Wohnung kaufen

C

capei

Guest
So, ich sitz grad da und mache mir wieder einmal Gedanken. Die Miete wird demnächst erhöht und ich habe es satt, dass ich für jemand anderen die Wohnung abstottere. Also was tun?

Die Zinsen sind niedrig, die Wohnungspreise schießen dafür in die Höhe. Ist also nie der Zeitpunkt, um eine Wohnung zu kaufen? Als Single ohne Eigenkapital sicher nicht leicht, aber ich habe noch 30 Jahre bis zur Rente, wenn nicht jetzt, wann dann?

Ich bin sicher nicht der einzige Mensch, der diese Gedankengänge hat, daher will ich meine mit euch teilen.

Alles in allem zahle ich im Moment 600 Euro für meine Wohnung inkl. aller Nebenkosten. Da muss sich doch was machen lassen. Andere haben es auch geschafft. Wie geht man das an? Im Internet eine Wohnung zu finden die bezahlbar ist, scheint unmöglich zu sein. Diese Makler verhalten sich wie die Maden im Speck. Sucht man also in der Zeitung? Geht man schon vorab zu Banken und klärt das mit dem Kredit ab? Wäre jetzt ein schlechter Zeitpunkt meinen AG zu wechseln, bei dem ich schon über ein Jahrzehnt arbeite? Verschieben sich alle Prioritäten wegen der Wohnungskaufwunsches?

Trägt man dann eine schwerere Last oder fällt es einem leichter für das Eigenheim zu zahlen? Welche Kosten kommen noch auf einen zu, ausser den Raten? Müll, Wasser, Hausgeld, Strom, Gas, Versicherungen? Welchen Ärger darf ich erwarten? Wie sichert man sich ab? Lohnt sich dann der Kauf noch? Was passiert bei Zahlungsunfähigkeit? Wenn die Risiken s hoch sind, warum trotzdem kaufen?

Bei handwerklichen Eingriffen an/in der Wohnung habe ich keine Bedenken, das kann ich größtenteils erledigen, somit entstehen hier eher geringe Kosten, zumal ich auch genug Handwerker kenne. Wo lauern aber die Gefahren, die man nicht in ersten Moment sieht?

Ihr seht, es hat sich viel angestaut, noch ist nicht alles geschrieben. Aber ich würde mich freuen, wenn ihr mich an euren Gedanken und Erfahrungen teilhaben lasst.

Viele Grüße,
Michael

:wut:
 
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Tobias

Flashaholic**
22 Februar 2011
1.462
687
113
Aachen
Du solltest mindestens die Hälfte des Kaufpreises haben und die andere Hälfte als Kredit nehmen.
Die Kosten sind ungefähr gleich. Das, was Du momentan Deinem Vermieter als Betriebskosten zahlst, zahlst Du dann selber.
Reparaturen usw. mußt Du natürlich selber zahlen.

Wenn ich etwas kaufen würde, dann nur ein Haus. Wie sicher ist, daß Du Deinen Arbeitgeber nicht in nächster Zeit wechselst? Wie "angenehm" sind die anderen Mieter im Haus? Welche Entwicklung ist zu erwarten? Als Mieter ist man flexibler als als Eigentümer und kann bei Bedarf oder Problemen schnell umziehen. Als Eigentümer macht man das nicht so gerne.

Ich denke auch gerade über einen Umzug nach weil sich die Umgebung hier sehr zum Negativen wandelt.
 
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KakophonieInMoll

Flashaholic**
27 Mai 2013
3.822
2.275
113
Nun ich unterstelle mal, Du weisst etwas wo und was Du dir kaufen möchtest, und kannst grob abschätzen was das ganze kosten wird. Ausgehend von der geschätzten Kaufsumme solltest Du mindestens 15-20% als Eigenkapital zur Verfügung haben. In aller Regel wird es ohne die 15-20% Eigenkapital schwierig einen Kredit zu bekommen.
Mit diesen 15-20% deckst Du letztlich die Grunderwerbssteuer, Notarkosten, Grundbucheintrag, ... ab. Letztlich ist das bei den Summen für eine Wohnung nämlich viel Geld was da schon weg ist.
Du solltest auch die Finanzierung so durchführen, dass noch Luft ist. Es kann immer was ungeplantes passieren, und trotz eines Immobilienkredites muß noch Luft zum sparen sein. Eine Waschmaschine kann kaputt gehen, oder man möchte sich auch mal ein kleines Lämpchen kaufen, .... da gibt es viel dinge die immer mal ungeplant Geld kosten können.

Ich persönlich habe meine Immobilie über meine Hausbank gekauft. Ich habe meine Butze noch zu einem halbwegs realen Preis gekauft. Heutige Preise in den Ballungszentren sind meiner Meinung nach überhöht. In meinem Beispiel könnte ich meine Immobilie nach nicht einmal 10 Jahren für 100000€ mehr verkaufen, da die Preise in vielen Ballungsgebieten extrem gestiegen sind. Ich bin aber der Meinung, dass meine Butze diese 100000€ aber nicht mehr wert ist. Ich habe jetzt nichts anderes drin wie vorher, nur der Quadratmeterpreis ist deutlich höher.

Bei einer gekauften Eigentumswohnung würden noch die üblichen Kosten natürlich entstehen wie bei einer Mietwohnung (Strom, Wasser, Heizung, ...), dann in der Regel Kosten für einen Verwalter, und Eigentümerrücklage. Natürlich ist dann noch Grundsteuer fällig. Im Vergleich zu einer Miete ist die aber vergleichsweise gering.

Allgemein würde ich jetzt Schritt für Schritt tun, vielleicht vermittelt ja Deine Bank auch Immobilien, es ist auch Sinnvoll mal zu checken, wieviel Du angeboten bekommst zu welchen Konditionen. Da weisst Du wo Dein Maximum liegt, und was am ende übrig bleibt. Es ist auch eben wichtig, dass eine Immobilie nicht alles wegfrisst.... Du möchtest ja auch noch leben.

--- Edit ---
Ach ja und wenn Dir eine Finanzierung vorgerechnet wird, dann schaue Dir auch genau an was am Ende der Laufzeit übrig bleibt an Restschuld. Heute sind die Zinsen vergleichsweise niedrig. Wie die Zins Entwicklung in 10 oder 15 Jahren ist weiss niemand. Auch sowas kann einem das Genick brechen, wenn die Tilgung in der Vertragslaufzeit vergleichweise gering ist und zur Umschuldung Du nicht 2% sondern 5% zahlen mußt. Das ist ein wichtiger Punkt in der Gesammtkalkulation. Du legst Dich nicht nur auf diese 10 oder 15 Jahre fest, sondern bis das Teil abbezahlt ist, und das kann durchaus länger dauern.
 
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tdmtreiber11

Flashaholic**
6 Juli 2015
3.969
2.452
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Bayern
Das hängt alles eher vom persönlichen Dingen ab. Hauptkriterium ist dann sicher dein Verdienst.

Ich habe selbst 1993 eine Doppelhaushälfte bei mir auf dem Dorf in Südostbayern gekauft. ich hatte damals die klassische Drittelfinanzierung, Eigenkapital, Bauspardarlehen (5% Zinsen) und Hypothekendarlehen bei der Bank (7% Zinsen). Von daher gehts heute schon leichter.

Das war damals schon ein Abenteuer. Ich war damals allerdings schon verheiratet, allerdings noch ohne Kinder. Also zwei Verdiener und mit einem Drittel Eigenkapital. Da tut man sich schon ein bißchen leichter. Allerdings wäre die ganze Sache nach der Trennung von meiner ersten Frau (mit 2 Kindern ausgezogen) beinahe den Bach runtergegangen. Aber glücklicherweile ist meine Ex nicht so gierig gewesen und wurde dann ausbezahlt. Somit habe ich die Hütte 1 1/2 mal abgezahlt.

Und die ganzen Nebenkosten wie Müll, Wasser Versicherungen, Heizkosten hängt natürlich stark vom Objekt und auch dem Käufer( in diesem Fall dir) ab. Das lässt sich aber glaube ich, doch relativ leicht ausrechnen.

Gefahren finde ich, lauern glaube ich eher in einem selbst. Man will vielleicht zu viel, dann wird das Haus oder die Wohnung doch grösser oder teurer wie geplant und dann muss es vielleicht auch gleich noch ein neues Auto sein, weil es ist eh schon wurscht. Da muss man, glaube ich höllisch aufpassen, dass man den Bogen nicht überspannt.

Aber im Nachhinein konnte ich eigentlich nichts besseres machen. Die Hütte ist bezahlt und Pension in Sicht. Und vor allen Dingen habe ich einen super Nachbarn den ich aus dem Dorf schon mein ganzes Leben kenne und mit dem ich mich auch regelmäßig in der Dorfkneipe am Stammtisch treffe. Einer seiner größten Vorteile. Er ist schon lange in ""Rente"" und nimmt ständig meine TaLa :tala: Pakete entgegen, da auch meine Frau arbeitet.

Ich wünsche dir viel Glück bei deine Vorhaben und einen guten Rutsch ins neue Jahr und allzeit gutes licht

Gerhard
 
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G

Gelöschtes Mitglied 10832

Guest
Hallo Michael,

zuerst mal kannst du nur deine Kaltmiete gegen den reinen Abtrag einer Wohnung rechnen, da die Nebenkosten gleich bleiben bzw. sogar noch steigen wegen Hausverwaltungskosten und Rücklagen. Die Frage ist halt, was kostet in deiner Region denn eine Wohnung, die dir zusagen würde ?
 
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Rafunzel

Flashaholic***
10 Oktober 2010
9.327
5.347
113
Hamm, NRW
Erst mal im Netz schauen was es (noch) so gibt bzw. was Dir gefallen könnte. Da siehst Du auch gleich was das (mittlerweile) kostet. Dann würde ich mir Gedanken über die (längerfristige) Sicherheit meines Arbeitsplatzes/Berufes machen. Danach mit dem Bankberater Deines Vertrauens über Deine "finanzielle Situation" reden.

(wobei, die Bankberater werden zur Zeit ja auch ausgedünnt... :vorsichtig:)

Grüße,
Rafunzel
 
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Dachfalter

Flashaholic***
30 September 2014
7.549
5.024
113
Allgäu
Das A und O ist das Eigenkapital. Ob nun aus einer laufenden kapitalbildenen LV oder ein Bausparer oder Barmittel. Derzeit werden für die Finanzierung für eine seriöse Finfanzierung idR gute 30% Eigenkapital gefordert.

Bei uns im Allgäu sind derzeit die Eigentumswohnungen preislich wieder Rückläufig.

Die derzeit niedrigen Zinsen zu nutzen ist ein sehr guter Gedanke. Wenn Du eine halbwegs günstige ETW findest, würde ich es mir stark überlegen, zuzugreifen. Selbst wenn sie mir später zu klein wird, habe ich immer noch die Option, die ETW später als Grundkapital für eine größere Immobilie zu verwenden.

Das Hauptproblem derzeit ist, Immobilien zu vernünftigen und (für den Käufer) fairen Preisen zu finden.

Ein "alteingesessener" Arbeitsplatz ist für die Finanzierungsverhandlungen ein unschätzbarer Vorteil.
 
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Uwe-D

Flashaholic**
19 Dezember 2015
2.176
2.386
113
Ojen / Spanien
Bei dem Kauf einer Eigentumswohnung würde ich auch unbedingt den Gesamtzustand des Hauses begutachten.
Da Du als Miteigentümer für die Renovierungskosten des Hauses mit herangezogen wirst. Das sind z.B. Dachdecken/Sanierung, Hausstreichen, Fahrstuhl Reparaturen, Balkone sanieren usw. Wenn die Eigentümergemeinschaft beschließt, das renoviert werden muß, mußt Du unter Umständen (wenn nicht genug Rücklagen vorhanden sind) mit zahlen. Normalerweise gibt es in einer Eigentümergemeischaft Rücklagen für Renovierungen. Manchmal reicht dies aber nicht aus. Dann mußt Du Reserven haben.
Das ist ein Vorteil bei einem eigenen Haus. Du entscheidest alleine, wann was renoviert wird. Aus diesem Grund, würde ich ein kleines Reihenhaus, einer Eigentumswohnung immer vorziehen.
Eigentum als Altersversogung aufzubauen macht bestimmt Sinn. Nur dürfen die monatlichen Kosten nicht so hoch sein/werden, dass Deine Lebensqualität "den Bach runter geht".
 
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urausb

Flashaholic**
18 September 2011
2.992
1.782
113
Kr. AB
Die Genossen haben ja schon alles geschrieben.
Für mich persönlich käme nur ein Haus in einem kleinen Kaff in Frage. Dort ist es ruhig und die Welt noch einigermaßen in Ordnung. Mir ist Lebensqualität wichtig, die kann ich in einer Stadt oder deren direktem Umland nicht finden. Wenn du handwerklich was machen kannst bietet sich das an.
Zu allererst mußt du aber mit einer Bamk sprechen und fragen was die dir maximal finanzieren. Momentan gibt es wohl ein paar Probleme bei der Vergabe von Immokrediten, da eine EU-Vorgabe ein wenig strikt in nationales Recht umgesetzt worden ist. Ohne Sicherheiten machen die Banken Streß. Und das finanzierte Objekt darf wohl nicht als Sicherheit eingesetzt werden.
Also zuerst die Banken fragen, dann was suchen.
Und auch nicht nur eine Bank anfragen, die wollen alle nur dein Bestes....
 
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Nuss

Flashaholic**
5 November 2016
4.876
3.603
113
Am Rhein
Das wichtigste ist Deine ganz persönliche Lebensplanung. Wenn Du jetzt schon weißt, daß Du dort wo Du jetzt bist auch bleibst, dann ist das schon mal i.O. Man kann zwar eine Immobilie auch wieder verkaufen, aber bei den Preisen, die Du heute dafür bezahlst tippe ich mal, daß Du diesen Preis nicht mehr bekommen wirst. Sobald die Zinsen wieder steigen gehen Immobilienpreise in die andere Richtung. Denk auch an die Kaufnebenkosten (Notar, Steuer,...), die sind auf jeden Fall weg.

Mit oder ohne Familie, wenn keine Familie, ist die geplant(?), bestimmt die Immobiliengröße.

Geh zur Bank Deines Vertrauens, die sagen Dir ganz genau wieviel Kredit Du bekommst. Dann kannst Du die Immobilie suchen gehen.
 
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uranus

Flashaholic**
21 Januar 2016
1.779
1.027
113
nähe Würzburg
Du solltest ein Haus der Eigentumswohnung vorziehen, denn du kannst entscheiden wann was gemacht wird. Ohne Eigenkapital sieht es schlecht aus. Du solltest ca. 1/3 EK haben, und den Rest mit den Bankberater deines Vertrauens aushandeln. Die Zinsen sind zur Zeit ja sehr niedrig. Schau immer das du noch eine Liquiditätsreserve hast und du auch keine 30 Jahre an der Hütte rumbezahlst. Denn man will ja nicht fürs Haus leben und arbeiten. Wenn PKW mit ansteht dann hol dir da auch gleich nen neuen über den Immobilienkredit. So hab ich das damals gemacht und kann nur sagen es lohnt sich. Du hast erstmal ne Ruhe und hast nen Neuwagen wo die ersten Jahre keine teuren Reperaturen anstehen.
Die Immobilienpreise schwanken ja regional extrem stark, teilweise auch von Ort zu Ort. Bei mir war das Grundstück vor 7 Jahren spottbillig, da die nächste total Überbevölkerte Stadt (Würzburg) immer näher ranwächst sind die Preise in den letzten 3 Jahren hier regelrecht explodiert.
Ich würde bei mir hier mittlerweile viel mehr bekommen als ich ausgegeben habe.

Schau auch das die Wohnung fürs alter geeignet ist, wenn du z.B. nicht mehr so fit zu Fuß bist. Eine ETW im 3. Stock ohne Aufzug ist klar billiger als was im EG oder was mit Aufzug, aber macht keinen Sinn für Leute die ein Handicap haben.
Bei guten/sinnvollen Immobilien ist die Bank auch wesentlich aufgeschlossener was die Kreditvergabe angeht. Es kommt nicht immer auf den Preis an. Nicht unbedingt das billigste nehmen sondern was wo wirklich Sinnvoll ist.
 
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Uwe-D

Flashaholic**
19 Dezember 2015
2.176
2.386
113
Ojen / Spanien
Die Genossen haben ja schon alles geschrieben.
Für mich persönlich käme nur ein Haus in einem kleinen Kaff in Frage. Dort ist es ruhig und die Welt noch einigermaßen in Ordnung. Mir ist Lebensqualität wichtig, die kann ich in einer Stadt oder deren direktem Umland nicht finden. Wenn du handwerklich was machen kannst bietet sich das an.
Zu allererst mußt du aber mit einer Bamk sprechen und fragen was die dir maximal finanzieren. Momentan gibt es wohl ein paar Probleme bei der Vergabe von Immokrediten, da eine EU-Vorgabe ein wenig strikt in nationales Recht umgesetzt worden ist. Ohne Sicherheiten machen die Banken Streß. Und das finanzierte Objekt darf wohl nicht als Sicherheit eingesetzt werden.
Also zuerst die Banken fragen, dann was suchen.
Und auch nicht nur eine Bank anfragen, die wollen alle nur dein Bestes....

Ich sehe es auch so wie Du. Für mich hat das Landleben nur Vorteile.
Aber junge Leute sehen das oft anderst.:
Nicht jeder möchte viele Km zu seinem Arbeitsplatz fahren.
Wenn man jünger ist, will man öfters mal ausgehen, ohne große Entfernungen zurücklegen zu müssen.
In der Stadt hast Du mehr Unterhaltungsmöglichkeiten z.B. gepflegt essen gehen, Kinobesuch, einkaufen Gehen, Fitnesstudio etc.
Du mußt Dir unter Umständen einen neuen Freundeskreis aufbauen, da Deine bisherigen Freunde weiter weg wohnen.
 
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gyros-pita

Flashaholic*
27 Oktober 2015
495
269
63
46
NRW
Wir haben 2014 ein EFH gekauft, Eigenkapital war leider nur in der Höhe vorhanden, wie die Nebenkosten im schönen NRW waren. Ratzfatz waren 30.000 weg.... Wir hatten schlussendlich 18 Monate gesucht und dann am Tag der Besichtigung die Kaufzusage gemacht. Es müsste hier für vernünftige Häuser wirklich schnell gehen. Die guten Immobilien sind in den ersten drei Tagen weggegangen...

Unsere Rate liegt jetzt bei 1200 Euro. Miete vorher war zu zweit 445€. Aber mit zwei Kindern jetzt nützt eine Zweitwohnung nix.

Reihenfolge:
1. Finanzierungszusage und maximales Budget prüfen.
2. Jede Menge Immobilien anschauen um ein Gefühl für das Objekt zu bekommen.
3. Sachverstand mit zur Besichtigung nehmen.
4. Schnell entscheiden aber nur wenn die Wohnung dir zu 99 Prozent zusagt.
5. Eigenleistung nie überschätzen.
 
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LED

Flashaholic**
19 März 2011
3.346
1.830
113
Und genau kalkulieren! Sehr viele Leute rechnen sich ihr Eigentum dann doch eher schön.
Für mich kommt Eigentum eh nicht in Frage, da hätte ich die letzten 15 Jahre 4 mal kaufen und verkaufen müssen
 
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C

capei

Guest
Vielen Dank, eure Antworten helfen mir weiter :daumenhoch:

Zum Eigenkapital muss ich leider sagen, dass aufgrund eine Notsituation sämtliches Eigenkapital aufgebraucht ist. Ich bin zwar schuldenfrei und habe auch sonst keine Altlasten, aber angespart sind nur ein paar Tausend Euro, kaum nennenswert.

Nur sehe ich keinen Sinn darin einen Bausparvertrag abzuschließen, 10 Jahre zu warten, nur um dann evtl. eine Finanzierung zu bekommen, denn dann schaffe ich das evtl. nicht bis zur Rente das abzubezahlen.

Daher eben mein Gedanke das ohne Eigenkapital hinzubekommen. Aber welchem Finanzheino kann man denn wirklich trauen, die arbeiten auf Provision. Hausbank ist die Postbank, deren Berater hier sind taube Nüsse. Dafür ist die Stelle bei meinem derzeitigen AG relativ sicher. Trotzdem versuche ich mich beruflich weiterzuentwickeln. Die Frage ist eben, ob ich damit warten soll, bis alles in trockenen Tüchern ist.

Wie gesagt, Miete inkl. allem drumrum derzeit 600 Euro. Max. 800 Euro dürfen es künftig sein, da muss aber schon alles mit dabei sein. Mehr kann ich alleine nicht stemmen. Die Lage scheint aussichtslos, aber irgendwo gibts sicher einen Weg, ohne dass ich mich finanziell übernehme. Den versuche ich zu finden oder ich merke, dass es keinen Sinn macht.

Deshalb sammle ich gerade Input...

Ja, ein Haus wäre mir auch lieber... aber alleine? Mir ist es wichtig, dass ich bis zur Rente etwas habe, Wohnung oder Haus. 30 Jahre hab ich noch, wenn ich Glück habe arbeite ich durch.
 

Rafunzel

Flashaholic***
10 Oktober 2010
9.327
5.347
113
Hamm, NRW
Von der Postbank würde ich mich aber mal schnell verabschieden. Deren Mutter ist die Deutsche Bank. Wie es mit der gerade steht weißt Du sicher. Muttern wollte vor gar nicht langer Zeit dem Töchterchen mal schwer an die Wäsche, sprich ans Geld (der Sparer). Da hat zwar die BaFin (vorerst noch) einen Riegel vorgeschoben, wer weiß wie lange noch?

Wie heißt es so schön? Geld ist ein scheues Reh - meins würd ich lieber z.B. bei einer Sparkasse äsen lassen.
 
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MrFlash

Flashaholic*
3 Mai 2010
309
96
28
Hallo,
da ich mir kürzlich auch eine ETW (ländliche Gegend; ich kenne die Immobilie; günstig, aber Sanierungsbedürftig (Bad, Küche, Elektrik, Türen, Fenster, Heizkörper)), kann ich dir sicherlich auch ein paar Tipps geben.

Du kannst für die Finanzierung verschiedene Bausteine verwenden: Eigenkapital, Bausparvertrag, Kfw-Darlehen, Bankkredit, ...

Ersteinmal bei der Bank beraten lassen, damit du weißt was du dir überhaupt leisten kannst.

Dann oder parallel schaue dich nach eine passenden ETW um. Nutze dazu auch Ebay-Kleinanzeigen (Angebote an deinem Wunschort und eigenes Gesuch) und höre dich in deinem Bekanntenkreis um. Ich bin an meine Wohnung gekommen, weil ich die Verkäuferin kenne, d.h. die Wohnung wurde nirgens öffentlich angeboten.

Du bruchst nicht unbedingt Eigenkapital. Es soll ja nur die über die Bank zu finanzierende Summe und somit die Zinsen, Rate und ggf. Laufzeit drücken. Daher macht Eigenkapital schon sinn. Hängt aber auch vom Kaufpreis und der monatlichen Rate ab, die du zahlen kannst/willst.

Ich habe die Wohnung komplett ohne Eigenkapital mittels günstigem Kfw-Darlehen (1,x%) finanziert. Damit bezahle ich im Monat weniger an die Bank als ich einem Vermieter für eine vergleichbare Wohnung überweisen müsste. Für die Sanierung verwende ich einen bereits angesparten Bausparvertrag und Eigenkapital. Das war so einfacher, weil auch für die Bank sonst im Vorfeld bereits Kostenvoranschläge hätte einholen müssen.

Einen Bausparvertrag kann man vorfinanzieren, d.h. du schließt ihn ab, bekommst das Geld und spart anschließend an, wobei du natürlich auch Zinsen für das Darlehen zahlen musst. Musst du sehen, was die günstigste Möglichkeit ist.

Auf den Kaufpreis kommen noch etwa 10% Nebenkosten + ggf. Markler drauf.

Der Umzug kostet auch. Benötigst du neue Möbel, weil deine alten nicht in die neue Wohnung passen?

Sehe dir im Vorfeld an, was alles gemacht werden soll/muss.
 
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Dachfalter

Flashaholic***
30 September 2014
7.549
5.024
113
Allgäu
Man kann einen Bausparvertrag auch schneller einbezahlen.

Wichtig wäre mir in Deinem Fall, mir die derzeit überaus günstigen Zinsen für die Zukunft zu sichern, wenn Du vorhast, was zu kaufen. selbst wenn DU erst in einigen Jahren dazu kommen solltest. Wenn Du derzeit einen Bausparer abschließt sicherst Du Dir die günstigen Soll-Zinsen. Bei vielen Bausparkassen sind dies derzeit weit unter 1,5%. Das Geld ist ja nicht verloren. Sollte es zu einer Notsituation kommen kannst Du später auch an das angesparte Kapital ran, ohne ein Bauspardarlehen in Anspruch zu nehmen.
 
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Gelöschtes Mitglied 10832

Guest
Wie gesagt, Miete inkl. allem drumrum derzeit 600 Euro. Max. 800 Euro dürfen es künftig sein, da muss aber schon alles mit dabei sein. Mehr kann ich alleine nicht stemmen.

Nochmals meine Frage:
Was kostet in deiner Region denn eine Wohnung, die dir zusagen würde ?
 
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casi290665

Flashaholic***²
31 Mai 2016
12.949
9.808
113
Hannover
So, ich sitz grad da und mache mir wieder einmal Gedanken. Die Miete wird demnächst erhöht und ich habe es satt, dass ich für jemand anderen die Wohnung abstottere. Also was tun?

Die Zinsen sind niedrig, die Wohnungspreise schießen dafür in die Höhe. Ist also nie der Zeitpunkt, um eine Wohnung zu kaufen? Als Single ohne Eigenkapital sicher nicht leicht, aber ich habe noch 30 Jahre bis zur Rente, wenn nicht jetzt, wann dann?

Ich bin sicher nicht der einzige Mensch, der diese Gedankengänge hat, daher will ich meine mit euch teilen.

Alles in allem zahle ich im Moment 600 Euro für meine Wohnung inkl. aller Nebenkosten. Da muss sich doch was machen lassen. Andere haben es auch geschafft. Wie geht man das an? Im Internet eine Wohnung zu finden die bezahlbar ist, scheint unmöglich zu sein. Diese Makler verhalten sich wie die Maden im Speck. Sucht man also in der Zeitung? Geht man schon vorab zu Banken und klärt das mit dem Kredit ab? Wäre jetzt ein schlechter Zeitpunkt meinen AG zu wechseln, bei dem ich schon über ein Jahrzehnt arbeite? Verschieben sich alle Prioritäten wegen der Wohnungskaufwunsches?

Trägt man dann eine schwerere Last oder fällt es einem leichter für das Eigenheim zu zahlen? Welche Kosten kommen noch auf einen zu, ausser den Raten? Müll, Wasser, Hausgeld, Strom, Gas, Versicherungen? Welchen Ärger darf ich erwarten? Wie sichert man sich ab? Lohnt sich dann der Kauf noch? Was passiert bei Zahlungsunfähigkeit? Wenn die Risiken s hoch sind, warum trotzdem kaufen?

Bei handwerklichen Eingriffen an/in der Wohnung habe ich keine Bedenken, das kann ich größtenteils erledigen, somit entstehen hier eher geringe Kosten, zumal ich auch genug Handwerker kenne. Wo lauern aber die Gefahren, die man nicht in ersten Moment sieht?

Ihr seht, es hat sich viel angestaut, noch ist nicht alles geschrieben. Aber ich würde mich freuen, wenn ihr mich an euren Gedanken und Erfahrungen teilhaben lasst.

Viele Grüße,
Michael

:wut:
Hallo Michael,
Ich bin Finanzkfm. und beschäftige mich u.a. auch mit Finanzierungen von Wohneigentum.
Um eine vergleichbare Belastung zu erhalten darfst Du nicht Deine Warmmiete samt aller Nebenkosten mit dem Aufwand für Zins und Tilgung an eine Bank vergleichen! Du kannst max. Deine Kaltmiete damit vergleichen. Die Nebenkosten fallen natürlich auch weiterhin an.
Ohne eine Geldreserve würde ich kein Wohneigentum kaufen wollen.
Auch wenn so manche Finanzierung vom Berater schöngerechnet wird, sollte ein solcher Schritt gut überlegt sein.
Ich würde mir vorab von mehreren Banken eine auf mein Einkommen abgestimmte Hypothekenhöhe berechnen lassen, so weißt Du was Du Dir leisten kannst... und erst dann schauen was Du dafür für Wohnungen bekommst.
Meist ist ein herkömmliches Annuitätendarlehen im Endeffekt die preiswerteste Lösung und oft auch flexibler als irgendeine Bausparfinanzierung.
Das sogenannte "Wohnriestern" wird sehr häufig angeboten und benutzt um den Gesamtaufwand kleinzurechnen, ist jedoch mit Vorsicht zu geniessen....
Es gibt sehr viele Dinge zu beachten, am besten wäre ein unabhängiger Berater der Dir das alles mal in einem Gespräch erklären kann...
Wünsche einen guten Rutsch ins neue Jahr,
Gruß
Carsten
 

Profi58

Flashaholic**
29 Mai 2011
3.378
1.681
113
Erzgebirge
Zum Eigenkapital muss ich leider sagen, dass aufgrund eine Notsituation sämtliches Eigenkapital aufgebraucht ist. Ich bin zwar schuldenfrei und habe auch sonst keine Altlasten, aber angespart sind nur ein paar Tausend Euro, kaum nennenswert.
...
Ja, ein Haus wäre mir auch lieber... aber alleine? Mir ist es wichtig, dass ich bis zur Rente etwas habe, Wohnung oder Haus. 30 Jahre hab ich noch, wenn ich Glück habe arbeite ich durch.

Sorry, in dem Fall würde ich an Deiner Stelle komplett die Finger davon lassen.

Ich habe selbst Ende der 90er eine noch zu bauende Doppelhaushälfte gekauft, aber ich konnte knapp die Hälfte des Preises als Eigenkapital aufbringen, meine Arbeitsstelle erschien zukunftssicher und mein Eheweib zog, wenn anfangs auch etwas unwillig, am gleichen Strang. Ich habe dann zwei Kredite genommen, einen zu marktüblichen Konditionen und sofortiger Tilgungsmöglichkeit, den anderen zinsmäßig auf 10 Jahre festgeschrieben mit einer möglichen Sondertilgung von 8.000 DM pro Jahr. Zudem gab es damals noch die Eigenheimzulage, über die ich einen Großteil der Sondertilgung leisten konnte.

Versuche erst mal, Deine Familiensituation zu klären und etwas Eigenkapital anzusparen, ehe Du Dich auf das Abenteuer Haus- oder Wohnungskauf" einläßt.

Wenn Du eine Altbauwohnung kaufen willst, dann laß sie vorher von einem Fachmann begutachten. Es könnten sonst böse Überraschungen warten.
 
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Troma_Fanboy

Flashaholic
28 November 2015
159
114
43
Die denkbar schlechtesten Vorraussetzungen um Wohneigentum anzuschaffen.
Bei jetzt 600€ Miete und 800€ für die Tilgung musst du mit grob der halben Wohnfläche rechnen.
Kommst du (bzw. dein Lebensplan) damit aus?

Du hast wenig Geld zum tilgen, kein Eigenkapital, es wird daher wohl lange dauern bis du abgezahlt hast.
Wenn ich jetzt von 25 Jahren Laufzeit ausgehe und für den Zeitraum eine Zinsbindung möchte komme ich bei ca. 3,5% raus.
Das ist auch nichtmehr wenig.

Ich würde in deinem Fall kein Wohneigentum anschaffen sondern anders Vermögen bilden.
Statt dem Vermieter zahlst du der Bank, dem Notar und dem Staat viel Geld und weist dann nichtmal wie lange du in der Wohnung leben kannst.
Mit einem Fondsparplan kannst du in 30 Jahren unter Umständen mit wesentlich mehr Vermögen dastehen.
 
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User04

Flashaholic*
5 Mai 2012
525
83
28
es gäbe ja noch die möglichkeit, für die wenigen tausend euro eine renovierungsbedürftige immobilie zu kaufen .... so was gibt es hier in sachsen noch auf jeden fall.
und die "bude" dann nach und nach, je nach möglichkeit zu verbessern. klar hast du in den ersten jahren kein luxusleben, wohntechnisch gesehen, aber dafür ist das finanzielle risiko nicht so hoch.
ist halt die frage, wo deine prioritäten liegen ......

ich habe es so gemacht, allerdings auch mit etwas glück. paar monate vor der wende ein haus für 2000 ostmark gekauft. mit garage sollte es 5000 kosten, soviel hatte ich nicht. also ohne garage gekauft und diese 2 jahre später selbst gebaut.
und dann nach und nach erneuert und modernisiert.
 
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Troma_Fanboy

Flashaholic
28 November 2015
159
114
43
Naja, vor allem funktioniert das ganze schonmal nicht in einer Wohnung.
Da ist man an die Eigentümergemeinschaft gebunden.
Dann muss man auch in solchen Gegenden wohnen.
Ich weiss nicht wo der TE herkommt, aber da wo ich wohne gibts sowas wie ne günstige Bruchbude nicht.
Und dann muss man sowas auch machen können, ich meine nicht nur körperlich, auch fachlich.
Nicht wenige trauen sich da zu viel zu. Material kostet es weiterhin, also Umsonst ist dann der Ausbau auch nicht.
Das sind sehr sehr viele "Wenns".
 
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0kay

Flashaholic**
12 August 2016
1.491
696
113
Ich hatte das in einer ähnlichen Situation gemacht, mit Maklerin. Die hatte etliche Tipps auch noch beim Notartermin, die sehr geholfen hatten und evtl. viel Geld sparen halfen durch rechtliche Klärung der Situation. Sprich vor dem Kauf mit möglichst vielen Nachbarn, ob Hausgelder fehlen oder Instandhaltungsstau besteht. Lass dir vom Eigentümer bzw. Verwalter alle Versammlungsprotokolle der letzten 3 Jahre zeigen, um solche Mängel aufzudecken. Manche Makler finanzieren auch oder haben Kontakt zu Finanzierern. Riskant sind Zwangsversteigerungen, da gibt's hilfreiche Bücher bei Amazon. Viel Erfolg!
 
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C

capei

Guest
Danke, ich versuch mal alles zu beantworten :)

Was kostet in deiner Region denn eine Wohnung, die dir zusagen würde ?

Bisher nur online geschaut. Unter 120.000,- € ist kaum was zu bekommen.

Um eine vergleichbare Belastung zu erhalten darfst Du nicht Deine Warmmiete samt aller Nebenkosten mit dem Aufwand für Zins und Tilgung an eine Bank vergleichen! Du kannst max. Deine Kaltmiete damit vergleichen. Die Nebenkosten fallen natürlich auch weiterhin an.

Kaltmiete 300,- €, Betriebskostenumlage 100,- €. Die Rechnung war anders gedacht. Ging mir nur darum wieviel Geld ich insgesamt im Monat frei zur Verfügung habe. In den 800,- € sollten ALLE Kosten bzgl. Wohnung enthalten sein, auch Hausgeld und Co.

Versuche erst mal, Deine Familiensituation zu klären und etwas Eigenkapital anzusparen, ehe Du Dich auf das Abenteuer Haus- oder Wohnungskauf" einläßt. Wenn Du eine Altbauwohnung kaufen willst, dann laß sie vorher von einem Fachmann begutachten. Es könnten sonst böse Überraschungen warten.

Naja, was heisst Familiensituation klären. Bin Single, das ändert sich nicht so schnell, vermutlich. Selbst wenn, mit einer eben kennengelernten Partnerin finanziere ich doch nix :D Die Wohnung checken ist klar, ohne Sachverständigen würde ich nichts kaufen.

Bei jetzt 600€ Miete und 800€ für die Tilgung musst du mit grob der halben Wohnfläche rechnen. Du hast wenig Geld zum tilgen, kein Eigenkapital, es wird daher wohl lange dauern bis du abgezahlt hast.
Wenn ich jetzt von 25 Jahren Laufzeit ausgehe und für den Zeitraum eine Zinsbindung möchte komme ich bei ca. 3,5% raus.
Das ist auch nichtmehr wenig. Ich würde in deinem Fall kein Wohneigentum anschaffen sondern anders Vermögen bilden.
Statt dem Vermieter zahlst du der Bank, dem Notar und dem Staat viel Geld und weist dann nichtmal wie lange du in der Wohnung leben kannst. Mit einem Fondsparplan kannst du in 30 Jahren unter Umständen mit wesentlich mehr Vermögen dastehen.

Also ich hab mir das auch überlegt. Ich möchte aber auf keinen Fall ausschließlich Vermögen bilden, das ich dann als Rentner zur Verfügung habe. Vielleicht kann ich das dann nicht mehr ausgeben oder ich werde nicht so alt. Ich möchte schon jetzt was davon haben. Miete muss ich ja auch zahlen. Sollte ich meinen Job verlieren, räume ich lieber Regale ein, mache Kurierfahrten oder schaufel Kuhmist weg. Für ein eigenes Heim bin ich mir für Nichts zu schade. Aus meinem Freundeskreis sind viele viel zu jung verstorben, das hat mir zu denken gegeben. Was bringt mir im Alter ein Thron aus Gold, wenn ich nicht mal drauf sitzen kann. 25 Jahre abzahlen ist für mich in Ordnung.

es gäbe ja noch die möglichkeit, für die wenigen tausend euro eine renovierungsbedürftige immobilie zu kaufen und die "bude" dann nach und nach, je nach möglichkeit zu verbessern. ist halt die frage, wo deine prioritäten liegen ......

Renovierung wäre ok, Sanierung nicht. Die Bude muss bewohnbar sein und ich muss mich darin wohl fühlen, das ist mir wichtig. Aber dann muss es mir trotz Wohnungskauf möglich sein Vermögen aufzubauen, sonst wohne ich bis zur Rente in einer Bruchbude, das möchte ich nicht.

Das setzt voraus, dass die Gesundheit mitspielt. Und was passiert wenn plötzlich die Familienplanung anders läuft?

Leider kann man das nicht planen. Im Moment bin ich fit und Single. Mehr Planung geht nicht. Undwahrscheinlich aber theoretisch möglich wäre, ich lernen nächste Woche die Frau meines Lebens kennen. Aber genauso (un)wahrscheinlich ist, ich gewinne 100.000,- € im Lotto :D

Ich hatte das in einer ähnlichen Situation gemacht, mit Maklerin. Die hatte etliche Tipps auch noch beim Notartermin, die sehr geholfen hatten und evtl. viel Geld sparen halfen durch rechtliche Klärung der Situation. Sprich vor dem Kauf mit möglichst vielen Nachbarn, ob Hausgelder fehlen oder Instandhaltungsstau besteht. Lass dir vom Eigentümer bzw. Verwalter alle Versammlungsprotokolle der letzten 3 Jahre zeigen, um solche Mängel aufzudecken. Manche Makler finanzieren auch oder haben Kontakt zu Finanzierern. Riskant sind Zwangsversteigerungen, da gibt's hilfreiche Bücher bei Amazon. Viel Erfolg!

Ja, um Fachberater komme ich nicht rum. Werd mal in die Sparkasse gehen und mit Maklern quatschen, eilt ja nicht. Ich möchte das nur dieses Jahr geklärt haben ob und wie. Falls es nicht geht, schließe ich das Kapitel, möchte nicht ewig drübergrübeln.

Ein kleines Haus auf dem Land würde mir schon gut gefallen. Aber mit dem Einkommen kann ich mir das nicht leisten, leider.

Gesundes neues Jahr übrigens ;)
 
G

Gelöschtes Mitglied 10832

Guest
Wenn unter 120 000€ nichts zu bekommen ist, bist du am Ende mit allen Kosten bei mindestens 150 000€ und mehr. Jetzt musst du eine Bank finden die dir die 150 000€ zu einem halbwegs normalen Zinssatz gibt, bei deinen Voraussetzungen sehe ich hier das Problem. Für 800€ mit ALLEN Kosten ist das nicht zu machen. Ich würde dir raten dein Eigenkapital um ca. 20 000€ zu erhöhen und den Kauf um ein paar Jahre zu verschieben.
 

Rafunzel

Flashaholic***
10 Oktober 2010
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Hamm, NRW
Ich habe es so verstanden als ob er (neben seinen normalen Lebensunterhaltskosten) max. 800€ im Monat dafür übrig hat. :S
 

Troma_Fanboy

Flashaholic
28 November 2015
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Also ich hab mir das auch überlegt. Ich möchte aber auf keinen Fall ausschließlich Vermögen bilden, das ich dann als Rentner zur Verfügung habe. Vielleicht kann ich das dann nicht mehr ausgeben oder ich werde nicht so alt. Ich möchte schon jetzt was davon haben. Miete muss ich ja auch zahlen. Sollte ich meinen Job verlieren, räume ich lieber Regale ein, mache Kurierfahrten oder schaufel Kuhmist weg. Für ein eigenes Heim bin ich mir für Nichts zu schade. Aus meinem Freundeskreis sind viele viel zu jung verstorben, das hat mir zu denken gegeben. Was bringt mir im Alter ein Thron aus Gold, wenn ich nicht mal drauf sitzen kann. 25 Jahre abzahlen ist für mich in Ordnung.
Miete zahlst du dann auch, fast den gleichen Betrag an die Bank. "Geldmiete" quasi.
Ich verstehe den Gedankengang gerade nicht wirklich. Was ist für dich der Unterschied ob du ein evtl. unabgezahltes oder gerade abgezahltes Haus als Vermögen hinterlässt oder ein Fond-Depot?
Wenn dir ein Eigenheim "emotional" wertvoll erscheint ist das was anderes, darüber sollte man sich aber bewusst sein.
Einem Fond-Depot kann man zur Not was entnehmen wenn mans braucht, einer Immobilie nicht. Im Gegenteil, du bindest dich örtlich und auch finanziell für die nächsten 30 Jahre an ein Objekt.
Wenn du deinen Job verlierst wird mit Sicherheit die Bank die Reisleine ziehen, egal ob du Kuhmist schaufelst oder nicht. Die Wohnung ist dann ruck-zuck versteigert für den Dumping Preis mit hohen Gebühren und du hast wenns dumm läuft 20 Jahre für die Wohnung eines anderen gezahlt.

Ich habe es so verstanden als ob er (neben seinen normalen Lebensunterhaltskosten) max. 800€ im Monat dafür übrig hat.
Hat er auch. Aber die Kosten für ein Eigenheim bestehen nicht nur aus den Raten für die Kredittilgung.
Von den 600€ Miete die er jetzt zahlt sind wohl ca. 300€ Nebenkosten.
Von den 800€ bleiben also schon max. 500€ für den Kredit übrig.
Und wenn wir von 150.000€ und 3,5% ausgehen sind das dann nochmal 435€ für Zinsen pro Monat.
Dann tilgt er quasi 65€ im Monat, also quasi nichts.
 
G

Gelöschtes Mitglied 10832

Guest
Er schreibt: ***In den 800,- € sollten ALLE Kosten bzgl. Wohnung enthalten sein, auch Hausgeld und Co.***

In meinen Augen meint er da auch die Warmkosten mit ?(, da sollte der TE wohl nochmal genau aufklären.
 
C

capei

Guest
Ich würde dir raten dein Eigenkapital um ca. 20 000€ zu erhöhen und den Kauf um ein paar Jahre zu verschieben.

Bis ich die 20.000,- € zusammen habe, vergehen 10 Jahre, wenn ich noch was vom Leben haben will ;)

Ich habe es so verstanden als ob er (neben seinen normalen Lebensunterhaltskosten) max. 800€ im Monat dafür übrig hat.

So war das auch gemeint. Sorry, wenn ich mich nicht klar genug ausgedrückt hab.

Ich verstehe den Gedankengang gerade nicht wirklich. Was ist für dich der Unterschied ob du ein evtl. unabgezahltes oder gerade abgezahltes Haus als Vermögen hinterlässt oder ein Fond-Depot?

Ich kann Haus oder Wohnung bewohnen, zeitgleich spare ich mir was mit der Immobilie an, die mir dann gehört. So zahle ich Miete PLUS Fond-Depot. Macht mir keinen Sinn.

Einem Fond-Depot kann man zur Not was entnehmen wenn mans braucht, einer Immobilie nicht. Im Gegenteil, du bindest dich örtlich und auch finanziell für die nächsten 30 Jahre an ein Objekt.

Eine Immobilie kann man auch vermieten, wenn man umziehen müsste. Einen Notgroschen würde ich mir so auch ansparen können, nur eben langsamer.

Wenn du deinen Job verlierst wird mit Sicherheit die Bank die Reisleine ziehen, egal ob du Kuhmist schaufelst oder nicht.

Der Bank ist das pups, woher das Geld kommt, Hauptsache es kommt ;) Wenn ich ALG kassiere und damit die Wohnung abzahlen könnte, wäre das der Bank auch egal.

Er schreibt: ***In den 800,- € sollten ALLE Kosten bzgl. Wohnung enthalten sein, auch Hausgeld und Co.***
In meinen Augen meint er da auch die Warmkosten mit

So ist es auch. Ich habe Stand jetzt nach oben noch 200,- Euro Luft, ohne mein Leben stark einschränken zu müsen.
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Ein Haus auf dem Land wäre die Alternative, aber ich denke, da wären die NK zu hoch.
 
G

Gelöschtes Mitglied 10832

Guest
Wenn ich das so lese, bist du ja jetzt schon finanziell jeden Monat kurz vor dem Limit. Ich würde das mit der ETW lieber lassen, wenn da etwas dazwischen kommt kannst du die Hände heben.
 

0kay

Flashaholic**
12 August 2016
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Es gibt auch billige, annehmbare Immobilien wenn man einen Renovierungsstau weitestgehend selbst beseitigen kann. Das dauert halt, wenn man es noch nie genacht hat.

Wichtig war für mich: Dach dicht. Ein leckender Schornsteinanschluß geht noch. Und: trocken überall, auch im Keller. Ausnahme: Leckende Abwasserleitungen, das bekommt man selbst hin. Wo es verdächtig feucht riecht wenn man sich dort umschaut, nein danke.
Man kann, wenn kein Zutritt gewährt wird (Zwangsversteigerung) mit Taschenlampe leuchten und vielleicht die obere Ecke der Eingangstür für einen Spalt etwas drücken und dort schnuppern.

Manchmal, selten, gibt's dann etwas Brauchbares für 50 oder 70% vom Gutachtenwert. Allerdings sind Banker manchmal an der Grenze des rechtlich Zulässigen tätig, da heißt es im Gutachten dann vielleicht "Innenbesichtigung war nicht möglich, der angenommene Zustand..." gefolgt von einer Korrektur des Gutachtens kurz vor Versteigerungsbeginn: "Schimmelbefall wurde festgestellt". Auf Versteigerungen wo Gläubiger z. B. Banken dabei sind ist die Chance für Schnäppchen nicht gut. Gläubiger bieten zum Teil preiserhöhend mit (selbst erlebt), auch wo Gesundheitsgefahr durch Schimmel das Haus unbewohnbar machte. Jemand hatte das trotz Warnung zum meiner Ansicht nach überhöhten Gutachtenwert ersteigert (die Bank hatte mitgeboten, wusste vom Interesse des privaten Bieters). Ein Jahr später war das Haus abgerissen worden... Das nur als Warnung falls du auf Risiko gehen magst. Normal war das Geschilderte nicht, üblicherweise bieten Banken nur vorsichtig mit weil sie problematische Immobilien nicht wirklich wollen.
 
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capei

Guest
Wenn ich das so lese, bist du ja jetzt schon finanziell jeden Monat kurz vor dem Limit. Ich würde das mit der ETW lieber lassen, wenn da etwas dazwischen kommt kannst du die Hände heben.

Wie kommst Du da drauf? Mir geht finanziell im Moment ganz gut. Das Limit habe ich mir selbst gesetzt, da ich mein Geld auch bissl verschleudern will für Dinge die ich nicht unbedingt brauche. Bissl was auf der hohen Kante habe ich auch, das will ich allerdings nicht mit in dieses "Projekt" einfließen lassen, es soll ein Notgroschen bleiben.

Ich verspüre den Drang, mir etwas Eigenes anzuschaffen. Ende des Jahres hab ich wegen der Mieterhöhung mtl. 75 Euro weniger in der Tasche. Ich sehe es nicht mehr ein für etwas zu bezahlen, dass mir NIE gehören wird. Solange ich noch fit bin, kann ich viel Arbeiten an der Wohnung oder dem Haus selbst erledigen, den Schwung will ich nutzen. Grade lote ich ja nur mal meine Möglichkeiten aus.
 
G

Gelöschtes Mitglied 10832

Guest
Weil du für 20 000€ 10Jahre brauchst, deswegen ;)

Wer so ein Projekt wie du am Start hat, sollte auch gewillt sein dafür etwas zu tun.
Wenn du aber nicht bereit bist 2-3 Jahre ordenlich zu sparen um etwas mehr zu Eigenkapital zu bekommen, dann wird das wohl nix.