Stone Modding Tipps - Ultra flache Lötstellen

Stone

Flashaholic*
5 Oktober 2010
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Hallo Zusammen,
[GESCHWAFEL]
ich hatte mal wieder das Problem das jeder der schon ein paar Lampen Umgebaut hatte. Die Lötstellen auf dem LED-PCB waren so hoch das sich der Reflektor nicht ganz aufschrauben lässt :daumenrunter:. Das kann nicht nur zu einem schlechten Beam führen, sonder wenn man den Alu-Reflektor mit etwas zu viel Kraft aufschraubt auch zu nen satten Kurzschluss führen. :exploLiIon:
Meistens ist die Lösung dünnere Kabel zu nehmen, aber so richtig zufriedenstellend ist das meistens nicht.
Hab mir schon öfters gedanken dazu gemacht, aber es meistens wieder verworfen.
Irgendwann kam mir dann die Idee es mit ganz dünnen Blech zu testen. Das einzige was ich Griffbereit hatte war Beryllium-Kupfer-Blech in 0,1mm Stärke. Naja besser als nix.
Hat zum testen auch gut geklappt Lötstellen mit 0.2mm Stärke konnte man damit erreichen, leider war die Lötverbindung an dem BeCu sehr schlecht, und konnte leicht abgerissen werden. FAIL
Nächster Test 0.5mm Kupfer, leider zu dick. Dünnen streifen runter geschnitten und mit dem Hammer auf 0.2mm geprügelt.:D
(jeder der schon mal Metallkunde hatte weis was das mim Gefüge anstellt).
Angelötet und nochmal die Zugfestigkeit der Lötstelle getestet, passt :thumbsup:.
Leider ist das gedengelte Material relativ Spröde und nach ein bisschen Bewegung bricht es. FAIL
Jedes Blech auf die richtige größe zu dengeln ist auch eher nervig. Also was gibts so zu kaufen.
Kupferfolie gibts relativ viel zu kaufen am meisten in 0.035mm Stärke und mit Klebefolie zum EMV abschirmen, aber da gewöhnliche Alufolie schon dicker ist war das keine richtige Lösung.
Nach langer suche bin ich auf einen Ebay Shop gestoßen der Kupferfolie als Rollen in kleinen Mengen verkauft.
Die 0.2mm haben mir schon ganz gut gefallen, optimal wären 3mm Breite, aber das schmälste waren 15mm, naja besser wirds wohl nicht.
Bestellt und gestest soweit so gut. Jetzt kommt die eigentliche Anleitung
[/GESCHWAFEL]

Man braucht
-Kuferfolie/Blech mit 0.1-0.3 Stärke
-Karptonband oder Isolierband
-Schrumpfschlauch 3mm oder 6mm

schadet nicht
-Flussmittel
-Kreuzpinzette

Erstmal ein Stück abschneiden mit Seitenschneider oder Schere (Bitte nicht mit der von der Mrs. die könnte stinkig werden wenn sie danach nicht mehr so gut Papier oder Stoff schneidet :D).
Größe richtet nach der Größe der Lötstelle oder des Bohrlochs wo das ganze durch muss.

In meinem Fall so 1,5-2mm
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Dann Kabel anlöten und die andere Seite leicht mit Lötzinn benetzten, Flussmittel hilft. Eine Kreuzpinzette hilft ungemein um das ganze festzuhalten und den Wärmetransport zur anderen Seite zu reduzieren.
Am Ende das ganze mit einem Streifen Karptonband zur Isolierung überziehen und drauf achten das wirklich kein Eck Kontakt machen kann(deshalb überlappt das Band).
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Die Kabelseite mit einem Schrumpfschlauch überziehen und Schrumpfen (ja er hätte wirklich etwas länger auf der Kabelseite sein können :peinlich:). Das hält das Kabel in Position auch wenn das Lötzinn nochmal flüssig werden sollte beim löten an den Star und es isoliert besser als das Karptontape.
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Noch zurecht biegen, am besten vorher überlegen wohin da das Kupfer nur eine Gewisse Anzahl von Biegeversuche aushält. Oben im Bild ist Fehlversuch 1 der Abschnitt war zu breit und ging nicht mehr durch die Bohrung und nachträglichen kleinschneiden hat nicht gut geklappt.
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Angelötet sieht das ungefähr so aus, die Lötstelle kann noch mit einem Stück Kapton-Tape ab geklebt werden aber ich bevorzuge eigentlich wenn möglich die ganze Reflektorunterseite abzukleben da es besser hält.
Beim verlöten das Pad erhitzen bis das Zinn schmilzt und die Kuferfolie mit Pinzette runter drücken.
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Aber wie flach ist Ultra flach.An der Lötstelle. Star 1.5mm, Kupfer 0.2mm, Lötzinn 0.05mm.
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Am Übergang Star 1.5mm, Kupfer 0.2mm, 2x Kapton 0.1mm
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Also ca. 0.4mm, passt. Nach Rechnung ist es übrigens auch für Hochstromlampen nutzbar, ein Blechstück mit 15x3x0.2mm hat ca. 0.5 mOhm. Hab auch den Zugtest gemacht, es brauch schon ordentlich Kraft bis die Lötstelle nachgibt.

Ich empfehle jede Lötstelle mit einem Multimeter zu testen ob keine Verbindung zum Star besteht. Das Karptonband ist gut, aber auch sehr dünn und kann damit leichter beschädigt werden.

Hoffe jemand kann das Nutzen und wenn die Resonanz gut ist mach ich vielleicht eine kleine Modding Tipps Reihe.

Danke für die Aufmerksamkeit
Gruß Matthias

PS: Ich musste 7m Kupferfolie Kaufen also falls jemand was braucht kann er sich gern bei mir melden.
 
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light-wolff

Flashaholic***²
14 September 2011
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im Süden
Kupferfolie gibts relativ viel zu kaufen am meisten in 0.035mm Stärke und mit Klebefolie zum EMV abschirmen
....
ein Blechstück mit 15x3x0.2mm hat ca. 0.5 mOhm.
... und das gleiche in 0.035mm Stärke hat 3 mOhm, woran bei 3A 9mV abfallen. Ein Batteriekontaktfeder hat ein Vielfaches davon, alleine der Kontaktwiderstand ist schon in dieser Größenordnung.
Man kann also ohne weiteres auch besagte Kupferselbstklebefolie nehmen.
Die 0.035mm entsprechen der üblichen Kupferdicke auf Leiterplatten. Was darüber an Strom kann: Leiterbahnbreite
 
  • Danke
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Stone

Flashaholic*
5 Oktober 2010
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Ja, da hast du recht, aber um den Widerstand gingst mir bei der Überlegung 0.035mm vs. 0.2mm garnicht. Ich hab bei 0.035mm einfach bedenken das es mechanische belastbar ist.

Gruß Matthias
 

light-wolff

Flashaholic***²
14 September 2011
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Stabilität ist natürlich kritisch, das stimmt. Ich klebe das Zeug eh immer auf Kaptonband, das ist dann auch extrem reißfest.
 

Stone

Flashaholic*
5 Oktober 2010
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Ah, du verbaust das 35um Kupfer Band, geht das gut? Das würde natürlich die Lötstellen auf unter 0,1mm bringen.

Gruß Matthias
 

light-wolff

Flashaholic***²
14 September 2011
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im Süden
Das selbstklebende 35µm-Band geht wunderbar zu löten, warum sollte es auch nicht. Wird hauptsächlich verwendet für EMV-Geschichten (mal 'ne Cu-Fläche oder zusätzliche Abschirmung simulieren), für Reparaturen (Leiterbahn weggebrannt) oder Umbauten an Prototypen. Das gibt's auch mit Leitkleber, so dass man nicht einmal löten muss, wenn man 2 Streifen aufeinander klebt
 

schopi68

Flashaholic**
1 Dezember 2011
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nördlich v. München
www.salmanassar.de
Das selbstklebende 35µm-Band geht wunderbar zu löten, warum sollte es auch nicht. Wird hauptsächlich verwendet für EMV-Geschichten (mal 'ne Cu-Fläche oder zusätzliche Abschirmung simulieren), für Reparaturen (Leiterbahn weggebrannt) oder Umbauten an Prototypen. Das gibt's auch mit Leitkleber, so dass man nicht einmal löten muss, wenn man 2 Streifen aufeinander klebt

ich habe da auf die Schnelle nix gefunden - hast Du mir vielleicht eine Quelle?
 

Stone

Flashaholic*
5 Oktober 2010
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Hab festgestellt die Rolle war mit einem Stück von dem 35um Kupfer zusammengeklebt. Also ohne das es auf einem Trägermaterial aufgeklebt ist, ist es mir zu instabil, man kann es ohne großen Aufwand zerreißen. Mit Kaptonband wird es besser aber an der Übergangsstelle ist es dann im noch zu unsicher.

Gruß Matthias