Unerklärliche Lautsprecherleistungen

Pistensau

Erleuchteter
8 Oktober 2014
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Bei meiner suche nach einer neuen Anlage bin ich über viele komische Werte gestolpert.

Als Referenzmodell hier ein (meiner Meinug nach) professionelles PA-Komplettset:
http://www.ld-systems.com/pa-komplettsysteme/dave-15-g3-kompaktes-15-zoll-pa-system-aktiv/
1000W Stromaufnahme, 700W Verstärkerleistung. Der Rest Verlsute, Wärme und so ein Zeugs. klingt logisch

Und dann gibt's aber auch sowas
http://www.sony.de/electronics/hi-fi-systeme/mhc-ecl77bt
470W Verstärkerleistung, 75W Stromaufnahme... höähh??

Das verstehe ich nicht :(
Weiß jemand, wie diese (bei unbekannten Herstellern noch abgefahreneren) Werte zustande kommen?
 
18 April 2016
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Oh wo findest du die Angabe beim Sony ?

Solche Werte kommen oft auch zustande wenn Hersteller anstelle von rms oder Sinus in pmpo die Leistung angibt
 

amaretto

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12 August 2010
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Mal etwas anderes Erlebnis zum Thema unerklärliche/unglaubliche Lautsprecherleistung, im Grunde genau das Gegenteil von dem oben geschilderten:

Ich beschäftige mich seit Anfang der 80er Jahre mit Lautsprechern und baute lange Jahre auch selbst. Was ich kürzlich erleben durfte, war mir bis dato noch nicht untergekommen. Ich ging zu einem Konzert (Elektropop-Band), bei dem die ganze Veranstaltungshalle mit mehreren 100 Leuten oberhalb der Trennfrequenz zu den Subwoofern komplett von nur 2 kleinen (Aktiv-)Boxen mit einem läppischen 12" (30 cm) Tieftöner und einem 1" Hochtonhorn beschallt wurde. Und das in gewohnter Live-Lautstärke verzerrungsfrei, glockenklar und ausgewogen in Hifi-Klangqualität. Das Lautsprecherset war quasi fast unsichtbar. Früher hatte man Boxentürme oder Arrays für so etwas benötigt. Ich fand es unglaublich.

Falls jemand an den Zauberwürfelchen von einem deutschen Hersteller interessiert ist:
Maße der Boxen 67 H x 43 B, 22 Kg, integrierte Digitalverstärker für beide Chassis mit 750 W Leistung, analoger und digitaler Eingang AES/EBU / S-PDIF, Display und einstellbare Presets, parametrische EQ, Limiter, Delay usw.
 

FrankFlash

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28 Dezember 2013
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dem schönen Bayern
Falls jemand an den Zauberwürfelchen von einem deutschen Hersteller interessiert ist:
Maße der Boxen 67 H x 43 B, 22 Kg, integrierte Digitalverstärker für beide Chassis mit 750 W Leistung, analoger und digitaler Eingang AES/EBU / S-PDIF, Display und einstellbare Presets, parametrische EQ, Limiter, Delay usw.

Eine wichtige Größe hast Du aber vergessen;)
Diese 2 Würfelchen kosten wahrscheinlich genauso viel, wie früher die riesigen Türme:eek:
Gruß Frank
 

amaretto

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Ganz und gar nicht. 1700 pro Stück regulär, hab sie im Angebot für ~ 1250 gesehen. Da bezahlt so mancher schon mehr für ein Foto-Objektiv oder eine Armbanduhr.
 
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Thunderstruck

Flashaholic***
24 Februar 2014
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Auetal
welcher herstellers ists ?( oder wurde der schon genannt ?( :grinsen: kann mir aber schon dunkel vorstellen wers sein könnte :cool:
 

hampshire

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Die Angabe der Verstärkerleistung ist mal wieder ohne die Rahmenbedingungen hingeschrieben. Das ist wie eine Lux Angabe bei Taschenlampen ohne Entfernungsangabe etc..

Die Leistungsangaben sind m.E. sowieso Müll, denn sie berücksichtigen nicht die unterschiedlichen Lastzustände, die ein Lautsprecher frequenzabhängig darstellt. Auch der Anstigsgeschwindigkeit der Leistung wird keine Beachtung geschenkt. Man stelle sich vor man wünscht ein Blitzlicht (Bass-Schlag - Tammm) und bekommt ein langsames Aufblenden (Bass-Gedröhne - Taaaaaaaaaaaaaahhhhhhhhhhhhm). Letzteres wird übrigens oft als "lauter" und "Tiefer" empfunden obwohl weniger Spitzenleistung benötigt wird. Diesen Effekt machen sich insbesondere aktive Mini-Lautsprechersysteme zu Nutze und man denkt: Was für ein Bass aus so einer kleinen Kiste.

Wenn es um Lautstärke geht muss man auch den Wirkungsgrad der Lautsprecher berücksichtigen. Ist bei LEDs übrigens dasselbe: Manche sind bei gleichem Strom einfach heller als andere.

Also: Kaufe Qualität und vertraue Deinem Geschmack - nicht unvollständigen Marketing-Messwerten.
 

RC-Drehteile

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@ Markus:

was sich in der Lautsprechertechnik getan hat, ist schon der Wahnsinn. Betreiben eine kleine feine PA-Anlage für Veranstaltungen bis 500-1000 ( je nach Raum, ob Live oder DJ ... ) Personen. Haben genau zwei Topteile in der Traverse fliegen, reicht völlig aus ( Seeburg K24 ). Haben einen stattlichen Preis, aber man spart sich viel Lagerraum, schont seine Knochen und ist schneller mit aufbauen fertig. Das ist vor ein paar Jahren noch undenkbar gewesen. Wo sich nicht so viel tut, ist bei den Bässen. Da braucht es immer noch stattliche Mengen an Material.

LG Michael
 

amaretto

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@ Michael

Bei den Bässen kann sich wegen physikalischer Grenzen nicht viel tun. Je tiefer die Frequenz und je höher der gewünschte Pegel, desto mehr Luft muss bewegt werden. Bedeutet: Membranfläche x Hub (Membranauslenkung) beeinflusst noch durch das jeweilige Gehäuseprinzip (geschlossen, Bassreflex, Horn, Transmissionline, BR-Horn-Hybrid, TQWT und was weiß ich noch...). Man kann auch den Chassis nicht bliebig lange Schwingspulen verpassen, um den Hub zu steigern. Das kostet Wirkungsgrad und ist im PA-Bereich kontraproduktiv. Bei qualitativ hochwertigen und leistungsfähigen PA-Basschassis kann man heutzutage immer noch von 5 - 9 mm linearen Hub als Richtwert ausgehen.
Als ich früher mit dem Boxenbauen angefangen hatte, standen in den Clubs und Konzertsälen noch jede Menge Basshörner und Hornstacks, die für hohe Lautstärken nur wenig Verstärkerleistung benötigten. Nachteil: die Dinger waren riesig, ich hab mich gern mal in ein Horn reingestellt. Heutzutage muss es klein und leicht sein, das geht dann nur über Bassreflexkisten (15" oder 18" bestückt) und deren Anzahl.

Was die (aktiven) Tops anbelangt, da hat sich unter anderem auch Dank Digitaltechnik viel getan. Die Lautsprecherchassis sind immer noch die gleichen wie vor Jahr(zehnt)en, aber es steht nun bei den Class-D-Amps fast beliebig viel Verstärkerleistung zur Verfügung und über DSPs sind die Abstimm-Möglichkeiten enorm (Chassiskontrolle, Phasen-/Laufzeit-/Frequenzkorrektur, Limiter, Filter u. dgl.). Teilweise kann man die Tops schon über deren (!) W-Lan-Verbindung mit dem Notebook bequem von beliebigen Stellen der Location aus einmessen.

Die K.M.E. VL750 habe ich im Moment testweise zu Hause, die sind schon verdammt leistungsfähig. Als Fullrange ist mir deren 12" dann aber prinzipbedingt im Bass doch zu wenig, deshalb bleibe ich bei meinen 15"/2" RCFs. Entsprechende Subs und Endstufen sind zwar vorhanden, aber ich suchte zwei kleine Fullrange-Tops. Es ist zwar Geschmackssache, aber ich brauche halt Membranfläche (in meinem Musikzimmer 6x 15"), will ich den Tiefton nicht nur hören sondern auch spüren. Und auch für ne Party muss es halt Spaß machen, da sehe ich 15" im Fullrange-Top bei 50-100 Personen als Minimum.

Die K24 sehen schon brutal bestückt aus, sind jedoch gewichtsmäßig (22 zu 37 Kg) und preislich eine oder eher mehrere Nummern weiter als die VL750. Schön tief getrennt bei 800 Hz, eine interessante Box.
 

hampshire

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RC-Drehteile

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@ Markus

die Ausführungen zu dem Bassverhalten ist interessant und nachvollziehbar, DANKE !

unsere Tops sind passiv, aber das ist ja auch zweitrangig, ein Controller hängt trotzdem dazwischen.

KME baut tolle Lautsprecher, haben uns schon mehrfach Kombinationen aus 12" Tops und 18" Bässen geliehen, klingt auch gut.

wenn es leicht sein muss, haben wir von PL-Audio, die F12 Tops. wiegen 20Kg, sind sehr handlich. Mit Fullrange habe ich aber keine Erfahrung, wir haben selbst für sehr kleine Veranstaltungen eigentlich immer Tops und Bässe getrennt. die 15er RCF aktiv sind doch aber bekannt und sollen auch gut sein. Auch von JBL gibts da wohl ganz gute Lautsprecher.


@ Digitaltechnik:

Ja, wir haben Endstufen, die wiegen 40+ Kg im 6HE Rack, dann eine Generation neuer mit gleicher Leistung eine Digitalendstufe, die klemmt man sich einfach unter den Arm. Und der Klang ist auch nicht schlechter.

LG Michael
 

amaretto

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@RC-Drehteile
Von wegen Bass und Anzahl der Subwoofer:
Immer wieder sieht man, dass selbst von "Profis" der Effekt der Strahlungskoppelung nicht ausgenutzt wird. Da werden bei Veranstaltungen munter auf jeder Seite der Bühne ein paar Subs unter die Topteile gestellt, manchmal sogar mit einem Phasendreher. Selbst wenn elektrisch kein Phasendreher drin ist, ergibt das weite Auseinanderstellen der Bässe eine Phasenverschiebung für Zuhörende, wenn diese nicht exakt mittig vor der Bühne stehen.

Weitaus effektiver für die Bassabstrahlung ist es, wenn alle vorhandenen Subwoofer zusammengestellt werden, sinnvollerweise mittig unter der Bühne (oder notfalls davor). Durch dieses "Stacking" - man kennt es auch von Line-Arrays - nutzt man eine akustische Koppelung der einzelnen Strahler. Bei Basshörnern ist Stacking sogar unbedingte Pflicht, da durch die Addition der Mundöffnungen erst eine tiefe Grenzfrequenz möglich wird. Bei gestackten Bassreflexsubs ist die virtuell wirksame Membranfläche auch größer als die Summe der addierten Membranflächen allein. Man muss sich das so vorstellen, dass die Luftmoleküle zwischen eng beieinander liegenden Strahlern (Bassmembranen, Reflexöffnungen) quasi mitgerissen werden.

Nutzen des (Bass-)Stackings:
höherer Schalldruck, deutlich geringerer Membranhub, weniger Verzerrungen, keine Phasenprobleme. Bei einer solchen Aufstellung kommt man gegebenenfalls sogar mit weniger Subwoofern aus, als wenn man diese wie weit verbreitet auf 2 oder mehr Seiten aufteilt. Man muss also weniger schleppen und kommt mit weniger Verstärkerleistung aus.

Die Trennfrequenz zu den Topteilen sollte bei dieser Aufstellung nicht zu hoch liegen.
 
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amaretto

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:thumbsup:
Die MTL-4 kenne ich vom Klang nicht. Vom Gehäuseaufbau würde ich zwar extremen Schalldruck aber wenig Tiefbass vermuten?
Bei dem von dir verlinkten Bild (sehr imposant :) ) frage ich mich allerdings, ob man die 44 Basschassis nicht anders hätte verwenden können...
 

hampshire

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29 Dezember 2015
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Die MTL-4 macht in der Tat einen Mörderdruck und spielt sehr flink und ist kein Tiefbasswunder. Ein solches "Wunder" bauten wir einmal in die Wohnzimmerwand eines Kumpels ein. Die Speisekammer auf der anderen Seite der Trockenwand diente der Einfachheit halber als Gehäuse. Leider habe ich nur einen Link zum Bild vom Chassis. Der Bass war langsam und nicht mörderlaut aber dafür abgrundtief. http://www.itishifi.com/2010/07/electrocvoice-30w-or-30-inch-monster.html
Auch diese Installation erwies sich als nicht so nachbarschaftsfreundlich.:(

Immer diese Kompromisse...:devil:
 

amaretto

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Hähä, dich möchte ich nicht als Nachbarn haben. Die Dreißigzöller erinnern mich an einen Szene auch "Zurück in die Zukunft".
Bei so einem Vorleben: was hast du denn jetzt zu Hause?
 

hampshire

Flashaholic*
29 Dezember 2015
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Nix dolles mehr. Nachdem ich mich mit einem High-End Laden finanziell minimiert hatte und mich im Vertrieb an Höndler wieder veräppelnd konnte, habe ich der Branche vor 15 Jahren den Rücken gekehrt.
Zu Hause stehen betriebsbereit ein Atoll IN 50 und Triangle Zephyr unterstützt von einem JM Lab Aktivwoofer an handelsüblichen Eingangsgeräten. Ein Technics SP15 mit Audio Tools Arm und DL 3 MC harren ebenso wie kleine Fostex Hörner und Linaeum Lautsprecher aus bis sie jemand anderes lieb gewinnt oder sie wieder in Einsatz gelangen. Es liegt noch so mancher Lautsprecher von Audax, Scanspeak oder JBL herum, ein Kirksaeter Reciever und ein 70er Jahre Grundig SubSat System. Im Keller ist ein Technics Bolide aus den 80ern an MacAudio Autolautsprechern, die ich in einengroßen Decken/Wandkasten geschraubt habe.
Die wilde Zeit ist vorbei.
Grüße,
Max
 

wobba

Flashaholic**
4 Januar 2013
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Das erinnert mich an früher...allerdings spielte sich da alles im Auto ab und das Ziel war eher max. db :D