorwarnung durch die Akkuanzeige direkt ab. Der Turbo mit AAA-Zellen ist übrigens auch richtig gut!
Die gute Regelung zieht sich über alle Modes. Einzig Eco habe ich nicht getestet.
Im Vergleich mit anderen Lampen sieht man, dass die X5 mit den anderen flachen Lampen nicht nur mithalten kann, sondern sich ziemlich gut platziert.
CCT, CRI, DUV, PWM
| Low | Turbo | |
| CCT | ~4600 | ~4700 |
| CRI | 67 | 65 |
| DUV | LMIII varies between 0,008 and 0,011 | 0,006 |
PWM konnte ich weder mit dem Auge noch mit der Kamera feststellen.
Beamshots
Fangen wir mal mit dem Laser an. Klar, so ein Einzelbild bringt da nicht viel, deshalb habe ich zusätzlich auch einen Vergleich. Die drei Klasse 3R Laser nehmen sich nichts, die Arkpro in der EU-Version ist dagegen sehr schwach auf der Brust. Die Ultrafire S3 hat nur einen roten Laser, der ist etwas schwächer als der rote der Moonbox, aber um die beiden geht es hier ja nicht.
Olight Arkpro (EU-Version), Ultrafire S3 (rot), Acebeam K1, Lumintop Moonbox 3.0, Wuben X5
Natürlich gibt es von dem selben Ensemble auch „normale“ Beamshots – diesmal indoor, dafür im schönem Ambiente meines Urlaubsdomizils.
Akkus und Aufladung
Die integrierte Ladefunktion für den mitgelieferten Akku funktioniert gut. Die Kapazität erscheint auch realistisch, mein Ladeanalyzer hat leider leichte Probleme mit der sauberen Auswertung, daher sind die Daten nicht in der Kurve enthalten.
Zusammenfassung
Die X5 ist im Markt der flachen EDC-Lampen definitiv eine willkommene Ergänzung. Wollte ich bisher eine flache Multifunktions-EDC, habe ich nahezu immer zur Arkpro gegriffen, da diese am wenigsten Nachteile mitbrachte. Mit Eintreffen der X5 hat sich das geändert.Dank Heckschalter und Wahlrad mit Lock, einfachem UI und richtig gutem Clip hat die X5 der deutlich teureren Arkpro den Rang abgelaufen – außer ich habe auf das UV-Licht Wert gelegt. Nicht, dass das UV-Licht der X5 schlecht wäre, aber der Filter der Arkpro gibt dieser hier einen leichten Vorteil.
Durch die tolle Leistung mit Primärzellen bleibt die X5 auch nutzbar, wenn gerade keine Lademöglichkeit in Sicht ist – und auch wenn der Akku kein Standardteil ist, so ist er austauschbar. Kombiniert man das mit der USB-C Lademöglichkeit, wird auch in diesem Punkt ein sehr gutes Gesamtpaket daraus. An dieser Stelle möchte ich Wuben auch kurz dafür Loben, dass sie das vielfache Feedback der Nutzer gehört haben und sich für eine neutralweiße LED entschieden haben!
Design ist ja immer Geschmackssache – und ich mag die Designs der Wuben X-Serie sehr. So auch das der X5, wobei mich diese etwas getäuscht hat. Denn der erste Eindruck ist eher martialisch und taktisch, dabei ist die X5 eine recht zivile EDC-Lampe, die von Präsentationen im Büro über Geocaching und Hunderunden als auch für Reisen eine gute Alternative zur bisher verfügbaren Konkurrenz ist.
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