Parallelschaltung von LEDs - ist die Stromverteilung in der Praxis ausreichend gleichmässig?

7 Oktober 2017
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Habt ihr Erfahrungen mit dem Thema? Sind die Streuungen der LEDs so groß, das es in der Praxis eine Rolle spielt?
Wenn Beispielsweise 3 LED parallelgeschaltet auf einem Kupferboard sitzen?

Zum Glück sind die dann ja thermisch recht gut gekoppelt.

Auf der anderen Seite ist der Strom durch jede LED im eingelöteten Zustand blöd zu messen...
 

ennokin

Flashaholic*
16 September 2011
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Ja, ich habe gerade die Erfahrung bei meiner Sofirn SP36 Pro gemacht, dass hier die Vf nicht zu deutlich von einander abweichen sollte. Ich hatte die original Verbauten SST40 LEDs durch SFT40 5000K ersetzt und mehrere Einkäufe vermischt. Zwei der LEDs waren deutlich dunkler in allen Stufen.
Daraufhin habe ich 5x aus einem Shop nachgekauft und nach dem Austauschen festgestellt, dass wieder eine deutlich dunkler war. Erst als ich diese dann durch meine 5te von der selben Rolle getauscht hatte, waren die Abweichungen untereinander nur noch sehr gering.
Also selbst wenn du LEDs aus einer Produktionscharge kaufst, sollte man mehr als benötigt einkaufen und dann passend auswählen.
 

Buteo

Flashaholic***
25 März 2015
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Ja, ich habe gerade die Erfahrung bei meiner Sofirn SP36 Pro gemacht, dass hier die Vf nicht zu deutlich von einander abweichen sollte. Ich hatte die original Verbauten SST40 LEDs durch SFT40 5000K ersetzt und mehrere Einkäufe vermischt. Zwei der LEDs waren deutlich dunkler in allen Stufen.
Daraufhin habe ich 5x aus einem Shop nachgekauft und nach dem Austauschen festgestellt, dass wieder eine deutlich dunkler war. Erst als ich diese dann durch meine 5te von der selben Rolle getauscht hatte, waren die Abweichungen untereinander nur noch sehr gering.
Also selbst wenn du LEDs aus einer Produktionscharge kaufst, sollte man mehr als benötigt einkaufen und dann passend auswählen.
Interessante Sache!
Ich hab mich mit Parallelschalten von Power-LEDs noch nie beschäftigt...ich komme noch aus der Zeit, wo man an 5V Farb-LEDs mit Vorwiderständen betrieben hat. :)
 

ennokin

Flashaholic*
16 September 2011
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ich komme noch aus der Zeit, wo man an 5V Farb-LEDs mit Vorwiderständen betrieben hat. :)
Waren die LEDs denn alle gleich Hell in einer Parallelschaltung? :)


Bis zum Umbau meiner ersten Multi-LED Lampe, hatte ich mir dazu auch keine Gedanken gemacht und mir war nicht bewusst, dass LEDs einer Produktionscharge hier auch so unterschiedlich sein können, dass dies in einer Parallelschaltung eben deutliche Auswirkungen haben kann.
 

Buteo

Flashaholic***
25 März 2015
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Waren die LEDs denn alle gleich Hell in einer Parallelschaltung? :)
Definitiv Nein!
Die Widerstände hatten zum Einen eine vorgegebene Genauigkeit (je genauer umso teurer, also nahmen wir recht einfache Widerstände), zum Anderen gab es auch selbstredend bei den damaligen, normalen Farb-LEDs Produktionsschwankungen, aber das war nicht so gravierend...es ging ja nur um "leuchtet rot / grün / gelb" etc. :)
 

Genießer

Moderator
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12 März 2019
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Bad Mergentheim
Auf der anderen Seite ist der Strom durch jede LED im eingelöteten Zustand blöd zu messen...
Dazu kommt, dass LEDs bei gleichem Strom unterschiedlich hell leuchten können, daher gibt es das Effizienz-Binning.
Bei gleichem Binning ist die Abweichung üblicherweise in einem vertretbaren Rahmen, also kann schon mal vorkommen, dass gerade in sehr schwachen Stufen die einzelnen LEDs sichtbar unterschidlich hell leuchten, wenn man vorne reichschaut...
Im realen Bertrieb fällt sowas aber eig nie auf, auch da es in den höheren Stufen viel weniger stark auffällt.

Also eher ein Schönheitsfehler für Perfektionisten und kein Funktionales Problem.

Schöne Grüße vom Genießer
 
7 Oktober 2017
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Also eher ein Schönheitsfehler für Perfektionisten und kein Funktionales Problem.
Naja. In dem Moment wo die LEDs strommässig am Rande ihrer Spezifikation betrieben werden könnte ich mir vorstellen, das es eines wird.
Darum geht es mir eigentlich. 5% oder 20% Abweichung in HIGH könnte Lebensdauermässig ein entscheidender Unterschied sein.
 

Genießer

Moderator
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12 März 2019
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LEDs sind keine Ohmschen Lasten, heist Spannung und Strom sind nicht linear abhängig. Und auch die Durchbruchspannung, ab der eine LED anfängt zu leuchten, ist nicht immer gleich und hat eben in schwachen Stufen einen Einfluss, bei den hellen Stufen aber eben nicht mehr.
Also wenn du bei schwacher Stufe 5% Stomdifferenzen zwischen den LEDs hast, ist das bei voller Leistung prozentual weniger.

Was meinst du mit Spezifikationen?
In dem Moment wo die LEDs strommässig am Rande ihrer Spezifikation betrieben werden
Die allermeisten hier diskutierten TaLas betreiben die LEDs mehr oder weniger weit ÜBER den Hersteller Sepcs, aber fast immer deutlich unter der Überlastungsgrenze.

Wenn die Lampe keine aktive Stromregelung hat, kann nix passieren, da dann die LED sowieso direkt die Akku-Spannung abbekommt wenn dann eine LED ausfällt, oder deutlich weniger Strom zieht, die anderen LEDs deswegen nicht mehr Strom ziehen können.

Wie gesagt, in einer Lampe sollte man innerhalb eines Binnigs bleiben, sonst kann es schon mal zu Problemen kommen.
Bei 20% Abweichung bist du definitiv nicht beim gleichen Binning, die Binnings sind ja genau dazu da, die LEDs nahezu gleicher Eingenschaften zu kategorisieren.

Um die Frage aus dem Titel zu beantworten: Ja, die LEDs sind so homogen gefertigt, dass aus einer Parallelschaltung keine Probleme entstehen.

Parallelschaltung von LEDs wird ja auch seit vielen Jahren erfolgreich eingesetzt, ohne dass da nennenswerte Probleme bekannt wären.

Schöne Grüße vom Genießer
 
  • Danke
Reaktionen: gargamel und Palladin