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RC-Drehteile

TaschenlampeneigenbauSpezi & Ehrenmitglied
4 Juli 2010
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Ich dachte mir, da hier doch ein paar technisch und elektronisch begabte Leute anwesend sind, wäre so ein kleiner Thread zum Gedankenaustausch doch gar nicht schlecht.

Anlass für meinen Gedanken war mein TFT Computermonitor, der mich letzte Woche im Stich ließ.

Ging beim Hochfahren nicht mehr mit an und die Statusled blinkte nur noch, ohne dass ein Bild angezeigt wurde.

Ich habe mich total geärgert, war ein guter Bildschirm, hat vor 2 Jahren und 2 Monaten mal 250€ gekostet ( Acer X192W )

Garantie also auch weg.

Ich dachte mir: Mehr als kaputtmachen kannst du ihn nicht mehr, also hab ich ihn einfach mal aufgemacht.... die Klipse sind ein bisschen tricky, aber mit Gefühl geht das gut auf.
Im Inneren sieht man nur den Bildschirm und ein Kästchen, welches Netzteil und Bildwandler enthält.

Das Netzteil ausgebaut und schnell die Übeltäter gefunden. 6 Elkos waren dick-das heißt defekt.

Diese kurzgeschlossen und ausgebaut ( wichtig, da Elkos auch nach abziehen der Netzspannung noch geladen sein können )

Im Reichelt findet man günstigen Ersatz, 2€ habe ich für die Teile bezahlt.

Zusammengelötet und alles klappt wieder. Arbeit etwa eine Stunde und mein Bildschirm läuft wieder :)

WICHTIG: Arbeiten an Geräten, die mit Netzspannung betrieben werden, sind sehr gefährlich und sollten daher nur von Leuten mit viel Erfahrung und / oder entsprechender Ausbildung durchgeführt werden, es können bleibende, körperliche Schäden entstehen.

viele Grüße

Michael
 
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buwuve

Flashaholic**
14 Dezember 2010
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Umkreis Heidelberg
Ich nutze dann einfach mal die Gelegenheit, eine Frage zu stellen.
Meine Lötfähigkeiten sind noch nicht so toll, daher hatte ich eigentlich vor an einer kürzlich kaputtgegangenen Mainboardplatine mal etwas rumzulöten (einfach mal ein paar Teile ablöten und wieder anlöten - das Ziel ist nicht, sie zum Laufen zu bringen, sondern einfach nur die Lötfähigkeit zu üben).

Jetzt zur Frage: Wenn ich die Elkos nicht kurzschließe - wie lange sollte ich warten, bis sie keine Ladung mehr haben? Kann ich davon ausgehen, dass sie nach 7 Tagen ohne Strom leer sind?
Falls Kurzschließen: Kann ich einfach ein Stück Draht (oder einen Widerstand) mit einer isolierten Zange nehmen und damit den oberen und den unteren Teil des Elkos berühren?
Es geht mir nur darum, letzte Restmengen aus dem Elko zu bekommen.
 

tompe

Flashaholic**
10 Juni 2011
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mitten im Pott
Nach sieben Tagen dürfte eigentlich nicht mehr viel Saft drin sein. Aber um auf nummer Sicher zu gehen kann ein vollständiges Entladen nie schaden. Das sollte aber nicht zwischen oben und unten passieren, sondern an den beiden Drahtenden (Lötstellen) !

Gruß tompe
 
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light-wolff

Flashaholic***²
14 September 2011
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im Süden
Falls es sich um ein Computer-Mainboard handelt: die Spannungen darauf sind völlig harmlos. Gefährlich ist's nur im Netzteil.

Auch nach 7 Tagen können (theoretisch, gute) Netzspannungs-Kondensatoren noch geladen sein.
Kurzschließen: beide Pole über einen Widerstand ~100 Ohm verbinden, wenige Sekunden reichen. Draht oder Schraubendreherspitze geht auch, funkt aber unter Umständen ganz ordentlich und dabei kann (wenig wahrscheinlich) auch mal etwas kaputtgehen.
 
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Maiger

Ehrenmitglied
27 Dezember 2011
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Nationalpark Kalkalpen (A)
www.taschenlampen-forum.de
Also wenn ich einen Kondensator (Elko) entlade, dann schließe ich ihn niemals kurz, sondern nehme einen niederohmigen Widerstand oder eine Glühbirne!
Wobei ich nur bei den "dicken Dinger" in Netzteilen, Verstärkern, FS, usw. übers Entladen nachdenke.
Bei den "normalen" Platinen habe ich mir in den letzten 20 Jahren noch nie die Mühe gemacht, die Kondensatoren zu entladen.

Gruß
Gerhard

PS: Einen Kondensator per Kurzschluß zu Entladen, würde ich nicht empfehlen. Schon gar nicht, in einem öffentlichem Forum. :pinch:
 
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buwuve

Flashaholic**
14 Dezember 2010
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Umkreis Heidelberg
Wow, mit so vielen Antworten hätte ich gar nicht gerechnet. Das Mainboard was ich meine kommt aus einem alten PC.


Warum kann ich die davon gewonnen Kenntnisse nicht übertragen?
Ist der Unterschied einfach zu groß (da andere Lötspitze, die Wärme beim Mainboard anders verteilt wird und wenn ich es auf die selbe Art bei einer Taschenlampe probiere ich einfach nur den Draht wegschmelze)?

Ich will eher sehen: Das Lötzinn muss aussehen wie x, damit es keine kalte Lötstelle gibt.
Wenn es aussieht wie y, kann man problemlos ein Bauteil aus dem flüssigen Lötzinn rausziehen, ohne es zu beschädigen.
Eben wirklich die Grundkenntnisse verbessern.
 
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Maiger

Ehrenmitglied
27 Dezember 2011
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Nationalpark Kalkalpen (A)
www.taschenlampen-forum.de
Mainboards sind mehrlagig, d. h. der Bauteil ist nicht nur auf der Unterseite mit der Cu-Bahn verlötet sondern auch innerhalb der Bohrung und auf der Oberseite. Das sieht dann ca. so aus. >klick<

Verlöten von solchen Bauteilen geht ja noch, indem man oben und unten getrennt lötet, aber das Auslöten ist eine Qual. Du kannst nur auf einer Seite erhitzen und musst dann über den Bauteil und das Lot in der Bohrung die Hitze auch auf die andere Seite bekommen. In der Zeit erhitzt du aber auch den Bauteil und wenn dein Lötkolben nicht die entsprechende Leistung und Spitzengeometrie hat, ist der Bauteil verbraten bevor du das Lot auf der anderen Seite flüssig bekommst. :(

Besorgt dir zum Üben eine kleine Lochrasterplatine und verlöte darauf Drahtbrücken und Drahtlitzen.
Das ist dann schon mal eine gute Übung.
Da die Platine nur einseitig ist, geht das Entlöten auch wesentlich leichter.
Gute Hilfsmittel zum Entlöten sind auch eine Enlötpumpe oder Entlötlitze.

Gruß
Gerhard
 

Alexander

Flashaholic**
4 Juni 2011
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D:\Hessen\Gießen\Lollar
Also wenn kondensatoren wo eingelötet sind kann man davon ausgehn das die nach 7 Tagen entladen sind.
Meistens sind auch Entladewiderstände eingebaut.
Mit dem Mainboard würde ich mir keine Gedanken machen, die höchste Spannung dürfte bei 12V liegen.
Manche Elkos tendieren auch dazu sich selbst aufzuladen was ich mit einem schönen Knall erfahren habe :eek:.
Folgende Konstruktion hatte sich etwas aufgeladen (mittlerweile mit Entlade/Ausgleichswiderständen):


Also anderes Beispiel, in einem Umrichter von mir ist ein DC Zwischenkreis (570V!),
in der Anleitung steht man soll 10min. warten bevor man daran Arbeitet.

Mit ein paar teilen kann man schöne Schaltungen aufbauen->LED wechselblinker
Einfach nen Schaltplan googeln und dann auf Lochraster aufbauen.

Gruß
Alex
 
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Alexander

Flashaholic**
4 Juni 2011
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D:\Hessen\Gießen\Lollar
Genau dafür hab ich die Caps so verbunden :D.
Mit relativ wenig Schaltungsaufwand realisiert: Kohlebogenlampe ich komme

Jetzt muss da nur noch mehr Power drüber, direkte Netzspeisung ist in Arbeit.
Damit sollten 3kW Drin sein.
Für eine Kohlebogenlampe muss eben das Windungsverhältnis angepasst werden aber das ist einfach.
Gruß
 
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Alexander

Flashaholic**
4 Juni 2011
1.074
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D:\Hessen\Gießen\Lollar
So der Eigenbau Trafo von zwei Posts weiter oben hat jetzt mehr Saft bekommen.

Erster Test mit der finalen Schaltung:
Video:

Test bei 120V:
Video:

Test mit 200V:
Video:

Test mit 240V:
Video:

Dabei ist das passiert, Sekundärspule hat durchgeschlagen:
p1030068p4yz3.jpg


Test mit 200V und anderer Spule die mehr Strom aber weniger Spannung liefert:
Video:
In wirklichkeit ist es hell im Zimmer, die Kamera habe ich mit absicht so dunkel eingestellt.

Den Kupferrohren hats nicht so gut gefallen:
p1030079txujc.jpg


p10300813pua2.jpg


Jetzt muss ich nur die Kohlestäbe von ebay bekommen.
Dann wirds sogar schön Hell :cool:

Grüße
Alex
 
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