Wenn Du willst, kannst Du das ja mal an einem separaten Stück ausprobieren, dann versaust Du Dir nicht gleich die Lampe.
Ich würde das Endfinish nach Möglichkeit eh erst möglichst spät anbringen, um etwaige Kratzer zu verhindern.
Zum patinieren:
1.: Entfetten
2.: Entfetten
3.: Entfetten - das A und O.
Zu allem Glück sind i.d.R. Rotguss Teile auch noch dünn mit einem Schutzfilm versehen, um vorzeitiges anlaufen zu verhindern.
Im ersten Schritt würde ich die Teile gründlich mit reichlich Seife (Profis schwören auf ATA Scheuerpulver, k.A. ob das bereits das Messing angreift) abbürsten, nur so bekommst Du die rauen Stellen halbwegs sauber. Im zweiten Gang mit reichlich Bremsenreiniger oder Waschbenzin und einem sauberen Tuch abrubbeln.
Eintauchen ist Verschwendung und garantiert auch keine gleichmäßige Bräunung. Es gibt immer renitente Stellen, die sich hartnäckig sträuben. Denen kommst Du händisch besser bei.
Abkleben würde ich vorab die Aussengewinde, gekleckert wird immer, vorzugsweise mit Isolierband extrem straff gezogen, das schmiegt sich schön herum.
Verdünnte Patinierung mit Borstenpinsel und/oder flauschigem kleinen Lappen einmassieren. Ach ja, vorab mit einem Hauch Pril die Oberflächenspannung der Lösung aufbrechen, sonst ist Frust vorprogrammiert.
Bei der Konzentration der Patina wirst Du experimentieren müssen. Zu schnell wird extrem fleckig, zu langsam wird's zur Lebensaufgabe.
Am Ende erhabene Konturen wieder satinieren.
Was man hier alternativ natürlich auch versuchen könnte, wäre eine thermische Bräunung, analog zu den Kupfer Convoys.
Backofen geht gut, ist aber ein arges Geduldsspiel. Ideal ist wohl eine alte Edelstahl Heizplatte, Ceran geht auch gut.
Induktion sollte auch gehen, dann aber bitte vorsichtig herantasten (nur) mit Temperaturkontrolle.
Auch hier gilt: Insbes. die rauen Gussteile vorab peinlichst reinigen.