USB Multimeter optimieren / USB Stecker gebrochen

taenzerwalze

Flashaholic**
7 März 2017
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Hallo liebe Lampenfreunde,

ich benutzte für USB-Strom- und Spannungsmessung das Ruideng UM 25 c. Das funktioniert gut und ist über Bluetooth auch in der Lage, die Werte zu loggen. Soweit so gut.

Nun ist mir dummerweise durch Unachtsamkeit der USB-Stecker etwas verbogen und die Kontakte wurden beschädigt. Das habe ich soweit erstmal löten können. Das Problem ist nun, dass die Kunststoffhalterung, welche den Stecker auf dem Board fixiert hat gebrochen ist. Der Stecker hält jetzt nur durch die neu (aber schlecht :pfeifen:) gelöteten Kontakte. Gibt es eine Möglichkeit das Ganze etwas robuster zu gestalten? Hat jemand schon ein ähnliches Problem gehabt und erfolgreich gelöst?

001.jpg

Mein Ziel ist nicht, dass das Multimeter outdoorfähig wird. Eine kleine Stabilisierung wäre aber sicherlich sinnvoll.

Vielen Dank schonmal für Eure Hilfe.
 
Zuletzt bearbeitet:

Onkel Otto

Moderator
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20 November 2015
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Stadtallendorf
Ich würde ein USB Kabel schlachten und anlöten.

Das macht auch die Bedienung angenehmer, weil
sich die kleinen Taster leichter (= weniger fummelig)
bedienen lassen.

Greetings
Klaus
 
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steidlmick

Flashaholic***
15 August 2012
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Gibt es eine Möglichkeit das ganze etwas robuster zu gestalten? Hat jemand schon ein ähnliches Problem gehabt und erfolgreich gelöst?
Ich kenne die Problematik von ähnlichen Geräten und ich löte das zuerst einmal richtig schon und sauber an, reinige danach die Lötstelle möglichst gut und danach mische ich mir einen hochwertigen Epoxid-Klebstoff an (z.B. Uhu Endfest 300 oder ähnliche Produkte) und gebe dort etwas Thixotropiermittel zu, um den Kleber anzudicken.
Alternativ sind auch gute 2K-PU-Klebstoffe gut geeignet.

Damit lässt sich so etwas sehr gut stabilisieren und derart von mir geflickte Anschlüsse sind noch nie erneut gebrochen, das hält für die Ewigkeit.


Eine andere Möglichkeit wäre, einfach einen zusätzlichen "Stützbogen" aus lötbarem dünnem Blech (Messing, Hilumin-Band, dünnes Weißblech) zurechtzuschneiden und diesen oben auf den Steckeransatz aufzulöten.

So in etwa:
Bild_2022-01-24_122832.png

Der gelbe Bereich soll dieses "Stützblech" darstellen, die rot markierten Flächen sind reine Masseflächen, bei denen man ohne Probleme den grünen Schutzlack wegkratzen könnte, um das Kupfer freizulegen.

Also:
- in den roten Bereichen Kupfer freikratzen
- dünnes Stück aus lötbarem Blech zurechtschneiden, ähnlich wie oben gelb dargestellt
- Blechstück in passende Form biegen
- Blechstück mit USB-Buchse und den freigekratzten Kupferflächen verlöten


Die dritte Alternative wäre ggf. den Stecker auszutauschen.
Solche USB-Anschlussstecker gibt es zwar zu Hauf, aber das hier benutzte konkrete Modell dürfte wohl schwierig zu finden sein.
 
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taenzerwalze

Flashaholic**
7 März 2017
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Danke für Eure schnellen Rückmeldungen. Die Kabelvariante von @Onkel Otto finde ich zwar interessant, aber ich bräuchte noch eine Zugentlastung, damit ich nicht versehentlich das Kabel abreiße.

Ich denke, dass die Epoxy-Variante von @steidlmick für mich die praktikabelste Lösung ist.

Vielen Dank nochmal.
 

Silvette

Flashaholic*
8 November 2021
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Deutsch-Wagram, Niederösterreich
Ich habe solche Defekte bisher immer mit Epoxidharz erfolgreich geklebt, denn andere Kleber halten meistens nicht dauerhaft. Wichtig ist, wie schon geschrieben, ein Eindringen des Harzes in den Stecker zu verhindern, denn sollte das passieren ist der Stecker dauerhaft verloren.

Dazu „fülle“ ich den Stecker innen mit nachher entfernbaren Materialien auf. Ich verwende dazu gerne „Slime“, welcher ursprünglich zum Reinigen von Tastaturzwischenräumen gedacht war.
Man muss nur aufpassen, dass der Slime wirklich bis ganz nach hinten kommt und den kompletten Stecker ausfüllt.

Ich habe damit auf diese Weise schon etliche Defekte USB-Stecker und Büchsen repariert.
Reaktionen von meinen Epoxidharzen und dem Slime konnte ich bisher nicht beobachten.

lg

Andreas
 
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Palladin

Flashaholic*
22 Dezember 2010
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Noch eine Stimme für Epoxy, ich werfe als Alternative aber auch mal 2K Polyesterharz (Autospachtel) ein.
Klebt wie Hölle, härtet schnell aus (je nach Verhältnis), braucht nicht erst eingedickt werden und ist sogar spülmaschinenfest :ugly:.
Nachteile: Stinkt grausig bis zur endgültigen Aushärtung und ein weißer Reparatur-Batzen sticht halt mehr ins Auge wie ein fast transparenter Epoxy klecks.
Dafür ist es ausgehärtet IMHO weitaus gutmütiger in der Nachbearbeitung.
 
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taenzerwalze

Flashaholic**
7 März 2017
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Vielen Dank nochmal für die Rückmeldungen.

Ich habe jetzt den Stecker mit 2 Komponentenkleber von UHU fixiert. Es handelt sich um den UHU Epoxy Adhesive 2-K Quick. Den gabs mal für 3 € bei Lidl und der lag noch herum. Ist vielleicht nicht ganz so gut, wie der Endfest, den @steidlmick empfohlen hat, aber es sollte dennoch halten. Für die Lötstellen, bekomme ich nun keinen Schönheitspreis, aber falls es Probleme gibt, werde ich den Stecker komplett ersetzen. Das Multimeter funktioniert jetzt wieder tadellos und tut noch hoffentlich lange seinen Dienst. Sollte ich mir noch einmal den UM25c kaufen, würde ich den USB Stecker gleich von Anfang an mit 2K Kleber verstärken.

002.JPG

003.JPG
 

Palladin

Flashaholic*
22 Dezember 2010
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Sieht doch prima aus :)
Sollte ich mir noch einmal den UM25c kaufen, würde ich den USB Stecker gleich von Anfang an mit 2K Kleber verstärken.

Ich weiß jetzt nicht, wie ruppig es bei Dir zugeht, aber mal vorsorglich als Gedanke:
Einmal geklebt ist ein weiterer Reparaturversuch praktisch unmöglich, die Lötpads bekommst Du kaum mehr sauber.

Da das Problem ja immer die Zugkräfte (beim abknicken) darstellen, könnte man das Epoxy vorsorglich noch etwas armieren, in dem man etwas Glasfaser beigibt. Gibbet entweder als Schnipsel zum einrühren in den Kleber oder halt als Matte zum einbetten. Irgendein Hobby-Fahrzeugschrauber sollte sich auch auftreiben lassen, der sich zu einer Briefmarkengroßen Spende bereit erklärt :)
Zur Not tut es auch ein Fetzen Dreieck- oder Verbandtuch aus einem abgelaufenen Verbandskasten. Das Vlies ist recht zugfest.
 

taenzerwalze

Flashaholic**
7 März 2017
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Sieht doch prima aus :)


Ich weiß jetzt nicht, wie ruppig es bei Dir zugeht, aber mal vorsorglich als Gedanke:
Einmal geklebt ist ein weiterer Reparaturversuch praktisch unmöglich, die Lötpads bekommst Du kaum mehr sauber.

Da das Problem ja immer die Zugkräfte (beim abknicken) darstellen, könnte man das Epoxy vorsorglich noch etwas armieren, in dem man etwas Glasfaser beigibt. Gibbet entweder als Schnipsel zum einrühren in den Kleber oder halt als Matte zum einbetten. Irgendein Hobby-Fahrzeugschrauber sollte sich auch auftreiben lassen, der sich zu einer Briefmarkengroßen Spende bereit erklärt :)
Zur Not tut es auch ein Fetzen Dreieck- oder Verbandtuch aus einem abgelaufenen Verbandskasten. Das Vlies ist recht zugfest.
Eigentlich bin ich recht vorsichtig mit meinen Geräten und kann mir gar nicht so recht erklären, warum genau der Stecker gebrochen ist. Vielleicht war er von Anfang an bereits vorgeschädigt. Das häufige Ein- und Ausstecken ist auch nicht besonders förderlich. Keine Ahnung, am Ende war er eben hin.

Ab und zu messe ich damit natürlich die Ströme über die USB Schnittstellen. Wenn das ganze über USB-C läuft, hängt da schon ordentlich was dran.
Zur nachträglichen Wartung ist der zweite Vorschlag von @steidlmick natürlich besser geeignet. Dort beschreibt er die Stabilisierung des Steckers mithilfe eines Stützbleches. Damit bleiben die Kontakte weiterhin zugänglich.

quickcharge36k89.jpg