Gibts ein Patentrezept für den Ladestrom von NiMH?

LarryB

Flashaholic**
26 Januar 2022
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Ich habe hier schon einiges gelesen, aber so ganz klar ist es mir nicht geworden.

Ich dachte dass ein kleiner Ladestrom der auch kaum zur Akkuerwärmung führt eigentlich gut ist, auch da selbst bei neuen Akkus so niedrige Ladeströme empfohlen werde dass eine Ladung bis 15 Stunden dauern kann.

Dann habe ich hier gelesen dass ein niedriger Ladestrom dazu führt dass die Ladeschlusserkennung nicht richtig funktioniert. Klar das hängt dann wohl auch vom Zustand der Akkus ab, dem Ladegerät, dem Ladestand beim Einlegen des Akkus usw.

Gibt es da eine ungefähre Faustregel?

Ich hab AAA von 750mAH bis 1100mAH, AA von 1100mAh bis 2600mAh. Sollte 0,5C eine gute Richtlinie sein würde das heißen dass ein Ladegerät mit Mindestladestrom von 500mAh schon etwas zu stark wäre für meine meisten AAA. Bei AA ist es weniger kritisch, außer meinen alten Panasonic Infinium habe keine Akkus unter 2000mAh, die meisten Ladegeräte biete 1A Ladestrom was dann ziemlich optimal wäre.
 

steidlmick

Flashaholic***
15 August 2012
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Ich dachte dass ein kleiner Ladestrom der auch kaum zur Akkuerwärmung führt eigentlich gut ist, auch da selbst bei neuen Akkus so niedrige Ladeströme empfohlen werde dass eine Ladung bis 15 Stunden dauern kann.
Im Prinzip ist es so, dass ein besonders niedriger Ladestrom besonders schonend ist und die Akkus dadurch nur sehr wenig verschleißen.

Allerdings sind Ladegeräte, die wirklich über 14 - 16 Stunden laden, meistens "dumm", arbeiten also ohne Ladeschlusserkennnung und laden einfach ganz stumpfsinnig für die vorgegebene Zeitspanne, unabhängig vom vorherigen Ladezustand der Akkus.
Akkuschonend ist das dann nur für Akkus, die auch wirklich ganz leer waren. Andere werden überladen...
Dann habe ich hier gelesen dass ein niedriger Ladestrom dazu führt dass die Ladeschlusserkennung nicht richtig funktioniert.
Ja, auch das stimmt.
Die Ladeschlusserkennnung erfolgt bei NiMH-Akkus anhand eines sehr geringen Rückgangs der Zellenspannung um wenige Millivolt beim Ladeschluss (Delta-Peak, -dV/dt). Damit dieser ohnehin nur geringe Rückgang der Zellenspannung ausreichend prägnant ausfällt, darf der Ladestrom nicht zu gering sein.

Ist der Ladestrom sehr gering, dann findet der Rückgang der Zellenspannung entweder gar nicht statt oder zieht sich sehr langsam über lange Zeit hin, so dass die Ladeschlusserkennung des Ladegeräts entweder gar nicht oder erst sehr spät reagiert, wodurch der Akku überladen wird.
Klar das hängt dann wohl auch vom Zustand der Akkus ab, dem Ladegerät, dem Ladestand beim Einlegen des Akkus usw.
Gibt es da eine ungefähre Faustregel?
Eine grobe Faustregel sagt C/3 bis C/2, also Kapazität des Akkus geteilt durch 2 oder 3 als Ladestrom.

Manche Ladegeräte reagieren auch bei noch geringeren Ladeströmen immer noch zuverlässig, für andere ist bereits C/3 eine Herausforderung.
Sollte 0,5C eine gute Richtlinie sein würde das heißen dass ein Ladegerät mit Mindestladestrom von 500mAh schon etwas zu stark wäre für meine meisten AAA.
Ich finde ein Ladegerät sollte für AAA-Akkus mind. auch 250 mA anbieten, nur 500 mA fände ich nicht so gut.
...die meisten Ladegeräte biete 1A Ladestrom was dann ziemlich optimal wäre.
Für die meisten heutigen AA-NiMH-Akkus ist das der Standardwert, aber manche gute Ladegeräte arbeiten auch bei 700 mA noch zuverlässig.
 

LarryB

Flashaholic**
26 Januar 2022
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Allerdings sind Ladegeräte, die wirklich über 14 - 16 Stunden laden, meistens "dumm", arbeiten also ohne Ladeschlusserkennnung und laden einfach ganz stumpfsinnig für die vorgegebene Zeitspanne, unabhängig vom vorherigen Ladezustand der Akkus.
Akkuschonend ist das dann nur für Akkus, die auch wirklich ganz leer waren. Andere werden überladen...
Mal dumm gefragt, ich hab schon AAA gesehen mit 500mAh (Energizer) bis 1100mAh (ich meine AAA Akkus die das wirklich schaffen, nicht so wie diverse Billigakkus die 1100mAh angeben aber kaum auf 800mAh kommen), oder ebene meine AA von 1000mAh bis 2600mAh. Ich hab zwar das Gefühl dass es Ladegeräte gibt die aufgrund der Akkulänge AAA und AA unterscheiden können, aber ob der AA jetzt 1000mAh oder 2600mAH hat sollten die nicht wissen. Da würde eine vorgegebene Zeit bedeuten dass die 1100mAh entweder total überladen werden oder die 2600mAh bei weitem nicht voll wären.

Könnte so bei meinem alten Medion/Tevion Ladegerät sein, ich hab das Gefühl das es nie von alleine abschaltet. Soll aber NiMh tauglich sein und war bis zur Anschaffung meines IQ338XL mein einziges Ladegerät für 9V-Akkus.
Die Ladeschlusserkennnung erfolgt bei NiMH-Akkus anhand eines sehr geringen Rückgangs der Zellenspannung um wenige Millivolt beim Ladeschluss.
Danke, ich hatte es so in Erinnerung dass der Strom beim Ladeende von NiMHs stark ansteigt und das Ladegerät sowas erkennt und abschaltet.
Ich finde ein Ladegerät sollte für AAA-Akkus mind. auch 250 mA anbieten, nur 500 mA fände ich nicht so gut.
Bei 500mAh fangen zumindest einige Kombilader an, z.B. die Accupower IQ338XL, Dlyfull T5, XTAR VP4 Plus Dragon, Keeppower L4. Das Fenix ARE-A4 scheint sogar bei 1A anzufangen. Selbst mein altes Voltcraft CM410, ein reiner NimH-Lader, fängt bei 500mA an, immerhin hat er mit 750mA eine gute Wahl für nicht so starke AA.
 

Flummi

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Könnte so bei meinem alten Medion/Tevion Ladegerät sein, ich hab das Gefühl das es nie von alleine abschaltet. Soll aber NiMh tauglich sein und war bis zur Anschaffung meines IQ338XL mein einziges Ladegerät für 9V-Akkus.
9V Block-Akkus sind nicht schnelladefähig. Da bleibt nur das Abschalten, wenn eine bestimmte Zeit geladen wurde oder eine bestimmte Spannung erreicht wird. Beides sehr ungenau.
Dann gibt es noch die unelegante Methode: Bitte nach x Stunden Akku aus dem Ladegerät entnehmen... :gemein:

Danke, ich hatte es so in Erinnerung dass der Strom beim Ladeende von NiMHs stark ansteigt und das Ladegerät sowas erkennt und abschaltet.
Wie soll der Ladestrom ansteigen, wenn mit kontantem Strom geladen wird? Steidlmick hat es schon richtig beschrieben...
 

LarryB

Flashaholic**
26 Januar 2022
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Tja, gute Frage, Abfall des Innenwiderstandes? Da müßte das Ladegerät doch merken. Ich bezweifle die Aussage von Steidlmick auch nicht :)

Das genannte Tevion lädt auch AAA - D, da verhält es sich genauso. Hab es lange Zeit nicht mehr für AAA/AA benutzt weil ich dem Teil nicht ganz traue, aber war eben lange Zeit mein einziges für 9V
 

steidlmick

Flashaholic***
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Ich hab zwar das Gefühl dass es Ladegeräte gibt die aufgrund der Akkulänge AAA und AA unterscheiden können,
Ja, das gibt es gelegentlich.
aber ob der AA jetzt 1000mAh oder 2600mAH hat sollten die nicht wissen.
Stimmt, die Nutzkapazität lässt sich erst durch komplette Lade-Entlade-Zyklen ermitteln.
Da würde eine vorgegebene Zeit bedeuten dass die 1100mAh entweder total überladen werden oder die 2600mAh bei weitem nicht voll wären.
Genau das passiert auch oft.
Deshalb sind zeitgesteuerte Ladegeräte technisch betrachtet billigster Mist.
Könnte so bei meinem alten Medion/Tevion Ladegerät sein, ich hab das Gefühl das es nie von alleine abschaltet.
Dazu kann ich nichts sagen, vielleicht hat es auch einfach nur eine schlecht angepasste Ladeschlusserkennung, die noch auf die alten NiCd-Akkus abgestimmt ist.
Dann erwartet das Gerät einen zu großen Delta-Peak, der aber bei NiMH-Akkus nicht erreicht wird.
Soll aber NiMh tauglich sein
Das mag auch so sein, aber dennoch bei vielen moderneren NiMH-Akkus trotzdem nicht ausreichend empfindlich sein.
Danke, ich hatte es so in Erinnerung dass der Strom beim Ladeende von NiMHs stark ansteigt und das Ladegerät sowas erkennt und abschaltet.
Nein, die Geräte arbeiten mit CC (constant current, Konstantstrom).
Das von dir beschriebene Verfahren würde bei CV (constant voltage) möglich sein, denn denn die Akku-Chemie auch mitspielen würde, was sie nicht tut.
Bei 500mAh fangen zumindest einige Kombilader an, z.B. die Accupower IQ338XL, Dlyfull T5, XTAR VP4 Plus Dragon, Keeppower L4.
Meiner Ansicht nach ist das nicht ideal und für manche AAA-Akkus zu viel.
Bessere Ladegeräte sollten auch weniger Ladestrom anbieten.
 

budgetlampenfan

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30 September 2019
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also die allerersten Ladevorgänge würde ich persönlich, selbst bei Eneloop (oder vielleicht gerade bei den "kostbaren" Eneloop ...) noch nicht mit 1.000 mA oder so machen ... sondern doch mit einem niedrigeren Ladestrom ...

später würde ein Eneloop AA die 1.000 mA normalerweise schon vertragen ... aber das muss bei anderen Akkus nicht unbedingt genauso sein, wie es die Tage in einem parallelen Thread zu Xtar-Akkus (NiMH) rüberkam ...

Anhaltspunkt ist die Hitzeentwicklung, werden die Akkus schon während des Ladens zu stark aufgeheizt, müsste eigentlich ein niedrigerer Ladestrom gewählt werden ...

die Ladeströme sind meist auch sozusagen "Nominal-Ströme", die durch deutlich höhere Strom-"Pulse" (an - aus, an - aus, an - aus, ...) als rechnerischer Durchschnitt erzeugt werden ... (Ausnahme ist hier z.B. der "Superlader" SkyRC MC3000, der mit konstantem Strom arbeitet ...)

je höher die Pulse bei dem betreffenden Lader sind, desto eher neigt er dazu, Akkus während des Ladens aufzuheizen, trotz eigentlich niedrigem "Nominal-Ladestrom" ... (weshalb z.B. die Panasonic Steckerladegeräte, die's oft im Set mit Eneloops gibt, gern Fremdfabrikate - mit höherem Innenwiderstand als bei den Eneloops - abweisen ...)
 

Michi2

Erleuchteter
19 Februar 2022
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Guten Morgen,

Ich habe das Varta Ladegerät LCD Universal Charger+. Das lädt AAA mit 200mA und AA mit 450mA, dann scheint das ganz OK zu sein.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:

LarryB

Flashaholic**
26 Januar 2022
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Das Teil gabs gerade für 20€, hab mich auch gefragt ob es lohnenswert ist. Leider bietet es überhaupt keine Wahlmöglichkeiten bzgl. Ladestrom und keine Sonderfunktionen.


Dazu kann ich nichts sagen, vielleicht hat es auch einfach nur eine schlecht angepasste Ladeschlusserkennung, die noch auf die alten NiCd-Akkus abgestimmt ist.
Dürfte schon über 20 Jahre alt sein, keine Ahnung wann NiMH schon Standard waren, denke aber schon. Vielleicht lädt das Ding so langsam dass man wirklich ewig laden muß bis eine Überladung stattfindet.

Meiner Ansicht nach ist das nicht ideal und für manche AAA-Akkus zu viel.
Bessere Ladegeräte sollten auch weniger Ladestrom anbieten.
Sehe ich auch so, AAA hab ich recht viele, AA sind nicht das Problem. Wobei die grobe Einstellung vieler Ladegeräte von 500mA auf 1000mA auch nicht ideal sind.
also die allerersten Ladevorgänge würde ich persönlich, selbst bei Eneloop (oder vielleicht gerade bei den "kostbaren" Eneloop ...) noch nicht mit 1.000 mA oder so machen ... sondern doch mit einem niedrigeren Ladestrom ...
Sprichst du jetzt von AA oder AAA? AAA will ich auf keinen Fall mit 1A laden, auch bei gebrauchten Akkus. Meine Eneloop AAA haben nur 750mAh, da würde ich eher sowas von 300-400mA vorziehen. Für AA find ich 1A noch OK aber nicht ideal, da hab ich lieber sowas mit 700/750mA
Anhaltspunkt ist die Hitzeentwicklung, werden die Akkus schon während des Ladens zu stark aufgeheizt, müsste eigentlich ein niedrigerer Ladestrom gewählt werden ...
Manche Ladegeräte mit Temperatursensor machen das wohl automatisch, ich mach bei anderen (Schnell-)Ladegeräten auch mal den Handtest und schalte ggf auch manuall einen Gang runter, wenn möglich.
je höher die Pulse bei dem betreffenden Lader sind, desto eher neigt er dazu, Akkus während des Ladens aufzuheizen,
Die Bauart wird auch was ausmachen? Bei meinem großzügigen IQ338XL in dem AAA/AA einen riesigen Abstand zueinander haben erheizen sich die Akkus deutlich weniger als beim Technoline BC700 bei dem die Akkus dichter gedrängt sind.
 

budgetlampenfan

Flashaholic**
30 September 2019
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Sprichst du jetzt von AA oder AAA? AAA will ich auf keinen Fall mit 1A laden, auch bei gebrauchten Akkus.
nein, da meinte ich AA ...

Für AA find ich 1A noch OK aber nicht ideal, da hab ich lieber sowas mit 700/750mA
richtig, würde ich eigentlich genauso sehen ...

Manche Ladegeräte mit Temperatursensor machen das wohl automatisch, ich mach bei anderen (Schnell-)Ladegeräten auch mal den Handtest und schalte ggf auch manuall einen Gang runter, wenn möglich.
ja, mache ich eigentlich auch so, mache gerne "Handtests" zwischendurch mal (wenn ich dran denke ...)

manche haben Temperatursensoren, stimmt ... wobei, wenn die Ladeschächte auch für Lithium-Ionen-Akkus passen müssen, wie bei einem MiBoxer, den ich habe (C4-12), müssen die Sensoren auch bei viel größeren Durchmessern noch passen, das heißt dann, dass sie bei Mignon und Micro sehr wenig Kontakt haben, und die im Display angezeigten Temperaturen mit den tatsächlichen Akku-Temperaturen bei NiMH nicht unbedingt zwingend sehr viel zu tun haben müssen ...

reine NiMH-Ladegeräte (wie z.B. das hier) mit Temperatursensoren, da ist dann schon besserer Kontakt gegeben ... aber die Sensoren ist das eine, was das Ladegerät mit der Information anfängt, ist dann auch noch die andere Frage ... (das Technoline hat ja prinzipiell auch welche ...)

Die Bauart wird auch was ausmachen? Bei meinem großzügigen IQ338XL in dem AAA/AA einen riesigen Abstand zueinander haben erheizen sich die Akkus deutlich weniger als beim Technoline BC700 bei dem die Akkus dichter gedrängt sind.
dass bei beiden das Netzteil ausgelagert ist und sich nicht auch noch im Gerät selbst drängt wie z.B. bei Steckerladegeräten, ist einerseits ja schon mal gut ... andererseits ist der IQ338XL ja auch für Li-Ion vorgesehen, da ist alles dementsprechend großzügiger ausgelegt als beim Technoline, außer dem Platz auch das technische Innenleben ...

(wie hoch die Strompulse sind, mit denen die beiden Geräte - wenn, dann - arbeiten, weiß ich aber nicht, das wäre für mich persönlich eine ganz interessante Zusatzinfo ...)


Ich habe das Varta Ladegerät LCD Universal Charger+
scheint die neueste Produktlinie des "deutschen Traditionsherstellers" ;) Varta zu sein, die war mir noch gar nicht so bewusst ... (seit 2020 demnach evtl. ...)

5 Geräte werden da in dieser "VARTA LCD [soundso] Charger+" - Produktlinie angezeigt ...

und da wir hier über Ladeströme gesprochen haben ... das "Ultra Fast" - Modell aus dieser Reihe :

"max. Ladestrom : 8,0 A" (also 8.000 mA !) o_O

kein Wunder, dass sich damit NiMH-Akkus gemäß Werbung innerhalb von "15 Minuten" ziemlich weit aufladen lassen sollen ... ;)

(ob Varta-Akkus das wohl klaglos überstehen, auf Dauer ... ?( ;) :grinsen:)
 

steidlmick

Flashaholic***
15 August 2012
6.316
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die Ladeströme sind meist auch sozusagen "Nominal-Ströme", die durch deutlich höhere Strom-"Pulse" (an - aus, an - aus, an - aus, ...) als rechnerischer Durchschnitt erzeugt werden ...
Das stimmt so verallgemeinert nicht.
Gerade bei Universal-Ladegeräten wird oft mit Konstantstrom geladen. Geringere Ladeström werden dann bei einigen Geräten per PWM realisiert, aber nicht der ohnehin nicht überschreitbare Maximalstrom.
Gerade Universal-Ladegeräte nutzen aber oft gar kein PWM.
also die allerersten Ladevorgänge würde ich persönlich, selbst bei Eneloop (oder vielleicht gerade bei den "kostbaren" Eneloop ...) noch nicht mit 1.000 mA oder so machen ... sondern doch mit einem niedrigeren Ladestrom ...
Gibt es dafür auch eine fachliche Begründung? Oder ist nur eine Bauchgefühl-Sache?
AAA will ich auf keinen Fall mit 1A laden, auch bei gebrauchten Akkus.
Du muss dir da keine Gedanken machen, die Aussage, die suggeriert, als würde beim Laden von NiMH-Akkus immer mit hohen Stromimpulsen gearbeitet, stimmt so pauschalisiert gar nicht.
Vor allem bei Universal-Ladegeräten, die Lithium- und Nickel-Akkus laden können, ist das normale Konstantstrom-Laden sogar oft der Regelfall, auch bei reduzierten Ladeströmen.

Davon mal ganz abgesehen:
Das Puls-Laden ist für NiMH-Akkus oft sogar von Vorteil, sowohl thermodynamisch als auch kinetisch, insbesondere bei älteren Akkus. Warum manchmal suggeriert wird, als sei das schädlich, erschließt sich mir aus fachwissenschaftlicher Sicht nicht.
 

LarryB

Flashaholic**
26 Januar 2022
1.085
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Ohne so tief in der Materie zu sein, in der Theorie fühlt es sich besser an wenn ein kleiner Strom stetig fließt, oder?

Wenn mir jemand 10x leicht auf die Schulter kloppt fühlt sich das auch verträglicher an als bei einmal Schulterklopfen mit 10-facher Kraft ;)

manche haben Temperatursensoren, stimmt ... wobei, wenn die Ladeschächte auch für Lithium-Ionen-Akkus passen müssen,
In manchen Ladegeräten passen auch C und D rein, da könnte ich mir vorstellen dass es kritisch wird bei kleinen Zellen.
dass bei beiden das Netzteil ausgelagert ist und sich nicht auch noch im Gerät selbst drängt wie z.B. bei Steckerladegeräten, ist einerseits ja schon mal gut ... andererseits ist der IQ338XL ja auch für Li-Ion vorgesehen, da ist alles dementsprechend großzügiger ausgelegt als beim Technoline, außer dem Platz auch das technische Innenleben ...
Gibts noch soviele Dinger mit Netzteil inside? Bei mir hat nur noch das alte Aldi-Teil kein externes Netzteil. Zwar war es früher so dass ein externes Steckernetzteil immer billiger wirkte (und wohl meist auch billiger ist), aber thermal gesehen finde ich es gut wenn man diese Wärmequelle nicht im Ladegerät hat.
"max. Ladestrom : 8,0 A" (also 8.000 mA !)
Zuerst dachte ich das wär ja OK wenn es ein Ladegerät für C und D ist, aber du meinst wohl den LCD Ultra Fast Charger+ der nur AAA und AA lädt. Der hat einen Umschalter Charge/Quickcharge, aber die BDA ist ungenauer als bei manchen Importfirmen. Ist bei Amazon wohl meistverkauftes Ladegerär und kommt bei den Bewertungen garnicht so schlecht weg, allerdings scheint der Lüfter sehr laut zu sein.
 

budgetlampenfan

Flashaholic**
30 September 2019
1.693
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Gerade Universal-Ladegeräte nutzen aber oft gar kein PWM.
"Universal-Ladegeräte" = Ladegeräte für NiMH und Li-Ion ...

Gibt es dafür auch eine fachliche Begründung? Oder ist nur eine Bauchgefühl-Sache?
früher gab es üblicherweise den Ratschlag, NiMH bei der ersten (manche sagten sogar, bei den ersten drei) Ladung(en) mit C/10 zu laden ...

(dementsprechende Zitate könnte man jetzt auch hier natürlich zur Genüge bringen, das spare ich mir aber einfach mal ... ;))

inwieweit das im Zeitalter der LSD-Zellen noch so gemacht werden sollte, damit hab ich mich nicht weiter befasst, da ich selbst es ohnehin nicht so gemacht habe ...

ich hatte auch ausdrücklich und ganz bewusst geschrieben, dass ich persönlich es nicht so machen würde, bei den allerersten Ladungen schon auf 1.000 mA zu gehen ...


zum Puls-Laden : ich selbst sehe es durchaus als eine Art von "positivem Stress" für NiMH-Zellen an (insbesondere wenn mit eigentlich niedrigem Ladestrom gearbeitet wird) und habe deshalb auch weder suggeriert noch insbesondere suggerieren wollen, dass das für Akkus grundsätzlich schlecht sei ...

vielleicht ist das aber durch die Erwähnung des SkyRC MC3000 als "Superlader" - was er gemäß der Features aber nun mal auch ist - evtl. so rübergekommen, dann korrigiere ich das hiermit ...

grundsätzlich ist es eben interessant zu wissen, dass - mMn viele - reine NiMH-Lader mit solchen Pulsen arbeiten, denn es erklärt auch ein bißchen, warum sich ein Akku trotz evtl. niedrigem "nominalen" Ladestrom möglicherweise mehr aufheizt, als das nach dem nominal niedrigem Ladestrom eigentlich sein sollte ...

z.B. arbeiten die verbreiteten Panasonic-Eneloop-Ladegeräte mit Pulsen, teilweise in beträchtlicher Höhe ...

so z.B. der Panasonic BQ-CC55 mit Pulsen von 3.000 mA (!), um z.B. einen nominalen Ladestrom von 500 mA (im zeitlichen Durchschnitt) zu erzeugen ...

da die Ohmschen Verluste (sprich, die Wärmeverluste) nun mal mit dem Quadrat der Stromstärke zunehmen, erzeugt dieser Panasonic also sechs mal (!) soviel Wärme in den Akkus (an ihrem Innenwiderstand), wie ein Lader der die selben 500 mA als Konstantstrom tatsächlich in Höhe von 500 mA erzeugen würde ... (quadriert und dann der zeitlich kürzere Stromfluss berücksichtigt)

kein Wunder, dass so ein Gerät wählerisch ist bei (Fremd-) Akkus mit schon etwas erhöhtem Innenwiderstand ...

Ohne so tief in der Materie zu sein, in der Theorie fühlt es sich besser an wenn ein kleiner Strom stetig fließt, oder?
Wenn mir jemand 10x leicht auf die Schulter kloppt fühlt sich das auch verträglicher an als bei einmal Schulterklopfen mit 10-facher Kraft ;)

die beeindruckenden Labor-Zyklenzahlen werden jedenfalls wohl nur mit Konstantstrom erreicht ...

ansonsten würde ich das Beispiel aber nicht unbedingt 1 : 1 auf NiMH-Akkus übertragen wollen ... ;)

bei den Laborzyklen geht es ja wirklich nur um die möglichst hohe Anzahl (also quasi um maximale "Schonung", wenn man so will ...), bei solchen Zyklenversuchen spielt die Leistungsfähigkeit der Akkus aber wohl keine Rolle, denke ich ...

Puls-Ladung sehe ich nicht grundsätzlich "kritisch" (s.o.) ... allerdings kann es je nachdem wie hoch die Pulse sind, u.U. aber Folgen haben, siehe das Beispiel mit den Panasonic-Ladern ...

jedenfalls, wenn steidlmick da recht hat, dass Universal-Ladegeräte, die also beides, NiMH und Li-Ion laden können, mit Konstantstrom arbeiten, hätten wir da ja noch eine Erklärung, warum sich NiMH-Akkus im IQ338XL nicht so aufheizen wie im Technoline (bei dem ich von Pulsen ausgehe ...), siehe das Beispiel oben, wo ich die Wärmeentstehung vorgerechnet hatte ...

Gibts noch soviele Dinger mit Netzteil inside? ... thermal gesehen finde ich es gut wenn man diese Wärmequelle nicht im Ladegerät hat
Zustimmung ...

LCD Ultra Fast Charger+ der nur AAA und AA lädt ... Ist bei Amazon wohl meistverkauftes Ladegerät
ja, hatte ich auch gelesen, "Bestseller Nr 1" ... :thumbsup: (und musste irgendwie spontan lachen ... :grinsen:)
 

sbj

Flashaholic
7 Oktober 2016
180
85
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da die Ohmschen Verluste (sprich, die Wärmeverluste) nun mal mit dem Quadrat der Stromstärke zunehmen, erzeugt dieser Panasonic also sechs mal (!) soviel Wärme in den Akkus (an ihrem Innenwiderstand), wie ein Lader der die selben 500 mA als Konstantstrom tatsächlich in Höhe von 500 mA erzeugen würde ... (quadriert und dann der zeitlich kürzere Stromfluss berücksichtigt)
Da der Strom nur während 1/6tel der Zeit fließt, kommt die Erwärmung aufs gleiche raus. Das hast du hier nicht klar ausgedrückt.
 

budgetlampenfan

Flashaholic**
30 September 2019
1.693
1.847
113
Da der Strom nur während 1/6tel der Zeit fließt, kommt die Erwärmung aufs gleiche raus. Das hast du hier nicht klar ausgedrückt.

richtig, der Strom fließt nur während 1/6 der Zeit ... aber die Abwärme steigt bei 6-fachem Strom auf das 36-fache (!), nämlich - wie geschrieben - quadriert ... ;)

also muss man die 36 wieder durch 6 teilen (also den zeitlich kürzeren Stromfluss dadurch berücksichtigen) und dann bleibt eben immer noch der Faktor 6 bei der Erwärmung übrig (bei gleichem (!) nominalen Ladestrom ... ;) )
 

sbj

Flashaholic
7 Oktober 2016
180
85
28
Du hast abslolut recht. Tatsächlich ist die Erwärmung um das sechsfache höher. :thumbsup:

Damit hatte ich nicht gerechnet. Ich hatte nur (etwas zu oberflächlich) den Ladestrom und das dazugehörige Zeitintervall betrachtet.

Rechnet man mit P = I x I x R dann bleibt der Faktor 6 übrig.
 

LarryB

Flashaholic**
26 Januar 2022
1.085
374
83
Das glaub ich dir ja auch :)

Bei den relativ geringen Ladeströmen wäre eine stärkere Erwärmung auch seltsam.

Ich hab mittlerweile das Vapcell S4, das kann immerhin auch 250mA, ein neues Ladegerät würde ich jetzt nur kaufen wenn es irgendwelche tollen Features hätte, das hat das Varta leider nicht.

hätten wir da ja noch eine Erklärung, warum sich NiMH-Akkus im IQ338XL nicht so aufheizen wie im Technoline (bei dem ich von Pulsen ausgehe ...
Das Technoline scheint sich allein aufgrund der recht kompakten Bauweise schon recht stark zu erwärmen, die Art des Ladens kenne ich nicht.
 

budgetlampenfan

Flashaholic**
30 September 2019
1.693
1.847
113
Das Technoline scheint sich allein aufgrund der recht kompakten Bauweise schon recht stark zu erwärmen, die Art des Ladens kenne ich nicht.

ja, der Messpunkt HS1 hier in diesem Wärmebild ist auf 90,8 ° C ...

"somewhere inside the charger there is something getting hot" ... jaaa, könnte man so sagen ... ;)

(aber "As long as the charger is designed for it, it is fine" ... meint der Tester ...)

und ja, auch der lädt mit Pulsverfahren, das ist hier zu sehen : 200 mA, 700 mA ...

links jeweils die Ampere, rechts Volt, unten Zeit ... im Diagramm die Pulse, bei 200 mA schmaler als bei 700 mA (logisch), PWM = Pulsweitenmodulation ...

(edit : hatte zuerst das 200 mA zweimal drin, hab's korrigiert ...)
 
  • Danke
Reaktionen: LarryB

steidlmick

Flashaholic***
15 August 2012
6.316
5.439
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Bielefeld, NRW
Ohne so tief in der Materie zu sein, in der Theorie fühlt es sich besser an wenn ein kleiner Strom stetig fließt, oder?
Wenn mir jemand 10x leicht auf die Schulter kloppt fühlt sich das auch verträglicher an als bei einmal Schulterklopfen mit 10-facher Kraft ;)
So banal ist es leider nicht.
Hier geht es ja nicht um simpelste Ohmsche Leiter oder deren Erwärmung oder so etwas, sondern um Thermodynamik und Reaktionskinetik der Elektrochemie und Festkörperchemie der Elektroden.

Während des Ladens und Entladens erfolgen Gefügeveränderungen im Elektrodenmaterial.
Ganz versimpelt kann man sich das so vorstellen, als würden sich "Spannungen" im Material aufbauen. Durch gepulste Ströme können solche "Gefügespannungen" vermehrt/schneller abgebaut werden, was wiederum die Haltbarkeit positiv beeinflusst.

Das sind alles Dinge, die bei erhöhten Lade-/Entladeströmen eine Rolle spielen, nicht bei ewig langem Laden/Entladen mit Minimalströmen über viele Stunden.
Das Technoline scheint sich allein aufgrund der recht kompakten Bauweise schon recht stark zu erwärmen, die Art des Ladens kenne ich nicht.
Das ist ein Aspekt, der oft wegignoriert wird:
Die Erwärmung der Akkus geht oft gar nicht auf den primären Ladevorgang zurück, sondern ist ein Sekundäreffekt der Geräteabwärme, der Ventilation etc.
da die Ohmschen Verluste (sprich, die Wärmeverluste) nun mal mit dem Quadrat der Stromstärke zunehmen, erzeugt dieser Panasonic also sechs mal (!) soviel Wärme in den Akkus (an ihrem Innenwiderstand), wie ein Lader der die selben 500 mA als Konstantstrom tatsächlich in Höhe von 500 mA erzeugen würde ...
Das wäre allerdings nur zutreffend, wenn NiMH-Akkus einfach Ohmsche Leiter wären. Das sind sie aber nicht und daher geht so eine Simplifizierung weitschweifig am Thema vorbei.
 
  • Danke
Reaktionen: t-soung und LarryB

budgetlampenfan

Flashaholic**
30 September 2019
1.693
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Das wäre allerdings nur zutreffend, wenn NiMH-Akkus einfach Ohmsche Leiter wären. Das sind sie aber nicht und daher geht so eine Simplifizierung weitschweifig am Thema vorbei.

NiMH-Akkus haben einen Innenwiderstand, der in Ohm bzw. Milli-Ohm gemessen wird und an dem Wärme entsteht, je nach Stromstärke mehr oder weniger ... und selbst wenn die Formel zur Berechnung der Abwärme bei einem Akku letzten Endes genau genommen ein klein wenig anders ausschauen sollte, als bei einem "reinen" Ohmschen Leiter, so bleibt das Grundprinzip doch bestehen ...

(und "Simplifizierung weitschweifig am Thema vorbei" ist vielleicht dein Diskussions-"Niveau", das ich aber sicher nicht mitmache ... ;))

und übrigens habe ich gerade gesehen, dass z.B. der "Universal-Lader" (NiMH und Li-Ion) Xtar VC4 "bei Ladung der NiMH-Akkus: Pulsladeverfahren, automatische Abschaltung mit Delta V- Negativ" anwendet, soviel schon mal an dieser Stelle zu deiner Aussage, Universal-Lader würden gewöhnlich nicht pulsen ...
 
Zuletzt bearbeitet:

LarryB

Flashaholic**
26 Januar 2022
1.085
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Ich glaub immer mehr dass man nicht alles pauschalieren kann ;)

Die Ladegeräte sind eben nicht alle gleich, auch wenn sie die gleichen Zellen laden können. Steidlmick hat auch nicht geschrieben dass generell alle Universallader Konstantstrom benutzen.

Die Erwärmung der Akkus geht oft gar nicht auf den primären Ladevorgang zurück, sondern ist ein Sekundäreffekt der Geräteabwärme, der Ventilation etc.

Mir ist das schon klar, aber sowohl beim berühmten Handtest als auch durch die in manchen eingebauten Temperaturfühler wird diese Wärme wahrgenommen. Ist vielleicht nicht schlecht, kann mir vorstellen dass es nicht positiv für den Akku ist auch wenn er sich nur durch das Ladegerät und nicht durch die Ladung an sich aufheizt.

Das BC700, bestückt mit 4 AA und 700mA Ladestrom macht die Zellen schon mehr als warm, lt. BDA schaltet es die Ladung ab bei 53°, hab ich allerdings noch nicht gesehen. Lade ich in meinen großen Ladern wie dem IQ338XL oder Vapcell S4 mit 1000mA bleiben die Akkus kühler. Das S4 zeigt die Temperatur an, das höchste was ich bisher da gesehen habe war 34°, das klingt für mich OK
 

steidlmick

Flashaholic***
15 August 2012
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Ist vielleicht nicht schlecht, kann mir vorstellen dass es nicht positiv für den Akku ist auch wenn er sich nur durch das Ladegerät und nicht durch die Ladung an sich aufheizt.
Da muss man schon deutlich differenzieren.

Die Reaktionskinetik folgt der so genannten Arrhenius-Gleichung. Diese sagt grob aus, dass eine Temperaturerhöhung um 10 °C die Reaktionsgeschwindigkeit jeweils verdoppelt. Eine Reaktion erfolgt bei 40°C also schon viermal so schnell wie bei 20 °C, bei 50°C schon mit achtfacher Geschwindigkeit.

Gerade beim Laden mit hohen Strömen ist dann eine erhöhte Temperatur vorteilhaft, weil dann die Interkalation der Ionen in die Elektrodenstrukturen entsprechend zügiger erfolgt.
Irgendwann ist aber natürlich auch eine Temperatur erreicht, bei der eine Beschädigung der Elektrodenstrukturen möglich wird (erhöhte Ionenbeweglichkeit, ggf. "Auswaschung" von Ionen aus der Elektrodenstruktur).

Werden die Akkus extern durch Abwärme des Ladegeräts angemessen erwärmt, ist das eher gut, weil diese Wärme kein parasitärer Effekt ist.
Das gilt übrigens auch für andere Akku-Typen. Bei Lithium-Akkus wird das Laden bei zu niedrigen Temperaturen ggf. sogar gefährlich.

Eine Erwärmung von Akkus durch das Laden selbst ist kritischer zu sehen, weil diese Wärme ein Zeichen von Überbelastung sein kann. Nicht die Wärme selbst ist das Problem, sondern deren primäre Ursache.
 

budgetlampenfan

Flashaholic**
30 September 2019
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und ja, auch der [Technoline BC700] lädt mit Pulsverfahren, das ist hier zu sehen : 200 mA, 700 mA ...

jedenfalls interessant, wie solche "schonenden" Ladeströme erzeugt werden ... beim so verbreiteten Technoline entstehen die "schonenden" 200 mA also durch Pulse von etwa 2.000 mA (!), siehe die 200 mA-Grafik, links ist die Ampere-Skala ... ich denke, das ist keinesfalls jedem Anwender so klar ...

und da in einem Akku nun mal auch "ganz echte" Ohmsche Widerstände enthalten sind ... (jedenfalls nach Meinung auch anderer Leute ... :

da längere Zitate hier nicht gewünscht sind, formuliere ich es mal gemäß der Quelle, Elektronikinfo.de :

Wärme würde beim Laden deshalb erzeugt, weil erstens die Übergangsstellen und Verbindungsleitungen im Akku einen ohmschen Widerstand bilden, der bei Stromfluß warm bzw. heiß wird (je höher der Strom desto mehr). Zweitens geschehe die elektrochemische Umwandlung mit einem Wirkungsgrad von weniger als 100%, so daß auch hier eine Verlustleistung anfällt, die zur Erwärmung beiträgt.)

auch in einer Schrift der TU Clausthal werden die Ohmschen Verluste am Beispiel einer NiCd-Ladung als "größter Einzeleffekt" bei der "Wärmeerzeugung in Abhängigkeit von der Stromamplitude" (also der Stromhöhe) genannt und die Kurve der Ohmschen Verluste geht schön steil nach oben bei höherer Stromamplitude (selbst wenn sie nicht genau quadratisch sein sollte, ist sie deutlich überproportional ... auch in dieser Schrift heißt es aber grundsätzlich, dass sich die Ohmschen Verluste prinzipiell "proportional zum Quadrat des Stroms" verhalten würden ...)

Grund genug für mich jedenfalls, die Höhe der jeweiligen Pulse, die der Lader anwendet, weiterhin als eine der möglichen Ursachen für die Wärmeentwicklung in den Akkus zu berücksichtigen, je höher der Innenwiderstand des Akkus (schon) ist, umso mehr ...
 
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LarryB

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26 Januar 2022
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Ob Konstantstrom oder Impulsstrom, irgendwie muß was in den Akku rein. Für Erwärmung ist also in beiden Fällen gesorgt.

Nur weil das BC700 weit verbreitet ist muß es nicht gut sein. Ich hab es 2012 oder so gekauft weil es für den Preis schon gute Funktionen hatte, war damals eher selten. Prinzipiell funktioniert es, einen übermäßigen Akkuverschleiß habe ich damit nicht gehabt.
 

steidlmick

Flashaholic***
15 August 2012
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...irgendwie muß was in den Akku rein. Für Erwärmung ist also in beiden Fällen gesorgt.
Das trifft meistens auch nur bedingt zu.
Denn - das ist hier inzwischen ziemlich untergegangen - Ladegeräte dienen ja nicht dazu, Akkus zu erhitzen, sondern durch elektrischen Strom elektrochemische Reaktionen in Akkus auszulösen.

Daher wird der weitaus größte Teil der elektrischen Energie sowieso nicht "verheizt", sondern erheblich sinnvoller verwendet. Der Großteil der Erwärmung tritt erst am oder nahe dem Ladeschluss auf, wenn zunehmend zu wenig Reaktanden zur Verfügung stehen.

Man sieht das hier am Beispiel der Ladekurve eines AA-eneloop-Akkus im Vapcell S4+ bei 1.0 A Ladestrom oder hier am Beispiel des gerne gescholtenen Panasonic BQ-CC55, ebenfalls bei 1.0 A.
Die schwarze Linie zeigt jeweils den Temperaturverlauf und man kann gut erkennen, dass die Temperatur überwiegend nur bei ca. 30 °C beim Vapcell S4+ und bei ca. 35 °C beim Panasonic BQ-CC55 liegt und erst ganz am Ende der Ladung ansteigt.

Die höheren Durchschnittstemperaturen beim Panasonic-Lader gehen auf die kompaktere Bauart mit eingebautem NT zurück. Das Vapcell-Gerät profitiert hier von seinen Dimensionen.

Auch beim ach-so-schlechten BC700 sieht man einen sehr ähnlichen Verlauf der Temperaturen (hier ein OEM-Modell).

So schrecklich dramatisch sind gepulste Ladeströme hinsichtlich der Temperaturentwicklung bei einigermaßen fitten Akkus ganz offenbar gar nicht und deine eigenen Langzeit-Erfahrungen über ca. 10 Jahre haben ja ebenfalls keine offensichtlich negativen Auswirkungen auf die Akku-Lebensdauer gezeigt.
Es ist natürlich denkbar, dass alte, verschlissene oder ggf. auch qualitativ minderwertige Akkus ein abweichendes Verhalten zeigen, nur lässt sich so etwas nicht standardisiert erfassen, dafür gibt es zu viele Variablen.

Ich denke, dass man zusammenfassen kann, dass man bei halbwegs aktuellen und leidlich "gesunden" NiMH-Akkus mit C/3 oder C/2 als Ladestrom gut zurecht kommt, egal ob als Konstantstrom oder mittlerer Pulsladestrom.



Der Vollständigkeit halber hier noch die Links zu den vollständigen Testberichten, denen die zuvor verlinkten Grafiken entnommen wurden:
Vapcell S4+
Panasonic BQ-CC55
La Crosse RS1020 (OEM-Variante des BC700)
 

budgetlampenfan

Flashaholic**
30 September 2019
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ja, der weist ja auch alles ab (incl. Eneloops ...), was ein bißchen erhöhten Innenwiderstand hat, was man z.B. hier, hier oder hier nun wirklich zur Genüge nachlesen kann ... :achtung:

SO kann man thermische Probleme beim Pulsen mit 3.000 mA natürlich auch umgehen ... um den Preis, dass viele von den Anwendern als eigentlich noch "gut" beurteilte Akkus in dem Gerät schlicht nicht geladen werden können, siehe die ganzen Kommentare von Kunden ...

HKJ verwendet bei seinen Tests selbstverständlich nur Eneloop, die noch voll in Ordnung sind, weil ansonsten ja das Testergebnis für das Ladegerät zu Unrecht in Richtung negativ gehen könnte ...

im Grunde bestätigt Panasonic durch dieses Verhalten seiner Ladegeräte eigentlich genau das, was ich gesagt habe ...


ich hatte auch oben schon geschrieben, dass ich Pulsen nicht etwa irgendwie grundsätzlich für schlecht halte ("positiver Stress" für den Akku hatte ich gesagt)

aber die grundsätzlichen physikalischen Gesetzmäßigkeiten (Ohmsche Verluste steigen mit dem Quadrat der Stromstärke an) lassen sich nun mal nicht einfach so außer Kraft setzen, so dass das je nach Höhe der Pulse eben auch seine Folgen haben kann ...

und die Masse der Bevölkerung verwendet nun mal nicht Eneloop mit ihrem herrlich niedrigen Innenwiderstand von 25 mOhm (am Anfang ihres Akku-Daseins), sondern der Marktanteil der Eneloop liegt insgesamt bei ... ??

(und ich bin sicher nicht der erste oder gar einzige, bei dem sich Akkus auch schon während des Ladevorgangs - und nicht erst am Ende - (zu) stark erwärmt oder gar aufgeheizt haben, ohne dass man den Eindruck hatte, das die jetzt ausschließlich nur durch das Gehäuse des Laders aufgeheizt wurden ...)

Pulsen ist für die Hersteller zuerst mal eine Möglichkeit zum Sparen : man braucht nicht 4 voneinander unabhängige Ladestromkreise, die jeden Schacht einzeln mit konstantem Strom beliefern, sondern aus einer Quelle können 4 Ladeschächte gleichzeitig versorgt werden, indem einfach zeitversetzt, nacheinander, mit dementsprechend höheren Strömen bei kürzerer Stromflusszeit, gearbeitet wird ...

aber wie das eben so ist, was für die Hersteller billiger ist, ist nicht immer zwingend für die Kunden besser ...

trotzdem hatte ich gesagt, dass ich Pulsen nicht ablehne, aber erstens erklärt es zumindest mir jedenfalls, weshalb sich Akkus bei eigentlich "nominell" niedrigen Ladeströmen (bei denen sich ja auch das Gehäuse des Laders nicht so aufheizt) trotzdem zuviel Temperatur annehmen können, insbesondere wenn sie eben nicht (mehr) auf dem Niveau noch guter Eneloops sind ... zweitens, je höher die Pulse sind, desto eher hat das eben seine Folgen und es werden "Vorkehrungen" getroffen (wie bei Panasonic ...).
 
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LarryB

Flashaholic**
26 Januar 2022
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Daher wird der weitaus größte Teil der elektrischen Energie sowieso nicht "verheizt", sondern erheblich sinnvoller verwendet.
Das will ich doch stark hoffen ;)
Die schwarze Linie zeigt jeweils den Temperaturverlauf und man kann gut erkennen, dass die Temperatur überwiegend nur bei ca. 30 °C beim Vapcell S4+
Kann ich fast bestätigen, die Temperaturen beim Laden die ich bisher gesehen habe liegen bei max. 34°
Auch beim ach-so-schlechten BC700
Beim BC700 ist es mir bisher nicht gelungen mit 1A zu laden ;)

Dass ich ihn kaum noch verwende liegt aber ach an den anderen Problemen: Nichterkennung von gut entladenen Akkus, die schlechten bis keine Reaktionen auf Tastendrücke.

Und zumindest ich kann sagen dass dieses Teil für gute Wärme sorgt, auch bei relativ niedrigen Ladeströmen.
So schrecklich dramatisch sind gepulste Ladeströme hinsichtlich der Temperaturentwicklung bei einigermaßen fitten Akkus ganz offenbar gar nicht und deine eigenen Langzeit-Erfahrungen über ca. 10 Jahre haben ja ebenfalls keine offensichtlich negativen Auswirkungen auf die Akku-Lebensdauer gezeigt.
Da ich mehrere Ladegeräte in den letzten Jahren verwendet habe von denen ich nicht weiß wie sie laden kann ich dazu nix Genaues sagen. Von den üblen NiZn-Akkus abgesehen hab ich aber wirklich recht wenige entsorgt in den letzten 10 Jahren.
Ich denke, dass man zusammenfassen kann, dass man bei halbwegs aktuellen und leidlich "gesunden" NiMH-Akkus mit C/3 oder C/2 als Ladestrom gut zurecht kommt, egal ob als Konstantstrom oder mittlerer Pulsladestrom.
Denk ich auch, aber ich hätte gerne mehr Ladegeräte die eine andere Ladestromauswahl haben als 500, 1000, 2000. Da könnte die Auswahl besser sein.

Was mich allerdings noch immer wundert sind die Beschriftungen der Akkus. Wenn selbst auf AA-Markenware meist nur Ladeströme aufgedruckt sind die zu einer min. Ladezeit von 14-16 Stunden führen frage ich mich schon was da falsch läuft. Da sind meine billigen Tronic schon eine Ausnahme mit einer Angabe von 480mA bei 7 Stunden und meine Powertec (Norma) mit 630mA bei 4 Stunden eine Ausnahme. Auf einigen meiner Akkus steh überhaupt nix drauf
 

sma

Flashaholic**
8 Januar 2011
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Aalen/Ulm, um, und herum
Was mich allerdings noch immer wundert sind die Beschriftungen der Akkus. Wenn selbst auf AA-Markenware meist nur Ladeströme aufgedruckt sind die zu einer min. Ladezeit von 14-16 Stunden führen frage ich mich schon was da falsch läuft.
Vielleicht einfach datenblatt-konformes Erreichen der maximalen Kapazität und Zyklenzahl? Auch im Sinne des kleinsten gemeinsamen Nenners. Für Varianten wie Delta-Peak wird der Platz eng, und dann spielt auch das Ladegerät eine größere Rolle.
 

LarryB

Flashaholic**
26 Januar 2022
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Wäre eine theoretische Möglichkeit, aber ich hab mittlerweile gelernt dass Laden mit einer sehr geringen Stromstärke die Chance einer funktionierenden Abschaltung ziemlich unmöglich macht. Das hast du jetzt auch bestätigt.

Zyklen gibt auch nicht jeder an, empfohlene Ladestromstärke auch nicht (z.B. meine Eneloop AA)

Von Duracell gibts ein 15 Minuten Ladegerät

https://www.duracell.de/product/duracell-hi-speed-expert-ladegerat/

2x 1300mAh-AA in 15 Min auf 95%, das ist wohl nicht auf max. Zyklen ausgelegt ;)
 

steidlmick

Flashaholic***
15 August 2012
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Was mich allerdings noch immer wundert sind die Beschriftungen der Akkus. Wenn selbst auf AA-Markenware meist nur Ladeströme aufgedruckt sind die zu einer min. Ladezeit von 14-16 Stunden führen frage ich mich schon was da falsch läuft.
Das ist natürlich von außen oft nicht gut zu beurteilen.
Ich vermute aber, dass es zumindest auch damit zu tun hat, dass ein Großteil der Nutzer gar keinen Plan hat und Akkus sowieso über Nacht lädt (so wie manche Deppen ihre Smartphones misshandeln).
Die kaufen dann gerne gleich Sets aus Akkus und (möglichst billigem) Ladegerät. Da können sich für einen Hersteller ggf. solche Sets lohnen.
...aber ich hab mittlerweile gelernt dass Laden mit einer sehr geringen Stromstärke die Chance einer funktionierenden Abschaltung ziemlich unmöglich macht.
Das ist definitiv der Fall.
Bei Panasonic geht man damit auch recht offen um. Im ellenlangen Prospekt zu eneloop-Produkten sind - neben vielen knallbunten Bildchen und viel Marketing-Geschwafel - auch überraschend ehrliche Aussagen zu den jeweiligen Typen von Ladeschlusserkennungen in deren unterschiedlichen Ladegeräten enthalten.

Andere Hersteller sind da leider oft geheimniskrämerischer unterwegs.
empfohlene Ladestromstärke auch nicht (z.B. meine Eneloop AA)
Persönlich finde ich das eigentlich gar nicht schlecht, denn die vertragen ja eine weite Spanne. Ich habe auch schon mal AA eneloops mit viel mehr als 1 A geladen - war auch kein Problem.
Von Duracell gibts ein 15 Minuten Ladegerät
https://www.duracell.de/product/duracell-hi-speed-expert-ladegerat/
2x 1300mAh-AA in 15 Min auf 95%, das ist wohl nicht auf max. Zyklen ausgelegt ;)
Ich denke, dass man sich damit an Anwender richtet, bei denen die Zyklenzahl nicht besonders im Vordergrund steht, sondern eine schnelle Verfügbarkeit.
Ich wenn man mal genauer hinsieht, dann mogeln die ja auch etwas. Die Zeit gilt nur, wenn man höchstens zwei Akkus lädt und diese nur 1300 mAh Kapazität haben. Und AA-Akkus mit nur 1300 mAh Kapazität sind auch anders ausgelegt. Man "opfert" Kapazität für höhere Robustheit.
 

LarryB

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26 Januar 2022
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Eine Herstellerangabe oder Empfehlung finde ich schon gut, Einstiger/Unwissende sollten zumindest eine Idee bekommen. Auch wenn die gleich ein Set mit einem 16 Stunden Lader kaufen ;)

Mich würde auch interessieren was der Hersteller seinen Akkus zutraut, selbst wenn ich mich nicht daran halte. Ich hatte es wirklich auch schon eilig und habe ein paar Akkus schneller geladen als wenn ich es weniger eilig habe.

Ist zwar lange her, aber ich glaube ich hatte mal NiCd bei denen mehrere Ladeströme/Zeiten aufgedruckt waren. Nachschauen kann ich aber nicht mehr, habe wohl schon lange keine NiCd mehr
 

LarryB

Flashaholic**
26 Januar 2022
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Einen verbindlichen Wert wohl nicht, auch nicht von Herstellerseite.

Eine grobe Faustregel sagt C/3 bis C/2, also Kapazität des Akkus geteilt durch 2 oder 3 als Ladestrom.

So ungefähr halte ich es auch, außer ich habs sehr eilig. Normalerweise versuche etwas etwas unter dem halben Wert der Kapazität zu bleiben, damit habe ich gute Erfahrungen gemacht.

In der BDA meines Voltcraft Charge Manager 420 stehen auch in paar Tipps drin. Dort empfiehlt man C 0,5 (also halbe Kapazität des Akkus) für Akkus die schnellladefähig sind. Falls dass Ladegerät keinen passenden Ladestrom anbietet soll man den nächstkleineren Ladestrom auswählen. Dann stehen noch andere Regeln für nicht schnellladefähig oder Turbo Laden /Rapid charge (nie gesehen)

Meine NiMH gehen von 700mAh-2600mAh. Bei AA lad ich auch mal nur mit 500mA, meist aber mit was von 700-750mA wenns das Ladegerät zuläßt; das machen leider recht wenige, hab hier schon ein paar Beispiele genannt.

Bei AAA wirds schwieriger, ich hab auch Ladegeräte wie das IQ338XL und Voltcraft Charge Manager 420, die lassen minimal 500mA zu, was mir eigentlich etwas zuviel ist für meine 750-850mAh-Akkus.
 
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LarryB

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26 Januar 2022
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Heute habe ich wohl etwas zuviel auf der Current-Taste meines IQ338XL gedrückt und eine Cameleon AA 2500mAh mit 1500mA geladen. Erstaunlicherweise war der Akku selbst nachdem knapp 2000mAh geladen wurden nur leicht warm. Aber als der Ladevorgang beendet war und ich ihn aus dem Ladegerät genommen habe war er doch wesentlich wärmer. Anscheinend passiert die richtige Erwärmung erst so gegen Ladeende.
 

steidlmick

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15 August 2012
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Anscheinend passiert die richtige Erwärmung erst so gegen Ladeende.
Ja, das ist so, das überrascht jetzt nicht und ergänzt das, was ich an dieser Stelle schon mal erläutert habe.
...und eine Cameleon AA 2500mAh mit 1500mA geladen. Erstaunlicherweise war der Akku selbst nachdem knapp 2000mAh geladen wurden nur leicht warm.
Das ist für viele moderne LSD-NiMH-Akkus noch ein ziemlich harmloser Ladestrom, ich habe auch schon mal einen AA-eneloop mit 3 A geladen, das ging auch ohne Probleme.
Es gibt natürlich auch Schrott-Akkus, die das nicht vertragen, aber die besseren Exemplare kommen recht gut auch mit hohen Strömen zurecht.
 
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LarryB

Flashaholic**
26 Januar 2022
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Jep, vom Prinzip war mit das mit der Erwärmung am Ladeende schon klar, aber der krasse Unterschied hat mich doch überrascht. Ich dachte zuerst der Akku müßte bei 1,5A kochen, war aber weniger warm als Akkus die ich mit kleinerem Strom geladen habe.

Das IQ338XL hat meines Wissens keine Temperaturüberwachung und auch beim Ladestrom wird nur der eingestellte Wert angezeigt. Manche Ladegeräte zeigen hingegen den echten Momentanwert der gegen Ende doch meist niedriger bis merklich niedriger als der eingestellte Wert ist.

Sind Standard-Camelion, keine LSDs. Und auch nicht ganz aktuell
 

steidlmick

Flashaholic***
15 August 2012
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Manche Ladegeräte zeigen hingegen den echten Momentanwert der gegen Ende doch meist niedriger bis merklich niedriger als der eingestellte Wert ist.
Bei NiMH-/NiCd-Akkus?
Das wäre aber schon sehr untypisch, da diese im CC-Verfahren durchgehend mit konstantem Strom geladen werden, bis zum Ladeschluss, der Strom sollte nicht sinken.

Das von dir geschilderte Verhalten ist typisch für das CC-CV-Verfahren (IU-Verfahren), das bei Lithium-Akkus und Nickel-Zink-Akkus benutzt wird.
Bei NiMH-/NiCd-Akkus sollte das definitiv nicht so sein, da es die korrekte Erkennung des Ladeschlusses ganz erheblich beeinträchtigen und sogar unmöglich machen würde.
Sind Standard-Camelion, keine LSDs. Und auch nicht ganz aktuell
Hmm, die scheinen aber ganz gut zu sein, wenn sie sich bei 1.5 A nur wenig erwärmen.
 

LarryB

Flashaholic**
26 Januar 2022
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Jep, bei NiMH-Akkus. Meine paar Li-Ion hab ich bisher immer im IQ338XL geladen, das zeigt generell nur den eingestellten Ladestrom an. Bei NiZn hab ich das nie nachgeschaut, meine Akkus dieser Art sind eh fast alle hinüber.

Muß ich mal bei meinem Vapcell beobachten, da sehe ich zumindest dass der Strom leicht schwankt, also statt 1000mA mal 990mA oder statt 500mA auch mal 480/490mA angezeigt wird. Wie es kurz vor Ladeschluß aussieht weiß ich noch nicht.
 

steidlmick

Flashaholic***
15 August 2012
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Jep, bei NiMH-Akkus.
Also bei dem BC700 ist es tatsächlich so, dass die einen total eigenwilligen Ladealgorithmus verwenden, der weder CC noch CC-CV folgt, irgendeine schräge Methode, die unser dänischer Kollege als "some strange algorithms" bezeichnet.

"Normale" NiMH-Ladegeräte sollte das aber nicht machen.
Meine paar Li-Ion hab ich bisher immer im IQ338XL geladen, das zeigt generell nur den eingestellten Ladestrom an.
Das Gerät kenne ich nicht, dazu kann ich nichts sagen.
Muß ich mal bei meinem Vapcell beobachten,
Mein Vapcell S4+ jedenfalls lädt mit konstantem Strom stabil bis zum Ladeschluss, so wie es vorgesehen ist für NiMH-Akkus.