So, nun das erste der "faelschlich fotografisch" betrachteten Themen, die Belichtung.
Wuerdest Du Beamshots einer Lampe in drei verschiedenen Helligkeitsstufen jeweils aus footografischer Sicht optimal Belichtet aufnehmen, haettest Du drei identische Fotos. Das ist natuerlich nicht das Ziel der Uebung, das hast Du ja schon erkannt:
Wenn ich nun alle Einstellungen so lasse, nur die Lampe gegen eine leuchtstärkere austausche, bekomme ich dann nicht ein überbelichtetes Bild? Oder mit Lampenreihenfolge andersrum ein unterbelichtetes? Oder ist der Unterschied, den man dann auf den Fotos sehen kann eben der Helligkeitsunterschied zwischen den Lampen?
Das muss differenziert betrachtet werden. Zum einen scheidet die Ueberbelichtete Aufnahme schonmal voellig aus - das ist etwas, was man aus der Fotografie uebernehmen kann

- denn Ueberbelichtung heisst ja, dass es real heller war, als im Foto dargestellt, oder genauer gesagt, dass im Bild (mehr oder weniger viele) Pixel mit maximaler (also insbesondere auch gleicher) Helligkeit sind, wo real unterschiedliche (aber zu hohe) Helligkeit herrschte. Somit ist die maximale Helligkeit eben garnicht erfasst und das Foto taugt nicht zum Vergleich. (In der Praxis kann man es, wenn man eine sehr extreme Lampe mit dabei hat, mit dem entsprechenden Hinweis auf die Ueberbelichtung der Vollstaendigkeit halber natuerlich trotzdem zeigen, wenn man mag. Man sollte nur verstehen, was man da tut.

)
Dies stellt eben das Ueberschreiten des Messbereichs dar, dass "Messgeraet" zeigt einfach nur den Maximalwert, egal wieviel heller die Lamlm noch ist.
Also besser eine Überbelichtung in Kauf nehmen.
Das also eben gerade nicht.
Im anderen Fall, also hellere Lampe nicht ueberbelichtet, dunklere unterbelichtet bist Du schon auf dem richtigen weg - "unterbelichtet" klingt zwar aus fotografischer Sicht auch ziemlich negativ, aber da die Lampe ja dunkler als die andere ist, ist es ja voellig richtig, dass im Foto nachher kein Pixel maximale Helligkeit hat und das Foto recht dunkel ist - die Lampe ist es ja eben auch.
Einschub:
Gar nicht so einfach diese Materie. Wenn ich z.B. Lampen bis xxxlm mit Blende 5,6 fotoknipse und Lampen ab xxxlm mit Blend 8, hätte ich unter Umständen zwei unterschiedlich helle Lampen auf den Fotos gleich hell fotografiert.
Zur Schwierigkeit sag ich mal lieber nichts.

Es sind aber nicht Lumen hier der Punkt sondern Lux, den ueberbelichtet werd ja einzelne Pixel, also ist natuerlich die ebenfalls flaechenbezogene Beleuchtungsstaerke, die Groesse, die da zu gross wird. Es ist ja (bei kurzen bis mittleren Distanzen) eben auch der Spot, der ueberbelichtet ist. Insbesondere kann so auch die weniger helle Lampe ueberbelichtet sein und die hellere nicht.
Realistisch muss der Unterschied deswegen aber noch nicht sein. Das Problem ist, dass der Dynamikumfang einer Kamera dem menschlichen Auge spuerbar unterlegen ist. Es tritt auf, besonders wenn die Lampen sehr unterschiedlich sind:
E01 und TK70 - genau das Beispiel hatte ich vor Augen, als sich mir die Frage stellte.
Wenn Du beide gleichzeitig einschaltest, wirst Du vielleicht noch etwas von der E01 erkennen, auf einem Foto ist aber nichts mehr von ihr zu sehen. Der gleiche Effekt tritt auch schon insbesondere bei Whitewall Beamshots deutlich auf, da ist der (deutlich dunklere) Spill auf dem Foto kaum zu sehen, real aber durchaus. Oder wenn man mal die Lampe benutzen will, um ein Foto (keinen Beamshot) zu machen, dann ist hinterher die Enttaeuschung gross, wenn ausser dem kleinen Lichtpunkt vom Spot drumherum schwarz ist, obwohl es real passabel aussah. Oder noch eindacher, wenn Du mit Gegenlicht von der Sonne fotografierst - mit dem Aueg blendet es zwar, aber Du erkennst trotzdem noch Dinge im Schatten, auf dem Foto sind nur schwarze Silhouetten und es ist trotzdem meisst noch uebel ueberbelichtet.
Kameraeinstellungen aendern daran auch nichts. In der normalen Fotografie waeren HDR Aufnahmen der Workaround, aber da wird (ausser bei den nicht auf dem Monitor darstellbaren Zwischenergebnissen) die Dynamik nicht grossartig erweitert, sondern hauptsaechlich komprimiert.
Bleibt also nur noch...
gegensteuern in dem man sich eine passende Location sucht: Stollen, schmalerer Waldweg
Wobei ich nur den ersten Teil unterschreibe und den zweiten zutiefst ablehne.

Natuerlich vermeiden Stollen, unendliche Waldwege und alle anderen Locations vom Typ "schwarzes Loch" das Problem - wie oben im Einschub gesagt, ist es ja der Spot, der als erstes ueberbelichtet ist, verschwindet der inher "Undendlichkeit" eines Stollens oder Weges, dann ist er zwar nicht mehr ueberbelichtet, aber die Vergleichbarkeit (ausser des Spills, der von den Waenden im Vordergrund prima betont wird) leidet IMNSHO doch ziemlich und eine Uebertragbarkeit auf "normale" Anwendungen auf freierer Flaeche ist nicht gegeben.
Die Grundidee ist aber zu uebernehmen - naemlich dass dass vom Spot angestrahlte Zielobjekt weiter weg sein sollte, wenn die Lampe im Spot zu hell ist. Der Vordergrund, der den Spill zeigt bleibt dabei ja zwangslaeufig wo er ist, d.h. ueber die Wahl der Entfernung des Ziels kann man einerseits das Verhaeltnis von Spot zu Spill realitaetsnaher gestalten und andererseits auch noch die Bandbreite von Lampen, die man vergleichen kann, etwas erweitern (da die Helligkeit hes Spots (genau: die Beleuchtungsstaerke) mit der Entfernunng quadratisch abnimmt, ruecken die Lampen naeher zusammen). Natuerlich ist Schluss, wenn die kleinste Lampe nicht mehr das Ziel erreicht.
Da bleibt dann nur noch, verschiedene Locations/Entfernungen zu nehmen. Ich habe bei meinen Beamshots deutlich dunkleres als die E01 und spuerbar helleres als die TK70 - verteilt auf drei Szenarien.
Da lies mal insbesondere
mein Posting im den Beamshot-Thread von Lichtinsdunkel und auch
diesen im Beamshot-Thread von Fibo, da hab ich auch schon einiges geschrieben.
Das Indoor-Szenario spiegelt gegenueber den Outdoor-Szenarien dann auch die anders adaptierten Augen nach, selbst etwas schwaches wie eine Fenix L2D waere dort gnadenlos ueberbelichtet.
Innerhalb eines Szenarios waere es Unsinn, diese zu beruecksichtigen, denn wenn ich eine ZebraLight auf low auf dem Kopf habe und mit einer Polarion rumleuchte und diese dann ausschalte, dann ist es voellig realistisch, dass ich (innerhalb der naechsten 5 Minuten) nur schwarze Nacht sehe (ok, und ein paar tanzende Farben, aber das ist ein anderes Thema

) und nicht merke, dass die ZebraLight an ist. Demensprechend waere auch ein voellig schwarzer Beamshot der ZebraLight realistisch - fuer diese Situation.
Bei Deinen ersten Fotos ist der Spot der SC600 ja auch noch ueberbelichtet - und dabei ist die Lampe ja beileibe keni Thrower sondern wie auch die SC60 eher floodig. D.h. dass Du eine groessere Entfernung willst - die wenigen Meter bis zu dem Busch sind ja auch sowieso kein realistescher Einsatzort fuer helle Lampen.

Bei meinen
Outdoor Beamshots kannst Du zumindest die SC60 auch auf groesseren Distanzen sehen, und sie ist da auch noch hell genug um realistisch gezeigt zu werden. An Deiner jetzigen Location koenntest Du aber z.B. prima E01 und aehnliches mit der SC60 vergleichen.henn