Zangenmultimeter MASTECH MS2115B

Ziliax

Flashaholic
27 November 2012
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Leipzig
Da ich in letzter Zeit bei Stommessungen immer wieder an die Grenzen meines Multimeters UNI-T 61C stoße, wird es Zeit für ein Zangenamperemeter. Der hauptsächliche Anwendungsbereich sollen die Messung von Gleich- und Wechselstrom bis ca. 200 A sein.

Ich bin auf folgendes Angebot gestoßen:
AC/DC Zangenmultimeter MASTECH MS2115B - Messtechnik / Uhren - Messtechnik - Multimeter - Pollin Electronic

Das Gerät ist eine eierlegende Wollmilchsau. Neben Strom lassen sich auf auch Spannung, Widerstand, Kapazität und vieles mehr messen. Das Messgerät hat einen Computeranschluss, sowie TrueRMS. Sehr nützlich finde ich auch die Einschaltstrommessung. Für Lampenfans ist sogar der Bereich in der Zange beleuchtet.

Das Messgerät ist nicht das genaueste, aber durchaus brauchbar. Was mich stutzig macht, ist der sehr günstige Preis.
Was haltet ihr von dem Messgerät?
 
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The_Driver

Flashaholic***
22 März 2012
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Essen
Ich kann irgendwie nicht so recht glauben, dass ein Gerät mit so vielen Funktionen und so einem niedrigen Preis auch DC-Strom messen kann. Normalerweise können die Geräte unter 100-200€ nur AC-Strom messen.

Wenn die Angaben stimmen ist das wirklich ein Knaller. :thumbup:
 

Ziliax

Flashaholic
27 November 2012
149
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Leipzig
Erster Eindruck vom Mastech MS2115B

Nach Lieferschwierigkeiten wurde das Messgerät gestern endlich von Pollin geliefert. Der Lieferumfang bestand aus dem Messgerät, zwei Messleitungen, Stofftasche, 9-Volt-Block, USB-Kabel und Treiber-CD.

Das Messgerät ist für den niedrigen Preis ordentlich verarbeitet. Die Zange schließt angenehm straff. Nichts klappert oder knarrt. Der Messbereichsdrehschalter rastet ordenlich ein. Die Tasten haben leider keinen definierten Druckpunkt und gehen im Vergleich zu meinem Multimeter recht schwer.
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Zum Ausprobieren der Gleichspannungsmessung habe ich zwei LiIon-Akkus in Reihe geschaltet und mit einem Digitalmultimeter und dem Zangenmultimeter zeitgleich die Spannung gemessen. Es ergeben sich die gleichen Werte.
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Zum Ausprobieren der Gleichstrommessung habe ich eine Reihenschaltung aus zwei LiIon-Akkus, einem 3,3-Ohm-Lastwiderstand und dem Digitalmultimeter aufgebaut. In die Leitung zwischen Akkus und DMM habe ich die Stommesszange eingebaut. Beide Messgeräte zeigen das Gleiche an.

Aber:
Die letzte Stelle der Stommesszange zeigte keinen konstanten Wert an, sondern schwankte um ca. 8 Werte. Außerdem zeigte das Messgerät nach Unterbrechen des Stromkreises nicht 0,00 A an, sondern schwankte zwischen 0,02 und 0,08 A. Nach dem Ausschalten und Wiedereinschalten schwankte der Wert zwischen 0,00 und 0,04 A. Ich nehme an, dass liegt am verwendeten Messverfahren, in dem das Magnetfeld um einen stomdurchflossenen Leiter ausgewertet wird. Wenn man bedenkt, das der kleinste Messbereich des Zangenmultimeters 60 A beträgt, ist der Fehler aber sehr klein.
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Nächste Woche werde ich mich mit den Wechselstrom- und Wechselspannungsbereichen beschäftigen und auch mal den Anlasserstrom eines PKW messen.

Ich denke, für Leute, die Ströme messen wollen, welche sich mit dem 10-A-Messbereich eines Digitalmultimeters nicht mehr messen lassen, ist es ein brauchbares, preiswertes Messgerät. Bei kleineren Strömen wird der Messfehler wegen der Messwerteschwankung und dem abweichenden Nullpunkt zu groß.
 

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BlackFly

Flashaholic
25 Januar 2012
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Hallo, interessanter Test!
Ich bin selber eigentlich ein Mechaniker, aber leider lässt sich nicht ganz vermeiden das auch mal an der elektrik was kaputt geht...
Ich muss zugeben das ich bisher noch nie die Stromstärke gemessen habe, mehr als Wiederstand und Spannung ist irgendwie noch nie angefallen ;)
Nachdem ich aus dem Grund immer nur günstige Multimeter gekauft habe dachte ich mir das ich mir vielleicht mal etwas "besseres" als ein 20€ Voltcraft zulege und überlege mir darum ob dann dieses Gerät das geignete ist oder wäre ich mit einem "normalen" Multimeter in der Preisklasse besser bedient (wie gesagt, mein Drehknopf stand noch nie beabsichtigt auf Ampere, andererseits wenn man es mal braucht und nicht hat ist es auch wieder ärgerlich)?
 

Heinrich

Flashaholic**
28 Juni 2013
2.059
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Ruhrpott
Hallo, interessanter Test!
Ich bin selber eigentlich ein Mechaniker, aber leider lässt sich nicht ganz vermeiden das auch mal an der elektrik was kaputt geht...
Ich muss zugeben das ich bisher noch nie die Stromstärke gemessen habe, mehr als Wiederstand und Spannung ist irgendwie noch nie angefallen ;)

Eine Stromzange insbesondere eine Gleichstromzange ist die beste Art zu messen, zumindest wenn Du keine Genauigkeit im Kommabereich benötigst.
Eine Widerstandsmessung ist auch eine Stromessung: Mit Spannungsquelle im Messgerät und entsprechend geeigter Skala.
Mit der Stromzange kannst Du im Betrieb unter ganz normalen Bedingungen den Strom messen, und das ist eigentlich genau das was man möchte. Der Widerstand ist oft Temperatur und (bei Wechselstrom) Frequenzabhängig, mit der direkten Stromessung hat man noch den Geräte und Kabelwiderstand der die Messung verfälscht.
Gerade bei Drehstrom Geräten wie Motoren kann man mit der Zange innerhalb von Sekunden sagen ob der Motor in Ordnung ist.
Ob Du die Möglichkeiten nutzen kannst weiß ich natürlich nicht, aber prinzipiell ist die Stromzange das beste Werkzeug zur Fehlersuche im Amperebereich.

mfg
 

Photon

Flashaholic**
8 Juni 2012
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Heidelberg
....zeigte keinen konstanten Wert an, sondern schwankte um ca. 8 Werte. Außerdem zeigte das Messgerät nach Unterbrechen des Stromkreises nicht 0,00 A an, sondern schwankte zwischen 0,02 und 0,08 A. Nach dem Ausschalten und Wiedereinschalten schwankte der Wert zwischen 0,00 und 0,04 A. Ich nehme an, dass liegt am verwendeten Messverfahren, in dem das Magnetfeld um einen stomdurchflossenen Leiter ausgewertet wird. Wenn man bedenkt, das der kleinste Messbereich des Zangenmultimeters 60 A beträgt, ist der Fehler aber sehr klein.
Das liegt am dem Remanenz der Stromzange (trotz Trafoblech!) und ist völlig normal. Außerdem kann der Meßwert schwanken, je nachdem, wie Du den Leiter reinhebst (schräg, weiter vorne,etc.) Ein DC-taugliches Zangenamperemeter sollte ein 0-Taster zum Entmagnetisieren haben, damit kann dann wieder genullt werden. Zum Verbessern der Anzeigeauflösung kannst Du mehrere Windungen des Stromkabels durchfädeln und den Wert entsprechend dividieren. Mach' ich bei meinem DC-tauglichen Zangenamperemeter PeakTech 3040 auch so.
Gruß
Volker
 

Ziliax

Flashaholic
27 November 2012
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Leipzig
Es gibt Neuigkeiten zu meinem getesteten Mastech MS2115B, leider keine guten. Vor Kurzem wollte ich den Ladestrom eines Quads messen. Plötzlich fing das Messgerät an, sporadisch den Messbereichsüberlauf "O.L" im 60A-Gleichstrombereich anzuzeigen. Der Ladestrom war aber nur bei ca. 11 A.

Die Batterie des Messgeräts war bei 7,5 V obwohl noch keine Batteriewarnung kam. Also neue Batterie rein. Jetzt geht der 60A-Gleichstrombereich wieder, aber der 60A-Wechselstrombereich zeigt "O.L", obwohl kein Strom fließt. Der 600A-Bereich funktioniert bei Gleich- und Wechselstrom.

Schade, dass das Gerät nach ca. 1,5 Jahren schon kaputt ist. Ich werde bei Pollin nachfragen, ob es als Garantieleistung repariert werden kann.

Hat noch jemand dieses Messgerät und welche Erfahrungen wurden damit gemacht?
 

hella

Flashaholic*
6 Februar 2014
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karlsruhe
bei mir keimt immer mehr der wunsch nach einem zangenamperemeter auf.
hat sich da was ergeben, konnte es repariert/ umgetauscht werden?
oder gibt es sonst tipps für brauchbare geräte zum gelegentlichen gebrauch?

gruß, stefan
 

Ziliax

Flashaholic
27 November 2012
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Leipzig
Die Reparatur hat leider nicht geklappt, da die Herstellergarantie abgelaufen war. Auch ein Austausch war nicht möglich, da das MS2115B nicht mehr von Polin vertrieben wird. Ich bin umgestiegen auf das Unit-T UT 203, welches zwar nicht den Funktionsumfang des Mastech bietet, dafür aber sehr zuverlässig funktioniert und reproduzierbare Messergebnisse liefert.
 
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schopi68

Flashaholic**
1 Dezember 2011
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nördlich v. München
www.salmanassar.de
Ich bin umgestiegen auf das Unit-T UT 203, welches zwar nicht den Funktionsumfang des Mastech bietet, dafür aber sehr zuverlässig funktioniert und reproduzierbare Messergebnisse liefert.

Ich habe mit das ut-203 jetzt mal angeschaut (und sofort wieder zurückgeschickt...:( ). Alles unter 0,5A ist dort eher ein Meßwertraten als Ablesen.

Ab nächstem Jahr (ist im Reichelt-Katalog 1/2015 schon enthalten) ist das UT-211B erhältlich. Kostet ein bischen mehr, hat aber bei DC 1mA Auflösung und ist ein bischen kleiner.
 
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hella

Flashaholic*
6 Februar 2014
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karlsruhe
ah, noch besser!
möchte es eigentlich genau für solche geringstromanwendungen (ruhestrom von autos, ladekabel USB usw.)

gruß, stefan
 

balloonix

Flashaholic**
18 Juli 2012
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Waldachtal im Schwarzwald
Für niedrige Ströme nehme ich die Benning CM-2, die kann aber nur 10mA auflösen und hat ein sehr kleines Auge.

Für ganz kleine Ströme habe ich noch die Fluke 772, die kann dann wirklich im mA Bereich messen. Aber da gehen in die Zange auch nur dünne Leitungen und das Teil leigt dann bei mehreren hundert EUR.

Ich kann mir kaum vorstellen, das man Vergleichbares für einen Zehntel des Preises bekommt, zumal die CM-2 als sehr presiwert gilt. Bei DC hat man eben das Problem, das bei wenigen mA das Magnetfeld der Erde stört. Deshalb haben Zangen für niedrige Ströme auch kleine Öffnungen.
 

sma

Flashaholic**
8 Januar 2011
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113
Aalen/Ulm, um, und herum
Ab nächstem Jahr (ist im Reichelt-Katalog 1/2015 schon enthalten) ist das UT-211B erhältlich. Kostet ein bischen mehr, hat aber bei DC 1mA Auflösung und ist ein bischen kleiner.

(Anzeige-)Auflösung (hier 1mA) ist etwas anderes als (Meß-)Genauigkeit (hier 2%+5digit).
Mal abgesehen davon, unter welchen Umständen die Angaben auch wirklich gehalten werden.
Könnte aber für LED-Strom-Messungen eine interessante Alternative zum(/unterhalb des) BinningCM2 werden,
das ich sehr schätze.
 

schopi68

Flashaholic**
1 Dezember 2011
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www.salmanassar.de
(Anzeige-)Auflösung (hier 1mA) ist etwas anderes als (Meß-)Genauigkeit (hier 2%+5digit).
Mal abgesehen davon, unter welchen Umständen die Angaben auch wirklich gehalten werden.
Könnte aber für LED-Strom-Messungen eine interessante Alternative zum(/unterhalb des) BinningCM2 werden,
das ich sehr schätze.

Hmm... verstehe ich jetzt nicht ganz. Hatte hier jemand die Auflösung mit der Meßgenauigkeit gleichgesetzt? :confused:

Nun, das CM2 spielt ja mit 1% eh in der gleichen Liga wie die anderen hier diskutieren Geräte. Einzig das genannte Fluke ist etwas präziser, kann dafür aber keine großen Ströme messen.

Welche Umstände für das Einhalten der Angabe maßgeblich sind, ist natürlich fraglich - das gilt jedoch für alle derartigen Geräte, gleich welches der Hersteller ist. Solange nicht gerade Keysight, Fluke, Keithley, Rhode&Schwarz oder Tektronix drauf steht, geben sich die Hersteller alle nicht viel - und auch bei den "großen" ist im unteren Preissegment auch nicht immer das drin, was man glaubt (Siehe z.B. die Keysight 1000er Scope Reihe: Hergestellt von Rigol).
 

sma

Flashaholic**
8 Januar 2011
2.187
4.066
113
Aalen/Ulm, um, und herum
Hatte hier jemand die Auflösung mit der Meßgenauigkeit gleichgesetzt? :confused:

Weiß ich nicht. Für mich persönlich ist es irrelevant, daß dieses Modell 1mA Auflösung hat, wenn es, bei z.B. 6A ca. 125mA Meßgenauigkeit hat. Und da Du nur Auflösung erwähnt hattest, lag die Möglichkeit nahe, daß Du es mit Meßgenauigkeit verwechselt haben könntest. Denn letztere ist doch das eigentlich interessante, nicht?
 

schopi68

Flashaholic**
1 Dezember 2011
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Weiß ich nicht. Für mich persönlich ist es irrelevant, daß dieses Modell 1mA Auflösung hat, wenn es, bei z.B. 6A ca. 125mA Meßgenauigkeit hat. Und da Du nur Auflösung erwähnt hattest, lag die Möglichkeit nahe, daß Du es mit Meßgenauigkeit verwechselt haben könntest. Denn letztere ist doch das eigentlich interessante, nicht?

Ob ich bei 6A nun 6A oder 6,13A angezeigt bekomme ist in den meisten Fällen nicht wirklich relevant.
ABER: wenn ich nur 100 mA messe, dann erhalte ich einen Anzeigewert zwischen 95 und 105 mA. Hier wird dann die Auflösung sehr wohl relevant.

Bei anderen Zangenmessgeräten ist es aber ja auch nicht nennenswert besser - von daher müsste sich bei Dir dann ja eher die Frage stellen, ob Zange oder nicht, als die Frage welches Zangenmeßgerät. ;)

Da ich ein Zangenmeßgerät grundsätzlich nicht als Präzisionsinstrument betrachte, stellte sich mir die Frage nach der Meßgenauigkeit nicht. Nur bei einem Strom von 100 mA sollte es nicht im Anzeigewert um 200 mA schwanken (wie es bei dem von mir ausprobierten ut-203 der Fall war).
Für genaue Strommessungen habe ich hier eh andere Meßgeräte. :D
 
12 Januar 2015
1
0
0
Langzeitmessung

Nach Lieferschwierigkeiten wurde das Messgerät gestern endlich von Pollin geliefert. Der Lieferumfang bestand aus dem Messgerät, zwei Messleitungen, Stofftasche, 9-Volt-Block, USB-Kabel und Treiber-CD.

Hallo Ziliax,

ich habe mich auf deine Beschreibung hin dazu entschieden das MASTECH MS2115B zu bestellen.
Ich habe vor damit eine Messung über etwa einen Tag zu machen und würde die Ergebnisse gerne an meinem Laptop aufzeichnen. Ist das mit diesem Gerät möglich? Mich schreckt die u.a. die angegebene automatische Abschaltung nach 15 Minuten ab.

Viele Grüße
Kölner Student