eine LED muss ja mit einem Vorwiderstand betrieben werden, um den Stromfluss zu regulieren.
Nein, das ist lediglich die mit Abstand billigste und einfachste Variante.
Letztlich ist es nur wichtig, den fließenden Strom begrenzen zu können, wie das am Ende geschieht ist aber egal.
Jetzt habe ich schon öfters gelesen, dass Hochleistungs LED mit Treibern betrieben werden. Was ist denn nun der Vorteil, ob ich dies mit Widerstand oder Treiber mache?
Vorwiderstand:
Sehr billig, aber abhängig von der Spannung, d.h. mit steigender Spannung steigt auch der Stromfluss und umgekehrt. Bei einer Taschenlampe würde das bedeuten, dass die Lampe mit sinkender Akkuspannung dunkler wird, weil gleichzeitig auch der Strom abnimmt.
Außerdem ist das Konstrukt ineffizient, weil "Überschussenergie" im Vorwiderstand einfach nur verheizt wird.
Darüber hinaus wünschen sich Anwender heute oft verschiedene Helligkeitsstufen (nicht mehr nur simpel ein-aus), und das ist mit nur einem Vorwiderstand nicht realisierbar.
Weitere Komfortfunktionen (Akku-Ladestandswarnung, interne Ladefunktion etc.) würden sowieso eine komplexere Elektronik erfordern und dann kann man auch gleich einen ordentlichen Treiber verbauen.
Treiber:
Teurer und aufwändiger zu konstruieren, erlaubt aber definierte Helligkeitsstufen zu programmieren und zu jeder Stufe einen definierten Stromfluss festzulegen. Da sowieso eine Regelelektronik vorhanden ist, kann man direkt die angesprochenen Komfortfunktionen mit geringem Aufwand hinzufügen.
Bei gut konstruierten und hochwertigen Treiberschaltungen kann eine Taschenlampe in allen Helligkeitsstufen über fast die gesamte Laufzeit eines Akkus hinweg nahezu konstante Helligkeiten anbieten (voll geregelter Konstantleistungstreiber, z.B. oft bei Eagtac, Acebeam u.a.m.).
Andere Hersteller versuchen sich an einem Minimum und verbauen sehr simple Treiber ohne Konstantleistungsschaltung, die eben mit sinkender Akkuspannung sinkende Helligkeiten nach sich ziehen und damit kaum besser als Vorwiderstände sind (z.B. oft bei Sofirn/Wurkkos, Astrolux/Mateminco, Emisar/Noctigon u.a.m.).
Du siehst: Treiber ist nicht gleich Treiber und das Schlagwort alleine sagt wenig aus.
Es kommt auf die Qualität der Umsetzung und den Willen des Herstellers an. Es gibt viele Marken mit guten und hochwertigen Konstantleistungstreibern und ebenso gibt es viele Marken mit sehr simplen Billig-Treibern, die elektrisch nur wenig besser als Vorwiderstände sind...